Schiedsrichterleistungen gegen den 1.FC Köln

  • Die 2 Minuten-Idee klingt erstmal nicht schlecht... und auch, wenn man ggf. mehrere Dinge prüfen muss, kann man den Grundgedanken beibehalten. Werden z. B. drei Dinge überprüft ergeben sich dann max 6 Minuten drauß.
    Aber ja, ob das dann tatsächlich so umsetzbar ist, bleibt eine andere Frage.

    Für mich eingroßes Problem am VAR: Die Abseits-Entscheidungen. Diese Linie nervt mich persönlich. Wenn dann da der Stürmer so im Abseits steht, wie am WE bei Union-Bayern, da frage ich mich dann schon, was soll das?
    Könnte hier nicht ein Ansatz sein, dass man eine gewissen Toleranz einbaut (15-20 cm ?!?)? Ist das technisch realistisch?
    Natürlich wäre es dann bei 16 oder 21 cm auch wieder Abseits. Aber dann könnte man wenigstens sagen, naja, da ist schon die Toleranz xy mit dabei. Würde ich persönlich besser finden.

    Aber grundsätzlich wäre ich dafür, dass der VAR tatsächlich nur noch bei klaren Fehlentscheidungen eingreift.
    Klares Handspiel auf der Linie (Held lässt grüßen), oder Spieler erzielt Tor per Hand (Maradona), rotwürdiges Foul außerhalb der Sicht des Schiris.
    Aber eben nicht, wie jetzt, jeden cm Abseits checkt, oder ob der Ball wie bei Lund vom Boden an seine Hand springt, und es eben kein absichtliches Handspiel ist (Handspielregel muss ohnehin grundlegend angepasst werden).

  • Ich finde das mit den 2 Minuten sehr gut, mit Stoppuhr - und wenn es dann in der Zeit nicht zu klären ist, dass bleibt es halt bei der Schiri Entscheidung vorher. Wo ist da das Problem, diese langen Entscheidungen, haben die dann wirklich mal nach 5,5 Minuten herausgeholt, was wirklich geschehen ist. Manchmal ist das einfach so. Früher hat man sich ja auch aufgeregt oder eben auch nicht - aber ohne dieses langweilige Herumgehampel.

    Wenn der VAR das mit den 2 Minuten im Kopf hat, dann schickt er vielleicht auch gleich den Schiri an den Bildschirm.

    „Die Zielvorgabe ist, dass der 1. FC Köln in der Saison 2026/2027 Bundesliga spielt. Das ist das oberste Ziel. Dafür werden WIR jetzt alles tun“ T. Kessler im Interview am 27.05.2025

  • ich weiß nicht- ich halte nichts von einem Zeitlimit beim Überprüfen. Entweder es gibt eine Prüfung- dann auch bis zum Ergebnis, oder es gibt keine. Was, wenn die Technik kurz streikt, und ein klarer Elfer nicht gegeben wird, weil die Technik erst nach 2 Minuten plus wieder lauffähig war. Oder eine Abseits-Prüfung? Das Zusammentragen der verschiedenen Einstellungen sollte den Ausgang der Prüfung meiner Meinung nach nicht beeinflussen. Ich möchte einen VAR Elfmeter zugesprochen bekommen, wenn er klar ist. Auch wenn das im Zweifel länger als 2 Minuten dauert.

    Das ist eh alles Herumdoktern an Symptomen, nicht der Ursache.

    A) Die Schiedsrichter müssen weiter professionalisiert und stärker geschult/ geschützt werden (was ist eigentlich aus dem "nur der Kapitän darf ... " geworden?)
    B) Es braucht einheitliche Regelungen, was eine klare Fehlentscheidung ist, was Handspiel im Strafraum ist, usw. Solange das nicht gegeben ist, können wir immer Willkür unterstellen. (Und natürlich ist mir klar, wie schwer bis unmöglich solche klaren Definitionen zu fassen sind. In anderen Sportarten ist Fuß beispielsweise immer Fuß, ob nun absichtlich, unabsichtlich, ...)

    Ich bin per se nicht gegen die Technik, sondern gegen die unterschiedlichen Auslegungen je nach Video-Schiri und Platz-Schiri.

  • ich weiß nicht- ich halte nichts von einem Zeitlimit beim Überprüfen. Entweder es gibt eine Prüfung- dann auch bis zum Ergebnis, oder es gibt keine. Was, wenn die Technik kurz streikt, und ein klarer Elfer nicht gegeben wird, weil die Technik erst nach 2 Minuten plus wieder lauffähig war. Oder eine Abseits-Prüfung? Das Zusammentragen der verschiedenen Einstellungen sollte den Ausgang der Prüfung meiner Meinung nach nicht beeinflussen. Ich möchte einen VAR Elfmeter zugesprochen bekommen, wenn er klar ist. Auch wenn das im Zweifel länger als 2 Minuten dauert.

    Die Abseitsprüfung kann mittlerweile wie die Torlinientechnik fast komplett automatisiert werden. Ich meine bei internationalen Turnieren und in anderen Ligen passiert das bereits. Da sind wir schlichtweg in Deutschland hintendran in der Umsetzung, aber ich denke, das wird eh kommen. Dann braucht es auch kein manuelles Bildersammeln mehr.

    Sollte die Technik tatsächlich mal ausfallen, dann kann man dafür ja ein Sonderszenario aufmachen. Ich gehe aber davon aus, dass die Technik in 90% plus der Situationen funktioniert.

    Ich finde die 2 Minuten gut. Ich würde sogar die These aufstellen, dass man ab jetzt alle VAR Situationen genau an dieser Stelle oder meinetwegen einer minimal abweichenden Zeitstufe (vielleicht maximal 3 Minuten) auftrennen könnte und relativ schnell zum Schluss käme, dass alles, was unter 2 Minuten entschieden wird, glasklare Entscheidungen sind und fast alles, was länger braucht, die üblichen Geschichten sind, bei denen man eigentlich diskutieren muss, ob die ursprüngliche Entscheidung so falsch war, dass man sie per VAR revidieren musste.

    Darüber hinaus gebe ich Dir aber komplett recht, dass sich die Ausbildung der Schiedsrichter parallel ebenfalls weiterentwickeln muss und auch an der Abgrenzung der Regeln und der einheitlichen Umsetzung dieser geschliffen gehört.

  • Einfach wieder Live-Fehlentscheidung wie gegen Bayern, man sieht keinen Arm oben und weiß Bescheid. Diskutieren und Ärgern kann man dann ja nachher weiterhin so wie jetzt beim VAR. Ist ein Fehlersport und der sollte es für Schiri auch bleiben, live und mit Verantwortung bei dem aufm Platz. VAR weg.

  • Mir war das bisher noch nicht klar wie das mit der Abseitstechnik genau funktioniert.

    Wenn ich es richtig verstehe überprüft das Computerprogramm wer die letzte/erste Person beim Abseits ist und dazu gibt es für uns am TV die Linie. Ich dachte bisher immer das im Keller mit der Linie Abseits überprüft und die mit Hilfe des Programms ansetzt.

    Aber das braucht das Programm ja gar nicht.

    Ich habe heute irgendwo gehört das aber auch dieses Programm fehleranfällig sei und man das auch weiß...hmm.

    FC im Blut... :FC: :koeln: :dom: :prost:

  • Warum habe ich gerade Bilder von Fliesentisch mit Bier und Aschenbecher im Kopf?

    Aufstieg 2025 - Danke Friedhelm!

    UEFA-Pokal-Finale: 1986,
    UEFA Euroleague Teilnehmer 2017/18

    UEFA Conference League Teilnehmer 2022/23
    Deutscher Meister: 1962, 1964, 1978,
    DFB-Pokalsieger: 1968, 1977, 1978, 1983,

  • Einfach wieder Live-Fehlentscheidung wie gegen Bayern, man sieht keinen Arm oben und weiß Bescheid. Diskutieren und Ärgern kann man dann ja nachher weiterhin so wie jetzt beim VAR. Ist ein Fehlersport und der sollte es für Schiri auch bleiben, live und mit Verantwortung bei dem aufm Platz. VAR weg.

    Genau so sollte es wieder sein. Ich bin mir auch sicher, dass wenn es den VAR nicht gäbe, das Tor der Bayern nie gegeben worden wäre. Denn dann hätten wir weiterhin gute bis sehr gute Schiedsrichter (wie vor der Einführung des VAR) auf und neben dem Platz die das gesehen hätten.
    Ich habe lieber ab und an eine falsche Schiri Entscheidung als dieses VAR Gedöns.

    "Es steht außer Frage, dass ich bei anderen Vereinen mehr hätte verdienen können. Aber mein Ziel ist es nicht, am Ende der Karriere 400 Mio. Euro auf der Bank liegen zu haben. Gefühl ist wichtiger als Geld." Jonas Hector 2018

  • Natürlich ist es so: In dem Moment, wo der VAR abgeschafft würde und der Lieblingsverein mal wieder ein paar Spiele in Folge wegen klaren Fehlentscheidungen verliert, wünschen sich viele wieder einen VAR zurück, der wenigstens einige der gröbsten Fehlentscheidungen ausgleicht. :slightly_smiling_face:

    Ich finde weiterhin eine an Hockey angelehnte Variante am besten: Die Vereine dürfen selbst den VAR einschalten. Wenn sie richtig liegen, dürfen sie ihn erneut einschalten; wenn sie falsch liegen, dann haben sie keinen weiteren VAR-Einsatz. Wenn es Ermessenssache ist, dann gilt die Entscheidung des Referees und der Verein darf seinen VAR-Joker später nochmal nutzen.

    Damit man vorher eine Situation nicht an der Seitenlinie analysiert, bis man den VAR einschaltet, haben sie nur ein ganz kurzes Zeitfenster, um auf einen Buzzer zu drücken und im besten Fall werden Mobilgeräte, Laptops und Tablets von der Seitenlinie verbannt, sodass auch nur Entscheidungen angezweifelt werden, die die Verantwortlichen mit bloßem Auge erkannt haben.

    Dann bekommt der VAR eine sportliche Komponente - und man weiß nach einem Tor auch ziemlich schnell, ob man jubeln kann oder noch warten muss.

    Nickname Change : Vorher Smiling_saidjin

  • Genau so sollte es wieder sein. Ich bin mir auch sicher, dass wenn es den VAR nicht gäbe, das Tor der Bayern nie gegeben worden wäre. Denn dann hätten wir weiterhin gute bis sehr gute Schiedsrichter (wie vor der Einführung des VAR) auf und neben dem Platz die das gesehen hätten.
    Ich habe lieber ab und an eine falsche Schiri Entscheidung als dieses VAR Gedöns.

    So tolle Schiris wie 1998 in Schalke,als das klare Handspiel von Held nicht gesehen wurde oder uns in der gleichen Rückrunde mehrfach Siegtore wegen angeblichen Abseits nicht gegeben wurden? Hören wir auf uns selbst zu belügen. Die Schiedsrichterleistungen werden schlechter aber nicht nur wegen dem VAR. Und mein letzter Stand ist, dass in 9 von 10 Entscheidungen der Eingriff des VAR korrekt erfolgt. Das bedeudet nicht wir sollen nicht über den VAR diskutieren, aber an der Sache und nicht mit Stammtischparolen.

  • Der VAR hat ein ganz großes Problem: er gaukelt uns allen vor, dass er den Fußball gerechter machen kann. Das ist aber in der Realität nicht der Fall, weil außer den faktischen Entscheidungen "Abseits" und "Ball über der Linie", also Tor ja/nein (Torlinientechnik) keine durch den Schiedsrichter zu bewertende Aktion im Fußball unter eine Schablone passt, in der man immer gleiche Maßstäbe ansetzen kann. Es wird in jeder Situation immer Unterschiede geben (z.B. hinsichtlich Tempo, Intensität, Körperhaltung etc.), die einer Einzelbewertung bedürfen. Und das macht halt der Schiedsrichter, der als VAR vor dem Bildschirm sitzt, genauso wie der Schiedsrichter auf dem Platz. Von daher muss man sich davon lösen, dass durch den VAR alles gerechter wird. Der VAR hat lediglich durch die Bilder weitergehende Möglichkeiten als der Schiedsrichter auf dem Platz, der die Situation nur einmal in realer Geschwindigkeit sieht. Die Gretchenfrage ist: was ist einem lieber? Dass die Bewertung zählt, die der Schiedsrichter auf dem Platz trifft oder die, die der VAR nach Videostudium trifft (und die naturgemäß anders ausfallen kann)? Ich bin absolut für Ersteres! Lasst den VAR bei den faktischen Entscheidungen wie Abseits eingreifen. Bei allem anderen sollte der Schiedsrichter auf dem Platz entscheiden! Fehler muss man dabei in Kauf nehmen, die passieren sowieso. Aber dann habe ich wenigstens eine Entscheidung aufgrund einer direkten Wahrnehmung. Und da kann ich persönlich besser mit leben als mit einer falschen Entscheidung, die nach 5-Minütiger Videoansicht getroffen wird!

  • Der VAR hat ein ganz großes Problem: er gaukelt uns allen vor, dass er den Fußball gerechter machen kann. Das ist aber in der Realität nicht der Fall, weil außer den faktischen Entscheidungen "Abseits" und "Ball über der Linie", also Tor ja/nein (Torlinientechnik) keine durch den Schiedsrichter zu bewertende Aktion im Fußball unter eine Schablone passt, in der man immer gleiche Maßstäbe ansetzen kann. Es wird in jeder Situation immer Unterschiede geben (z.B. hinsichtlich Tempo, Intensität, Körperhaltung etc.), die einer Einzelbewertung bedürfen. Und das macht halt der Schiedsrichter, der als VAR vor dem Bildschirm sitzt, genauso wie der Schiedsrichter auf dem Platz. Von daher muss man sich davon lösen, dass durch den VAR alles gerechter wird. Der VAR hat lediglich durch die Bilder weitergehende Möglichkeiten als der Schiedsrichter auf dem Platz, der die Situation nur einmal in realer Geschwindigkeit sieht. Die Gretchenfrage ist: was ist einem lieber? Dass die Bewertung zählt, die der Schiedsrichter auf dem Platz trifft oder die, die der VAR nach Videostudium trifft (und die naturgemäß anders ausfallen kann)? Ich bin absolut für Ersteres! Lasst den VAR bei den faktischen Entscheidungen wie Abseits eingreifen. Bei allem anderen sollte der Schiedsrichter auf dem Platz entscheiden! Fehler muss man dabei in Kauf nehmen, die passieren sowieso. Aber dann habe ich wenigstens eine Entscheidung aufgrund einer direkten Wahrnehmung. Und da kann ich persönlich besser mit leben als mit einer falschen Entscheidung, die nach 5-Minütiger Videoansicht getroffen wird!

    Ich bin gespannt wie die Stimmung hier im Forum gewesen wäre, wenn der Elfmeterpfiff in Hoffenheim gegen uns deshalb bestand gehabt hätte. Wenn ein Stadionvloger am anderen Ende des Stadions in der letzten Reihe klar sieht , dass kein Handspiel vorliegt,im Unterschie zum Schiedsrichter der daneben stellt, dann ist mir ein VAR willkommen.

  • Der VAR hat ein ganz großes Problem: er gaukelt uns allen vor, dass er den Fußball gerechter machen kann. Das ist aber in der Realität nicht der Fall, weil außer den faktischen Entscheidungen "Abseits" und "Ball über der Linie", also Tor ja/nein (Torlinientechnik) keine durch den Schiedsrichter zu bewertende Aktion im Fußball unter eine Schablone passt, in der man immer gleiche Maßstäbe ansetzen kann. Es wird in jeder Situation immer Unterschiede geben (z.B. hinsichtlich Tempo, Intensität, Körperhaltung etc.), die einer Einzelbewertung bedürfen. Und das macht halt der Schiedsrichter, der als VAR vor dem Bildschirm sitzt, genauso wie der Schiedsrichter auf dem Platz. Von daher muss man sich davon lösen, dass durch den VAR alles gerechter wird. Der VAR hat lediglich durch die Bilder weitergehende Möglichkeiten als der Schiedsrichter auf dem Platz, der die Situation nur einmal in realer Geschwindigkeit sieht. Die Gretchenfrage ist: was ist einem lieber? Dass die Bewertung zählt, die der Schiedsrichter auf dem Platz trifft oder die, die der VAR nach Videostudium trifft (und die naturgemäß anders ausfallen kann)? Ich bin absolut für Ersteres! Lasst den VAR bei den faktischen Entscheidungen wie Abseits eingreifen. Bei allem anderen sollte der Schiedsrichter auf dem Platz entscheiden! Fehler muss man dabei in Kauf nehmen, die passieren sowieso. Aber dann habe ich wenigstens eine Entscheidung aufgrund einer direkten Wahrnehmung. Und da kann ich persönlich besser mit leben als mit einer falschen Entscheidung, die nach 5-Minütiger Videoansicht getroffen wird!

    Hm, das sehe ich nicht ganz so ... was haben wir uns aufgeregt über Fehlentscheidungen vor dem VAR

    Ich glaube schon, dass der VAR den Fußball gerechter macht - ganz einfach deshalb, weil er klare Fehlentscheidungen korrigiert (siehe Bayern 1:1 im Pokal). Wir diskutieren heute aber über Entscheidungen, die wir früher gar nicht diskutiert hätten ohne VAR und das Problem ist, dass es häufig dann für den einen eine klare Fehlentscheidung, für den anderen ganz klar eine korrekte Entscheidung war. Wir diskutieren Fehler auf einem wesentlich komplexeren Niveau als früher - daher diskutieren wir nicht weniger und auch nicht weniger intensiv.

    Zustimmen kann ich bei dem Wunsch, nur faktische Entscheidungen durch den VAR treffen zu lassen ... nur was mache ich dann mit den Gladbacher Schwälbchen (und wo fängt ein solches an und ab wann kann man trotzdem pfeifen) - würde dann die legendäre Möller-Schwalbe korrigiert?

  • Ich bin gespannt wie die Stimmung hier im Forum gewesen wäre, wenn der Elfmeterpfiff in Hoffenheim gegen uns deshalb bestand gehabt hätte. Wenn ein Stadionvloger am anderen Ende des Stadions in der letzten Reihe klar sieht , dass kein Handspiel vorliegt,im Unterschie zum Schiedsrichter der daneben stellt, dann ist mir ein VAR willkommen.

    Gerade da würde sich fundamental ändern, wenn die Vereine den VAR callen müssen und dieser nicht selbst aktiv wird - Wenn der Verein das dann nicht gemacht hat, dann kann sich der Fan am anderen Ende des Stadions über sein Team ärgern, aber nicht über den Schiri. Und der Trainer muss sich auch überlegen: Riskiere ich da eine VAR Überprüfung auch auf die Gefahr hin, dass wir damit spätere Einspruchsmöglichkeiten im Spiel verlieren, wenn ich falsch liege?

    Das würde die Wahrnehmung des VARs nochmal komplett ändern, wenn dieser nicht wie ein Damoklesschwert über allen Entscheidungen des Schiris auf dem Platz schweben müsste, sondern ein Instrument ist, was die Vereine selbst nutzen können.

    Nickname Change : Vorher Smiling_saidjin

  • Gerade da würde sich fundamental ändern, wenn die Vereine den VAR callen müssen und dieser nicht selbst aktiv wird - Wenn der Verein das dann nicht gemacht hat, dann kann sich der Fan am anderen Ende des Stadions über sein Team ärgern, aber nicht über den Schiri. Und der Trainer muss sich auch überlegen: Riskiere ich da eine VAR Überprüfung auch auf die Gefahr hin, dass wir damit spätere Einspruchsmöglichkeiten im Spiel verlieren, wenn ich falsch liege?

    Das würde die Wahrnehmung des VARs nochmal komplett ändern, wenn dieser nicht wie ein Damoklesschwert über allen Entscheidungen des Schiris auf dem Platz schweben müsste, sondern ein Instrument ist, was die Vereine selbst nutzen können.

    Das mit dem Recht auf eine VAR-Überprüfung hatte ich auch mal für gut befunden - hatte mit einem Kumpel eine längere Diskussion darüber - während eines Spiels, wo mehrfach der VAR ran musste. Dieser hat dann auch nicht immer so entschieden, wie wir das gedacht haben ... daher: Was passiert, wenn ich eine Challange verliere, weil der VAR nicht so entscheidet, wie ich das gerne hätte - es gibt halt nicht nur schwarz/weiß. Dann wäre der Ärger noch viel größer. So Sachen wie "Schlittschuhtor" im Eishocker oder "Stockfehler" beim Hockey oder die Überprüfungen im Fechten gibt es im Fußball selten.

  • Deshalb kannst du dann die Challenge klar verlieren oder der Schiri sagt, es ist Auslegungssache: Dann verliert du zwar auch die Challenge, aber das beeinflusst nicht dein Recht auf weitet Challenges.

    Nickname Change : Vorher Smiling_saidjin

  • Also dass sich die Vereine den VAR einschalten, wird so nicht funktionieren. Schon wenn der VAR allein das Spiel anhält, um selbst zu checken, dauert es ne Weile. Dann käme der Vereinsanteil noch obendrauf? Damit dann der VAR schauen kann? Oder muss dann sofort der Schiri an den Monitor.

    Sorry, das klingt nicht praktikabel. Wir brauchen ganz ganz einfach besser geschultes Personal. Bei großen Turnieren und in anderen Ligen klappt es deutlich besser. Wir können ja schlecht die Technik dem Personal anpassen. Andersrum wäre richtig.

    Putin muss weg (egal wie)

  • Wenn ich mir die Umsetzung des VARs wünschen dürfte, wäre ich bei folgendem Ablauf:

    1) Jeder Verein hat 1-2 Challenges pro Spiel, trifft er, gibt es ne weitere. Greift er daneben, ist Sie weg oder wie schon beschrieben: Auslegungssache

    2) Der Review wird nicht vom Schiri auf dem Feld gemacht, der dann am Ende die Entscheidung auch trifft. Warum auch? Jemand der eine Situation ggfs. falsch bewertet hat an den Bildschirm zu bitten, macht einfach überhaupt keinen Sinn. Nachdem die Challenge gezogen wurde, guckt ein Team, was bis dahin das Spiel überhaupt nicht verfolgt hat, auf die Situation und gibt die eigene Entscheidung bekannt. Die steht dann auch. Da muss niemand rauslaufen, wir haben keinen falschen Bias drin und vermutlich geht es schneller, wenn einfach 3 Schiris die Situation nebeneinander angucken und dann abstimmen. Ich könnte sogar damit leben, dass alle 3 unabhängig voneinander auf falsch entschieden gehen müssen, um den Feldschiri zu überstimmen (ohne das Sie notwendigerweise wissen, was entschieden wurde, obwohl das ja oftmals klar sein dürfte). Das gilt natürlich nur für Foul und Hand, bzw. aktiv oder nicht bei Abseits.

    3) Abseits so wie es Wenger auch sagt. Entweder eine Toleranz einbauen oder aber die Linie beim Verteidiger an der Stelle anlegen, die am nächsten zum Tor ist und beim Stürmer an der Stelle, wo er am weitesten entfernt ist. Dadurch ist es am Ende dann immer klares Abseits, wenn es strafbar ist. Es wird weiterhin ganz enge Geschichten geben, aber da kann man dann ja im Zweifel für den Verteidiger auslegen. Abseits in der eigenen Hälfte gehört aus meiner Sicht ganz abgeschafft. Nen Stürmer der zurück läuft und 10 Meter in der eigenen Hälfte den Ball annimmt, hatte ja offensichtlich keinen Vorteil.