Legendäre Spieler der 60er und 70er Jahre

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    • Du meinst sicher unverdiente Auswärtsniederlage. ;)
      PRO FC, meine Liebe, meine Stadt, meine Partei.

      Skymax (Vorturner), Ich (Vizeturner), sharky (Schriftführer), Anfield, grischa, Barny, Flykai, elkie57, schwarzwälder Geißbock, Matze86, frankie0815, floedi_82, kölsch, banshee, winter, ManwithnoName, Malu, Maddes46446, fckoeln1948, Mittelfeld, effzeh, caprone, der Pitter, Hunsrück FC, Je(n)sus, Et troemmelche71, KölscheJung, izeh, Badischer Bock, Salival, Rodi, Die_Macht_am_Rhein (Pressesprecher), Hassenichjesehen (Nummerngirl), lunyTed (Azubi).
    • Gestern - 22.10.1977 - spielte der 1.FC Köln beim MSV Duisburg.

      Leute, die Saison 1977/78 war nicht arm an fulminanten Spielen, aber in Duisburg - das war schon etwas Besonderes.

      Köln hatte die Hertha in der Vorwoche 3:1 geschlagen und war ein-
      deutig auf dem Vormarsch in der Tabelle. Es stimmte in der Truppe,
      aber der Gang in die Wedau war zu der Zeit schon immer ein Beson-
      derer. Der MSV war nicht nur Heimstark, sondern er hatte eine her-
      voragende Mannschaft, die dann auch in dieser Saison einen Platz
      im UEFA Cup erreichte(und dort bis in das Halbfinale kam). Duisburg
      hatte Spieler wie den holländischen Libero Bregmann, Stopper
      Jacobs(dessen ganz grosse Zeit beim HSV war), die Nationalspieler
      Bella, Dietz,Jara,Seliger und Worm - der MSV war eine Macht.

      Bei Köln tat sich Spektakuläres. Weisweiler stellte den Japaner Okudera auf Linksaussen auf. Ansonsten Schumacher, Gerber, Strack, Cullmann, Zimmermann,Simmet, Flohe, Neumann, van Gool und Müller. Und ab ging es. 1te Minute, Duisburg bricht durch, OKUDERAfoult den Gegenspieler - Elfmeter. Seliger - ein Mann mit einem Bombenschuss - tritt an und Schumacher pariert.
      Danach entwickelte sich ein fulminantes Fussballspiel - voll gepackt
      mit Tricks und Tempo, mit Haken und Ösen, mit Schüssen und Para-
      den. Die Zuschauer hatten ihre helle Freude. Aber mehr Freude
      hatten zunächst die Kölner Anhänger. Zimmermann, der National-
      verteidiger, brach in der 10ten Minute durch und schoss den FC
      in Front. Und als dann Mittelstürmer Müller in unnachahmlicher
      Manier das 2:0 erzielte, waren die Duisburger so geschockt, daß
      der FC bis zur Halbzeit im Grunde genommen das Spiel restlos
      entscheiden musste. Hinten räumten Strack, Gerber und Cullmann
      kompromisslos ab, Zimmermann spielte defensiv wie offensiv eine
      Weltklassepartie, das Mittelfeld dominant und vorne waren van
      Gool und Müller dauergefährlich. Nur der liebe Oku - geschockt
      durch sein Missgeschick in Minute 1 fiel etwas ab.

      In Halbzeit 2 wurde das Tempo noch verrückter. Duisburg rannte
      an, aber der FC hielt voll dagegen und beide Seiten kamen zu
      grossartigen Chancen. Grossartig aber auch Torwart Heinze auf
      Duisburger Seite und Schumacher auf Kölner Seite. In der 70 ten
      Minute war "Tünn" dann allerdings geschlagen - Bernard Dietz
      brachte den MSV auf 1:2 heran. Köln war nicht geschockt und
      spielte weiter geschickt und vor allem nach vorne. Eine Viertel-
      stunde vor Schluss kam Prestin für Okudera und eine Kombination
      über Cullmann, Neumann, Prestin, Müller knallte van Gool gegen
      den Pfosten. Gleich im Gegenzug musste Schumacher wieder
      gegen Jara und Dietz Kopf und Kragen riskieren.

      Nach 90 Minuten und nach etlichen Torszenen war Schluss - leider.
      Die Zuschauer wären noch stundenlang geblieben - ein wirklich
      überragendes Bundesligaspiel. Und weitere 2 Punkte auf dem
      Weg zur Meisterschaft 1977//78.
    • 29.Oktober 1977, 1.FC Köln gegen TSV 1860 München

      Etwas über 20.000 Zuschauer kamen nach Müngersdorf um das Spiel
      des Tabellenzweiten gegen den Tabellenletzten zu sehen.
      Zur Halbzeit wusste man, warum Köln Zweiter war und der TSV 1860
      Letzter. 4:0 hiess es das für den FC und die Münchener waren mit
      diesem Ergebnis geradezu fürstlich bedient. Cullmann, van Gool,
      Cullmann und Müller hiessen die Kölner Torschützen bis zur Pause
      und hätte nicht der ansonsten so treffsichere Müller eine geradezu
      grotesk schlechte Ausbeute gehabt - dann hätte es auch 8:0 heissen
      können. Angriff auf Angriff rollte auf das Münchener Tor und der
      FC - dirigiert von einem meisterlichen Flohe - kam richtig in Laune.
      Neben Flohe besonders stark Bernd Cullmann, der sich wieder in
      die Mannschaft herein gekämpft hatte und im Laufe der Saison ein
      immens wichtiger Faktor für den FC werden sollte.

      In Halbzeit 2 schossen die Münchener dann gegen einen FC im Schlaf-
      modus zunächst zwei Tore, bevor die Kölner durch Prestin und Flohe den Sack zu machten.

      Nach diesem Spieltag war der FC Tabellenerster - und das sollte
      auch so bleiben.
    • 04.11.1977, Eintracht Frankfurt gegen den 1.FC Köln

      Nach dem eher leichten Spiel gegen den TSV 1860 München ging es zu einem Grosskaliber. Die Frankfurter mit Spielern wie dem sehr guten Torwart Koitka, dem ewigen Charlie Körbel,Neuberger,Kraus,dem schuss-
      gewaltigen "Dr.Hammer" Bernd Nickel und vor allen den Weltmeistern Grabowski und Hölzenbein. Der FC dagegen leider ohne den verletzten Zimmermann, der in den Wochen davor einer der Besten gewesen war.

      Vor dem Spiel wurde gross das Thema Grabowski versus Flohe aufbereitet. Jürgen Grabowski, zurück getreten nach dem WM Finale 1974 wurde von Teilen der Presse vehement in die Nationalmannschaft zurück
      geschrieben - und diese Spitze ging gegen Heinz Flohe. Befeuert das Ganze durch eine sehr "dipllomatische" Äusserung von Hennes Weisweiler, der - angesprochen auf das Thema Flohe/Grabowski - sagte, daß
      Grabowski sicherlich noch einen Platz in der Nationalmannschaft als Einwechselspieler bekommen könne. Immerhin sei er doch bei der WM 70 als bester Einwechselspieler der Welt gefeiert worden.

      Man merkte dem Spiel auch gleich eine gewisse Galligkeit an. Flohe hatte es im Mittelfeld mit dem bissigen Kraus zu tun, während sich Simmet äussert liebevoll auf Grabowski konzentrierte. Es ging zur Sache im
      Frankfurter Waldstadion und eines wurde sehr schnell klar. Flohe und Grabowski nahmen es persönlich und spielten ganz, ganz gross auf. Gross auf spielte auch Dieter Müller, der zunächst von der Abwehr der Ein-
      tracht in keiner Phase zu kontrollieren war. Folgerichtig schoss Müller seine Farben nach 20 Minuten in Front. Kurz darauf war er wieder frei vor dem Tor und wurde durch Körbel Elfmeterreif gefoult - aber zum
      Entsetzen der Kölner gab es keinen Strafstoss. Statt dessen - fast im Gegenstoss - das 1:1 für Frankfurt durch Grabowski. Danach war Frankfurt am Drücker und der FC sah sich starken Angriffen gegenüber und
      Hölzenbein erzielte nach 35 Minuten das 2:1 für die Eintracht. Bei aller spielerischen Klasse, für die vor allem Flohe, Grabowski, Neumann,Neuberger, Müller zuständig zeichneten - es war ein sehr hartes Spiel.
      Heinz Simmet gab dabei seine Lieblingsrolle - den Rächer. Als Kraus Flohe sehr hart angegangen war, dauerte es genau zwei Minuten und Heinz war gegen den bewussten Kraus in seiner unnachahmlichen Art
      zur Stelle. Pressschlag und Kraus wurde Minutenlang behandelt.

      Zweite Halbzeit und der FC machte jetzt richtig Dampf. Köln war in grosser Form und Köln spielte es gut.Konopka und Cullmann permanent in der Offensive, im Mittelfeld wurden die Frankfurter dominiert und
      vorne machte Müller im Grunde genommen immer noch was er wollte. Er war es auch, der den Ausgleich für Flohe auflegte - 2:2 nach einer Stunde. Der FC wollte den Sieg, Frankfurt hielt dagegen, Chancen hüben
      wie drüben. Schumacher gut und Koitka absolut überragend. Seine beste Tat vollbrachte der Frankfurter Hüter 5 Minuten vor Schluss als Müller einen famosen Hechtkopfball ansetzte und der Torwart diesen aus
      dem oberen Dreieck fischte.

      Ein tolles Spiel endete 2:2. Köln die bessere Mannschaft, Frankfurt mit dem überragenden Torhüter.
    • 1.November 2002, Rot-Weiss Oberhausen gegen 1.FC Köln

      Fast 20.000 Zuschauer wollten im Niederrheinstadion das Spiel des Tabellenvierten Oberhausen gegen den Tabellenersten FC Köln sehen - Tabellenführer in Liga 2 wohl gemerkt.

      Im Nachhinein eines der emotionalsten Spiele, die ich je erlebt habe - denn es war das letzte Spiel welches mein Vater live sehen sollte. Oberhausen gegen Köln, das hatte es auch
      schon in der Bundesliga gegeben, Ende der 60er Jahre und Anfang der 70er Jahre. Damals spielten auf Seiten der Oberhausener Grössen wie Krauthausen und Lothar Kobluhn, der es
      gar zum Torschützenkönig der Bundesliga brachte und beim FC spielten Könner wie Weber, Flohe, Löhr, Overath. Stattdessen tummelten sich jetzt auf dem Platz für die Oberhause-
      ner die Scharpenbergs und Lugingers. Und beim FC die Sichones,Happes,Voigts und Kurths. Und natürlich Dirk Lottner.

      Meinem Vater ging es nicht einmal so schlecht. 15 Monate vorher hatte er eine nicht so schöne Diagnose erhalten. Aber: von baldigem Ableben war nie die Rede. Nun, auch Ärzte
      können irren. Einige Tage nach dem Spiel gegen Oberhausen klang das alles schon viel schlimmer und Mitte November 2002 ging es zur ersten Chemotherapie.

      Wir fuhren also zusammen nach Oberhausen, wie all die langen Jahre. Mein Onkel fehlte seit 2000, er war verstorben und hatte den seinerzeitigen Aufstieg unter Lienen nicht
      mehr ganz mit erlebt. Auch Lienen war schon Geschichte. In der Saison 2001/2001 hatten wir gross unter ihm reüssiert, ein Jahr später brach alles wieder auseinander und es
      folgte Abstieg 2. Friedhelm Funkel war unser Trainer, jener unaufgeregte Mann, der noch heute die Düsseldorfer Fortuna trainiert.

      Köln war also Spitzenreiter und Köln war besser im Niederrheinstadion. Lottner erzielte Mitte der zweiten Halbzeit das 1:0 und der FC sah gut aus. Anfang von Halbzeit 2 setzte
      Scherz einen Kopfball gegen den Innenpfosten, das wäre wohl die Entscheidung gewesen. Danach wurde Oberhausen stärker, aber erst ein kapitaler Fehler von Bader machte
      das 1:1 möglich. Kurz später 2:1 für den FC, erneut Lottner. Aber eine schlafmützige Abwehr ermöglichte den Oberhausenern ein schmeichelhaftes Remis. Das und der schwache
      Schiri, der den Kölner kurz vor Schluss einen glasklaren Handlelfmeter verweigerte.

      Mit dem 2:2 konnten wir dennoch leben - wir blieben Spitzenreiter. Auf der Heimfahrt waren wir uns sehr einig, Köln würde wieder aufsteigen. Und das passierte auch, der FC
      war schon Wochen vor Saisonende klar durch. Mein Vater hat diesen Aufstieg noch erlebt. Vor Beginn der dann folgenden Saison ist er verstorben, das Spiel in Oberhausen war
      sein letztes Spiel live.
      Es ist immer traurig, wenn etwas vorüber geht, an dem man so lange fest gehalten hat. Und was einem so viel Freude bereitet hat, denn unsere Fussballtouren waren legendär
      (und bei meiner Mutter gefürchtet). Mein Onkel, mein Vater und ich - das war das Synonym für die bedingungslose Hingabe für eine Sache. Eine Hingabe, die sich nicht Einge-
      weihten nicht erschliesst. Die aber für die Teilnehmenden eine Selbstverständlichkeit erreicht hat, die andere nicht nachvollziehen können und somit auch ausschliessenden
      Charakter haben.

      Wir waren zusammen in Stettin und London gewesen, in Belgrad und in Antwerpen. In Nürnberg und Hannover, in München und Berlin. Wir haben uns unterhalten und disku-
      tiert, gestritten und gelacht. Der Fussball hat uns zusammen gehalten, die Sprachlosigkeit die ich so oft bei anderen Vertretern meiner Generation mit ihren Vätern erlebte-
      die gab es bei uns nicht. Wenn wir mal kein Thema hatten, dann hatten wir immer den FC, den Fussball. Meine Mutter hat mich ein paar Jahre nach dem Tod meines Vaters
      gefragt, was uns denn eigentlich zum Fussball getrieben hätte. Ich habe ihr geantwortet, daß es eben Liebe gewesen sei. Liebe zum Fussball, Liebe für einen Verein und die
      Liebe mit gleich gesinnten zusammen zu sein. Nichts erklären zu müssen, einfach hin zu gehen....Ich bin mir nicht sicher, ob sie es verstanden hat.Wie geschrieben, diese
      Liebe und Hingabe hatte etwas Ausschliessendes. Und entweder du bist dabei oder du bist nicht dabei. Ein bisschen dabei gibt es nicht.

      Vater, Onkel und ich waren zusammen Deutscher Meister und Pokalsieger geworden. Hatten grosse Siege und bittere Niederlagen erlebt und waren immer dabei geblieben.
      Mich hat vor gar nicht all zu langer Zeit jemand gefragt, was denn das schönste Erlebnis war, welches ich beim Fussball gehabt hätte. Ich musste nicht lange überlegen. Das
      Schönste beim Fussball war, daß ich immer mit den Leuten zusammen zum Fussball gegangen bin, mit denen ich Wesensverwandt war. Die meine Liebe zum Fussball und
      zum FC teilten und teilen. Früher waren das mein Vater und mein Onkel. Heute sind es meine Söhne.

      An diesem Novembertag in Oberhausen kam etwas zum Abschluss, etwas ging unwiederbringlich vorbei. Schade, daß es so war. Schön, daß man etwas Neues beginnen
      kann.
    • An die Spiele in Antwerpen kann ich mich auch noch gut erinnern. Der FC spielte Ende der 80er, Anfang der 90er in relativ kurzer Zeit 2 x gg. den FC Royal Antwerpen. In der Gegend dort so um Antwerpen, Bergen op Zoom und Rotterdam war man als Deutscher bis in die 80/90er Jahre hinein gar nicht gerne gesehen. Das bekam man auch deutlich zu spüren. Die Polizei, die an den Eingängen kontrollierte, ging völiig ohne Grund extrem aggressiv vor. Das Stadion in Antwerpen war zudem die größte Bruchbude die ich bis dahin gesehen hatte. Dagegen war der Bökelberg das Bernabeu unter den Bruchbuden. Die Ränge auf denen sich die Gästefans befanden wurden von riesigen Schraubzwingen gestützt. Während des Spiels wurden Sitzschalen raus gerissen und sich gegenseitig damit beworfen. Nach dem Spiel eskalierte die Situation vollends. Es flogen Pflastersteine, die Straßenbahn in der ich saß hatte keine Fenster mehr. Zum Glück hatte ich mein Auto in der Innenstadt geparkt, auf dem Rückweg auf der Autobahn hatten fast alle Fahrzeuge mit Kölner Kennzeichen eingeschlagene Scheiben. Sehr unschöne Szenen damals, zumindest teilweise aber völlig unnötig provoziert vom Vorgehen der dortigen Polizei.
    • Stimmt, Dr.....Antwerpen eine Superbrechbude. Und beliebt waren wir da auch. Richtig beliebt. Waren sehr angenehme Auswärtsfahrten.

      Beim ersten Mal haben wir da 4:2 gewonnen und das Rückspiel mit 2:1. Und beim zweiten Mal haben wir das Heimspiel mit 2:0 gewonnen und da 0:0 gespielt. Im Viertelfinale. Anschliessend gegen Juventus im
      Halbfinale.
    • ''1989/90 Strömender Regen in Köln beim Spiel gegen Spartak Moskau, eine der besten Mannschaften im Wettbewerb. 3:1 in einem Topspiel, 0:0 im Rückspiel.''



      Tada!!! :FC: :love:
      PRO FC, meine Liebe, meine Stadt, meine Partei.

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    • Oropher schrieb:

      ''1989/90 Strömender Regen in Köln beim Spiel gegen Spartak Moskau, eine der besten Mannschaften im Wettbewerb. 3:1 in einem Topspiel, 0:0 im Rückspiel.''



      Tada!!! :FC: :love:
      Kann mich noch gut erinnern, 2 oder 3 Wochen vor diesem Spiel spielte der FC auf dem Bökeldreck gegen den dort ansässigen allseits beliebten Misthaufen namens BMG. Glaube es war normaler Samstags-Spieltermin und die Auslosung für Spartak fand freitags zuvor statt. Da hat der Gladbacher Schweine-Pöbel von vor Spielbeginn an solange ununterbrochen "Spartak Spartak" skandiert bis sie das erste Mal das freche Maul gestopft bekamen. Endstand war ein 2-0 Sieg.
    • Eure Storys sind einfach nicht zu toppen. :tu:
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    • Heute vor genau 30 Jahren gab es DAS Spitzenspiel des Saison 1987/88. Es spielten gegeneinander der Tabellenerste und der Tabellenzweite. 23:5 Punkte gegen 23:5 Punkte.

      WERDER BREMEN gegen den 1.FC KÖLN

      Der in dieser Bundesligasaison immer noch ungeschlagene FC gegen die einmal besiegten Bremer, die wegen einer geringfügig besseren Tordifferenz knapp vor dem FC lagen.
      Da mussten Vater, Onkel und auch ich natürlich hin, verstärkt durch meinen Freund Manni. Da ich am Freitagabend selber noch Training hatte, fuhren Manni und ich mit
      dem Zug nach und waren kurz vor Mitternacht in Bremen, wo Onkel und Vater uns schon erwarteten. Zwei, drei lockere Bier an der Hotelbar und dann ab ins Bett. Ausruhen
      vor dem Spitzenspiel.

      Frühstück, Stadtbesichtigung. Weserstadion.

      Köln mit der Erfolgstruppe: Ilgner Steiner Hönerbach Kohler Görts Olsen Engels Littbarski Hässler T. Allofs Poulsen. Bremen mit Reck Kutzop Bratseth Borowka Schaaf Hermnn
      Votava Neubarth Meier Riedle und Burgsmüller. 18 aktuelle und gewesene Nationalspieler auf dem Platz und es entwickelte sich ein rassiges und spielerisch starkes Spiel. Und
      ein hartes Spiel, aber dazu später mehr.

      Der FC war zunächst noch präsenter als Bremen und ging nach 5 Minuten durch Stopper Kohler in Führung. Neubarth konnte nach einer Viertelstunde ausgleichen und danach
      gab es Chancen hüben und drüben. Köln`s Beste beim munteren Treiben Kohler, Olsen und Hässler(nicht zu kontrollieren), auf Bremer Seite taten sich insbesondere Brathset,
      Votava und Neubarth hervor. Hervor taten sich beide Mannschaften auch bei einer durchaus rustikalen Gangart. Nur - der Schiri bemass mit zweierlei Elle. Während der FC
      mit insgesamt vier gelben Karten sanktioniert wurde, ging bei den Bremern da schon vieles mehr durch. "100 % - ig fliegt bei uns noch einer" orakelte mein Vater schon zur
      Pause. Mein Onkel regte sich derartig über den Schiedsrichter auf, daß er (a) rüde Kommentare von Bremer Zuschauern erntete und (b) bei Halbzeit dringend ein Beruhigungs-
      Bier brauchte. Das wiederum brachte ihm dann ungefragt ein Bremer Zuschauer mit den Worten:" Nun werd` mal ein bisschen ruhiger, Kleiner"......Wir haben uns fast weg
      geschmissen vor Freude, Onkel war knapp 1Meter 90 und brachte über 90 Kilo auf die Waage.

      Zweite Halbzeit. Immer noch verteilt, spielerisch prima - Köln sogar spielerisch einen Tick überlegen. Was weniger an Littbarski lag, der massiv bearbeitet wurde - sondern
      vor allem an Hässler, Olsen und dem sehr offensiven Görts. Dieses Trio machte den Bremern zu schaffen, ebenso wie auf der Gegenseite das Trio Votava, Neubarth und
      jetzt auch Riedle, der sich sehr effektiv in Szene setzte.

      15 Minuten vor Schluss erzielte Votava das 2:1 und die Kölner agierten mit einer wütenden Schlussoffensive. Zu wütend, Engels liess sich zu einer Tätlichkeit hin reissen und
      an der Berechtigung des Platzverweise gab es nichts zu deuteln. Das war dann auch das Ende der Kölner Hoffnungen und das Ende der ungeschlagenen Serie. Schade drum,
      aber wir hatten ein Superspiel gesehen. Und so wurde es dann auch keine traurige Rückfahrt - wir fuhren mit Onkel und Vater - sondern eine kurzweilige. Eine witzige und
      zum Abschluss gab es dann noch ein kleines Essen und zwei, drei Bier in der Heimat. Am nächsten Tag hatte ich selbst ein Spiel. Auswärts als Tabellenzweiter beim Tabellen-
      dritten. Wir machten ein Bombenspiel und verloren kurz vor Schluss mit.....1:2, Wenigstens bekamen wir keinen Feldverweis.

      So, 30 Jahre ist das jetzt her. Bremen als Tabellenführer und Köln als Tabellenzweiter. Damals schon eine sehr normale Konstellation, daß die beiden Mannschaften mit
      oben standen. Heute undenkbar. HOW THE MIGHTY HAVE FALLEN!!!
    • Ich hätte ihm gewünscht das er am Ende schönere Dinge erleben hätte dürfen. Macht mich sehr traurig. Mein Vater hat immer geschwärmt von ihm. Ich hab ihn selber nicht erleben dürfen als Spieler, aber er gehört für mich zum FC dazu wie der Hennes. Weil er treu geblieben ist, nicht nur als Fan, sondern eben auch als Fussballer. Das gab es nicht oft. Und gibt es heute immer weniger.

      Mach es gut lieber Hans Schäfer. :sad: :kerze: :FC:
    • Ruhe in Frieden Hans Schäfer.Gott sei dank bekommst du den Abstieg(hoffentlich geht der Kelch an uns vorbei) deines FC nicht mehr mit.
      Alles ist besser, außer Kackbach und Pillenkusen.
      Papa ich danke dir das ich kein Fohlen bin,sonst wär ich in der Lasagne drin.
    • Ich habe es schon mal geschrieben, ich wiederhole es. Auf die Frage nach dem besten Kölner Spieler aller Zeiten antworteten meine Altvorderen - Vater und Onkel - stets Gebetsmühlenartig:

      HANS SCHÄFER WAR DER ALLERBESTE.

      Sie haben sie alle gesehen - die Overaths, Webers und Flohes. Littbarski und Hässler, Schuster und Müller.Cullmann und Schnellinger. Und wie sie alle hiessen. Und sie haben HANS SCHÄFER gesehen
      und er war der Beste. Das Urteil habe ich immer akzeptiert und so will ich es gerne stehen lassen. Hans Schäfer war, ist und wird es immer sein: Eine Kölner Legende und - weil er in dieser sagen-
      umwobenen 1954er WM Mannschaft dabei war - auch eine nationale Legende.
      Im Club aktiv von 1948 bis 1965, 711 Spiele für den FC Köln. Vollstrecker und Flankengeber, Spiellenker und Aufräumer. Vor allem aber: KAPITÄN und verlängerter Arm der Trainer, aber vor allem
      verlängerter Arm des Allmächtigen Präsidenten "Boss" Kremer(der am 11.11.1967, vor fünfzig Jahren verstarb). Mit ihm hatte Schäfer ein Vater- Sohn Verhältnis, die beiden machten den FC Köln
      von einem Zweitligisten, der er bei Gründung war, zur Nummer 1 in Deutschland. Schäfer wurde mit dem FC 5 x Meister der Oberliga West, 2 x Deutscher Meister und 3 x >Deutscher Vizemeister.
      1960 bis 1965 dominerte der Weltmeister mit seinem Team den nationalen Fussball fast nach Belieben. Als Schäfer abtrat, war es mit der autoritären Stellung des FC vorbei - und das sagt im
      Grunde genommen alles. Der Lotse ging von Bord.

      Schäfer ist Köln immer treu geblieben. Er hätte bei seiner Klasse in jeder europäischen Spitzenmannschaft seiner Zeit gespielt - aber er konnte nirgend woanders hin. Weil er Köln war. Ein Muster
      an Beständigkeit, ein Muster an Loyalität gegenüber seinem Verein und seiner Stadt. Auf dem Spielfeld und abseits des Spielfeldes zu seiner Zeit die unumstrittene Autorität und jeder ordnete
      sich da unter. Zitat meines Vaters: "Hans Schäfer hatte diese natürliche Autorität, die kannst du weder erkaufen noch erlernen. Du hast es oder du hast es nicht".

      Nicht nur der Verein verliert heute eine Ikone, sondern die Stadt Köln verliert eine Ikone.

      Leute, gerade bin ich wirklich mal traurig. Mit Hans Schäfer verlieren wir viel.

      Hans Schäfer, vielen Dank für dein Lebenswerk. Deine Leistungen, dein Auftreten, deine Person werden immer in Erinnerung bleiben. An deinem Beispiel sollten sich viele orientieren - DU bist
      eine LEGENDE.
    • Gerade nach einem langen Tag nach Hause gekommen, keine Zeit für Nachrichten, I ternet oder Zeitung gehabt. Mache gerade den Videotext an und muss dann lesen dass de Knoll gegangen ist.

      Das macht mich sehr traurig. Der 1. FC Köln verliert eine Legende, eine Ikone, einen Giganten, sein größtes Aushängeschild.

      Ruhe in Frieden Hans Schäfer.

      Wir werden Dich nie vergessen.

      :kerze:
      Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom