WM 2018 in Russland

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  • Was ich generell etwas schizophren finde:

    Spielt eine "kleine" Mannschaft von der Grundausrichtung mit dem absoluten Schwerpunkt auf der Defensive wird ihr vorgeworfen sie mache das Spiel kaputt.

    Spielt ein große Mannschaft wie Frankreich das, lobt man sie in der Fachwelt für ihre exzellenten Abwehrspieler, wie taktisch klug sie agiert, wie sie die Räume zu macht und überhaupt wie clever sie ist.
    "Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen" (Karl Valentin)
  • iwrestledabearonce schrieb:

    hätten wir nur annährend unsere Form gefunden, wäre das Finale locker drin gewesen.
    Aber auch nur wegen der Einzelqualität der Spieler.

    Ich glaube, taktisch sind wir mittlerweile doch relativ weit abgehängt. Das zeigt nicht nur die jetzige WM. Einige der Teams, die jetzt groß auftrumpf(t)en, haben ihr aktuelles System schon vor zwei oder sogar vor vier Jahren gespielt - und es seither verfeinert. Während sich Löw ja eigentlich noch bis jetzt an den typischen Guardiola-Fußball klammert, der von Begriffen wie "Ballbesitz" und "falsche Neun" geprägt ist.

    In Wahrheit hat Deutschland den Anschluss längst verpasst. Und ich bin gespannt, wie sich das mit Blick auf die kommenden Turniere entwickeln wird. Die Einzelqualität der Spieler ist da - und es wird auch genug Qualität nachrücken. Aber ich sehe nicht, dass Deutschland einem der kommenden Turnieren spielerisch ähnlich den Stempel aufdrücken kann wie Belgien oder Frankreich jetzt.
    :hennes: Die Herausforderung "Bundesliga mit Köln" ist für einen Spieler etwas vom Größten. Köln ist ein Mythos. :FC:
  • Blauer Bock schrieb:

    Was ich generell etwas schizophren finde:

    Spielt eine "kleine" Mannschaft von der Grundausrichtung mit dem absoluten Schwerpunkt auf der Defensive wird ihr vorgeworfen sie mache das Spiel kaputt.

    Spielt ein große Mannschaft wie Frankreich das, lobt man sie in der Fachwelt für ihre exzellenten Abwehrspieler, wie taktisch klug sie agiert, wie sie die Räume zu macht und überhaupt wie clever sie ist.
    Kommt immer auf die Art und Weise an. Es gibt natürlich "große" Mannschaften die aus einer kompakten defensive über schnelles Umschaltspiel Chancen kreieren, dazu gehört eine gewisse taktische Dizipliniertheit aus der eher abwartenden Grundhaltung zu agieren und reagieren.

    Und dann gibt es die Mannschaften die sich mit Mann und Maus hinten rein igeln wie das Karnickel vor der Schlange und mit viel Hoffnung den langen Ball auf den einen Spieler ballern der sich bis an die Mittellinie verirrt hat.
  • gjucczu577 schrieb:

    iwrestledabearonce schrieb:

    hätten wir nur annährend unsere Form gefunden, wäre das Finale locker drin gewesen.
    .
    Die Form, von der du sprichst, die ist so 2016 weggelaufen .

    2017 im Sommer war Deutschland noch Confed Cup Sieger mit einer erweiterten U21 und die U21 Europmeister mit einer B-Elf.
    was denn jetzt????
    Ich fand die Quali zur WM nicht so verkehrt und wenn man sieht, wie qualitativ schlecht die WM ist, hätte man mit dieser Form mMn nicht so schlechte Chancen gehabt.
    Horn - Schmitz - Mere - Czichos - Horn - Hector - Risse - Koziello - Schaub - Drexler - Terodde
  • Millhouse schrieb:

    iwrestledabearonce schrieb:

    hätten wir nur annährend unsere Form gefunden, wäre das Finale locker drin gewesen.
    .
    Ich glaube, taktisch sind wir mittlerweile doch relativ weit abgehängt. Das zeigt nicht nur die jetzige WM. Einige der Teams, die jetzt groß auftrumpf(t)en, haben ihr aktuelles System schon vor zwei oder sogar vor vier Jahren gespielt - und es seither verfeinert. Während sich Löw ja eigentlich noch bis jetzt an den typischen Guardiola-Fußball klammert, der von Begriffen wie "Ballbesitz" und "falsche Neun" geprägt ist.

    In Wahrheit hat Deutschland den Anschluss längst verpasst. Und ich bin gespannt, wie sich das mit Blick auf die kommenden Turniere entwickeln wird. Die Einzelqualität der Spieler ist da - und es wird auch genug Qualität nachrücken. Aber ich sehe nicht, dass Deutschland einem der kommenden Turnieren spielerisch ähnlich den Stempel aufdrücken kann wie Belgien oder Frankreich jetzt.
    Alles vollkommen richtig und ich zähle uns in den nächsten Jahren auch nicht zur Weltspitze und zu einer Mannschaft, die einem Turnier den Stempel aufdrücken kann, aber (wie dick makiert) sehe ich hiervon zumindest bei dieser WM auch von anderen Teams nix besonderes.
    Trotzalledem hinkt der deutsche Fussball meilenweit hinterher.
    Horn - Schmitz - Mere - Czichos - Horn - Hector - Risse - Koziello - Schaub - Drexler - Terodde
  • iwrestledabearonce schrieb:

    gjucczu577 schrieb:

    iwrestledabearonce schrieb:

    hätten wir nur annährend unsere Form gefunden, wäre das Finale locker drin gewesen.
    .Die Form, von der du sprichst, die ist so 2016 weggelaufen .

    2017 im Sommer war Deutschland noch Confed Cup Sieger mit einer erweiterten U21 und die U21 Europmeister mit einer B-Elf.
    was denn jetzt????Ich fand die Quali zur WM nicht so verkehrt und wenn man sieht, wie qualitativ schlecht die WM ist, hätte man mit dieser Form mMn nicht so schlechte Chancen gehabt.
    Soll heißen, dass wir seit 1 Jahr mit der A Mannschaft der Nationalmannschaft keine Form gezeigt haben, die da leistungstechnisch gereicht hätte. Und 1 Jahr im Fussball ist lang. Nur sollte man den deutschen Fussball nun nicht unisono verteufeln. Wenn vor 1 Jahr ein Confed Cup Sieg mit einer B Elf und ein U21 Sieg möglich waren, dann ist der "deutsche Fußball" nicht schlecht. Nein, es war und ist die 1A Nationalmannschaft (Das Gros der in die Jahre gekommenen Mannschaft) deren Einstellung und der Trainer.
    In 2 Jahren kann man wieder eine Truppe mit Qualität haben, wenn man alte Zöpfe abschneidet.

    Es ist eine andere Situation als 2000 oder 1998!

    Und der springende Punkt ist, dass ich nicht verstehen kann, warum man jetzt alles niedermacht(Presse). Es war 2017 nicht alles Super und 2018 nicht alles Murks.
  • Frankreich - Belgien 1:0

    Vor dem Spiel hatte der belgische Trainer Martinez getönt, daß er noch n i e aufgrund einer taktischen Einstellung ein Spiel verloren hat. Nun, ich will nicht behaupten, daß Martinez die falsche Taktik hatte. Aber eines ist mal
    sicher - die Franzosen haben auf taktischem Wege den Belgiern die Hauptwaffe, das rasante Umschaltspiel genommen. Und so war das Trio Infernale Lukaku - de Bruyne - Hazard auf Hazard(sehr gut) reduziert. Die Franzosen waren
    auffällig zweikampfstark und sie wirkten auf mich einen Tick abgezockter. Und -das sei mal negativ vermerkt - nach dem Führungstreffer spielten sie streckenweise schlicht und simpel Antifussball(was diese Mannschaft nicht nötig
    hat und was enttäuschend ist).
    Wie war die Regel der letzten Turniere?!...Die Mannschaft, welche hinten in Tor und IV das beste Trio aufbieten kann - der gewinnt die WM. Das war 2006 Italien mit Buffon, Cannavaro und Barzagli. 2010 Spanien mit Casillas,
    Pique und Puyoul(nein, Ramos spielte aussen). 2014 Deutschland mit Neuer, Boateng und Hummels. 2018 spricht viel dafür, daß Lloris, Varane und Umtiti die Nachfolge antreten.
    Die Belgier waren sehr bemüht und sie waren auch viel öfter am Ball - aber sie kamen halt nicht zu ihren eigentlichen Stärken. Und wenn sie Chancen hatten, dann waren die Innenverteidigung und der Torwart der Franzosen zur
    Stelle. Und natürlich dieser Ballklauer im Mittelfeld - Kante.

    Ein Wort zu Mbape. Junge, du kannst ein ganz grosser Fussballer werden. Aber lass diese unfairen Mätzchen, nimm dir Neymar nicht zum Vorbild. Orientiere dich an grösseren und besseren.


    Ein letztes Wort zu Belgien: diese Chance kommt nicht mehr wieder. Schade.
  • gjucczu577 schrieb:

    . Nur sollte man den deutschen Fussball nun nicht unisono verteufeln. Wenn vor 1 Jahr ein Confed Cup Sieg mit einer B Elf und ein U21 Sieg möglich waren, dann ist der "deutsche Fußball" nicht schlecht..
    sehe ich ein wenig anders.
    Der deutsche Fussball ist sicherlich nicht schlecht, aber wenn man nach Frankreich, Spanien und auch England guckt und sieht, wieviele Talente und auch schon junge, gute Spieler nachrücken, bin ich der Meinung, das Deutschland hinterherhinkt.
    Horn - Schmitz - Mere - Czichos - Horn - Hector - Risse - Koziello - Schaub - Drexler - Terodde
  • klößjes schrieb:

    Wohl wahr, insbesondere wenn man deren Alter vergleicht. In Deutschland muß ja jeder erst langsam herangeführt werden
    Dann schau dir bitte mal an in welchem Alter man dort so in der höchsten Spielklasse debütiert und wann in Deutschland:

    Hab da einfach mal ein paar rausgesucht:
    Wellbeck 17
    Rashford 19
    Kane 19
    Sterling 18
    Dier 20
    Stones 19
    Alexander-Arnold 18
    Vardy 27

    Und jetzt ein paar Deutsche:
    Hector 24
    Reus 20
    Hummels, Boateng, Müller und Goretzka 18
    Süle, Brandt, Özil, Draxler, Kroos, Werner 17

    Ich hab jetzt nicht alle durchgeguckt aber während man in Deutschland relativ häufig bereits mit 17 in der Bundesliga aufkreutzt, ist das in England eher die Seltenheit. Der Große Unterschied zwischen Deutschland und England ist das Niveau der Liga was größtenteils wieder darin begründet ist das dort immense Summen aus der TV Übertragung ausgeschüttet werden. Das hat dann wieder zur Folge, dass die Spieltage brutal zerstückelt werden und das will ja hier auch wieder keiner.
  • Ich muss gestehen, ich bin wohl einer der wenigen die das Spiel gestern grandios fanden und sehr fasziniert von der Leistung der Franzosen war. Insbesondere das sehr sehr hohe Niveau des Spiels hat es mir angetan. Die erste Halbzeit war sowas von offen und die Partie unfassbar eng. Man spürte förmlich, wer den ersten Fehler macht, wird das Nachsehen haben.
    In der Halbzeit waren wir uns schon einig, wer das erste Tor macht, gewinnt die Partie. Belgien würde dann schnell das 2. Tor machen, Frankreich würde das 1:0 über die Zeit bringen.

    Belgien war in der ersten Halbzeit für mich schon ersichtlich besser. Frankreich war aber ebenso immer gefährlich wenn sie durch die wenigeren Aktionen vor das Tor kamen.
    Belgien hätte ebenso in Führung gehen können, wenn man bei den Franzosen nicht in allerletzte Millisekunde nicht noch gerettet hätte. Genau so hätte aber auch Frankreich in Führung gehen können, wenn sie anstatt Giroud einen besseren Mittelstürmer gehabt hätten.

    In der zweiten Halbzeit überzeugten mich dann die Franzosen mit ihrem Kampfeswillen, Tempo und Athletik.
    Für mich war das nicht einfach nur ein pures hinten reinstellen.
    Ich finde sie haben es vorgemacht, wie man eben spielen muss ohne sich selbst in Gefahr zu bringen bzw. den Gegner stark zu machen und das Spiel von hinten raus zu kontrollieren. Das heißt man muss den Gegner auch mal kommen lassen, anders kommt nicht zu Räumen in der Vorwärtsbewegung und sie haben Belgien so deren Waffe genommen.

    Letztlich haben die Franzosen alles gezeigt, was uns gefehlt hat bei dieser WM.
    Nämlich sehr wohl die Taktik auch mal an den Gegner auszurichten, statt dem Gegner etwas aufzwingen zu müssen. Beeindruckt hat mich auch, dass ausnahmslos jeder Spieler sich in den Dienst der Mannschaft gestellt hat. Das hatte alles Hand und Fuß im Zusammenspiel. Jeder ging unangenehme Wege und keiner war sich für unangenehme Zweikämpfe zu schade. So muss man spielen wenn man Weltmeister werden will. Die Diven wurden aussortiert oder sind eben keine Diven mehr (Pogba!)

    Meiner Meinung müssen wir (Löw) uns da ein Vorbild nehmen.
    Interessant wird sein wie wir dann im ersten Nations-League-Spiel gegen diese Franzosen aussehen werden.
  • supersonic1 schrieb:

    Ich muss gestehen, ich bin wohl einer der wenigen die das Spiel gestern grandios fanden und sehr fasziniert von der Leistung der Franzosen war.
    Nein, bist du nicht. Das sehen sicherlich noch ein paar mehr so, ich jedenfalls durchaus.
    Das liegt einfach daran, dass die Leistung der Franzosen auch schlichtweg gut war.
    Dass die ein Offensiv-Feuerwerk abbrennen, konnten nun wirklich nur absolute naive Menschen erwarten (u.a. gestern die ARD-Fuzzis).

    Es ist relativ simpel: Im Gesamtbild haben die Franzosen das beste Team. Wenn man sich die Einzelspieler anschaut, dann konnte man vor der WM nur die Abwehr aufgrund mangelnder Erfahrung als Schwachstelle ausmachen. Das hat Deschamps ähnlich gesehen und lässt entsprechend tief spielen, wodurch er es seinen Defensivkünstlern einfacher macht. Und dass die Franzosen vorne immer für ein Tor gut sind, ist eh klar.
    Warum also zur Hölle sollten die Franzosen so unfassbar dumm sein und gegen die Belgier, die fast ausschließlich Gefahr über Konter ausstrahlen, von dieser Taktik abrücken? Genau, das macht null Sinn. Und deshalb gab es das Spiel, was wir gestern alle gesehen haben.
    Und dann kommt es eben darauf an, was für einen Fußball man mag. Ich brauche keine ewigen Abnutzungsschlachten im Mittelfeld. Beide Mannschaften haben auf Fehler gelauert und dann schnell nach vorne gespielt, Mittelfeld gab es fast nicht. Bis zum Tor war das sehr unterhaltsam. Und dann haben die Franzosen eben richtig dicht gemacht - den Belgiern fiel nichts mehr ein. Das war dann nicht mehr sonderlich schön anzusehen. Aber es ging auch um so eine winzige Kleinigkeit wie die WM. Da heiligt der Zweck die Mittel.

    Deshalb ist die heutige Medienschelte geradezu lachhaft. Frankreich spielt wie ein Weltmeister und hat verstanden wie man den Weg dahin beschreiten muss. Das muss nicht jedem gefallen, aber wer das brandmarkt, der hat diesen Sport nicht verstanden.
    Sehr schade auch die Aussagen einiger belgischer Spieler nach dem Aus. Dem Gegner vorzuwerfen, dass er sich nicht mit taktischem Harakiri für belgische Konter öffnet, hat schon was von Realsatire. Zumal Belgien nun genug Zeit hatte, ein Tor zu schießen - auch wenn die Franzosen das Zeitspiel am Ende sicherlich extrem gepflegt haben. Dennoch sollte man immer ein fairer Verlierer sein, und bei einer auch recht eindeutigen Chancenüberlegenheit der Franzosen vielleicht erstmal die Fehler bei sich selbst suchen.
    Wenigstens KdB hat sich als anständiger Sportsmann gezeigt: "So ist nun einmal der Fußball. Das, was sie machen, machen sie gut", und "Das ist eben smart. Wir hätten das genauso gemacht." (Quelle: kicker.de)
    Difficile est satiram non scribere - Es ist schwierig, keine Satire zu schreiben (Juvenal)
  • Frankreich hat das gemacht was nötig war um Belgien zu schlagen. Sie können auch offensiv spielen, wie z.B. Gegen Argentinien.

    Gegen Dänemark wollten sie nur den Gruppensieg. Man muss sich auch als nicht Frankreichliebhaber eingestehen, sie spielen wie ein Weltmeister. Wer weiß was möglich gewesen wäre, wenn wir sie in 2014 im VF nicht geschlagen hätten. Sie waren da nicht wirklich schlechter als wir. Der Titel und das 7-1 blenden etwas, das Turnier hätte damals auch im AF oder im VF zu Ende sein können.
    Bitte abstimmen

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