TR / Markus Anfang (Cheftrainer)

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    • Puppekopp schrieb:

      CobyDick schrieb:

      Es hat nichts mit Einstellung und Taktik zu tun einen Ball mal 3 Meter weit geradeaus zum Mitspieler zu spielen. Solche Basics muss man beherrschen wenn man damit sein Geld verdient bei egal welcher Taktik. Schuld sind da die Spieler.
      Da wir mal davon ausgehen können, dass unsere Profis zu derart Läppischem prinzipiell durchaus in der Lage sind, liegt es nahe, eine völlige Verunsicherung über Stellungs- und Laufspiel anzunehmen. Und dann wäre man eben doch wieder beim Trainer, denn diese einstudieren zu lassen, ist sein Bier.

      Die Verunsicherung resultiert in meinen Augen daraus, dass die Mannschaft selber merkt, dass sie sich Spiel für Spiel schwer tut, selbst gegen nominell deutlich schwächer besetzte Mannschaften.

      Das liegt im wesentlichen daran, dass man einige Spieler ihrer Stärken beraubt, indem man sie falsch einsetzt (Guirassy, Schaub, Drexler) und an einem System, welches nicht zum Kader passt.

      Jetzt könnte man meinen: „warum sieht Anfang das nicht, wenn es so einfach ist“ ....manchmal wird man einfach auch ein stückweise betriebsblind, wenn man Tag für Tag mit den Dingen beschäftigt ist.
      Dann ist es Aufgabe von anderen (Veh, Schumacher) intern darauf hinzuweisen...hoffentlich machen Sie dies, denn Anfang scheint wenn nur minimal von diesem System abzuweichen.

      Es ist eine sehr anstrengende und zähe Saison. Jedes Spiel zitterei...unter solchen Umständen kann sich nichts entwickeln, da man um jeden Punkt, um jeden Sieg fighten muss und nicht mal was „anderes“ einstudieren kann.
    • Dazu kommt auch: Anfang lässt ein System spielen, dass relativ hohe Anforderungen an die Spieler stellt: Sicheres Kurzpassspiel auch unter Druck (man will ja eigentlich kontrolliert hinten rausspielen) sowie gutes Positionsspiel in der "Restverteidigung" (Räume müssen vorausschauend eng gemacht werden). Fehler werden in dem System naturgemäß härter bestraft als z.B. unter Stögers Zweitligasystem, der versucht hat das Spiel in die Breite zu ziehen und auch vor hohen Bällen auf Ujah nicht zurückgeschreckt hat. Unter Anfang müssen wir oft schon in der eigenen Hälfte relativ riskante Bälle spielen um die vordersten Reihen zu überspielen.

      Als Spieler bekommt man ein Gespür dafür, ob sowas funktioniert oder nicht. Der Mannschaft ist das System bisher oft genug um die Ohren geflogen. Man hat keine Lösungen gegen das aggressive Gegenpressing der gegnerischen Mannschaften erarbeitet und schafft es daher oft nur in kurzen Phasen des Spiels mal wirklich das Spiel zu kontrollieren und Ruhe reinzubringen. Wenn man auf dem Platz ständig kämpft, weil man keine Anspielstationen hat, den Ball oft in der eigenen Hälfte verliert und dem Gegner hinterherläuft, dann schafft das natürlich Unsicherheiten.

      Auf diese Weise hat man als Spieler dahinten eine Form von Dauerstress: Sobald man den Ball hat wird man aggressiv angelaufen, hat aber keine Anspielstationen um die Situation gut zu klären. Es bleibt nur der Ball zurück oder der Risikopass. Ich finde da ist es voll nachvollziehbar, dass dies zu Unsicherheit führt.
    • Ganz anders würde es aussehen, wenn wir einen Mittelfeldmotor hätten, der sich anbietet, in die freien Räume läuft und den Ball sicher weiterspielt. Man wäre gleich viel sicherer, weil es immer eine Anspielstation gäbe, die einen unterstützt. Hector hat diesen Part in den ersten Spielen sehr aktiv übernommen. Der ist immer richtig viel gelaufen, hat sich auch auf engem Raum angeboten und hat fast immer auch Lösungen gefunden. Ihm fehlte halt nur eine Absicherung nach hinten. Ebenso würde es besser laufen, wenn die Abstände zu den offensiven Mittelfeldspielern auf den Außenbahnen geringer wären und diese ebenfalls aktiv als Anspielstation auf den jeweiligen Außenverteidiger zukommen würden. Oft warten unsere Mittelfeldspieler aber tief in der gegnerischen Hälfte auf die Bälle

      Meiner Meinung nach ist die Hilflosigkeit gegen Gegenpressing unser Hauptproblem Nummer 1 das uns auch schon ziemlich seit Anfang der Saison verfolgt. Meiner Meinung nach war das Paderborn-Spiel der Knackpunkt, ab dem wir nur noch phasenweise ein halbwegs gescheites Aufbauspiel auf die Reihe bekommen haben. Das war übrigens auch der Spieltag, ab dem Höger auf der 6 gespielt hat.

      Ich würde daher so spielen lassen:

      Abwehr:

      --Schmitz/Bader----Sörensen--Mere--Horn

      Je nachdem, ob ich Bader den Sprung zutraue, würde ich ihn einsetzen, ansonsten Schmitz. Bader hat sich im Spiel nach vorne als unser stärkster AV erwiesen. Mit Bader kann man ein kluges Aufbauspiel aufziehen. Allerdings ist Bader fehleranfällig und hinten oft überfordert und mit schlechtem Stellungsspiel. Schmitz ist im Aufbauspiel deutlich schlechter, ansonsten aber der solideste der RV. Das hängt etwas von der Stärke des Gegners ab. Wenn man es schafft den Gegner hinten einzuschnüren, dann ist Bader vielleicht sogar die beste Wahl Weiterhin würde ich Sörensen statt Czichos bringen, da Sörensen meiner Meinung nach gut Bälle in die Tiefe spielen kann, mit denen man ein gegnerisches Pressing aushebeln kann.
      Alternativ wäre vielleicht auch Bisseck eine Option. Aus seinen Bundesligaeinsätzen habe ich ihn auch als sehr unaufgeregt am Ball empfunden.-


      Mittelfeld:

      ----------Özcan/Koziello---Hector-------

      --Risse--------Schaub-------------Guirassy/Drexler/Führich

      Özcan und Hector traue ich am ehesten zu, zusammen defensiv gut zu stehen und nach vorne Impulse zu setzen. Özcan würde den defensiveren Part übernehmen, Hector das Aufbauspiel ankurbeln. Alternativ könnte man auch mit Hector+Koziello ein richtig ballsicheres DM aufstellen. Mit den beiden wären die Probleme im Aufbauspiel Geschichte. Risse war als Mittelfeldspieler bisher richtig gut und man könnte Schaub auf die zentrale Position ziehen, wo er am besten für die unerwarteten Momente sorgen kann.

      Auch hier halte ich es für eine Option Führich mal mitzunehmen. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass der vorne auch für Impulse sorgen kann.

      Sturm:

      Cordoba

      Ganz einfach deshalb, weil wir im Moment den Stürmer brauchen, der aktiver am Spiel teilnimmt.


      Außerdem ganz wichtig: Ich würde mir das in Ruhe anschauen, ob dies funktioniert. Wenn wir mit der Aufstellung immer noch schwimmen, würde ich spätestens zur Halbzeit mit 2 Wechseln und ggf. einer Systemumstellung versuchen auf Probleme zu reagieren und den gegnerischen Trainer vielleicht nochmal zu überraschen. Wenn z.B. das Aufbauspiel gar nicht funktioniert, kann man z.B. vermehrt mit langen Bällen arbeiten. Dann wäre aber ein zweiter Stürmer wichtig, damit man vorne auch Überzahlsituationen schaffen kann.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von smiling_saidjin ()

    • FC-international schrieb:

      das liegt aber daran, dass unsere Reihen zu weit auseinander stehen.
      Genau, die Reihen müssen geschlossen sein.
      War früher schon so! ;)
      PRO FC, meine Liebe, meine Stadt, meine Partei

      Skymax (Präsident), Oro (Vize), sharky (Schriftführer), Anfield, grischa, Heimerzheimer (Ehrenmitglied), caprone, Flykai, elkie57, Schwarzwälder GB, Matze86, frankie0815, floedi_82, kölsch, banshee, ManwithnoName, fckoeln1948, Mittelfeld, effzeh, der Pitter, Hunsrück FC, Je(n)sus, troemmelche71, KölscheJung, izeh, Badischer Bock, Salival, Rodi, Die_Macht_am_Rhein (Pressesprecher), Hassenichjesehen (Nummerngirl), lunyTed (Azubi), Kimeo, Olemaus.
    • ...fast in jeder Mannschaft lässt sich im Spielaufbau die 6 zwischen die beiden IV fallen, die beiden Außenverteidiger ziehen vor, die IVs stehen breit, damit man immer noch abspielen kann. Wenn man breit steht, hat man immer die Möglichkeit auf beiden Seiten Anspielstationen zu finden. Unsere Aufbauspieler müssen im tollen System, dass auf aales eine Antwort hat, harakiri- Bälle auf Horn spielen, wenn sie völlig überraschend zugestellt sind und die Ketten zu weit auseinandergehen. Das passiert eben nicht, wenn die AVs zu MFs werden.
      Viele Grüße
      Bobber
      Hans Schäfer, Wolfgang Overath, Karl-Heinz Thielen, Wolfgang Weber und Bernd Cullmann, Toni Schumacher, Lukas Podolski, Jonas Hector, Timo Horn - eine Liga!!!
    • Bobber schrieb:

      ...fast in jeder Mannschaft lässt sich im Spielaufbau die 6 zwischen die beiden IV fallen, die beiden Außenverteidiger ziehen vor, die IVs stehen breit, damit man immer noch abspielen kann. Wenn man breit steht, hat man immer die Möglichkeit auf beiden Seiten Anspielstationen zu finden. Unsere Aufbauspieler müssen im tollen System, dass auf aales eine Antwort hat, harakiri- Bälle auf Horn spielen, wenn sie völlig überraschend zugestellt sind und die Ketten zu weit auseinandergehen. Das passiert eben nicht, wenn die AVs zu MFs werden.
      Viele Grüße
      Bobber
      Genau: Bei uns stehen alle vier Verteidiger oft auf einer Linie. Beim Anlaufen muss man dann nur folgendes machen:

      - Man wartet bis der Ball auf die Außenbahn gespielt wird
      - Ein Spieler greift den Außenverteidiger an, ein bis zwei weitere Spieler laufen den Passweg in die Mitte zu.

      ...und schon hat man mit wenig Aufwand unser Aufbauspiel zerstört. Risse blieb so z.B. oft nur der weite Ball nach vorne.
    • Man muss aber bedenken, dass die Mittelfeldreihe zugestellt ist, weil sie Lichtjahre zu hoch stehen. Das ist unser Problem: Entweder gradlinig oder quer, niemals kompakt!
      Hans Schäfer, Wolfgang Overath, Karl-Heinz Thielen, Wolfgang Weber und Bernd Cullmann, Toni Schumacher, Lukas Podolski, Jonas Hector, Timo Horn - eine Liga!!!
    • Blauer Bock schrieb:

      Das seht ihr völlig falsch. Wenn die Spieler einen Ball von A nach B passen könnten, wären das alles kein Problem.
      Und wenn man Spieler, die das erwiesener Maßen langfristig nicht können, wie Özcan, aussortieren und Spieler die das erwiesener Maßen langfristig können, wie ein gesunder Koziello, regelmäßig von Anfang an aufstellen würde.

      Und wenn man ein einfaches, für die Spieler nachvollziebares System spielen lassen würde.
    • CobyDick schrieb:

      Onkel Hennes schrieb:

      Wessen denn dann? Ich würde mal sagen, dass das mit Taktik und vielleicht auch Einstellung zu tun hat. Und wer ist füpr dioese zuständig?
      Es hat nichts mit Einstellung und Taktik zu tun einen Ball mal 3 Meter weit geradeaus zum Mitspieler zu spielen. Solche Basics muss man beherrschen wenn man damit sein Geld verdient bei egal welcher Taktik. Schuld sind da die Spieler.
      Natürlich hat das mit der Taktik zu tun. Oder meinst du, dass die Spieler so schlecht sind? Oder wollen es die Spieler einfach mal sein lassen, keinen Bock... Oh nein, das wäre ja Einstellung. Sorry... Warum kommen die Bälle denn nicht an? Ganz einfach, weil die Räume nicht da sind, aber dafür die Gegner. Und warum stehen die Gegener da? Oh, Überraschung... Taktik. Das Kurzpasspiel von hinten raus ist von den Gegnern inzwischen einfach zu bespielen. Da wird von vorneherein alles zugestellt. Da beginnt der ganze Zirkus hinten und wenn man es dann mal bis ins Mittelfeld schafft, kommt der Ball dahin zu ungenau. Übefr der Mittellinie führt sich das fort.
      Und wenn die Spieler etwas tatsächlich nicht können, muss ich mir was einfallen lassen. Hm, Taktik.
      Genau, die Spieler sind schuld... Was für einen schlechter Kader, den wir da haben :clown:
    • Es hat sicherlich vieles mit der Taktik zu tun, aber nicht alles! Wenn 3 Meter Pässe zum eigenen Mitspieler nicht ankommen, dann hat das rein gar nichts mit Taktik zu tun, sondern ist dann individuelle Unfähigkeit der Spieler. Wenn die Spieler nicht die Geilheit und den unbedingten Willen an den Tag legen, in so ein Spiel reinzugehen und die Zweikämpfe anzunehmen, zu laufen und zu kämpfen bis zum Umfallen, dann hat das auch nichts mit der Taktik zu tun.

      Man kann Anfang sicher vieles vorwerfen, aber die Spieler müssen sich zu allererst mal an die eigene Nase packen! Denn einfach alles auf die taktische Ausrichtung zu schieben wäre ein bisschen zu einfach und obendrein auch schlichtweg falsch.

      Natürlich steht der Trainer immer in der Gesamtverantwortung. Aber gerade auch in den letzten Spielen waren es zu häufig die individuellen Fehler, die uns Punkte gekostet haben. Und das ist ein Aspekt, den alleine die Spieler zu verantworten haben.
    • Absolut richtig fenermann, aber dass besagter 6er dann zig einfache Ballverluste verursacht und Pässe reihenweise nicht zum eigenen Mitspieler bringt ist nicht der fehlenden Geschwindigkeit geschuldet und ist auch nicht Anfang zuzurechnen. Das ist dann halt individuelle Unfähigkeit. Aber vielleicht war es auch nur das Pokalspiel, das noch in den Knochen hing...
    • Stromberg schrieb:

      Absolut richtig fenermann, aber dass besagter 6er dann zig einfache Ballverluste verursacht und Pässe reihenweise nicht zum eigenen Mitspieler bringt ist nicht der fehlenden Geschwindigkeit geschuldet und ist auch nicht Anfang zuzurechnen. Das ist dann halt individuelle Unfähigkeit. Aber vielleicht war es auch nur das Pokalspiel, das noch in den Knochen hing...
      naja mag teils stimmen, aber wenn es so etwas wie Abläufe und Laufwege geben würde sähe das mit der Passquote auch anders aus.
      Die dummste Idee der WM Geschichte:

      4 Innenverteidiger!
    • FC-maniac schrieb:

      Stromberg schrieb:

      Sich kritisch zu äußern ist das Eine, sich einzugestehen, dass man auf den falschen Trainer gesetzt hat (denn nichts anderes wäre eine Entlassung von Anfang) das Andere. Zudem müsste der neue Trainer dann passen, einen zweiten Fehlgriff kann sich auch Veh nicht leisten.

      Insofern wird es erstmal keine Entlassung geben. Wenn die Mannschaft am Samstag natürlich wieder nicht liefert, dann kippt die Stimmung endgültig - und dann wird Veh wenig anderes übrig bleiben, als die Reißleine zu ziehen.
      Falls Deine These tatsächlich zuträfe wäre auch Veh der falsche Mann und müsste sofort mit dem Trainer mitgehen.
      Was heißt denn hier einen Fehler nicht eingestehen können? Jeder macht Fehler, die sind aber immer korrigierbar.


      Natürlich macht jeder Fehler. Aber wenn alle Fehler immer korrigierbar sind, dann verstehe ich nicht, warum hier so vehement der Kopf des Trainers gefordert wird. Denn dann müsste man Anfang ja jetzt auch noch eine gewisse Zeit zugestehen, die Fehler des ersten Saisondrittels zu korrigieren.

      Man kann es jetzt drehen und wenden wie man es will, Veh gibt Anfang offenbar diese Zeit, zumindest bis Samstag, aus welchen Beweggründen auch immer. Nur ich glaube, dass es bei einer erneuten Nicht-Leistung gegen Dresden sehr schwer wird zu erklären, woher man die Zuversicht nimmt, dass er die Fehler auch korrigiert bekommt.

      Letztlich geht es aber auch nicht um Personen, sondern nur um den Verein. Und da muss Veh halt das tun, was er für den Verein für richtig hält. Ob man das als Fan dann auch richtig findet mag mal dahingestellt sein.