Der Politik-Thread

  • Ich finde das es nachwievor komplett falsch ist, AFD Wähler grundsätzlich als dumm zu bezeichnen. Das hilft in der politischen Debatte null weiter, ganz im Gegenteil, es ist komplett "dumm" das zu machen. Es ist natürlich bequem für einen überzeugten Nicht AFD-Wähler (wie mich) dies zu tun, damit qualifiziere ich die ab, beschäftige mich nicht mehr damit und kann mich in der Sonne aalen, wie schlau ich doch bin und wie erbärmlich die versprengten AFD Seelen. Dann geht es mir kurzfristig besser, bis die nächste Wahl ansteht, da ich mit Beschimpfung, Ausgrenzung und Ignoranz das Problem nicht gelöst bekomme.


    Es ist nun mal kein (!) deutsches Alleinstellungsmerkmal, das Thema zieht sich durch fast alle Demokratien und es gibt überall auf der Welt Menschen, die sich benachteiligt, missverstanden, nicht gehört fühlen. Und all diesen gibt der rechte Rand eine Stimme. Es ändert sich zwar nichts an meiner persönlichen Situation (konnte man am besten in Amerika unter Trump sehen), aber ich fühle mich gehört, endlich spricht mal einer aus, was ich (!) Denke. Polemik ist das Basisinstrument und das ist nur ganz schwer zu bekämpfen, weil man die ganzen Behauptungen dieser (zugegebenermaßen zumindest nicht komplett unintelligenten) Kampagnen nicht widerlegen kann, solange diese nicht in der Verantwortung sind.

    Eine Demokratie muss Pluralismus aushalten können und ein Potential deutschlandweit bis zu 25% ist harter, harter Tobac, aber nun mal Realität. Dies kann man nur mit Überzeugungsarbeit und guter Politik in den Griff kriegen, Beschimpfungen und Ausgrenzung helfen da nicht.

  • Die Reichen und Einflussreichen agieren hinter den Kulissen, lassen andere für sich Politik machen.

    Das Schlimme ist aber ja, dass viele Leute, die AfD, BSW oder andere Parteien dieser Art wählen, denken, das würde ausschließlich auf die "etablierten" Parteien zutreffen. Ohne zu merken, dass sie selbst mit ihrer Wahl genau jene Marionetten von Reichen und Einflussreichen sind, die sie eigentlich ablehnen und bekämpfen wollen.


    Es entbehrt halt nicht einer gewissen Ironie, wenn man einerseits auf die Straße geht oder sich im Netz hinstellt und "gegen die da oben" pöbelt, von Meinungsdiktatur faselt, davon, dass die deutsche Politik ein Spielball transatlantischer (sprich: US-amerikanischer) Mächte wäre - und gleichzeitig Putin-Politik macht und dessen Doktrin folgt.


    Aber gut, der Wladimir ist halt auch ein starker Mann, der halbnackt auf einem Pferd durch die sibirische Tundra reitet, da ist es dann offensichtlich auch nicht so schlimm, wenn man von dem finanziert und von dessen Handlangern instrumentalisiert wird. Man dreht sich die Welt halt so, wie sie einem gefällt...

    "Peace is a lie. There is only Passion."

  • Eine Demokratie muss Pluralismus aushalten können und ein Potential deutschlandweit bis zu 25% ist harter, harter Tobac, aber nun mal Realität. Dies kann man nur mit Überzeugungsarbeit und guter Politik in den Griff kriegen, Beschimpfungen und Ausgrenzung helfen da nicht.

    Ich stimme Dir bei allem, was Du schreibst, zu. Allerdings steht hier am Ende etwas zwischen den Zeilen, zu dem ich etwas ergänzen möchte. Denn ja, eine Demokratie muss verschiedene Meinungen aushalten, aber sie muss auch in der Lage sein, sich gegen solche Meinungen zu wehren, die die Grundideen dieser Demokratie und Gesellschaft angreifen. Zumindest sehe ich keinen anderen Weg, um Polemik und Menschenfeindlichkeit aufzuhalten und scheinbar waren wir uns da in der Vergangenheit ja auch halbwegs einig, denn sonst wäre Nazi-Symbolik und Volksverhetzung ja nicht strafrechtlich relevant.


    Jetzt ist die AFD bereits gerichtlich als rechtsradikal eingeordnet, aber damit sind wir de facto viel zu spät. Man hat der Partei und anderen Akteuren so lange das Feld überlassen und erlaubt, den Diskurs zu bestimmen (und teilweise schön mitgemacht) und immer weiter in den autoritären Raum zu verschieben, dass sie mittlerweile eine Menge an Zustimmung haben, bei der ein Verbot vermutlich nur zur weiteren Eskalation beiträgt.


    Da haben wir uns als Gesellschaft einfach genial selbst in die Ecke manövriert.

  • wg putinbild et alii sprach ich auch von einer mentalen angelegenheit, die „wir“ nicht unterschätzen dürfen. der

    gütige, autoritäre vater ist sehr stark verankert. selbst in der ablehnung dieses bildes ist man doch daran orientiert.

    es ist sooooo viel schwerer ein gewaltfreier, achtsamer humanist zu werden als ein strammer faschist oder nationalist.

    für mich sehr interessant damals lektüre von fromm, hacker und Gruen. und diese Perspektive spielt in unserer (medialen) Welt ÜBERhaupt keine Rolle. Das ist nicht existent. Das landet nicht bei Sabine Christiansen in der Talkshow oder als Insta Reel aufm display eines nokia 3210.

  • Ich finde das es nachwievor komplett falsch ist, AFD Wähler grundsätzlich als dumm zu bezeichnen.

    Ein alle über den Kamm scheren und beleidigen ist einem politischen Diskurs nie der richtige Weg.


    Dennoch liegt der Gedankengang der Verdummung schon irgendwo nahe, bzw. wird im Kontext des Unverständnis über den Ausgang der Wahl schnell zur Annahme gegriffen, ob die denn alle blöde sind. Und wenn ich mir anschaue, dass es nichts bringt die AfD zum Verdachtsfall zu erklären, dass es keine Auswirkungen hat wenn die AfD über 100 Rechtsextreme als Mitarbeiter im Bundestag hat, dass es nichts bringt das Maximilian Krah ein völlig verdrehtes Frauenbild hat und sich von Russland und China finanzieren lässt, oder das Byston genervt darüber ist das er mit den 200 Euro Schmiergeldscheinen nicht an der Tanke bezahlen kann, dann fragt man sich auch langsam was sich diese Partei noch alles erlauben kann bevor sie Stimmen verliert. Aktuell könnten Weidel und Höcke, der was sein eigenes Buch betrifft schon Erinnerungslücken in bester Olaf Scholz Manier hat, höchstwahrscheinlich Hundewelpen auf offener Straße anzünden und würden dafür von ihren Anhängern noch gefeiert.


    Und hier ist der Punkt wo man vielleicht bei der Verdummung ansetzen muss. Wie man sieht ist es der gemeinen AfD Wählerschaft komplett egal, dass die AfD keine Inhalte hat und unlängst bewiesen ist, dass die Wählerschaft der AfD am meisten unter der Politik der AfD leiden würde. Das ist denen komplett egal, solange auf populistischem Wege jemand genannt wird der die Schuld dafür trägt, dass es einem selbst angeblich so schlecht geht. Das es einem dabei nicht mal so schlecht geht, selbst das ist völlig egal.


    Was aber zu einfach wäre, ist die Schuld nur beim Wähler oder nur bei der AfD zu suchen. Wir haben die Generation TikTok, ein Medium das darauf ausgelegt ist mit kurzen 30 bis 45 Sekunden Videos möglichst viel Reichweiten zu erzielen und dazu führt, dass sich kaum noch jemand länger auf etwas wirklich fokussieren kann. Bei so einem Text hier wie diesem kommen die 16 bis 24 jährigen an diesem Punkt wahrscheinlich zu großen Teilen schon an die Grenzen ihrer Aufmerksamkeitsspanne. AfD oder auch Volt machen sich das zu Nutze und alle anderen Parteien wenig bis gar nicht oder kommen mit so lächerlicher Aktentaschen-Scheiße um die Ecke um zu beweisen, dass eine Aktentasche mehr Charisma als unser Kanzler besitzt. Stattdessen meckert man lieber darüber wie schlecht social media ja sei und verliert dadurch die Wahlen anstatt sich das Medium selbst zur Nutze zu machen. Ich muss dabei unweigerlich an eine Begegnung mit Boris Pistorius von vor 6 Jahren denken und stelle dabei fest, dass sich in den Denkweisen nichts aber auch wirklich gar nichts geändert hat:

    Ich war dieses Wochenende zum Neujahrsempfang unseres Ortsverbands der SPD eingeladen, Gastredner war dort u. a. Boris Pistorius dieser Mann hat in seiner halbstündigen Rede wirklich offenbart was in diesem Verein falsch läuft. Da wird die AfD abgetan als eine Partei die ja nur 14 Prozent hat, kann man mal machen wenn man selbst in den Umfragen auf satte 16 kommt. Da wird sich beklagt über Fakenews und die Gefahr von sozialen Medien und diese verteufelt anstatt mal auf die Idee zu kommen sich die Reichweite selbst zu Nutze zu machen. Warum auch diese Chance nutzen wenn man die Nutzer auch beleidigen und als asozial bezeichnen kann? Internet ist schließlich Neuland


    Ok geändert hat sich doch was. Die SPD ist heute die Partei mit 14 % und die AfD kommt auf 16....


    Dabei gibt es tatsächlich Parteien wie die Grünen, die wirkliche Lösungsansätze haben. Ob man dabei mit jedem dieser Ansätze konform geht steht auf einem anderen Blatt und muss man ja auch nicht, das gehört zur Demokratie dazu. Aber wie gesagt es sind viele konkrete Lösungsansätze zu vielfältigen Themen vorhanden und dann kommt man da bis heute nicht auf die Idee, dass es nicht die cleverste Idee ist eine Ricarda Lang diese verkaufen zu lassen. Oder man lässt einen Anton Hofreiter so lange Monologe halten, die zwar mit Sicherheit viele intelligente Aussagen beinhalten, bei deren Ende aber der Großteil der Zuhörer sich nicht mehr an die eigentliche Fragestellung erinnern kann und das merkt man daran, dass das einzige was dem Zuhörer in Erinnerung geblieben ist die langen Haare von Hofreiter sind. Das kannst du mit der Generation TikTok nicht mehr machen und du kannst nicht erwarten, dass die sich dich anpassen, nein du musst dich denen anpassen und das haben AfD und Konsorten längst erkannt und der Rest nicht.


    Ich kann mich also darüber beschweren, dass die Wähler alle blöde sind und verlieren oder Politik für Blöde machen und gewinnen. Dafür braucht es nicht mal Inhalte.

  • Lach muss jetzt mal auch meinen Senf dazu geben.

    Ich bin 94 nach Sachsen gezogen und das aus Baden-Württemberg, also tiefes CDU Land,ich selbst bin SPD erzogen, sozial und aufgeschlossen.

    Hier im Osten wird einfach aus trotz die afd gewählt und dafür gibt es Gründe.

    Lohn und Gehalt liegt im Durchschnitt ca.5 bis 7 Prozent hinter dem Westen, dies gilt auch für die Rente.

    Beispiel meine Schwiegermutter hat als alleinerziehende 45 Jahre gearbeitet, als Sekretärin und hat 900€ Rente, wenn wir nicht jeden Monat ihr den sprit bezahlen, müsste sie laufen.....

    Ja die Wohnungen sind om Durchschnitt günstiger, aber nicht die Nebenkosten, dies Vergleiche im mit meiner Heimat, Lörrach, auch die Lebensmittel sind genau so teuer, das ist eigentlich das Problem.

    Seit über 20 Jahren wird den Leuten versprochen, das dies angeglichen wird wird,passieren tut nichts.

    Es gibt Familien hier, die arbeiten dank VW in 3 Schichten und kommen gerade so über die Runden und nein wir reden nicht von mehrfach Urlaub oder dicke Auto...

    Und wenn du dann Seit Jahren mit bekommst wer alles Geld bekommt und dies ist nicht wenig steigert sich logisch die Wut der Bürger.

    Diese Wut fing 2015 an.

    Wie gesagt die sind nicht dumm, die sind enttäuscht.....

    Und nein ich wähle nicht die afd oder ähnliches


    Ich wähle was anderes.

    Musste ich mal loswerden

  • Es sei angemerkt, dass die AfD seit Jahresanfang , seit der Berichterstattung über Deportationstreffen, Spionage etc., sowie den den einsetzenden Demos massiv an Zustimmung verloren hat. Das ist kein Grund sich zu entspannen, es ist aber nicht so, dass die "Skandale" um die AfD die Zustimmung nicht berührt hätten.

    Es ist leider so, wenn auch nicht überraschend, dass ein nicht kleiner Teil der Bevölkerung eine offen rechtsextreme Partei wählt. Die Motive dafür sind unterschiedlich. Wer als Geringverdiener diese Partei wählt, der wählt sogar klar gegen seine eigenen Interesse, sofern man das Programm der AfD zum Maßstab nimmt. Für einige scheint es zumindest wichtiger zu sein, dass Politik gegen andere gemacht wird, als für sie selber.

  • Ich kann mich also darüber beschweren, dass die Wähler alle blöde sind und verlieren oder Politik für Blöde machen und gewinnen. Dafür braucht es nicht mal Inhalte

    Du kannst aber auch versuchen Real Politik für die gemässigte Mehrheit zu machen und gut zu erklären und die "Enttäuschten" weiter versuchen zu überzeugen.


    Deine beiden "Alternativen" zu wählen hieße aufzugeben.

  • Es sei angemerkt, dass die AfD seit Jahresanfang , seit der Berichterstattung über Deportationstreffen, Spionage etc., sowie den den einsetzenden Demos massiv an Zustimmung verloren hat. Das ist kein Grund sich zu entspannen, es ist aber nicht so, dass die "Skandale" um die AfD die Zustimmung nicht berührt hätten.

    Es ist leider so, wenn auch nicht überraschend, dass ein nicht kleiner Teil der Bevölkerung eine offen rechtsextreme Partei wählt. Die Motive dafür sind unterschiedlich. Wer als Geringverdiener diese Partei wählt, der wählt sogar klar gegen seine eigenen Interesse, sofern man das Programm der AfD zum Maßstab nimmt. Für einige scheint es zumindest wichtiger zu sein, dass Politik gegen andere gemacht wird, als für sie selber.

    Das Problem ist doch das es alle Parteien machen und da ist es langsam schwer für viele den unterschied zu finden

  • Was meinst Du genau?

    Zeig mir eine Partei die nicht in irgendwelchen Machenschaften verstrickt ist.

    Mein Sohn ist 16 Jahre alt und durfte das erste mal wählen.... Wir haben lange diskutiert was gut und schlecht ist

    Und Aussage von meinem Sohn war , die reden doch alle nur, aber für uns Jugendliche passiert nichts, da musste ich ihm recht geben

  • Es sei angemerkt, dass die AfD seit Jahresanfang , seit der Berichterstattung über Deportationstreffen, Spionage etc., sowie den den einsetzenden Demos massiv an Zustimmung verloren hat. Das ist kein Grund sich zu entspannen, es ist aber nicht so, dass die "Skandale" um die AfD die Zustimmung nicht berührt hätten.

    Dann beziehst du dich aber auf zwischenzeitliche Umfrageergebnisse und nicht auf tatsächliche Wahlen. Bei der letzten bundesweiten Wahl, also der Bundestagswahl 2021, kam die AfD auf 10,3 % und jetzt und 15,9 %. Selbst Befürchtungen a la "das Bündnis Sarah Wagenknecht wird der AfD schon Stimmen kosten" sind nicht eingetroffen. Und btw. "Bündnis Sahra Wagenknecht" die Eier ne Partei nach sich selbst zu benennen hatte nicht mal Hitler...


    Losgelöst von zwischenzeitlichen Umfragehochs hat die AfD durch Skandale mitnichten Stimmen verloren, sondern trotz Konkurrenz im populistischem Sektor noch welche gewonnen. Richtige Stimmenhochs haben die dabei auch in ländlichen Regionen geholt*, wo viele Bauern heute immer noch nicht kapiert haben, wer sich da mit auf deren Seite geschlagen hat. Die raffen bis heute nicht, dass sie bei dem Protest gegen die Kürzung von Subventionen von Leuten unterstützt wurden die ihnen die Subventionen kürzen wollen und wählen diese dann. Ich sag ja: Inhalte sind scheißegal.


    *wobei ich mich hier lediglich auf meinen Landkreis beschränke, da ist es mir direkt aufgefallen weil ich am Sonntag auch als Wahlhelfer aktiv war

    Du kannst aber auch versuchen Real Politik für die gemässigte Mehrheit zu machen und gut zu erklären und die "Enttäuschten" weiter versuchen zu überzeugen.

    Ja klar, während man die einen "einfängt" darf man die anderen nicht vernachlässigen. Das ist völlig klar.

    Deine beiden "Alternativen" zu wählen hieße aufzugeben.

    Ich hab 2 Alternativen?

  • Was Du da schreibst ist einfach nicht richtig. Die AfD lag zu Jahresbeginn bei 24 v.H. in Umfragen. Natürlich haben die sich im Vergleich zur letzten Europawahl gesteigert , aber auf "nur" auf 16 v.H. und eben nicht 24 v.H. die noch vor wenigen Monaten erreichbar waren.

  • Was Du da schreibst ist einfach nicht richtig. Die AfD lag zu Jahresbeginn bei 24 v.H. in Umfragen. Natürlich haben die sich im Vergleich zur letzten Europawahl gesteigert , aber auf "nur" auf 16 v.H. und eben nicht 24 v.H. die noch vor wenigen Monaten erreichbar waren.

    Wobei man da befürchten könnte, dass unter Nichtwählern noch viele AFD Wähler wären...

  • Zeig mir eine Partei die nicht in irgendwelchen Machenschaften verstrickt ist.

    Mein Sohn ist 16 Jahre alt und durfte das erste mal wählen.... Wir haben lange diskutiert was gut und schlecht ist

    Und Aussage von meinem Sohn war , die reden doch alle nur, aber für uns Jugendliche passiert nichts, da musste ich ihm recht geben

    Was heißt denn in Machenschaften verstrickt?

    Ja, es passiert für Jugendliche , seit Jahrzehnten, zu wenig. Es gibt aber einen Unterschied zwischen Parteien die zumindest programmatisch sich eines Problems annehmen und Parteien wie der AfD, die für nichts eine Lösung haben, außer Hass und Hetze.

  • Was Du da schreibst ist einfach nicht richtig.

    Hast du richtig gelesen?

    Dann beziehst du dich aber auf zwischenzeitliche Umfrageergebnisse und nicht auf tatsächliche Wahlen.


    Natürlich haben die sich im Vergleich zur letzten Europawahl gesteigert

    Auch hier hab ich ganz bewusst den Vergleich zur letzten Bundestagswahl gezogen, da sie die letzte bundesweite Wahl war.

    aber auf "nur" auf 16 v.H. und eben nicht 24 v.H. die noch vor wenigen Monaten erreichbar waren.

    und mich ebenfalls ganz bewusst von Umfragen gelöst. Denn bei der Frage ob man Stimmen gewonnen hat oder nicht stellt sich nicht die Frage nach hypothetischen Umfrageergebnissen, sondern nach tatsächlichen Wahlergebnissen. Sich dann zu sagen, das es ja nicht so schlimm sei wie zwischenzeitlich irgendwann mal befürchtet ist dann doch ein schwacher Trost während man dabei zusieht wie die Rechtsradikalen trotzdem immer mehr werden.

  • Hast du richtig gelesen?


    Auch hier hab ich ganz bewusst den Vergleich zur letzten Bundestagswahl gezogen, da sie die letzte bundesweite Wahl war.

    und mich ebenfalls ganz bewusst von Umfragen gelöst. Denn bei der Frage ob man Stimmen gewonnen hat oder nicht stellt sich nicht die Frage nach hypothetischen Umfrageergebnissen, sondern nach tatsächlichen Wahlergebnissen. Sich dann zu sagen, das es ja nicht so schlimm sei wie zwischenzeitlich irgendwann mal befürchtet ist dann doch ein schwacher Trost während man dabei zusieht wie die Rechtsradikalen trotzdem immer mehr werden.


    Erstens habe ich nie gesagt, dass es einen Grund gebe sich zurück zu lehnen.

    Zweitens lautete Deine Aussage:


    Und wenn ich mir anschaue, dass es nichts bringt die AfD zum Verdachtsfall zu erklären, dass es keine Auswirkungen hat wenn die AfD über 100 Rechtsextreme als Mitarbeiter im Bundestag hat, dass es nichts bringt das Maximilian Krah ein völlig verdrehtes Frauenbild hat und sich von Russland und China finanzieren lässt, oder das Byston genervt darüber ist das er mit den 200 Euro Schmiergeldscheinen nicht an der Tanke bezahlen kann, dann fragt man sich auch langsam was sich diese Partei noch alles erlauben kann bevor sie Stimmen verliert.

    Umfragen sind, bei aller Anfälligkeiten für Fehler, eben nicht einfach einfach Fantasiegebilde. Da stecken in der Regel schon seriöse Untersuchungen hinter.

    Genau die von Dir aufgezählten Ereignisse , die Berichterstattung über das Treffen in Potsdam, die Demos, haben eben dazu geführt, dass nicht 24 v.H. der Wähler bei der Europawahl die AfD gewählt haben, sondern 16 v.H.

    Es macht keinen Sinn, nur das Europawahlergebniss von 2019 mit 2024 zu vergleichen und daraus abzuleiten die Affären bei der AfD würden ihre Zustimmungswerte nicht beeinflussen.

  • Erstens habe ich nie gesagt, dass es einen Grund gebe sich zurück zu lehnen.

    Und ich hab dir nie unterstellt das gesagt zu haben.

    Umfragen sind, bei aller Anfälligkeiten für Fehler, eben nicht einfach einfach Fantasiegebilde. Da stecken in der Regel schon seriöse Untersuchungen hinter.

    Genau die von Dir aufgezählten Ereignisse , die Berichterstattung über das Treffen in Potsdam, die Demos, haben eben dazu geführt, dass nicht 24 v.H. der Wähler bei der Europawahl die AfD gewählt haben, sondern 16 v.H.

    Und jetzt lies bitte nochmal den Teil den du von mir kursiv nochmal übernommen hast. Da steht doch ganz deutlich: dann fragt man sich auch langsam was sich diese Partei noch alles erlauben kann bevor sie Stimmen verliert.

    Natürlich hast du Recht damit, dass Umfragen eine seriöse Tendenz aufzeigen, aber wenn ich die Frage stelle was noch alles passieren muss, damit die AfD an Stimmen verliert, interessiert es wirklich nicht wo deren zwischenzeitliches Umfragehoch war. Die Partei hat also nicht ihr zwischenzeitliches Umfragehoch erreichen bzw. erhalten können, hat an Stimmen aber auch nicht verloren. Und wenn ich das Vergleichen will, dann muss ich die letzten Wahlen heranziehen. Und dabei hab ich immer noch die letzte bundesweite Wahl genommen und nicht die letzte Europawahl.


  • haben die Parteien, die gewonnen haben in Prozenten, denn absolut an stimmen zugelegt? das passiert ja auch schon einmal, dass der zweite blick alle zu absoluten Verlierern macht.