Der Politik-Thread

  • Mitarbeiter dürfen das maximale Versagen der Geschäftsführung ausbaden. Mehr news um 12.

    VW trifft seit Jahren eine falsche Entscheidung nach der anderen aber schuld ist natürlich am Ende die Politik und sonst noch alle anderen die einem so einfallen.

    Man hat es einfach versäumt seine Werke in Deutschland profitabler zu machen und hat stattdessen lieber eben jene mit der besseren Marge der Werke in Asien quersubventioniert..

    Weil du es gerade thematisiert hast - selbstverständlich sitzen auch Politiker im Aufsichtsrat von VW. Im Zeitraum von 2015(vor dem Dieselskandal) bis 2026 sind das wie folgt:

    -MP Weil(SPD) - Kultusministerin Julia Willie Hamburg, welche 2022 vom ehemaligen Wirtschaftsminister Althusmann(CD)U) übernommen hat. Ferner Olaf Lies(SPD), der vor Althusmann im Aufsichtsrat sass.

    Es ist nämlich so, daß das Land Niedersachsen durch das so genannte VW Gesetz immer mit zwei Sitzen im Aufsichtsrat dabei ist. Diese werden dann in aller Regel vom amtierenden Ministerpräsidenten und einem Vertreter eines Fachministerium besetzt. Mit anderen Worten: die Politik ist bei VW eben permanent dabei. Insgesamt hat der Aufsichtsrat 20 Mitglieder - hälftig besetzt durch Arbeitgeberseite/Arbeitnehmerseite

    Lettore silenzioso

  • Hauptsache ich bekomme meine Dividende:smiling_face_with_halo:

    No one is born hating another person because of the colour of his skin, or his background, or his religion. People must learn to hate, and if they can learn to hate, they can be taught to love, for love comes more naturally to the human heart than its opposite.

  • Nur zur Einordnung bei VW:. Es geht immer noch um einen Netto-Gewinn von 6,9 Milliarden Euro. Genug Gewinn, um an die Vorstandsämter 13,6 Millionen Euro an Prämien auszuzahlen.

    Nickname Change : Vorher Smiling_saidjin

  • Nur zur Einordnung bei VW:. Es geht immer noch um einen Netto-Gewinn von 6,9 Milliarden Euro. Genug Gewinn, um an die Vorstandsämter 13,6 Millionen Euro an Prämien auszuzahlen.

    Sorry, wir haben leider nicht genug Milliarden erwirtschaftet, dass es für Euch da unten auch noch reicht. Ihr seid zu teuer, und müsst leider gehen.

    Ein Glas Avenue Foch jemand?

  • Nur zur Einordnung bei VW:. Es geht immer noch um einen Netto-Gewinn von 6,9 Milliarden Euro. Genug Gewinn, um an die Vorstandsämter 13,6 Millionen Euro an Prämien auszuzahlen.

    Mit Verlaub - die haben auch schon mal üppigere Zahlen gesehen.

    Lettore silenzioso

  • Mit Verlaub - die haben auch schon mal üppigere Zahlen gesehen.

    Und das Geld verantwortungsbewusst in Forschung und Entwicklung gesteckt, um sicherzugehen, dass Rubel auch noch weitere 50 Jahre rollen wird, richtig? Richtig!?

    :smiling_face_with_halo:

  • Und das Geld verantwortungsbewusst in Forschung und Entwicklung gesteckt, um sicherzugehen, dass Rubel auch noch weitere 50 Jahre rollen wird, richtig? Richtig!?

    :smiling_face_with_halo:

    Ich sehe, daß du die richtigen Zusammenhänge erkennst. Das gelingt nun wirklich auch nicht jedem - Chapeau!

    Lettore silenzioso

  • Keep_Smiling - hmmh...manchmal sollte ich vielleicht kenntlich machen, wenn ich mich des feinen Schwertes der Ironie bediene.

    Und zu deinem Hinweis auf den Spiegel Artikel - das nennt man Corrige de fortune.

    Lettore silenzioso

  • Es ist nämlich so, daß das Land Niedersachsen durch das so genannte VW Gesetz immer mit zwei Sitzen im Aufsichtsrat dabei ist. Diese werden dann in aller Regel vom amtierenden Ministerpräsidenten und einem Vertreter eines Fachministerium besetzt. Mit anderen Worten: die Politik ist bei VW eben permanent dabei. Insgesamt hat der Aufsichtsrat 20 Mitglieder - hälftig besetzt durch Arbeitgeberseite/Arbeitnehmerseite

    Mir ist schon bewusst das das VW Gesetz für den Konzern selbst auch ein ziemliches Problem ist. Wundert mich auch ehrlich gesagt bis heute das das vom EUGH seinerzeit nicht einkassiert wurde. Normalerweise braucht man ja 25,1% der Stimmen für ein Vetorecht. Das Land Niedersachsen hat es aber mit 20,1%. Auch das für alle wichtigen Entscheidungen was Standortschließungen etc eine 2/3 Mehrheit notwendig ist aber die Arbeitnehmervertretung 10 von 20 Sitzen besetzt und somit sowieso alles blockieren kann ist für die Konzernleitung auch nicht geil.

    Ich sag dir aber auch das VW schon vor 10 Jahren damit hätte Anfangen müssen seine Werke in Deutschland profitabler zu machen und da erwarte ich ehrlichgesagt vom Management das man das dann auch der Arbeitnehmerseite verkauft bekommt. Hätte man jedes Jahr einige Tausend Mitarbeiter über Altersteilzeit etc "entlassen" dann müsste man wahrscheinlich jetzt die Brechstange auspacken.

    Vom Rest Fang ich gar nicht erst an, Cariad, verschlafene Elektroentwicklung, Diselgate usw. Was hat man sich damals über Tesla lustig gemacht und sie keinen Meter ernst genommen und jetzt kriegt man dafür die Quittung.

    Einmal editiert, zuletzt von Atnam (10. März 2026 um 18:37)

  • Selbstorganisiertes Lernen ist natürlich ein weit gefasster Begriff. Bei dem System der Alemannenschule (wie auch in Finnland, Schweden) wird der Lernende weiterhin vom Lehrer unterstützt und angeleitet. Jede Lehrkraft betreut eine bestimmte Menge an Schülern und organisiert deren Lernpläne. Also im Vergleich zum wirklich selbstverantwortlichen Lernen an der Uni ist es hier eher eine langsame Hinführung in diese Richtung.

    wie wäre es dann damit, das intrinsische Lernen zu adressieren? mit dem einen oder anderen kompromiss der ratio, also dem angebot, viel von dem zu machen, was einen interessiert, und portionsweise vom stoff, der irgendwie auch hilfreich ist. diese jungen menschen werden von erwachsenen, die zwängen unterliegen, gezwungen, sn einem ort zu gehen und dinge zu tun, zu denen sie eigtl keine (große) lust haben. schule und eltern bringen kindern bei, sich einer höheren macht zu fügen, weil es so sein soll und für die berufstätigen eltern keine alternative gibt. das kann man doch selber merken, dass daran was faul ist?

  • Mit Verlaub - die haben auch schon mal üppigere Zahlen gesehen.

    Richtig hohe Renditen erwirtschaften allerdings eh nur Energie, Luxusgüter, IT, Amazon, Finanzdienstleister und Pharma

    Bei Energie ist die Ministerin ja nun schon mal sehr aktiv dabei das abzusichern und für Luxusgüter muss Trickle-Down die Renditen sichern. IT und Amazon ist halt Ami-Hoheitsgebiet (bis auf das was von SAP noch hier ist und Telekom, die IT-Systemhäuser wie Bechtle habe auch eher konservative Renditen)

    Und meine Ketzerei mal beseite gestellt.

    Das größere Problem bei Riesen wie VW ist der Einbruch im Umsatz und bei den Zulieferern als der direkte Gewinn von VW. Die Summe aller Gewinne inklusive Unterbau landet in der Gesellschaft. Das potenziert sich alles.

    Nur sichern wir diese Umsätze nicht ab indem wir der Taube die Flügel stutzen in der Hoffnung der Spatz in der Hand bleibe dadurch fett.

    Wir machen Wirtschaftspolitik für die Stammtische und die Shareholder aus dem aktuellen Wirtschaftsadel. Nur wirkt Politik auf die Zukunft und nicht auf die Vergangenheit.

    Und Du kannst eben nicht bei "bewährter Technologie" bleiben und hoffen der Champagner fließt dadurch weiter im gewohnten Umfang auch nach unten in die Säckel der Zulieferern und die Lohntüten der Mitarbeiter. Dazu müsstest Du erst mal jemanden finden der den oben rein kippt. Du wirst die "bewährte Technologie" aber in der Masse keinem mehr unterjubeln können. Auch nicht Zukunftsoffen. Denn bis die erfunden wurde gibt es die Firmen nicht mehr und die Kunden haben Ersatz gefunden.

    Und bei der Energie kommt eh nie was in der in der Breite an. DAS bleibt nun wirklich ALLES in der Vorstandsetage der AGs. Bis auf den Teil der an die Politiker zurück fließt.

    Du kannst ja die Kostenlast der Wirtschaft senken, um die Firmen wettbewerbsfähig zu halten. Aber doch nicht indem Du auf Gas, Öl und Kohle zurück stellst, weil das in der Vergangenheit billig war und weil es hohe Renditen in der Energiewirtschaft sichert. Und gleichzeitig die regenerativen vom Netz fernhältst, weil das erst mal ausgebaut werden müsste, damit die nicht den fossilen Strom kanibalisieren. Und für die Energiekonzerne ist das halt lästig das Netz auszubauen. Bringt höchstens durchlaufende Posten und eine Minirendite während die regenerativen die Gewinne abschöpfen. Da haben die keine Lust zu. Dann lieber fossile Energie die man selbst einkauft und die Marge drauf schlagen kann. Und der deutsche Michel lässt sich das auch noch verkaufen, dass er Ökostromproduzent ja Schuld sei, der Windräder aufstellt ohne das es Leitungskapazitäten gebe. Kannst Du dir nicht ausdenken. Subventionen für Ökostrom streichen? Gerne. Aber dann bitte auch die offenen und versteckten Subventionen bei fossilen. Die offenen und versteckten Subventionen bei Kernenergie benennen, wenn das wieder mal als Heilsbringer verkauft wird und die Energiewirtschaft endlich am Schlawittchen packen und erst wieder los lassen, wenn sie die Leitungskapazitäten ausbauen.

    Die Firmen die in Zukunft investieren schauen weltweit sehr genau drauf, ob da Fantasie drin ist, ob die Regierungen was für die Zukunft tun oder ob sie nur für die verwalten, die bereits da sind. Und wenn da nix kommt, dann kommt auch kein Kapital. Und das Kapital was schon hier ist geht dann da hin wo Fantasie drin ist. Den Kapital ist das flüchtigste "Element" was es gibt.

    In das Bestehende in die Vergangenheit investiert keiner. In Technik von gestern investiert keiner. Da werden höchstens Kosten optimiert, verlagert, ausgelagert und Einspareffekte abgeschöpft.

    Alles was nicht technologisch vor der Welle ist wird irgendwann verschluckt. Es wird ersetzt werden von einem der es billiger macht oder etwas neueres komfortableres erfunden hat. Wer nicht mit der Zeit geht, der geht irgendwann. Und wir können die ollen Kamellen nicht billiger produzieren als andere. Da können wir noch so viele Feiertage streichen, Krankentag streichen, Sozialleistungen streichen. Kosten optimieren ist sinnvoll aber nicht für etwas was keiner mehr haben will oder bei dem der Wettbewerber uneinholbar weg ist.

    Wir waren vor über 100 Jahren innovativer als andere. Wir waren vor über 70 Jahren leistungsfähiger als Andere. Wir waren vor 30 Jahren zuverlässiger als Andere. Wir aber haben immer nicht nur Produkte optimiert sondern auch unsere Rolle. Weil wir immer Vorbild waren und andere sich an uns ein Beispiel genommen haben, unseren Weg erfolgreich zu sein gesehen haben und sich auch dorthin begeben haben. Und dann war es irgendwann an der Zeit sich weiterzu entwicklen weil die Meute hinter uns zu groß wurde.

    Und jetzt wo die Meute teilweise schon an uns vorbei gezogen ist, da ist unsere Lösung der Wirtschaft mehr Zeit bei der Umgestaltung zu verschaffen: Hurra.

    Man kann der Wirtschaft keine Zeit zur Umgestaltung verschaffen, der Markt wartet auf niemanden. Auch nicht wenn ihm die Politik gewogen ist. Aber den Vorstandsetagen kann man Zeit verschaffen die Boni in Sicherheit zu bringen oder für den Sprung weg vom eigenen Pulverfass auf das nächste oder in den Ruhestand.

    Wehrt euch, leistet Widerstand, gegen den Faschismus hier im Land,... auf die Barrikaden, auf die Barrikaden

  • Also der Mario Voigt/CDU, Ministerpräsident von Thüringen, hat sinngemäß gesagt, dass Özdemir ja CDU Politik und CDU Wahlkampf gemacht habe, und dass dementsprechend 60 Prozent in BW CDU gewählt hätten.

    Keine Pointe.

  • Blauer Bock

    Ganz starker Beitrag, der exakt den Finger in die Wunde(n) legt. :thumbs_up:

    Die Problematik ist für viele sicht- und erkennbar. Aber solange zu viele noch am Festgefahrenen verdienen können, besteht wenig Wunsch zur Änderung.

    Die CDU jedenfalls zerstört dieses Land seit 30+ Jahren. SPD und Co. haben fleißig geholfen. Wir brauchen endlich mal eine gute Regierungsperiode.

    Difficile est satiram non scribere - Es ist schwierig, keine Satire zu schreiben (Juvenal)

  • stimmt ja auch. die grünen sind nur die etwas bessere bürgerlich-konservative partei. mit marketing für progressive.

    In BaWü definitiv. Da ist vermutlich selbst die Linke eher konservativ unterwegs.

    Die Grünen sind da sehr "variabel" unterwegs. Vor der Ampel waren sie eine Ökopartei für Besserverdienende. Jetzt werden sie wieder dahin zurück kehren, weil sie nur so Wahlerfolge verbuchen können.

    Umso irrer dass es immer linksgrün heißt.

    Und umso irrer, dass der "kleine Mann" meint, dass rückwärtsgerichtete konservative Politik für ihn und die Mitte wäre und progressive konservative für die da oben.

    Da haben Maggus und Co ganze Arbeit geleistet.

    In Deutschland gewinnst du Wahlen immer an den Stammtischen. Ob im Wirtshaus oder vituell übers Smartphone auf der Couch. So sind auch die Grünen in BaWü an die Macht gekommen erst über die Stammtische. Erst wenn dort der Michel eskaliert, ist er bereit zum Wechsel. Ansonsten ist er festgefahren wie ein Esel im Treibsand.

    Wehrt euch, leistet Widerstand, gegen den Faschismus hier im Land,... auf die Barrikaden, auf die Barrikaden

    Einmal editiert, zuletzt von Blauer Bock (11. März 2026 um 10:42)

  • Die Stunde Zeit, sich das einmal anzuschauen, sollte man sich ruhig mal nehmen.

    Hintergrund: Der YouTuber "Marcant" aus dem linken Vorfeld macht schon seit längerem auf sich Aufmerksam, dass er immer wieder auf rechte Demos geht und dort versucht mit Teilnehmern und Veranstaltern ins Gespräch zu kommen. Mit wachsender Bekanntheit merkt man aber auch, dass ihm das immer schwerer fällt und ihm immer mehr, ich nenne es mal gelinde formuliert, Ablehnung widerfährt.

    Hier ist er bei der identitären Bewegung in Wien unterwegs, dass ist der Verein dem Martin Sellner vorsteht, bei dem der Bundespressesprecher Mitglied in der AfD war und als das raus kam von selbst die AfD verlassen hat und nicht trotz angeblicher Unvereinbarkeit heraus geworfen wurde (wird im Video auch erwähnt). Martin Sellner war auch seinerzeit bei dem Remigrations-Treffen in Potsdam zugegen. Interessant wird es vor allem ab Minute 56, als sich herumspricht, dass die Demoteilnehmer Scherben sammeln und Flaschen zerbrechen, um damit auf "den Langen" - so wird Marcant auf Grund seiner Köpergröße von über 2 Meter von Sellner betitelt - loszugehen.

    Insgesamt ein hervorragender Einblick in das was Presse- und Meinungsfreiheit in rechten Kreisen bedeutet.

    Ich wurde von 18 Nashörnern gejagt..💀 - YouTube


    Ein weiteres Video was ich nur wärmstens empfehlen kann, in erster Linie aus Unterhaltungszwecken, ist auf einer AfD Veranstaltung entstanden. Hier ist er unterwegs mit einem weniger bekannten YouTuber von "klare Kante", der selbst in der SPD aktiv ist und der sich wiederum als AfDler ausgibt. Der zeigt dabei wie einfach es ist bei der AfD bis auf die Bühne zu kommen, einfach in dem man vorgibt Leute zu kennen und sich eine Dackelkrawatte umbindet. Abgründe gibt's natürlich trotzdem zu sehen, wie astreine Verschwörungstheoretiker, oder ehemaligen Bundeswehr Soldaten, die Marcant gerne wie Charlie Kirk erschießen würden. Letzterer wird von beiden anschließend wirklich gottlos vorgeführt.

    Er will mich erschießen... 💀


    Man muss wirklich seinen Hut davor ziehen, was ein so junger YouTuber mit seinen 23 Jahren zum einen in der Birne hat, aber sich da auch selbst aussetzt. Kann man nur belohnen, in dem man es sich anschaut.