Neuer SpoDi

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  • Was muss ein guter Spodi können? Verdammt viel.
    Er muss unter anderem...
    - eine Vision haben, wo er mit dem Verein hin will: Ehrgeizig, aber realistisch.
    - die Medien im Griff haben und den Verein gegenüber diesen souverän vertreten können - so wie wir repräsentiert werden, so schreibt auch die Presse über uns
    - sich ein gutes Netzwerk an fähigen Scouts aufbauen und die richtigen Schlüsse daraus ziehen was sie ihm berichten(sprich: auch selber eine Ahnung haben was ein Spieler kann/können muss)
    - das vorhandene Geld optimal einsetzen, und beurteilen können, wofür es sich lohnt Geld auszugeben und wofür eher nicht
    - mit dem Trainer einen guten Draht haben und ihm die Spielertypen liefern, die er für die Erreichung seiner Ziele braucht
    - aber auch genug Distanz zum Trainer wahren, um zu erkennen, wenn ein Trainer mit seinem Latein am Ende ist und Feierabend hat
    - er muss ein knallharter Verhandlungspartner sein, der von seinem Gegenüber, seien es Manager anderer Vereine oder Spielerberater ernst genommen wird
    - sich gegenüber dem Vorstand behaupten können, und durchsetzungsfähig sein
    - auf der anderen Seite aber auch kritikfähig sein ohne gleich beleidgt zu sein wenn es mal Krtik hagelt
    - darüber hinaus in Köln leider noch massentauglich und sympathisch sein


    Jakobs hätte es sicher erarbeitet. aber er will es ja nicht.
    Sorry, er mag ein genialer Kopf sein, der im Hinterzimmer die Fäden zieht, und wenn er Spodi sein wollte, wären wir glaube ich lange nicht mehr auf der Suche. Aber ich traue ihm einen nicht unerheblichen Teil der oben genannten Fähigkeiten nicht zu. Tu ich aber bei Beiersdorfer auch nicht.
    Sprich: Es läuft sowieso auf eine Kompromisslösung hinaus, den idealen Spodi gibt es faktisch nicht. Deshalb schrieb ich ja: Beiersdorfer plus Kehl - wieso nicht. Die beiden gemeinsam würden wohl die meisten der Fähigkeiten abdecken.


    Und ja, es mag in der Vergangenheit Beispiele gegeben haben für Spodis, die direkt bei großen Vereinen eingestiegen sind und auf Anhieb erfolgreich waren(auch wenn man doch bitte die Zeiten, als Würstl-Uli bei der JVA Manager wurde nicht ansatzweise mit den heutigen vergleichen möge). Man muss aber umgekehrt sagen: Das Risiko ist nicht ohne.
    Und Brazzo als Beispiel zu nennen ist wohl ein schlechter Scherz(und der Vergleich bei Zorc als lebenslanger Borusse zu Kehl, dem der FC vermutlich drissejal ist und der zu uns null Verbindung hat,hinkt wohl auch ein bisschen).


    Nachtrag: @Millhouse dein Plädoyer für Kehl finde ich tatsächlich sehr interessant. Wie gesagt ich habe auch nichts grundsätzlich gegen ihn, aber ich denke wenn er mit abgekochten Managerkollegen am Tisch sitzt und Verhandlungen führt, wird er eher nicht so ernst genommen wie einer, der 20 Jahre älter ist. Auch die Durchsetzungfähigkeit gegen einen Herrn Spinner würde ich erstmal bezweifeln...aber wie gesagt: er in Kombi mit einem erfahreneren Kollegen? Why not. Was mich nur störte ist dieser Hirnriss von wegen "er war doch ein erfolgreicher Spieler, lasst ihn uns doch zum Spodi machen".
    Und mir jonn met dir wenn et sinn muss durch et Füer(oder dürch de Schnie)... :kerze:

    RUTHENBECK ZURÜCK ZUM KINDERFUßBALL!

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Heimerzheimer ()

  • Heimerzheimer schrieb:

    Was muss ein guter Spodi können?
    Hmm. Ich weiß immer nicht, ob das reine Auflisten von Anforderungen was bringt. Sicherlich, ich kann auch sagen: "Ich wünsche mir eine Frau, die hübsch ist, die gut kochen kann und die einen Humor hat, für den man in anderen Ländern in den Knast kommt". Aber das ist eben nur mein Wunschbild. Wann und bei wem es dann funkt, weiß ich nicht. Oder anders gesagt: Die ideale Frau muss mich so ansprechen, wie das noch niemand vor ihr geschafft hat. Und genau das ist bei einem Verein auch notwendig.

    Der Sportdirektor muss zweierlei: Er muss erstens das Geschäft kennen und idealerweise bereit sein, es verändern zu wollen und seine Schwächen auszunutzen. Er muss zweitens einen auf den FC zugeschnittenen Plan haben, wie das gelingen kann. Alles andere ergibt sich daraus.

    Mit dieser Betrachtungsweise fallen Beiersdorfer, Allofs und einige andere raus. Denn die können - mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg - lediglich den Ist-Zustand eines Klubs verwalten, ohne ihm eine individuelle Marschroute vorzugeben. Schindelmeiser wiederum würde diesem Profil entsprechen. Aber den scheint man nicht zu wollen. Bei Heldt bin ich zweigeteilt. Kehl finde ich wahnsinnig interessant, aber er muss sich noch die Hörner abstoßen.

    Der "richtige" Kandidat wird sich nicht dadurch zeigen, dass er die Mannschaft schnell auf einen erfolgreichen Kurs bringt. Sondern dadurch, dass er die gesamte sportliche Abteilung bis runter in die Jugend auf einen neuen Weg führt. Das wird jemand sein, der nicht mit dem heute vorhandenen Geld hantiert. Sondern jemand, der das unermessliche Potenzial des FC erkennt. Und ich hoffe, der FC ist mutig genug, so jemanden zu holen.
    :hennes: Die Herausforderung "Bundesliga mit Köln" ist für einen Spieler etwas vom Größten. Köln ist ein Mythos. :FC:
  • Da machst Du einen entscheidenden Fehler bei deinem Vergleich Spodi - Frau(aber das ist ein klassisches Kölner Ding, deshalb auch der letzte Punkt in meiner Auflistung):
    Meine Frau habe ich geheiratet weil ich sie liebe. Das ist eine Gefühlsentscheidung.

    Genau das kann und darf in einem Verein wie dem FC keine Rolle spielen!
    Da muss man sich klare, objektiv überprüfbare Faktoren überlegen an denen man eine Entscheidung orientiert. Genau dieses "Ach er hat seine Fehler, aber ich mag ihn so"(was bei einer Frau ja nun jedem selbst überlassen ist) ist es, was einen Verein ruiniert.


    Millhouse schrieb:

    Der "richtige" Kandidat wird sich nicht dadurch zeigen, dass er die Mannschaft schnell auf einen erfolgreichen Kurs bringt. Sondern dadurch, dass er die gesamte sportliche Abteilung bis runter in die Jugend auf einen neuen Weg führt. Das wird jemand sein, der nicht mit dem heute vorhandenen Geld hantiert. Sondern jemand, der das unermessliche Potenzial des FC erkennt. Und ich hoffe, der FC ist mutig genug, so jemanden zu holen.
    This!
    + Der Effzeh muss auch jemanden finden, der das kann und will. Und zwar so schnell wie möglich.
    Und mir jonn met dir wenn et sinn muss durch et Füer(oder dürch de Schnie)... :kerze:

    RUTHENBECK ZURÜCK ZUM KINDERFUßBALL!
  • Heimerzheimer schrieb:

    Meine Frau habe ich geheiratet weil ich sie liebe. Das ist eine Gefühlsentscheidung.
    Gibts in diesem schnelllebigen Geschäft aber leider nicht. Was meinste, wie sehr ich mir so jemanden wünsche. Aber den sehe ich weit und breit nicht. Weder bei uns noch bei anderen Klubs.
    :hennes: Die Herausforderung "Bundesliga mit Köln" ist für einen Spieler etwas vom Größten. Köln ist ein Mythos. :FC:
  • Armin Veh hmm oki muss man drüber nachdenken.

    Aber natürlich Herzlich Willkommen in Köln :effzeh: :FC: :hennes: :koeln: :dom:
    Thielen erinnert sich an eine Episode mit Tschik: Wir kamen im Europacup als Deutscher Meister nach Dundee, kommen dort 1:8 unter die Räder, es herrschte Untergangsstimmung. Da polterte Tschik vor dem Rückflug los: ‚Am besten ist, Flugzeug stürzt ab!‘

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