Der Politik-Thread

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    • Das Problem besteht in der medialen Präsenz. Auf der einen Seite wird wenig bis gar nicht über Demos von Muslimen gegen den Terror berichtet, auf der anderen Seite erhalten speziell in Talkshows so genannte "konservative" Vertreter sehr viel Raum zur Selbstdarstellung, weil sich die Zuschauer so schön über sie aufregen können - das Wichtigste in Talkshows überhaupt. Dadurch entsteht in der Masse der Eindruck, alle Muslime dächten so wie die Ditib- oder "Zentralrat"-Koryphäen mit ihrer konsequenten Abwiegelei.
    • LinkeKlebe schrieb:

      Mal eine Frage an die Fraktion, die mehr Widerstand der Muslime gegen radikale Islamisten eingefordert hat. Da ja jetzt die Demo folgt: Was gewinnt man damit?

      Soll die Demo nun den Hetzern zeigen, dass nicht alle Muslime potentielle Terroristen sind? Oder sollen die Muslime den Terroristen zeigen, dass sie deren Taten doof finden?

      Und egal welche Antwort man darauf gibt: Hat das irgendeinen Effekt? Interessiert es die Terroristen, was die restliche islamische Welt von ihnen hält? Interessiert es die Hetzer, dass die Muslime sich gegen den Terror positionieren? Werden die Terroristen nicht trotzdem weiter terrorisieren und die Hetzer weiter hetzen?

      Kein normaler Muslim Mensch in Deutschland hat mit diesem Pack irgendwas zu schaffen. Warum müssen die also auf die Straße gehen, um uns anderen das zu erklären? Warum müsste nicht jeder von euch seinerseits auch auf die Straße gehen? Wo ist da der Unterschied?

      Muss man jetzt neuerdings öffentlich zur Schau stellen, dass man etwas ablehnt, damit nicht alle gleich vom Gegenteil ausgehen müssen? Was ist das für ein Quatsch? Es ist doch das Problem der Leute, dass sie jeden, der ihnen nicht das Gegenteil erklärt, gleich für einen Sympathisanten des Terrors halten. Ich gehe auch nicht auf die Straße, um gegen schlechtes Wetter zu demonstrieren, trotzdem hält mich keiner für einen Freund aller Gewitter. Und falls doch, ist das sein Problem - aber ganz sicher nicht meines.

      Werden wir den Terrorismus los, indem wir die Muslime auf die Straße treiben? Wohl eher nicht. Aber wir konnten uns alle wieder mal schön über etwas echauffieren, bei dem es im Grunde um nichts, aber auch wirklich gar nichts ging.

      Tigranes schrieb:

      Wie schon gesagt: Geht auch nur einer der Leute, die sich jetzt künstlich aufregen, auf Demos gegen die Ausbeutung der Dritten Welt (mit einer vielfachen Anzahl von Todesopfern im Vergleich zu Terroranschlägen). Waren die auf den Antikriegsdemos während der Golfkriege? Protestieren die regelmäßig gegen deutsche Waffenlieferungen?
      Scheinheiligkeit ist schon eine sehr unschöne Eigenschaft.
      Muss ich mich jetzt schlecht fühlen, weil ich mich über Demos gegen Terror freue oder weil es Menschen gibt, die auf ihre Einstellung aufmerksam machen wollen, die sich gegen eine überzogene Verurteilung von Mitmenschen richtet? Ich glaube kaum, dass die Demonstranten wegen irgendwelchen Hetzern, Terroristen oder so auf die Strasse gehen. Ich glaube, es geht da ian erster Stelle eher um Solidaritätsbekundungen und Aufmerksamkeit für ein friedliches Miteinander. Hetzer und Terroristen werden doch so nicht beeindruckt.

      Mir gefällt Dein Unterton überhaupt nicht @LinkeKlebe:. Da es ja nur SChriftsprache ist, mag ich mich täuschen, aber mir kommt es aggressiv vor wie Du schreibst. Und anklagend-abwertend. Fast so, als hätte ich da ne ziemlich dumme Meinung...

      Bestimmt gibt es Moslems, die nicht in einen Topf mit dem Terror geworfen werden wollen, die auch deshalb demonstrieren gehen. Der Mann einer Arbeitskollegin is Iman in Köln und sie sagte mir, dass die türkische Gemeinde auf ihre firdlichen Absichten aufmerksam machen will und differnzierter religiöse Haltungen transportieren möchte. Was soll daran so schlecht sein? Gerade wir Deutschen sollten doch verstehen, das wir nicht für Taten verurteilt werden wollen, für die wir nichts können und für die wir nicht einstehen!

      Und ja, ich gehöre zu den Menschen, die auf Demos gegen Grundgesetzänderungen, Golfkrieg, Brutalität der Polizei usw. waren. Früher war ich - zugegebenermaßen - politisch besser informiert und engagiert. Familie und Arbeit, i.V.m. Fuppes lassen das jetzt nicht mehr so zu.
      no rudnevs - no pardy
    • Musterprofi schrieb:

      Muss ich mich jetzt schlecht fühlen, weil ich mich über Demos gegen Terror freue oder weil es Menschen gibt, die auf ihre Einstellung aufmerksam machen wollen, die sich gegen eine überzogene Verurteilung von Mitmenschen richtet?
      Die Frage zeigt, dass du die Intention meines Beitrages nicht verstanden hast. Mir geht es um die Menschen, die die Muslime auffordern auf die Straße zu gehen, oder viel mehr behaupten, täten sie es nicht, würden sie die Ideologie der radikalen Islamisten teilen. Denn das ist einfach schwachsinnig.

      Wenn die Menschen von sich aus auf die Straße gehen, ob sie nun Muslime, Christen, Heiden oder wasauchimmer sind, habe ich dagegen sicher nichts einzuwenden. Wie übrigens genau so wenig dagegen, dass du das gut findest. Man sollte es nur eben nicht einfordern oder irgendetwas daraus herleiten, wenn jemand nicht gleich zu Protestmärschen aufruft.

      PS: Aggressiv sollte mein Betrag nicht klingen. Aber ob mein Ton dir gefällt, ist mir ehrlich gesagt wumpe.
    • jan2010 schrieb:

      @Musterprofi

      Deine posts habe ich offen und einfach nur als wissbegierig empfunden.

      Schau Dir doch einfach mal wenn Du Zeit und Lust hast die Dialoge im Politikthread an, dann kannst Du es verstehen.
      O.K., dann hat das wohl ne andere Vorgeschichte. Danke für den Hinweis.

      Ich hatte mich bei LinkeKlebe angesprochen gefühlt und wunderte mich schon, dass er/sie so schlecht differenziert...
      no rudnevs - no pardy
    • MainBock schrieb:

      Ich frage mich was da los ist. Polizisten werden körperlich trainiert und tragen zudem Waffen! Wie kann es sein, dass sie (scheinbar) öfters prügel beziehen (sogar von einem, der mehrere Gesetzeshüter zusammenschlägt), oder dass ihnen jemand die Waffe entreißen kann? Warum schießen sie nicht vorher (wenigstens in die Beine oder von mir aus in den arsch)...Da hat doch niemand mehr Respekt vor denen...sind die Gesetze oder die internen Richtlinien so streng ausgelegt, das man Waffen im Grunde genommen überhaupt nicht einsetzen darf? Kann doch nicht sein...die Straße rüstet auf (verbal, körperlich und auch waffentechnisch)...da kann man doch nicht mit Richtlinien kommen, die eventuell vor 20 Jahren noch zeitgemäß waren.

      Zu dem Thema: Stand da das er ihr die Waffe entrissen hat oder hat er sie vielleicht aus dem Holster gerissen?

      Das fiel mir nämlich beim letzten Spiel in Gülletown auf, im Bus standen halt einige Polizisten in voller Montur (kennt man ja) und der eine stand so das ich ihm ganz locker hätte die Waffe aus dem Holster ziehen können.
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      Skymax (Chef), Ich (Vize), sharky (Schriftführer), Anfield, grischa, Barny, Flykai, elkie57, schwarzwälder Geißbock, Matze86, frankie0815, floedi_82, kölsch, banshee, winter, ManwithnoName, Malu, Maddes46446, fckoeln1948, Mittelfeld, effzeh, caprone, der Pitter, Hunsrück FC, Je(n)sus, Et troemmelche71, KölscheJung, izeh, Badischer Bock, Salival, Rodi, Die_Macht_am_Rhein (Pressesprecher), Hassenichjesehen (Nummerngirl).
    • LinkeKlebe schrieb:

      Mal eine Frage an die Fraktion, die mehr Widerstand der Muslime gegen radikale Islamisten eingefordert hat. Da ja jetzt die Demo folgt: Was gewinnt man damit?

      Soll die Demo nun den Hetzern zeigen, dass nicht alle Muslime potentielle Terroristen sind? Oder sollen die Muslime den Terroristen zeigen, dass sie deren Taten doof finden?

      Und egal welche Antwort man darauf gibt: Hat das irgendeinen Effekt? Interessiert es die Terroristen, was die restliche islamische Welt von ihnen hält? Interessiert es die Hetzer, dass die Muslime sich gegen den Terror positionieren? Werden die Terroristen nicht trotzdem weiter terrorisieren und die Hetzer weiter hetzen?

      Kein normaler Muslim Mensch in Deutschland hat mit diesem Pack irgendwas zu schaffen. Warum müssen die also auf die Straße gehen, um uns anderen das zu erklären? Warum müsste nicht jeder von euch seinerseits auch auf die Straße gehen? Wo ist da der Unterschied?

      Muss man jetzt neuerdings öffentlich zur Schau stellen, dass man etwas ablehnt, damit nicht alle gleich vom Gegenteil ausgehen müssen? Was ist das für ein Quatsch? Es ist doch das Problem der Leute, dass sie jeden, der ihnen nicht das Gegenteil erklärt, gleich für einen Sympathisanten des Terrors halten. Ich gehe auch nicht auf die Straße, um gegen schlechtes Wetter zu demonstrieren, trotzdem hält mich keiner für einen Freund aller Gewitter. Und falls doch, ist das sein Problem - aber ganz sicher nicht meines.

      Werden wir den Terrorismus los, indem wir die Muslime auf die Straße treiben? Wohl eher nicht. Aber wir konnten uns alle wieder mal schön über etwas echauffieren, bei dem es im Grunde um nichts, aber auch wirklich gar nichts ging.

      Ich gehe mal darauf ein, da ich denke du meintest z. B. einen meiner Posts...



      Der Videobeitrag von Coby war schon recht interessant und in großen Teilen folge ich ihm auch.

      Ist es wirklich relevant, wenn sich Tausende Muslime und Christen gegen den Terror in Demonstrationen ergeben?
      Eher nicht.
      Trotzdem denke ich, dass es nie falsch ist sich auch öffentlich zu positionieren.

      welt.de/debatte/kommentare/art…n-Muslime-bleibt-aus.html


      Die Ditib-Darstellung, es sei Ramadan und man könne es den Muslimen nicht zumuten, in dieser Zeit bei 25°Celsius stundenlang zu demonstrieren empfinde ich als Hohn.
      Am 11. Juni 1983 war ich beim Pokalfinale in Kölle. Wir hatten an die 28° Celsius und am Neumarkt (Heumarkt? Lang ist her...) gab es eine Pro Khomeini Demo mit mehreren Tausend Iranern.

      Was mich betrifft, als Punk der späten Siebziger gehe ich bei jedem Schei.ß der mir nicht passt auf die Strasse.
      Ich bin Brian und meine Frau ist auch Brian

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Hassenichjesehen ()

    • Das ist traurige was nämlich jetzt folgt.. :kerze:

      Ich käme nie auf die Idee meine Türkischen Freunde für den Mist den ein paar Schwachköppe da veranstalten die Schuld zu geben nur weil
      sie einen anderen Glauben haben und wir auch des Öfteren nicht auf den gleichen Nenner kommen. Damit ist ja auch bewiesen, das die
      Christen auch welche in ihren Reihen haben die nicht mehr ganz frisch in der Birne sind.. :facepalm:
    • jan2010 schrieb:

      Woran Du denkst und achtest wenn Du so viele Gladbacher siehst augenroll

      Ich hab zu viel CSI und co. geguckt. :green:
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    • Das mit der Waffe: CSI.

      Das ich daran dachte als Gladbacher da waren: The Walking Dead.

      Die Mischung machts. :thumbsup:
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