Der Politik-Thread

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    • Soll/Ist schrieb:

      Aber wenn du sagst, daß du eine von Merkel geführte Koalition - mit wem auch immer - nicht für fähig erachtest, Änderungen durch zu setzen, dann bitte: Wer ist die Alternative?! Es ist die eine Sache zu sagen: Merkel isset nicht
      mehr (kann ja sein). Höre ich nicht nur von dir.....Aber was ich nie höre, ist der konkrete - und dann auch personelle - Gegenvorschlag. Dann mal raus damit.
      Weil es einen solchen Gegenvorschlag momentan nicht geben kann. Schulz/Gabriel und alles, was aus der SPD kommen könnte, sehe ich aktuell nicht als kanzlerfähig an. Ähnliches bei der CDU, wo Merkel konsequent jeden Politiker mit Format aus dem Weg geräumt hat. Mir braucht niemand mit Von der Leyen oder De Maizière kommen. Die füllen ein solches Amt doch auch nicht aus. Das wären bestenfalls Übergangslösungen.

      Bei der CDU tippe ich mittelfristig auf Spahn, wobei der zunehmend mit seinen Ansichten auch eher fragwürdig wirkt. Wen die SPD aufbaut, weiß ich nicht. Vielleicht kann Schwesig sich positionieren, vielleicht wirds Scholz. Aber hüben wie drüben - CDU wie SPD - sehe ich kaum geeignete Leute, denen ich die Führung eines Landes zutraue.

      Und genau dieses Vakuum - Personen wie auch Lösungen - werden in Zukunft die extremen Parteien zu füllen wissen. Es ist nicht alleine die AfD, die auf Stimmenfang geht. Bald wirds die von Frauke Petry neu gegründete Partei geben. Ich tippe bei der nächsten Bundestageswahl auf mindestens 3 vergleichsweise große Parteien auf Bundesebene, die weiter rechts als die CSU stehen. Und die werden langfristig ihre Stimmen kriegen. Ob die damit stark genug werden, um Politik zu machen, sei dahingestellt. Aber sie sind stark genug, die Mitte zu schwächen.

      Aus dem, was die letzten Jahre an Politik gemacht wurde und dem, was an Politik für die kommenden Jahre zu erwarten ist, werden mittelfristig weder die CDU noch die SPD als Sieger hervorgehen.
      :hennes: Die Herausforderung "Bundesliga mit Köln" ist für einen Spieler etwas vom Größten. Köln ist ein Mythos. :FC:

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Millhouse ()

    • Ist doch auch nicht verkehrt, wenn es viele weitere kleine Parteien gibt, an welchem Rand auch immer. Dann klauen die sich vielleicht gegenseitig die Protestwähler hin und her.

      Insgesamt wird es für jede "etablierte" Partei mittelfristig schwieriger, weil der Wohlstand zwar nicht wegzudiskutieren ist, die Unterschiede zwischen arm und reich aber weiter zunehmen, und die Gesellschaft generell verroht in Teilen. (wenn man das so sagen kann)
      94:59
    • 8neun schrieb:

      Ist doch auch nicht verkehrt, wenn es viele weitere kleine Parteien gibt, an welchem Rand auch immer. Dann klauen die sich vielleicht gegenseitig die Protestwähler hin und her.
      Erstmal klauen die sich gegenseitig die Stimmen. Aber lass mal 2-3 Parteien eines Spektrums stark genug sein, um in den Stadtparlamenten, den Landtagen oder sogar im Bundestag zu sitzen. Dann machen die da gemeinsame Politik. Denn inhaltlich liegen die ja auf einer Wellenlänge. Oder glaubst du wirklich, die AfD und die neue Partei von Frauke Petry würden sich dort gegeneinander positionieren? Die werden gemeinsame Sache machen - wenn auch unter getrennten Farben.
      :hennes: Die Herausforderung "Bundesliga mit Köln" ist für einen Spieler etwas vom Größten. Köln ist ein Mythos. :FC:
    • Millhouse schrieb:

      Soll/Ist schrieb:

      Aber wenn du sagst, daß du eine von Merkel geführte Koalition - mit wem auch immer - nicht für fähig erachtest, Änderungen durch zu setzen, dann bitte: Wer ist die Alternative?! Es ist die eine Sache zu sagen: Merkel isset nicht
      mehr (kann ja sein). Höre ich nicht nur von dir.....Aber was ich nie höre, ist der konkrete - und dann auch personelle - Gegenvorschlag. Dann mal raus damit.
      Weil es einen solchen Gegenvorschlag momentan nicht geben kann. Schulz/Gabriel und alles, was aus der SPD kommen könnte, sehe ich aktuell nicht als kanzlerfähig an. Ähnliches bei der CDU, wo Merkel konsequent jeden Politiker mit Format aus dem Weg geräumt hat. Mir braucht niemand mit Von der Leyen oder De Maizière kommen. Die füllen ein solches Amt doch auch nicht aus. Das wären bestenfalls Übergangslösungen.
      Bei der CDU tippe ich mittelfristig auf Spahn, wobei der zunehmend mit seinen Ansichten auch eher fragwürdig wirkt. Wen die SPD aufbaut, weiß ich nicht. Vielleicht kann Schwesig sich positionieren, vielleicht wirds Scholz. Aber hüben wie drüben - CDU wie SPD - sehe ich kaum geeignete Leute, denen ich die Führung eines Landes zutraue.

      Und genau dieses Vakuum - Personen wie auch Lösungen - werden in Zukunft die extremen Parteien zu füllen wissen. Es ist nicht alleine die AfD, die auf Stimmenfang geht. Bald wirds die von Frauke Petry neu gegründete Partei geben. Ich tippe bei der nächsten Bundestageswahl auf mindestens 3 vergleichsweise große Parteien auf Bundesebene, die weiter rechts als die CSU stehen. Und die werden langfristig ihre Stimmen kriegen. Ob die damit stark genug werden, um Politik zu machen, sei dahingestellt. Aber sie sind stark genug, die Mitte zu schwächen.

      Aus dem, was die letzten Jahre an Politik gemacht wurde und dem, was an Politik für die kommenden Jahre zu erwarten ist, werden mittelfristig weder die CDU noch die SPD als Sieger hervorgehen.
      Wenn es keinen Gegenvorschlag geben kann - dann muss man allerdings dann gleichwohl konstatieren: Dieses Land muss regiert werden. Und wenn es eben mangels Klasse keinen Gegenvorschlag geben kann, dann wird es eben
      Frau Merkel tun(müssen).

      Du bist der Meinung, daß das Vakuum der Lösungen und der Personen durch extrem Parteien gefüllt werden. Die weiter gehende Aussage, daß es bei der nächsten Bundestagswahl 3 Parteien geben wird(die dann wohl nach deiner
      Meinung in den Bundestag einziehen?!) die weiter rechts als die CSU stehen werden, diese Aussage kann ich weder teilen noch nachvollziehen. Das hiesse dann doch wohl, daß wir - inklusive AfD - du gehst davon aus, daß wir deutlich
      mehr als 20 % im sehr rechten Spektrum versammelt hätten?! Millhouse, bei allem Respekt: Nein. Ganz deutlich Nein. Sorry, das ist fast schon Angstmacherei.
      Aber ich greife es weiter auf...Sagen wir also 23 bis 24 % sehr rechtes Spektrum. Dazu Richtung 10 % Linke. Will heissen, über ein Drittel im extremen Spektrum. Nochmals: Nein. Wird nicht passieren. In bestimmten Bundesländern
      ist es passiert. Leider und das ist mehr als bedauerlich. Bundesweit wird das nicht geschehen.
    • Soll/Ist schrieb:

      Die weiter gehende Aussage, daß es bei der nächsten Bundestagswahl 3 Parteien geben wird(die dann wohl nach deiner
      Meinung in den Bundestag einziehen?!) die weiter rechts als die CSU stehen werden, diese Aussage kann ich weder teilen noch nachvollziehen. Das hiesse dann doch wohl, daß wir - inklusive AfD - du gehst davon aus, daß wir deutlich
      mehr als 20 % im sehr rechten Spektrum versammelt hätten?! Millhouse, bei allem Respekt: Nein. Ganz deutlich Nein. Sorry, das ist fast schon Angstmacherei.
      Ich ging bei meiner Rechnerei von 2-3 Parteien aus, die jeweils die 5 Prozent zum Einzug ins Parlament holen. In Summe erwarte ich bei der nächsten Bundestagswahl um die 15 Prozent für den gesamten rechten Rand.

      Und das halte ich für realistisch.
      :hennes: Die Herausforderung "Bundesliga mit Köln" ist für einen Spieler etwas vom Größten. Köln ist ein Mythos. :FC:
    • Ich rechne sogar mit mehr, je nach dem wie unsere Mutti die Probleme aus sitzt.
      Und Schulz ist ohnehin fertig was die große Politik an geht.
      PRO FC, meine Liebe, meine Stadt, meine Partei

      Skymax (Chef), Ich (Vize), sharky (Schriftführer), Anfield, grischa, Barny, Flykai, elkie57, schwarzwälder Geißbock, Matze86, frankie0815, floedi_82, kölsch, banshee, winter, ManwithnoName, Malu, Maddes46446, fckoeln1948, Mittelfeld, effzeh, caprone, der Pitter, Hunsrück FC, Je(n)sus, Et troemmelche71, KölscheJung, izeh, Badischer Bock, Salival, Rodi, Die_Macht_am_Rhein (Pressesprecher), Hassenichjesehen (Nummerngirl), lunyTed (Azubi).
    • Millhouse schrieb:

      8neun schrieb:

      Ist doch auch nicht verkehrt, wenn es viele weitere kleine Parteien gibt, an welchem Rand auch immer. Dann klauen die sich vielleicht gegenseitig die Protestwähler hin und her.
      Erstmal klauen die sich gegenseitig die Stimmen. Aber lass mal 2-3 Parteien eines Spektrums stark genug sein, um in den Stadtparlamenten, den Landtagen oder sogar im Bundestag zu sitzen. Dann machen die da gemeinsame Politik. Denn inhaltlich liegen die ja auf einer Wellenlänge. Oder glaubst du wirklich, die AfD und die neue Partei von Frauke Petry würden sich dort gegeneinander positionieren? Die werden gemeinsame Sache machen - wenn auch unter getrennten Farben.
      Es ist natürlich maximal spekulativ, über Kooperationen zu philosophieren, zu denen es noch gar keine wirkliche Partei gibt. Klauen sich 2 Parteien im gleichen Spektrum die Stimmen, werden die zusammen nicht mehr Macht haben, als würden diese Stimmen einer Partei zugerechnet, im Gegenteil.
      Aber Du hast natürlich Recht, wenn es an den Rändern Parteien gleichen Inhalts gibt. ist es möglich, dass die kooperieren. Aber die Petry spaltet sich ja nicht extra von der AfD ab (Lucke ebenso), um die dann bei nächster Gelegenheit zu hofieren. Es gibt ja auch Gründe für den AfD Ausstieg. Wie gesagt, eh nur spekulativ.

      Was mich viel mehr interessiert: Kann es eine Situation geben, in der CDU oder SPD überhaupt wieder in die Lage kommen, eine Regierungsbildung mehr oder weniger zu diktieren. Momentan sind die zwar (AfD mal außen vor gelassen) noch mit Parteien mit den meisten Wählern, aber was muss denn gestehen, damit einer von beiden wieder eine stabile Regierung (keine Groko oder Koalition bestehend aus 234 Parteien) bilden kann? Jeder, der sich kritisch äußert, meckert entweder über "Mutti" Merkel, über Schulz, oder sonst wen, aber meist bleibt es bei pauschalem Meckern. "Die machen nur Mist", "dir wurschteln nur rum".... bla bla bla. Was genau muss denn passieren, welche konkreten Maßnahmen beschlossen werden, damit auch der Wutbürger von heute, oder nennen wir ihn Protestwähler, seine Stimme wieder neben CDU/SPD setzt, nicht AfD oder Biertrinkerpartei.

      Ich glaube, die stabile Mehrheit wird es auf absehbare Zeit nicht geben, die Leute, die das Gefühl haben, es geht ihnen gut, werden beim Altbewährten bleiben, aber viele derer, die sich unverstanden fühlen, werden ihr Glück woanders suchen. teils zu Recht, teils nicht. Und naja, wer AfD gewählt hat, tut das auch das nächste mal, sofern es keine andere Partei gibt, die am liebsten alle Undeutschen ausweisen möchte. Diese Kategorie Wähler bekommst Du mit guter Politik nicht überzeugt.

      Verzwickte Sache, das alles.
      94:59
    • 8neun schrieb:

      Klauen sich 2 Parteien im gleichen Spektrum die Stimmen, werden die zusammen nicht mehr Macht haben, als würden diese Stimmen einer Partei zugerechnet, im Gegenteil.
      Die besetzen innerhalb des Spektrums aber durchaus unterschiedliche Position. Geeint werden sie durch die große Gesamtausrichtung, die bei beiden gleich sein dürfte.

      Die Leute, die die AfD heute als zu radikal ansehen, werden dann künftig die neue Petry-Partei wählen. Und wem die Petry-Partei zu gemäßigt ist, der wählt AfD. Die "Bedürfnisse" der rechten Klientel werden viel breiter gedeckt, als wenn man nur eine radikale Partei hätte.

      Dazu kommt: Je mehr rechte Parteien im Parlament sitzen, desto mehr Redezeit bekommen die da. Und desto mehr sind sie in den Ausschüssen an der Realpolitik beteiligt.
      :hennes: Die Herausforderung "Bundesliga mit Köln" ist für einen Spieler etwas vom Größten. Köln ist ein Mythos. :FC:
    • @Millhouse: Vielleicht steh ich auf dem Schlauch, aber:

      wenn heute 100 Leute AfD wählen,

      morgen aber 50 von denen AfD, und 50 die Petry-Partei, wo ist die AfD-Petry-Koaltion dann stärker? Sind ja dann trotzdem wieder 100, durch den Split wird der Einzug in der Parlamente aber deutlich schwieriger.
      Interessant wäre es nur, wenn eine Petry-Partei aufgrund der Ausrichtung dann im größeren Rahmen neue Stimmen sammelt. Aber das ist mir dann wirklich zu sehr hätte hätte
      94:59
    • 8neun schrieb:

      wenn heute 100 Leute AfD wählen,
      Warum gehst du von einer gleichbleibenden Menge an Wählern aus, wenn sich doch das Wahlprogramm der Parteien sehr viel breiter auf deren Bedürfnisse erstreckt?

      Die Petry-Partei wird nicht vorrangig bei der AfD wildern. Sondern bei den anderen Parteien.
      :hennes: Die Herausforderung "Bundesliga mit Köln" ist für einen Spieler etwas vom Größten. Köln ist ein Mythos. :FC:
    • Millhouse schrieb:

      8neun schrieb:

      wenn heute 100 Leute AfD wählen,
      Warum gehst du von einer gleichbleibenden Menge an Wählern aus, wenn sich doch das Wahlprogramm der Parteien sehr viel breiter auf deren Bedürfnisse erstreckt?
      Die Petry-Partei wird nicht vorrangig bei der AfD wildern. Sondern bei den anderen Parteien.
      hab doch extra drunter geschrieben, dass Deine Mutmaßungen dann interessant werden, wenn die eigentliche Menge nicht nur aufgeteilt wird, sondern variiert durch unterschiedliche Parteiausrichtungen.
      Die 100 waren nur ein exemplarisches Beispiel dafür, dass eine reine Aufsplittung der Protestwähler von 100% Partei A in X Prozent Partei A und Y Prozent Partei B nicht automatisch dazu führt, dass die neue Koalition aus Partei A und B stärker wird. Das kann dann nur mit generellem Stimmenzuwachs klappen.
      94:59
    • Ich gehe stark davon aus, dass insbesondere der rechte Rand bei den kommenden Wahlen weiter an Wählerstimmen gewinnen wird. Wer sich nicht zur AfD traut, wählt Petry. Und umgekehrt. Das, was da an Stimmen generiert wird, kommt vorrangig von CDU und SPD. Die Balance im Parlament wird kippen, das halte ich für kaum noch zu vermeiden. Ändert sich die jetzige Politik nicht, wird sie nicht sozialer und gerechter, findet sie keine Lösungen für die gegenwärtigen und künftigen/absehbaren Probleme, erwarte ich einen deutlich spürbaren Rechtsruck.
      :hennes: Die Herausforderung "Bundesliga mit Köln" ist für einen Spieler etwas vom Größten. Köln ist ein Mythos. :FC:
    • Seh ich anders, es wird zwar schwierig bleiben, regierungsfähige Koalitionen zu finden, aber das wird nicht dazu führen, dass die Balance im Parlament (Bundesebene zumindest) kippen wird. Den Rechtruck hat es mit dem AfD Einzug in gewisse Gremien ja auch schon gegeben, mehr als "stärkste Oppositionskraft" ist da auf absehbare Zeit nicht drin, sollte es nicht irgendwelche neuen globalen Krisen geben.
      94:59
    • 8neun schrieb:

      @Millhouse: Vielleicht steh ich auf dem Schlauch, aber:

      wenn heute 100 Leute AfD wählen,

      morgen aber 50 von denen AfD, und 50 die Petry-Partei, wo ist die AfD-Petry-Koaltion dann stärker? Sind ja dann trotzdem wieder 100, durch den Split wird der Einzug in der Parlamente aber deutlich schwieriger.
      Interessant wäre es nur, wenn eine Petry-Partei aufgrund der Ausrichtung dann im größeren Rahmen neue Stimmen sammelt. Aber das ist mir dann wirklich zu sehr hätte hätte
      wie kommt ihr eigendlich auf das schmale Brett das die neue Petry Partei,groß Stimmen bekommen sollte grübel 0geduld