Tennis

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    • Mein ältester Sohn - selbst ein veritabler Tennisspieler - und ich schauten gemeinsam dieses denkwürdige Frauenfinale Am Samstag Abend in Flushing Meadows.

      Serena Williams, die Überfigur des Damentennis gegen die weitgehend unbekannte Japanerin Osaka. "Das ist die Schwester von Osako", witzelte mein Sohn. "Nee, Osako ist ihre Schwester", witzelte ich zurück. Das war dann der letzte Witz an diesem Abend, denn es entwickelte sich eines dieser wahrlich denkwürdigen Matches, in deren Verlauf Charaktere auf eine Art und Weise bloss gelegt werden, daß man es nicht glauben kann.

      Osaka - und das wurde schnell deutlich - war an diesem Abend besser. Stärker, schneller, schlauer und Nervenstärker. Und Serena Williams war zumeist am empfangenden Ende einer kräftigen Tracht Prügel im ersten Satz, den sie
      glatt mit 6:2 verlor. Ein überraschendes Ergebnis, vor allem in dieser Deutlichkeit. Aber jedem, der das Spiel beobachtete war klar, daß Williams eine Riesensteigerung brauchte um, das Spiel zu drehen.

      Williams brachte ihre beiden Service durch, Osaka auch - und es steht 2:1 im zweiten Satz und Williams spielt jetzt besser. Hat aber eine Verwarnung wegen Coaching erhalten und reagiert sehr emotional: "Ich betrüge nicht, um zu gewinnen. Da verliere ich lieber", sagt sie lautstark dem Schiedsrichter. Hot sich danach ein Break zum 3:1 und jetzt, jetzt scheint das Momentum auf die Seite der Amerikanerin zu wechseln. Aufschlag Williams und die schenkt
      ihrer Gegnerin mit zwei Doppelfehlern zwei Break Bälle. Nächster Aufschlag, ein fantastischer Return von Osaka und die Japanerin hat sich das Rebreak organisiert. Williams rastet aus und malträtiert ihren Schläger und erhält eine
      weitere Verwarnung. Konsequenz - sie erhält einen Punktabzug und Osaka fängt ihr Aufschlagspiel mit 15:0 an und lässt nichts anbrennen und es steht 3:3. Und im Verlaufe der nächsten Minuten eskaliert die Angelegenheit voll
      durch. Williams bringt sich komplett in Rage, droht dem Schiri mit den Worten "Du wirst nie wieder ein Spiel von mir leiten. So lange du lebst". Bezeichnet Schiedsrichter Ramos als "Dieb und Lügner2: Ramos reagiert und belegt
      zu Recht mit einer Spielstrafe. Da Osaka mittlerweile 4:3 führt, steht es jetzt 5:3. Williams gewinnt das nächste Spiel und es 5:4. Das Publikum reagiert mittlerweile total unsportlich, beschimpft den Schiedsrichter, buht gegen
      die komplett unschuldige Osaka. Kann die die Nerven behalten, denn sie schlägt zum Matchgewinn auf. Und sie tut es im grossen Stil und gewinnt nicht nur dieses Spiel sondern auch das komplette Match.

      Serena Williams versteigt sich in Sexismus Vorwürfe. Sie kenne Männer, die für viel mehr viel weniger erhalten hätten. Sie fühle sich als Vorkämpferin für die starke Frau, die ihre Emotionen ausleben sollten. Sie fabuliert von ihrer
      Tochter, der sie das ganze erklären müsse. Das Stadion tobt wie verrückt, der Schiedsrichter wird mit Sicherheitskräften vom Platz geleitet. Fast niemand beachtet die Siegerin des Finales, eine fantastische Spielerin namens Osaka,die Serena Williams komplett düpiert hat.
      Bei der Siegerehrung versteigt sich eine gewisse Katherina Adams zu der Bemerkung, "man habe sich ja ein anderes Resultat gewünscht". Osaka ist unter Tränen und dem Moment nicht gewachsen und Williams ergreift die Chance
      und beruhigt das Publikum - ausgerechnet sie, deren Verhalten das Publikum erst in diese Rage versetzt hat.

      Serena Williams hat sich komplett geoutet an diesem Abend, nicht nur als schlechte Verliererin. Das Coaching - die Regel ist schwachsinnig aber sie ist eben(noch) da - war eindeutig, wie selbst ihr Trainer zu gab. Für Schägermiss-
      brauch steht der Strafenkatalog fest und für Beschimpfungen dito. Sie und sie alleine hat sich dieses Desaster selbst zuzuschreiben - und wie sinnig, daß sie die Fehler bei anderen sucht. Die von ihr angezettelte Sexismus Debatte
      schier unerträglich und lächerlich. Erstens - Spielern wie Federer, Djokovic, Nadal, etc. wären diese Dinge niemals passiert. Und wenn sie ihnen passiert wären, dann hätten sie sicherlich nicht argumentiert:"Aber Frauen dürfen
      das"....Zweitens, viel entscheidener: Benimmt sich beispielsweise ein Nick Kyrgios derartig auf einem solchen Event - dann ist anschliessend eine Sperre mit absoluter Sicherheit programmiert. Eine Unverschämtheit sondergleichen, daß sie gar ihre Tochter instrumentalisiert. "Ich bin Mutter und muss das meiner Tochter erklären".....Frau Williams, ich bin dafür, daß sie ihrer Tochter erst einmal erklären, warum sie diese gleich von der Geburt an gnadenlos vermarkten. Das Mädchen - nicht einmal ein Jahr alt - hat einen eigenen Instagram Account. Und - man mag es glauben oder nicht glauben - die Puppe ihrer Tochter hat auch einen Instagram Account.

      Serena Williams hat sozusagen blank gezogen in diesem denkwürdigen Final 2018 - sie hat sich so gezeigt, wie sie ist. Sie war von Anfang einer einer ganz gross aufspielenden Gegnerin unterlegen. Damit konnte sie nicht umgehen
      und griff buchstäblich zu jedem Mittel. Für mich wäre die einzige Konsequenz, sie zu sperren. Anscheinend kommt sie mit einer Geldstrafe von 17.000 Dollar davon, lächerlich.

      Osaka gehört nicht nur mein Respekt für ein grosses Spiel, sondern für ihre Haltung in einer unhaltbaren Situation. So verhält sich eine Person, die Vorbild sein will.

      Das Schlusswort gehört meinem Sohn:"Du kriegst das Mädchen aus dem Getto, aber das Getto nicht aus dem Mädchen.
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