Religionen, Kulte und Co.

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    • jan2010 schrieb:

      Ich finde Deinen Ansatz interessant.

      Die meisten denke ich bemühen uns darum, ein guter Mensch zu sein.
      Davon gehe ich einfach mal aus :)

      So, dann gibt es die nicht guten Menschen. Mörder, Vergewaltiger, etc.

      Auch wieder die Frage:

      Der gute Mensch lebt sein Leben und der schlechte auch,
      beide sterben und das wars dann?

      Aber was bringt das guter Mensch sein denn allen Nicht-Moslems (deiner dem Islam entnommenen Logik nach), denn die kommen ja trotzdem in die Hölle.

      Oder reicht es ein gutes und gerechtes Leben zu führen ohne ein einziges mal zu Allah gebetet zu haben?

      Wieviel Wert legt der gute auf die Anhimmelung und Vergötterung deiner Meinung nach?
      PRO FC, meine Liebe, meine Stadt, meine Partei.

      Skymax (Vorturner), Ich (Vizeturner), sharky (Schriftführer), Anfield, grischa, Barny, Flykai, elkie57, schwarzwälder Geißbock, Matze86, frankie0815, floedi_82, kölsch, banshee, winter, ManwithnoName, Malu, Maddes46446, fckoeln1948, Mittelfeld, effzeh, caprone, der Pitter, Hunsrück FC, Je(n)sus, Et troemmelche71, KölscheJung, izeh, Badischer Bock, Salival, Rodi, Die_Macht_am_Rhein (Pressesprecher), Hassenichjesehen (Nummerngirl), lunyTed (Azubi).
    • Caprone schrieb:

      Warum darf sie das nicht sein?
      Das darf sie gerne sein, aber eine Religion ist sie dann eben nicht mehr, sondern eine Weltanschauung.
      Grundsätzlich finde ich eine solche Auslegung aber sehr viel nachvollziehbarer. Also z.B. das Christentum um seine Glaubensanteile zu bereinigen und auf die philosophischen Lehren von Jesus zu reduzieren.
      Difficile est satiram non scribere - Es ist schwierig, keine Satire zu schreiben (Juvenal)
    • jan2010 schrieb:

      Es geht um den freien Willen.

      Jeder kann sich seinen "Club" aussuchen. Oder andersrum, man steht
      Vor verschiedenen Gabelungen.

      Und die Wahl des Weges obliegt jedem selbst. Und die Auswahl muss jeder nach seinen eigenen Methoden für sich entscheiden.

      Die einen machen es durch die Religion, die anderen durch ihre Logik an die. Sie glauben, etc.

      Wo trifft man die Wahl bitte selbst?

      Du wurdest doch garantiert im Glauben des Islam erzogen und nicht gefragt welche Religion die Richtige ist. Da zwingen Eltern den Kindern ihren Glauben auf und die, die beim Glauben bleiben, reden sich das ganze später damit schön das ja ihre Religion logischerweise eh die Richtige ist.

      Wären deine Eltern gläubige Christen und hätten dich zB. auch so erzogen würdest du jetzt sicher nicht zu Allah in der Moschee beten.
      PRO FC, meine Liebe, meine Stadt, meine Partei.

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    • Tigranes schrieb:


      Das darf sie gerne sein, aber eine Religion ist sie dann eben nicht mehr, sondern eine Weltanschauung.Grundsätzlich finde ich eine solche Auslegung aber sehr viel nachvollziehbarer. Also z.B. das Christentum um seine Glaubensanteile zu bereinigen und auf die philosophischen Lehren von Jesus zu reduzieren.

      Für mich ist Religion und Weltanschauung untrennbar. Und die Glaubensanteile sehe ich immer noch trotzdem als Mittel (und vielleicht sogar Beispiel?) zu den philosophischen Lehren.
      SPINNER RAUS!


      STOLZER VISSEL KOBIANER!
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    • Oropher schrieb:

      Du wurdest doch garantiert im Glauben des Islam erzogen und nicht gefragt welche Religion die Richtige ist.
      Sorry, wenn ich da jetzt mal was zu sage:

      Diese Aussage gegenüber Jan ist so falsch, wie sie nur falsch sein kann. Ich hatte das Glück, vor einigen Monaten mit Jan per PN hier im Forum einige Fragen des Glaubens zu besprechen. Daher weiß ich um seine religiöse Entwicklung. Und ich hatte nicht den Eindruck, da auf einen Menschen zu treffen, der in einer religiösen Weise erzogen wurde, die er nun unreflektiert für sich übernimmt. Das Gegenteil ist bei ihm der Fall.
      :hennes: Die Herausforderung "Bundesliga mit Köln" ist für einen Spieler etwas vom Größten. Köln ist ein Mythos. :FC:
    • Also wurde er nicht in den Islam hineingeboren?

      Wie schon gesagt, wäre er als Christ geboren würde er jetzt hier wahrscheinlich das Christentum verteidigen, denn ein selbstständiger Wechsel, besonders weg vom Islam, ist ja nun eher die Seltenheit.

      Mann kann als Gläubiger das Ganze Konstrukt der Religionen doch gar nicht ohne Wertung sehen und miteinander vergleichen. Jan scheint ja zu glauben das nur die Molsems in den Himmel kommen (weiß jetzt nicht wie das im Koran steht), wie soll man mit diesem Mindset bitte seine eigene Religion kritisch hinterfragen wenn ein Abwenden von ebendieser die Ewigkeit in der Hölle bedeutet?
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    • Oropher schrieb:

      Jan scheint ja zu glauben das nur die Molsems in den Himmel kommen (weiß jetzt nicht wie das im Koran steht), wie soll man mit diesem Mindset bitte seine eigene Religion kritisch hinterfragen wenn ein Abwenden von ebendieser die Ewigkeit in der Hölle bedeutet?
      Korrigiert mich, wenn ich falsch liege, aber kommen laut christlicher Lehre nicht auch alle Heiden in die Hölle?
      Difficile est satiram non scribere - Es ist schwierig, keine Satire zu schreiben (Juvenal)
    • Caprone schrieb:

      Für mich ist Religion und Weltanschauung untrennbar. Und die Glaubensanteile sehe ich immer noch trotzdem als Mittel (und vielleicht sogar Beispiel?) zu den philosophischen Lehren.
      Danke für diese Erläuterungen. Das macht es mir wirklich leichter nachzuvollziehen, warum man in der heutigen Welt noch einer Religion nachgeht.
      Difficile est satiram non scribere - Es ist schwierig, keine Satire zu schreiben (Juvenal)
    • Tigranes schrieb:

      Danke für diese Erläuterungen. Das macht es mir wirklich leichter nachzuvollziehen, warum man in der heutigen Welt noch einer Religion nachgeht.
      Veräppelst du mich? :green:

      Tigranes schrieb:

      Korrigiert mich, wenn ich falsch liege, aber kommen laut christlicher Lehre nicht auch alle Heiden in die Hölle?

      Na ja, das ist ja auch eigentlich das, was "Heiden" wollen, sprich die Trennung von Gott. Das ist ja mit der großen Pein gemeint, nicht irgendwelche komischen Abbildungen, die früher Angst machen sollten. Schließlich ist jeder Mensch am Ende doch frei.
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    • Oropher schrieb:

      Aber was bringt das guter Mensch sein denn allen Nicht-Moslems (deiner dem Islam entnommenen Logik nach), denn die kommen ja trotzdem in die Hölle.

      Oder reicht es ein gutes und gerechtes Leben zu führen ohne ein einziges mal zu Allah gebetet zu haben?

      Wieviel Wert legt der gute auf die Anhimmelung und Vergötterung deiner Meinung nach?
      Da Du mich so explizit fragt, muss ich Dir auch direkt antworten.
      Ja, obwohl man auf Erden ein guter Mensch war. Gut in dem Sinne zu den Mitmenschen wie nicht lügen, jemanden gut behandeln, Freundlichkeit, etc. (Mensch zu Mensch Beziehung)

      Dann glaube ich oder Islam daran, dass wenn dieser trotz gutem Handeln wie eben beschrieben die
      Gottesanbetung (also diese Beziehung - Gott) fehlt, der Eingang ins Paradies verwehrt wird.
    • Oropher schrieb:

      Da zwingen Eltern den Kindern ihren Glauben auf und die, die beim Glauben bleiben, reden sich das ganze später damit schön das ja ihre Religion logischerweise eh die Richtige ist.
      Das stimmt so nicht.

      Ich denke es ist völlig normal, dass die Eltern versuchen, die Kinder so zu erziehen, was man selbst für richtig hält.
      Ja, wir erziehen unsere Kinder islamisch.

      Und wenn sie erwachsen sind, können die machen was die wollen. Es ist deren Leben und deren eigene Verantwortung.
      Meine Verantwortung liegt darin, dass ich ihnen die Lehre des Islams beibringe.
      Denn wenn ich es nicht tue, dann glaube ich daran,
      wenn wir (also meine Kinder und ich) vor dem Jüngsten Tag des Gerichts stehen,

      dass ich meinen Kindern nicht ausreichend die Religion beigebracht habe,
      und ich dafür büßen muss.

      Bringe ich es meinen Kindern bei, und sie entscheiden sich irgendwann dagegen (was ich nicht hoffe),
      habe ich "meinen part getan" und sie sind selbst für ihre Entscheidungen verantwortlich


      Oropher schrieb:

      Wären deine Eltern gläubige Christen und hätten dich zB. auch so erzogen würdest du jetzt sicher nicht zu Allah in der Moschee beten.
      Es gibt genügend konvertierte Muslime, die haben alle Weltreligionen + Hinduismus, etc. studiert.

      Auch wenn es Dir schwer fällt das zu akzeptieren, man muss sich doch nur mal in Deutschland umschauen:
      Die Kirchen werden immer leerer, und es werden immer mehr Moscheen gebaut.

      Das soll keine Beleidigung gegenüber der gläuigen Christen sein.

      Wenn ich z.B. den Islam mit dem Christentum vergleiche, so mißfällt mir beispielsweise die Dreifaltigkeit.
      Für mich macht es vielmehr Sinn, dass es nur EINEN Gott gibt, worauf der Islam wert legt.
      Ebenso kann ich nicht viel mit der Erbsünde anfangen, denn ich finde es gerecht,
      dass jeder für seine eigenen Taten gerade stehen muss.

      Oder dass Jesus am Kreuze für die Sünden gestorben ist.
      Dieses bedeutet, dass alle Christen durch Jesus ins Paradies kommen.

      Und ich finde, man sollte das bekommen, was man selbst getan oder nicht getan hat.
      Das empfinde ich als gerecht.

      Oder der Vergleich zum Judentum

      Eine Religion sollte frei zugänglich sein, und unkompliziert.
      Wenn ich nicht falsch liege, geht es nicht, oder ist es mit vielen Schritten verbunden,
      zum Judentum zu konvertieren.

      Wenn man den Islam annehmen will,
      muss man aus Überzeung 2 Sätze sagen, fertig.
    • @Tigranes

      Ich möchte die Bedeutung von Caprone bzgl. der Religion aufgreifen und
      auch mal ein Beispiel einer guidline geben, die uns helfen würde,
      wo ich bezweifle, dass der Humanismus dieses auch lehrt:

      Zinsen

      Sind im Islam verboten. Weder nehmen noch geben.
      Und wer sich ein bisschen mit unserem Wirtschaftssystem auseinander gesetzt hat,
      der wird feststellen, dass die Zinsen etwas nicht gutes sind.

      Da gibt es mehrere Berichte, unabhängig mal vom Islam.
    • jan2010 schrieb:

      Auch wenn es Dir schwer fällt das zu akzeptieren, man muss sich doch nur mal in Deutschland umschauen:
      Die Kirchen werden immer leerer, und es werden immer mehr Moscheen gebaut.
      Das wird aber weniger an Konvertiten und mehr daran liegen, dass islamische Familien oft mehr Kinder kriegen und Leute aus nicht islamischen Familien (meiner Erfahrung nach) generell weniger gläubig sind.
    • Lukas. schrieb:

      jan2010 schrieb:

      Auch wenn es Dir schwer fällt das zu akzeptieren, man muss sich doch nur mal in Deutschland umschauen:
      Die Kirchen werden immer leerer, und es werden immer mehr Moscheen gebaut.
      Das wird aber weniger an Konvertiten und mehr daran liegen, dass islamische Familien oft mehr Kinder kriegen und Leute aus nicht islamischen Familien (meiner Erfahrung nach) generell weniger gläubig sind.
      Da gebe ich Dir Recht, das ist auch ein Faktor.
      Ich sehe aber immer auch mehr Deutsche Muslime. Ich kenne natürlich nicht alle,
      aber es werden mehr.
    • Ich finde über den Glauben sollte man nicht streiten. Jeder glaubt an etwas anderes und das ist auch in Ordnung so, sofern man anderen seinem Glauben oder Nicht-Glauben nicht aufzwingen möchte. Niemand kann mit Bestimmtheit sagen, ob es Gott tatsächlich gibt (daher heißt es ja auch glauben) und umgekehrt kann auch kein Wissenschaftler mit Bestimmtheit sagen, wodurch der Urknall eigentlich entstanden ist, bzw. was davor gesessen ist.

      Der Glauben gibt vielen Menschen auf der Welt Halt und diejenigen die eben nicht glauben, dass es einen Gott gibt...ok, auch in Ordnung, bleibt doch jedem selbst überlassen.
    • jan2010 schrieb:


      Auch wenn es Dir schwer fällt das zu akzeptieren, man muss sich doch nur mal in Deutschland umschauen:
      Die Kirchen werden immer leerer, und es werden immer mehr Moscheen gebaut.


      Sorry, aber das ist doch wirklich ein unsinniger Vergleich. :D




      Wenn ich z.B. den Islam mit dem Christentum vergleiche, so mißfällt mir beispielsweise die Dreifaltigkeit.
      Für mich macht es vielmehr Sinn, dass es nur EINEN Gott gibt, worauf der Islam wert legt. 1"
      Es gibt nur einen Gott. ;)



      Ebenso kann ich nicht viel mit der Erbsünde anfangen, denn ich finde es gerecht,
      dass jeder für seine eigenen Taten gerade stehen muss.


      Oder dass Jesus am Kreuze für die Sünden gestorben ist.
      Dieses bedeutet, dass alle Christen durch Jesus ins Paradies kommen.Und ich finde, man sollte das bekommen, was man selbst getan oder nicht getan hat.
      Das empfinde ich als gerecht.
      [/quote]
      Erbsünde bedeutet nicht, dass jeder ein Sünder ist, sondern dass in jedem das Böse, sei es Egoismus oder sonstwas, steckt. Und durch Jesu Tod hat nun jeder eine neue Chance.
      SPINNER RAUS!


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    • Skip schrieb:

      Wieso haben eigentlich die vielen Götter zuerst diese Dinosaurier etc. erschaffen.....?? Denn die waren vor uns da!! Oder wird das auch angezweifelt?
      Ja. Von gläubigen Christen wird das tatsächlich angezweifelt (von anderen Religionen sicher auch, ich weiß es aber nicht genau).

      Und das ist der Grund, weshalb ich mit Religion nichts anfangen kann. Denn Religion hatte nie den Anspruch, die Menschen aufzuklären, sondern möglichst einfach zu sein. Morgens geht die Sonne auf, also hat den Menschen jemand erklärt, das sei Gott. Abends kam dann der Mond, also war auch das ein Gott. Und die Erde ist eine Scheibe, weil sie ja flach erscheint. Und diese einfachen Antworten wurden dann als einzig wahre Erkenntnis dargestellt und alle, die hieran Zweifel äußerten, wurden geächtet oder sogar verfolgt und hingerichtet.

      In der heutigen aufgeklärten Gesellschaft kann die Religion das natürlich in der Form nicht mehr tun, also findet sie andere einfache Antworten. Wenn Wissenschaftler ein 65 Mio. Jahre altes T-Rex-Fossil ausgraben, dann hat Gott das da platziert, um unseren Glauben zu prüfen. Sich der Wissenschaft zu öffnen, kam für die Kirche im Grunde nie in Frage. Erst, als es nicht mehr anders ging, musste man sich Stück für Stück anpassen, damit die Leute nicht komplett wegrennen.

      Man passt seine einzig wahre Geschichte so immer mehr dem derzeitigen Stand der Wissenschaft an. Zuerst wussten die Leute gar nichts, also hat man für alles und jeden Gott als Erklärung ausgerufen. Heute wissen wir deutlich mehr, also wird Gott nur noch für die Dinge verantwortlich gemacht, die wir uns noch nicht erklären können. Woher kommt das Universum? Das muss Gott geschaffen haben. Wenn wir die Antwort irgendwann kennen, hat Gott dann diesen Ursprung geschaffen. Das Spiel kann man ewig so fortsetzen. Frei nach Volker Pispers: Das ist Religion. Man muss es nicht begreifen, man muss nur daran glauben.

      Und beinahe jede Religion beansprucht für sich, die einzig richtige zu sein. Aber wenn das so ist, warum gibt es die anderen dann überhaupt? Ist das auch wieder eine Prüfung? Der glaubt an ein anderes unsichtbares Wesen, also ist er mein Feind? Und das soll dann im Sinne des besagten höheren Wesens sein? Ne, das ist mir alles zu einfach. Die Menschen nutzen den Glauben seit eh und je als Rechtfertigung für ihre Taten - gute wie schlechte.

      Für mich war Religion immer ein Vorwand, sich die Welt möglichst einfach zu halten. Wenn ich nichts schlechtes tue und brav an den Schöpfer/Propheten/Weihnachtsmann glaube, komme ich ins Paradies bzw. im Winter schöne Geschenke. Alle anderen braten in der Hölle oder bekommen sie mit der Rute. Mach keine Grimasse, sonst bleibt das so. Es ist halt einfach, sich ein allmächtiges Wesen vorzustellen, das uns alle geschaffen hat und nach unserem Tod in seinem Reich begrüßt, wo Milch und Honig fließen und alle sich lieb haben. Die Vorstellung, plötzlich nicht mehr zu existieren, ist zugegebenermaßen auch ziemlich doof. Darauf läuft es nach meiner bescheidenen Meinung aber hinaus. Es ist nun mal die schwerste Vorstellung überhaupt, wie will man sich auch vorstellen, nicht mehr zu existieren. Viele assoziieren das mit "alles ist schwarz", aber auch das ist falsch, da man das "schwarz" gar nicht mehr wahrnehmen könnte. Also schafft man sich wieder eine möglichst einfache und wünschenswerte Lösung: Das Leben nach dem Tod. Natürlich im Paradies - nicht kleckern, klotzen.

      Für mich hat die Vorstellung, kein jüngstes Gericht zu erleben, aber auch etwas beruhigendes. Ich kann mein Leben so leben, wie ich es für mich als richtig erachte. Die Regeln und Werte des täglichen Lebens sollte die Gesellschaft aufstellen und nicht jemand, der behauptet für ein höheres Wesen zu sprechen.
    • Caprone schrieb:


      Na ja, das ist ja auch eigentlich das, was "Heiden" wollen, sprich die Trennung von Gott. Das ist ja mit der großen Pein gemeint, nicht irgendwelche komischen Abbildungen, die früher Angst machen sollten. Schließlich ist jeder Mensch am Ende doch frei.
      heisst das dann im umkehrschluss, das eine Trennung von Gott eine Bekenntnis zum Teufel ist?
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