FC Transfergerüchte ABGÄNGE

  • Man muss halt einen Mittelweg zwischen Erfolg und Perspektive finden.

    Und der lautet nicht Spieler die in Liga 1 nicht klarkommen zu behalten und die jungen Talente auf ebendieser Position auf der Bank versauern zu lassen um sie dann für ne Miniablöse zu verlieren. (Pacarada, Finkgräfe mal als Beispiel)

    Und ganz sicher nicht dass man Jahr für Jahr seine besten Spieler und Talente verliert ohne dafür einen monetär passenden Gegenwert zu erhalten.

    Jahr für Jahr seinen…..besten Talente verliert.

    Ist das so? Keller hat damals ein Talent von anderen verpflichtet, das Geduld hatte und offensichtlich eher mit den Dingen auf dem Platz beschäftigt blieben, als anderen Dingen außerhalb, halt unseren Martel.der dann inzwischen sogar die Kapitänsbinde bekommt, wenn Hübers kurzfristig mal runter muss.

    Ist es nicht so, dass sobald ein Talent von uns gut performt hat, dass er dann aus Fan Sicht immer die bessere Wahl ist, als die älteren Spieler? Oder ist es nicht naheliegend, dass das Trainerteam da einen besseren Blick drauf hat, als wir Außenstehende? Wenn z.B. Max Finkgräfe sich nicht verletzt hätte, dann wäre es ein anderer Lauf gewesen, das mag sein. Allerdings was man nie weiß: hat der Junge tatsächlich nicht mit den Formschwankungen zu tun, wie es die meisten jungen Spieler haben. Denn was ich als Laie so beobachte, auch bei anderen jungen Spielern in anderen Vereinen: da taucht jemand auf, denn kennen die Gegner nicht und schwupps: Tor/Vorlage. Aber die Gegner sind ja nicht blöd, da stellt man sich in Zukunft mehr darauf ein….

    Auch das Beispiel Bisseck (wie konnte man nur) ist auch einen mit Knubbeln, denn laut einem guten Bricht aus Italien via Kicker plus, hat er in der letzten Zeit nicht nur Tore gemacht, sondern auch Tore verschuldet, wegen der Art seiner Spielanlage. Inter Mailand hat aber dennoch Stand heute so eine Kader um so etwas aufzufangen. Beim Lesen des Berichts habe ich gleich gedacht, was hier so los wäre, wenn das bei uns passiert wäre.

    Bestes Beispiel für mich jetzt die die Geschichte mit Urbig aus Sicht der Fans. Ich fand es schon befremdlich, dass kurz nach meinem langen Urlaub im Oktober hier zurück berichtet wurde, dass die Fans nach Schwäbe gerufen hätten im Stadion :thinking_face: . Ich kann das bis heute nicht verstehen, außer das der FC Fan an sich an die Zeiten erinnert, als wir alle froh waren, dass Schwäbe Timo Horn abgelöst hatte. Urbig war im Gegensatz zu Timo Horn damals nicht verletzt, aber was ist, wenn sich intern selbst Spieler dafür ausgesprochen haben, dass ein Wechsel im Tor besser wäre, weil sie sich dann sicherer fühlen, als ein Torwart, mit dem sie bisher nicht so viel Erfahrung hatten. Vor dem Wechsel sah man Schwäbe mit Leidensmiene, jetzt sieht Urbig nicht so fröhlich aus. - Auf Dauer sehe ich selbst eher die Zukunft bei Urbig und hoffe, dass er es bei uns tut. (Aber ich bin der Laie und nicht die FC Verantwortlichen).

    Aus einer gewissen Ferne sieht alles so einfach aus, nicht nur im Fußball, sondern z.B. auch im Erziehungsbereich. Die Theorie ist schön, aber die Praxis ist immer dann noch mal anders, für mich immer dann wenn es um Menschen geht und nicht um Maschinen.

    Ich beobachte eher, wie unser Trainer Struber und sein Team arbeiten, obwohl der FC Fan an sich den vor kurzem auch gerne entsorgt hätte. Und ich vertraue dem Team, dass sie immer versuchen die richtigen Spieler einzusetzen, egal ob jung oder alt - Leistung im Training ist evtl. eine Grundlage der Beurteilung für sie, eine Grundlage, die uns Fans fehlt. Oder hätten so viele Fans auf Dominic Heintz gesetzt, als unser FC eine Ergebniskrise hatte? Keller und co hatten anscheinend bei der Heintz Verpflichtung den richtigen Riecher, weil sie ihn halt genau beobachtet haben bei den vorherigen Stationen und Heintz als erfahrener Spieler, mit dieser Einstellung als richtig eingeschätzt wurde.

    „Die Zielvorgabe ist, dass der 1. FC Köln in der Saison 2026/2027 Bundesliga spielt. Das ist das oberste Ziel. Dafür werden WIR jetzt alles tun“ T. Kessler im Interview am 27.05.2025

  • ……

    Nehm ich diese guten und schlechten Bereiche zusammen, denke ich das der FC bis zur U21 diesen Wandel/Prozess inzwischen gut gemeistert hat. Ebenfalls gut gemeistert wurde zuletzt die Art der Leihen als Förderung, auch das war in meinen Augen ein Keller Verdienst, denn vorher funktionierte da wenig. Wo es noch krankt und viel Verbesserungspotential gibt, ist der Bereich Übergang in den Profibereich mit den Kernthemen Einsatzzeit, Entwicklung, Vertrauen, Verträge, Verkäufe. Da muss der FC zulegen, sich verbessern und sein eigenes Handeln auch kritisch beleuchten. Die Augen verschließen und stets "dann isser halt weg" oder "andere haben die Probleme auch" zu sagen, ist da für mich definitiv der falsche Weg. Es ist der nächste Schritt im Prozess und der beginnt halt damit erstmal zu erkennen was man falsch macht.

    Deine Worte hören sich gut an, aber was soll da genau in der Praxis jetzt anders laufen, als wie es für mich gerade aussieht?

    Ist es nicht im Moment z.B. so, das Einsatz der jungen Spieler sich auszahlt, der wie Pauli dann auch mit einem Stammplatz belohnt wurde ohne Wenn und Aber?

    „Die Zielvorgabe ist, dass der 1. FC Köln in der Saison 2026/2027 Bundesliga spielt. Das ist das oberste Ziel. Dafür werden WIR jetzt alles tun“ T. Kessler im Interview am 27.05.2025

  • Warum sollte es jetzt in der Bundesliga reichen nachdem er letztes mal heillos überfordert war und nichtmal in Liga 2 seine Seite dicht kriegt?

    Wenn ich daran denke, wie Chabot hier anfangs fortgeschrieben wurde, wie schlecht Maina letzte Saison war, oder was Lemperle die ersten Spiele alles verballert hat, stellt sich die Frage eigentlich nicht.

    Fußball ist immer Momentaufnahme, und wir sollten froh sein über jeden Spieler, der es aktuell schafft, zu überzeugen.

  • Das ist alles richtig solange man für die Spieler die man ausbildet dann auch eine Ablöse bekommt. Hier müssen wir noch zulegen und vielleicht klappt es ja bei Urbig und Finkgräfe :winking_face:

    Ja, total, man muss natürlich mit der Ausbildung der Talente dann auch Geld verdienen, sonst geht die Rechnung nicht auf. Allerdings wird es aufgrund von Vertragskonstellationen und individuellen Plänen der Spieler und/oder Berater auch immer wieder mal, wie bei Diehl oder vermutlich Lemperle, Situationen geben, bei denen es nicht klappt mit ordentlicher Ablöse. Das ist aber nichts, was der FC exklusiv als Problem hat, man erlebt doch jede Saison, dass Talente ablösefrei oder nur für deutlich unter Marktwert wechseln. Wir selbst haben doch auch schon davon profitiert, z. B. bei Ljubicic oder Maina, die man in jungen Jahren ablösefrei geholt hat, um nur mal zwei Beispiele zu nennen.

    „Der FC mit seinem aufgeregten Umfeld ist ein vielstimmiger Ameisenhaufen.“ FC-Geschäftsführer Philipp Türoff (25.12.2024)

  • Wenn ich daran denke, wie Chabot hier anfangs fortgeschrieben wurde, wie schlecht Maina letzte Saison war, oder was Lemperle die ersten Spiele alles verballert hat, stellt sich die Frage eigentlich nicht.

    Fußball ist immer Momentaufnahme, und wir sollten froh sein über jeden Spieler, der es aktuell schafft, zu überzeugen.

    du hast Heintz vergessen :winking_face: leider ist der Sprung zweite zur ersten Liga dann doch nicht zu unterschätzen und deswegen sind Maina, Heintz, Paqarada und Co. eben keine Bank für die erste Liga, aber sicherlich gut für die Breite.

    Hauptsache die Haare liegen gut! Mach et Armin :smiling_face_with_hearts:

  • elkie57 Zum einen rede ich über einen deutlich längeren Zeitraum als nur diese Saison und da sehe ich es leider so, das GS der erste Trainer ist der sich getraut hat die Jungen Talente auch in Mehrzahl einzusetzen. Gefühlt hatte vorher kaum ein Trainer die Eier dafür und SB hat dies sogar selbst in einem Interview in Bezug auf Urbig zugegeben, was ich ihm hoch anrechne. Die Ehrlichkeit dies zuzugeben haben nicht viele Trainer. Trotzdem trage ich ihm auch nach das er den Mut eben nicht hatte, obwohl er wusste das beim FC dieser Weg gegangen werden muss.

    Was diese jüngste Vergangenheit angeht, ja es zahlt sich aus das man die jungen Spieler einsetzt. Das war bei Pauli, Lemperle und im Jahr davor bei Finkgräfe so. Zahlt es sich aber auch aus die anderen kaum einzusetzen oder plötzlich gar nicht mehr einzusetzen?

    In meinen Augen - nein.

    Bei der Personalie Urbig fehlte mir die Konsequenz hinter ihm zu stehen, denn er hat nicht großartig gepatzt, man hatte den Weg kundgetan, damit Schwäbe verärgert und sogar einen verbalen Umstand der gegenseitigen Lüge Bezichtigung (Keller vs. Schwäbe) geschaffen. Dann läuft es nicht rund und statt die Erkenntnis über die erforderliche Formations- und Taktikänderung mit Urbig umzusetzen, ist er plötzlich raus und der verärgerte Schwäbe kriegt die Einsätze. Wohlgemerkt obwohl er laut Verein (Keller) weg wollte und einfach nur keinen Abnehmer fand. Das ist für mich inkonsequent und wenig Basis für einen Weg den man gehen will, denn es sendet auch Signale an andere junge Spieler.

    Bei Downs war es ähnlich. Der Junge spielt, holt sich Selbstvertrauen indem er trifft und direkt im nächsten Spiel sitzt er draußen und wurde auch erstmal nicht mehr eingesetzt. Stattdessen versuchte man erstmal gestandene Spieler zu "reanimieren" die weder "stabiler/konstanter" spielten als die Jungen Talente. Der Faktor Erfahrung = weniger Fehler und Konstanz der normal hinter so was steht, war bei diesen Spieler ja gar nicht gegeben und das bereits über einen sehr langen Zeitraum. Erst als dieses für mich total überflüssige Experiment erwartungsgemäß scheiterte besann man sich wieder Downs einzuwechseln und siehe da, er zahlte wieder auf´s Scorerkonto ein.

    Bei Finkgräfe ist ähnlich, der Junge spielt liefert, verletzt sich, kämpft sich zurück und bekommt dann trotzdem nicht mal Einwechselzeiten. Selbst dann nicht, wenn Pacarada schwächelt und/oder ausgetauscht werden muss. Der Junge hat gezeigt das er es kann, trotzdem hat er sich damit nicht genug Vertrauen erspielt um eingewechselt zu werden?

    Das sind nur 3 Beispiele wo ich mir einen Weg anders vorstelle und mehr Mut und Konsequenz wünsche einen Weg den man selbst als Verein für sich beansprucht auch zu gehen.

    Zum Thema Verträge und Verkäufe kann ich natürlich nur spekulieren was da falsch läuft, denn das läuft ja nicht in der Öffentlichkeit. Das dort was falsch läuft zeigt mir aber das Ergebnis. Für mich beginnt das mit Kleinigkeiten im Umgang mit den Beratern und ich bin da auch "graderaus". Mich interessiert einen Scheißdreck was für ein Berater hier antischt und wie der sich verhält. Die Verantwortlichen vom FC müssen damit umgehen. Muss man in ähnlich gelagerten Bereichen im Vertrieb auch. Da ist es wurscht wie scheiße ein Kunde ist, deine Aufgabe ist es für deine Firma (in diesem Fall FC) das maximale mögliche Ergebnis rauszuholen. Das man sich festlegt mit irgendeinen künftig nicht mehr arbeiten zu wollen, ist völlig in Ordnung. Solange man aber Spieler von dem im Kader hat, muss man professionell im Sinne von Spieler und Verein mit ihnen umgehen. Offensichtlich gelingt das dem FC noch nicht wirklich und ich erwarte auch nicht das man es immer schafft. Was ich aber erwarte das man Termine sauber einhält, sich rechtzeitig bemüht und eben auch das eigene Ego mal hinten anstellt, denn wir reden hier von Profi-Geschäft und da geht es um den Club und nicht darum ob etwas bequem, doof oder schwer ist. Diese Ausreden zählen auch in der Wirtschaft nicht und letztlich ist ein Club wie der FC ein auch ein großes Wirtschaftsunternehmen.

    Was bei Verträgen hinzukommt - das Timing bzgl. Vertragslänge, Leihzeitraum und -zeitpunkt. Hier sehe ich auch Bereiche wo man zumindest anstreben muss diese zu optimieren. Das man es nicht immer schafft, geschenkt, aber die Quote wie oft was passiert spricht meist dafür das man auf gewisse Dinge zumindest nicht strukturell achtet. Als einen Punkt greife ich mir mal etwas heraus, was mir immer wieder auffällt beim FC. Wie oft passiert es dem FC das er Spielern die er verleiht, vor ihrem letzten Vertragsjahr nie gezeigt hat das er ihnen im Herren Bereich vertraut? Ist das Zufall? Ist das eine Frage der Laufzeitplanung? Ist es unmöglich die Verträge so zu gestalten das man den Spieler schon früher (in Bezug auf die Laufzeit) verleiht, so dass er wiederkommt und noch 2 oder zumindest 1,5 Jahre Vertrag hat und man ihm so noch vor Ablauf des Vertrages mit Einsatzzeiten zeigen kann das man ihm Vertraut?

    Das sind alles nur Gedanken und ich würde all diese Punkte reflektieren und analysieren, wenn ich beim FC in entsprechender Funktion tätig wäre und hoffe der FC macht das auch. Wenn man dann ein paar Punkte findet, wo man sich selbst kein perfektes Zeugnis ausstellen kann und diese verbessert, hat man oft in der Folge auch eine wesentlich höhere Erfolgsquote. Denn ein Baustein ist immer "die Art wie man arbeitet" und erst danach kommt die "eigene Qualität" noch obendrauf. Messen lassen muss man sich überall am Ergebnis und das spricht halt aus meiner Sicht dafür das man sich beim FC noch deutlich im Verbesserungsbereich bewegen muss. Das billige ich ihnen auch zu, denn Keller z.B. jongliert hier doch mit einem "größeren Ball" als in seiner Vergangenheit und wer selbst mal von einen Kleinen Unternehmen zu einem Konzern gewechselt ist, weiß das dort einiges anders läuft und man sich anpassen muss.

    3 Mal editiert, zuletzt von Skerfisen (19. Dezember 2024 um 08:21)

  • du hast Heintz vergessen :winking_face: leider ist der Sprung zweite zur ersten Liga dann doch nicht zu unterschätzen und deswegen sind Maina, Heintz, Paqarada und Co. eben keine Bank für die erste Liga, aber sicherlich gut für die Breite.

    Ich tue mich wirklich schwer mit den Bewertungen, und freue mich einfach, dass es sportlich aktuell läuft.

    Wie ein Erstliga-Kader aussehen kann oder muss, tja.

    (Finkgräfe hätte ich selbst natürlich auch am Liebsten an Bord, und könnte auch schwer nachvollziehen, wenn er jetzt Fluchtgedanken hegen würde, weil es sein Vertreter gerade ordentlich macht)

  • Bei der Personalie Urbig fehlte mir die Konsequenz hinter ihm zu stehen, denn er hat nicht großartig gepatzt, man hatte den Weg kundgetan, damit Schwäbe verärgert und sogar einen verbalen Umstand der gegenseitigen Lüge Bezichtigung (Keller vs. Schwäbe) geschaffen. Dann läuft es nicht rund und statt die Erkenntnis über die erforderliche Formations- und Taktikänderung mit Urbig umzusetzen, ist er plötzlich raus und der verärgerte Schwäbe kriegt die Einsätze. Wohlgemerkt obwohl er laut Verein (Keller) weg wollte und einfach nur keinen Abnehmer fand. Das ist für mich inkonsequent und wenig Basis für einen Weg den man gehen will, denn es sendet auch Signale an andere junge Spieler.

    In der Sache Urbig bin ich bei dir. Aber Keller macht halt nicht die Aufstellung. Er hat die Ansage gemacht (da war noch kein Trainer da), mit Urbig als Nummer 1 in die Saison zu gehen, die Gründe hast du aufgeführt. Aber im Endeffekt macht der Trainer die Aufstellung. Da kann man Keller jetzt keine Inkonsequenz unterstellen.

    Um auch mal ein Vergleich aus der Arbeitswelt zu nehmen, wenn jetzt 10 Mitarbeiter aus der Abteilung zum Chef sagen: Du hör mal, wir können eigentlich viel besser mit Kollegen B von der anderen Abteilung als mit Kollege A. Sind ja beide nett, aber wir haben schon so lange gearbeitet. Kann man da nicht was machen...

    Da kann der Chef jetzt sagen: Nein, Kollege A hat Zukunft der bleibt...mit dem Risiko, das Vertrauen der anderen 10 Leute zu verlieren. Gleichzeitig steht dem Chef aber auch das Wasser bis zum Hals und ist wohlmöglich beim nächsten schlechten Resultat weg vom Fenster. Dann greift man halt als Chef in die Toolbox und versucht es mit allen Mitteln. Ich gehe fest davon aus, dass das Resultat mit Urbig genau das Selbe gewesen wäre wie mit Schwäbe. Aber vielleicht wollte sich GS persönlich auch nicht vorwerfen (lassen), nicht alles versucht zu haben.


    Bei Finkgräfe ist ähnlich, der Junge spielt liefert, verletzt sich, kämpft sich zurück und bekommt dann trotzdem nicht mal Einwechselzeiten. Selbst dann nicht, wenn Pacarada schwächelt und/oder ausgetauscht werden muss. Der Junge hat gezeigt das er es kann, trotzdem hat er sich damit nicht genug Vertrauen erspielt um eingewechselt zu werden?

    Das sind nur 3 Beispiele wo ich mir einen Weg anders vorstelle und mehr Mut und Konsequenz wünsche einen Weg den man selbst als Verein für sich beansprucht auch zu gehen.

    Bei Finkgräfe sehe ich es ähnlich, aber nicht dass er sich voll zurück gekämpft hat. Er hat noch nicht das geliefert, was er kann und letztes Jahr gezeigt hat. Paca macht das echt gut (zumindest offensiv). Ja, Finkgräfe braucht mehr Spielzeiten und ich verstehe auch nicht, warum er gegen Nürnberg nicht eingewechselt worden ist. Aber das er jetzt überhaupt nicht spielt, stimmt nicht. Er muss sich da halt reinkämpfen. Das gehört auch dazu.

    Das Vertrauen muss er sich nun auch wieder beim neuen Trainer erspielen. Wie o.g., der Trainer macht die Aufstellung und er sieht was Finkgräfe jetzt leistet. Wenn Max so gut ist (was ich glaube er ist und er es auch gezeigt hat), dann kann er sich über einen vernünftige Vorbereitung jetzt im Winter wieder in die erste 11 kämpfen.

    Die Frage nach dem Mut ist eine gute Frage, aber hat dieser Mut auch die Fans und die Medienlandschaft Köln? Wenn man diesen Weg bestreiten will und auch kommuniziert hat, wie schafft man es dann besser eine ganze Region inkl. Medien dafür zu begeistern und nicht bei den ersten Misserfolgen direkt mit Mistgabeln zu wedeln? Klopp hatte es im Kroos Podcast beschrieben, du musst da jeden einzelnen mitnehmen auf die Reise. Und das schaffen wir nicht in Köln. Warum weiss ich nicht. Aber wenn du soviel Druck von aussen bekommst, dann wird es ohne direkten sportlichen Erfolg (in Köln denkt man in Monaten, nicht in Jahren) schwer einen Weg zu bestreiten.

    Zum Thema Verträge und Verkäufe kann ich natürlich nur spekulieren was da falsch läuft, denn das läuft ja nicht in der Öffentlichkeit. Das dort was falsch läuft zeigt mir aber das Ergebnis. Für mich beginnt das mit Kleinigkeiten im Umgang mit den Beratern und ich bin da auch "graderaus". Mich interessiert einen Scheißdreck was für ein Berater hier antischt und wie der sich verhält. Die Verantwortlichen vom FC müssen damit umgehen. Muss man in ähnlich gelagerten Bereichen im Vertrieb auch. Da ist es wurscht wie scheiße ein Kunde ist, deine Aufgabe ist es für deine Firma (in diesem Fall FC) das maximale mögliche Ergebnis rauszuholen. Das man sich festlegt mit irgendeinen künftig nicht mehr arbeiten zu wollen, ist völlig in Ordnung. Solange man aber Spieler von dem im Kader hat, muss man professionell im Sinne von Spieler und Verein mit ihnen umgehen. Offensichtlich gelingt das dem FC noch nicht wirklich und ich erwarte auch nicht das man es immer schafft. Was ich aber erwarte das man Termine sauber einhält, sich rechtzeitig bemüht und eben auch das eigene Ego mal hinten anstellt, denn wir reden hier von Profi-Geschäft und da geht es um den Club und nicht darum ob etwas bequem, doof oder schwer ist. Diese Ausreden zählen auch in der Wirtschaft nicht und letztlich ist ein Club wie der FC ein auch ein großes Wirtschaftsunternehmen.

    Da gehe ich nicht mit, sorry. Du ignorierst in dem Kommentar aber, dass da 2 Seiten am Tisch sitzen, die das bestmögliche für Ihren Betrieb raushauen wollen. Und wenn am Ende jeder nur ans eigene Gewinnen denkt und nicht was langfristig besser für beide Seiten ist, dann ist es eine Zusammenarbeit schwierig. Da müssen halt auch die Berater mit umgehen, wenn da ein Verein sagt: Nein, mit euch arbeite ich nicht mehr zusammen. Weil wenn das mehr und mehr Vereine machen, dann holt der Berater nicht mehr das bestmögliche für seine Betrieb heraus und muss sein Handeln auch überdenken.

    Um bei deinen Beispielen aus der Wirtschaft zu bleiben. Ich habe bei einer grossen Konsumgüterfirma gearbeitet. Die wird (immer noch) in regelmässigen Abständen vom Handel unter Druck gesetzt nach dem Motto: mehr Geld, oder ihr verliert euren Platz auf dem Regal.

    Bis zu einem gewissen Punkt sind das Verhandlungen, dann werden es Erpressungen. Da hat meine Firma auch gesagt: Bis hierhin und nicht weiter, das könnt ihr vergessen. Resultat: Produkt wurde vom Regal genommen, die Kunden haben sich beschwert, dass das Produkt nicht mehr verfügbar war und der Handel kam kleinlaut zurück um neu zu verhandeln.

    Man soll sich nicht alles gefallen lassen. Und wenn Berater meinen, durch unmoralische und unetische Arbeitspraktiken soviel Druck auf den Verein auszuüben, um das maximalste für sich selber rauszuholen (scheiss egal was mit Spieler und Verein los ist), dann darf mein Verein gerne sage: und tschüss. Der Verein muss wieder soviel Strahlkraft bekommen, dass es interessanter ist für den Verein zu spielen, als sich einen gewissen Berater zu angeln. Gazi ist da jetzt ein super Beispiel, dass es möglich ist. Berater gibt es wie Sand am Meer. Ich bin froh dass da endlich mal einer auf den Tisch haut und sagt: Das reicht.

    Ich bin überrascht, dass Keller da fast null Resonanz zu bekommt. Das war mutiger Schritt und dennoch hat es geklappt, Gazi von uns zu überzeugen. Zeigt doch, wir müssen hier nicht vor Beratern kuschen. Wäre es irgendein anderer Manager gewesen ohne Keller Historie, wäre er dafür viel mehr gefeiert worden.

    Du kannst in einer Sache nicht Konsequenz fordern, aber in der anderen Sache diese Konsequenz kritisieren (ich weiss, ist sehr pauschal geschrieben). Und im Fall Lemperle scheint es ja auch keinen Unterschied zu machen, ob man sich jetzt mit Rogon an den Tisch setzt oder nicht....der Wechsel ist schon fix.

    Und das es Keller nicht um sein Ego geht, bin ich mir sehr sicher. Das hat er auch gezeigt, als er nochmal zur Familie Diehl gegangen ist. Ich glaube man kann Keller vieles vorwerfen, aber ein Ego oder Eitelkeiten sehe ich da nicht. Ich finde er hat bestimmte Werte, vielleicht ein bisschen zuviel Naivität für das Business, aber ich finde das ok so. Ich arbeite genau so.

    Was ich aber erwarte das man Termine sauber einhält, sich rechtzeitig bemüht und eben auch das eigene Ego mal hinten anstellt, denn wir reden hier von Profi-Geschäft und da geht es um den Club und nicht darum ob etwas bequem, doof oder schwer ist. Diese Ausreden zählen auch in der Wirtschaft nicht und letztlich ist ein Club wie der FC ein auch ein großes Wirtschaftsunternehmen.

    Ich finde es nicht korrekt, sich jetzt darauf einzuschiessen, Keller wäre bei einem Termin nicht dabei gewesen. Wir wissen überhaupt nicht, was das Ziel des Meetings war. Es gibt Leute, die wollen immer nur mit den Bossen reden, egal für was. In meinen jungen Jahren hatte ich so einen Fall, als man nicht mit mir, sondern mit meinem Boss reden wollte. Obwohl ich das Projekt geleitet hab und alle nötigen Befugnisse für das Meeting hatte. Da hat vielleicht der Berater ein gekränktes Ego.

    Ich denke, du hast gute Punkte, die ich schlüssig finde. Aber wiederholt auf dieses Meeting ohne Keller einzugehen, finde ich nicht nötig. Dafür wissen wir zu wenig. Schiesst am eigentlichen Ziel vorbei.

    Einmal editiert, zuletzt von Niko2503 (19. Dezember 2024 um 09:34)

  • Ich würde mir als Spieler doch nicht von einem Verein diktieren lassen mit welchem Berater ich arbeiten darf oder nicht. Was sind das denn für diktatorische Vorgehensweisen? :woman_facepalming:

    Meinen Berater habe ich in den meisten Fällen wesentlich länger als ich bei einem Verein bin.

    Unglaublich wenn das stimmt. :face_with_raised_eyebrow:

    Sorry was ist das denn für ein Bullshit?

    Klar darf sich der Spieler seinen Berater selber aussuchen. Genau wie sich der FC aussuchen kann mit wem er verhandelt.

    Dann gibt es als Spieler eben genau zwei Möglichkeiten:

    • ich möchte zu dem Verein und wechsele meinen Berater
    • ich bleibe bei meinem Berater und wechsele nicht zu dem Verein

    Da hat der Spieler die volle Freiheit. Entweder die Rahmenbedingungen passen oder sie passen eben nicht

                        Tiocfaidh ár lá

    🇮🇪 EVERY NATION SHALL BE FREE 🇵🇸

  • Aber Keller macht halt nicht die Aufstellung.

    Ich rede auch nicht von Personen, sondern vom FC als ganzes. Wie schon oft gesagt, mich interessiert das was und nicht das wer. Dein Beispiel mit den 10 Kollegen ist mir zu viel Spekulation und das auf Basis von genau in diese Richtung lancierten Interviews. Von zwei Interviews wo es in diese Richtung gegangen sein soll, habe ich eins gesehen und da hatte Lemperle kaum eine Wahl anders zu antworten. Man stellt sich als junger Spieler nicht hin und watscht im Interview einen etablierten wie Schwäbe ab, indem man vehement widerspricht und bestreitet das er mit seiner Erfahrung Sicherheit gibt. ...und genau das hätte Lemperle bei einer andren Antwort machen müssen.

    Die Frage nach dem Mut ist eine gute Frage, aber hat dieser Mut auch die Fans und die Medienlandschaft Köln?

    Ich fände es bedenklich wenn die Fans und Medienlandschaft hier die Entscheider sind. Wäre es so, würde ich die Personalauswahl des FC als sehr schlecht einstufen. Man muss schon wissen auf welchem Spielplatz man agieren kann und wo man zu Marionette wird. Insofern gehe ich mal davon aus das bei uns Leute arbeiten die auf Basis ihrer eigenen Rückschlüsse handeln und nicht der Presse/Fans Meute folgen. Hab allerdings auch nicht den Eindruck das irgendeiner unserer Verantwortlichen ne Marionette der Fans und Presse ist. Von daher - aus meiner Sicht total uninteressant für Entscheidungen.

    Was die 2 Seiten am Tisch angeht. Nein, das ignoriere ich nicht und auch das man künftig nicht mit Rogon arbeiten will ist völlig in Ordnung, trotzdem muss man es solange man Spieler von denen hat. Man kann auch beschließen sich zu trennen und damit dem Berater jegliche Bühne entziehen. Das wäre konsequent, das was beschrieben wurde war es nicht. Von daher kritisiere ich keine Konsequenz, sondern was bei uns abläuft und zudem ist Rogon nur einer von vielen oder waren das in den letzten 20 Jahren nur Rogon-Spieler. Von daher abermals, ich schreibe zu Inhalten nicht zu Personen, denn sowohl Rogon als auch Keller sind austauschbar, daher geht´s mir um den FC als ganzes und das gesamte Umfeld und was aus den Ergebnissen die fehlen auffällt.

    Ich finde es nicht korrekt, sich jetzt darauf einzuschiessen, Keller wäre bei einem Termin nicht dabei gewesen. Wir wissen überhaupt nicht, was das Ziel des Meetings war. Es gibt Leute, die wollen immer nur mit den Bossen reden, egal für was. In meinen jungen Jahren hatte ich so einen Fall, als man nicht mit mir, sondern mit meinem Boss reden wollte. Obwohl ich das Projekt geleitet hab und alle nötigen Befugnisse für das Meeting hatte. Da hat vielleicht der Berater ein gekränktes Ego.

    Dein Beispiel passt für mich nicht, denn du hattest ja die Befugnisse. Kessler hat sie nicht und damit hat das für mich wenig mit gekränktem Berater Ego zu tun, sondern schlicht mit dem vermeiden von sorry für den harten Ausdruck "Zeitverschwendung". Ich hab in einigen Meetings gesessen die am Ende genau das waren, weil die Anwesenden eben nicht die Befugnisse zur Entscheidung hatten. Aus Erfahrung kann ich dir sagen, wenn du ne komplett vollgepackte Woche hast, Umsatz generieren musst und willst, gibt es nicht respektloseres und ärgerlicheres als nen Termin mit den falschen Leuten. Ist doch gar nicht schwer abzusagen, wenn der Entscheider nicht kann. Oder? Da der Berater direkt gegangen ist ohne Keller, hätte Kessler mit seiner Zeit auch gleich sinnvolleres tun können. Ich bleibe diesbzgl. beim "wenn es stimmt" weil ich es nicht genau weiß, aber da hätte man absagen oder zumindest die Abwesenheit Kellers im Vorfeld zwingend nennen müssen. Dann hätten Berater und Kessler ihre Zeit sinnvoller nutzen können und man hätte professionell gearbeitet. So wie beschrieben wärs respektloser Umgang und kein guter Stil, denn letztlich geht es um´s eigene Handeln und nicht den Gesprächspartner.

  • Ich fände es bedenklich wenn die Fans und Medienlandschaft hier die Entscheider sind. Wäre es so, würde ich die Personalauswahl des FC als sehr schlecht einstufen. Man muss schon wissen auf welchem Spielplatz man agieren kann und wo man zu Marionette wird. Insofern gehe ich mal davon aus das bei uns Leute arbeiten die auf Basis ihrer eigenen Rückschlüsse handeln und nicht der Presse/Fans Meute folgen. Hab allerdings auch nicht den Eindruck das irgendeiner unserer Verantwortlichen ne Marionette der Fans und Presse ist. Von daher - aus meiner Sicht total uninteressant für Entscheidungen.

    Es geht beim Thema Umfeld aber auch nicht um dieses Bild, sondern um die Frage, ob man im Verein einen Plan nachhaltig verfolgen kann, auch wenn es mal schlechte Phasen gibt. Und das ist, ganz neutral betrachtet, bei uns in Köln nicht der Fall. Natürlich bedeutet das nicht, dass irgendwer im Verein auf Zuruf der Fans oder der Medien handelt. Aber mir kann auch niemand erzählen, dass die tiefen Leistungslöcher der letzten Saison z. B. nicht stark durch den öffentlichen Druck mit beeinflusst waren. Genauso das immer dünnhäutiger und gestresster werden von Baumgart. Es ist doch nur natürlich, dass man seinen Mut eher verliert, wenn man von tausend Stimmen gesagt bekommt „das ist alles Mist, das funktioniert doch nicht, es müssen endlich die erfahrenen ran“ usw.

  • Tari Es geht aber doch nicht darum ob jemand dünnhäutiger oder genervt wird. Es geht darum ob man sich davon steuern lässt oder nicht und da ist es nunmal so: Wer Druck nicht standhalten kann, macht nen anderen Job oder scheitert. Das gilt für den FC genauso wie für jeden anderen Bereich. Nur wer im Vertrieb dem Druck das es immer höher werdende Umsatzvorgaben gibt und Arbeitsplätze an einem hängen standhalten kann und seinen Weg geht, kann dauerhaft erfolgreich dort bestehen. Nur wer in der Profilandschaft Fussball mit dem Druck der Öffentlichkeit/Medien/Fans umgehen und seinen Weg gehen kann, wird dort erfolgreich bestehen können. Lässt du dich da lenken, hast du schon verloren. Von daher muss der Mut des Umfeldes für unsere Entscheider egal sein und ich gehe auch davon aus das er es inhaltlich ist. Widrigkeiten gehören überall dazu und es hat schon Gründe warum nicht jeder alles kann/macht, egal wie gut es bezahlt ist.

  • Ich rede auch nicht von Personen, sondern vom FC als ganzes. Wie schon oft gesagt, mich interessiert das was und nicht das wer. Dein Beispiel mit den 10 Kollegen ist mir zu viel Spekulation und das auf Basis von genau in diese Richtung lancierten Interviews. Von zwei Interviews wo es in diese Richtung gegangen sein soll, habe ich eins gesehen und da hatte Lemperle kaum eine Wahl anders zu antworten. Man stellt sich als junger Spieler nicht hin und watscht im Interview einen etablierten wie Schwäbe ab, indem man vehement widerspricht und bestreitet das er mit seiner Erfahrung Sicherheit gibt. ...und genau das hätte Lemperle bei einer andren Antwort machen müssen.

    Ich denke da nicht an Lemperle, sondern an Hübers. Und sein Wort als Kapitän der Mannschaft sollte schon eine gewisse Kraft haben. Ich gehe auch nicht davon aus, dass Struber seine Entscheidung auf die Aussage eines Lemperle stütz, der letztes Jahr garnicht da war. Du hast aber halt einen Grossteil der Mannschaft, die schon einige Zeit mit Schwäbe zusammen spielt. Das Letztere meine Spekulation, aber das Kommentar von Hübers steht in der Öffentlichkeit.

    Ich fände es bedenklich wenn die Fans und Medienlandschaft hier die Entscheider sind. Wäre es so, würde ich die Personalauswahl des FC als sehr schlecht einstufen. Man muss schon wissen auf welchem Spielplatz man agieren kann und wo man zu Marionette wird. Insofern gehe ich mal davon aus das bei uns Leute arbeiten die auf Basis ihrer eigenen Rückschlüsse handeln und nicht der Presse/Fans Meute folgen. Hab allerdings auch nicht den Eindruck das irgendeiner unserer Verantwortlichen ne Marionette der Fans und Presse ist. Von daher - aus meiner Sicht total uninteressant für Entscheidungen.

    Der FC ist immer noch ein Mitgliedergeführter Verein. Und im Endeffekt haben die Fans die letzte Entscheidungsmacht, wer denn in unserem Verein die Verantwortung trägt. Und dass Medien sehr stark die Meinungen von Fans und auch Entscheidern beeinflussen können, ist dir bestimmt auch bewusst. Und da sage ich halt, dass wir jetzt mit Keller einen Verantwortlichen haben, der nicht wie ein Fähnchen im Wind agiert. Der nicht das macht, was die Meute verlangt oder will. Er führt seinen eingeschlagenenen Weg konsequent weiter. Und das scheint einigen Leuten halt nicht zu gefallen. Es kommen dann halt immer wieder Störfeuer hoch (wie jetzt die Lemperle Sache) um Unruhe reinzubringen. Und inwiefern jetzt der FC als Verein für diese Unruhe verwantworlich ist, kann ich mir nicht erlauben zu beurteiln.

    Man sagt, man müsse langfristig denken. Man muss aber auch sportlichen Erfolg kurzfristig liefern. Das ist immer ein Balanceakt. Hier bricht ja Panik aus, wenn ein Talent nach Verletzung nicht direkt wieder in der ersten 11 spielt, weil er es in der Vergangenheit gut gemacht hat. Aus solch einer Panik zu handeln ist selten gut.

    Was die 2 Seiten am Tisch angeht. Nein, das ignoriere ich nicht und auch das man künftig nicht mit Rogon arbeiten will ist völlig in Ordnung, trotzdem muss man es solange man Spieler von denen hat. Man kann auch beschließen sich zu trennen und damit dem Berater jegliche Bühne entziehen. Das wäre konsequent, das was beschrieben wurde war es nicht. Von daher kritisiere ich keine Konsequenz, sondern was bei uns abläuft und zudem ist Rogon nur einer von vielen oder waren das in den letzten 20 Jahren nur Rogon-Spieler. Von daher abermals, ich schreibe zu Inhalten nicht zu Personen, denn sowohl Rogon als auch Keller sind austauschbar, daher geht´s mir um den FC als ganzes und das gesamte Umfeld und was aus den Ergebnissen die fehlen auffällt.

    Was meinst du mit Beratern jegliche Bühne entziehen? Wie soll das aussehen? Dem Berater kann man nicht verbieten mit der Presse zu reden. Und ich erwarte von meinem Verein nicht, dass er sich auf das selbe Niveau begibt. Gerne kann da beim nächsten Stammtisch näher drauf eingegangen werden.

    Du kannst aber nicht immer Inhalte von Personen trennen. Für mich ist der Inhalt beim FC jetzt so, man arbeitet nicht mehr Rogon zusammen. Und fertig. Ich hoffe, das bleibt auch nach Keller so. Kann aber sein, dass da ein Rogon Freund plötzlich wieder ins Amt kommt und dann ist dieser Inhalt auch wieder vorbei.

    Vielleicht verstehe ich dich auch falsch.

    Dein Beispiel passt für mich nicht, denn du hattest ja die Befugnisse. Kessler hat sie nicht und damit hat das für mich wenig mit gekränktem Berater Ego zu tun, sondern schlicht mit dem vermeiden von sorry für den harten Ausdruck "Zeitverschwendung". Ich hab in einigen Meetings gesessen die am Ende genau das waren, weil die Anwesenden eben nicht die Befugnisse zur Entscheidung hatten. Aus Erfahrung kann ich dir sagen, wenn du ne komplett vollgepackte Woche hast, Umsatz generieren musst und willst, gibt es nicht respektloseres und ärgerlicheres als nen Termin mit den falschen Leuten. Ist doch gar nicht schwer abzusagen, wenn der Entscheider nicht kann. Oder? Da der Berater direkt gegangen ist ohne Keller, hätte Kessler mit seiner Zeit auch gleich sinnvolleres tun können. Ich bleibe diesbzgl. beim "wenn es stimmt" weil ich es nicht genau weiß, aber da hätte man absagen oder zumindest die Abwesenheit Kellers im Vorfeld zwingend nennen müssen. Dann hätten Berater und Kessler ihre Zeit sinnvoller nutzen können und man hätte professionell gearbeitet. So wie beschrieben wärs respektloser Umgang und kein guter Stil, denn letztlich geht es um´s eigene Handeln und nicht den Gesprächspartner.

    Du weisst doch immer noch nicht, was das Ziel des Meetings war. Vielleicht hat der Berater auch zu Keller gesagt: Du kommst besser mit nem 3 millionen Angebot, oder du kannst direkt zu Hause bleiben. Dann ist Keller halt zu Hause geblieben. Vielleicht hat der Berater Keller erstmal erzählt, wir reden erst mit euch und niemand anderem, nur um dann das Hoffenheim Angebot aus der Schublade zu holen. Vielleicht wollte der Berater das Meeting auch erstmal selbst abgesagt und ist dann doch aufgetaucht. Es gibt da unzählige verschiedene Szenarien.

    Du forderst Respekt ein, ohne überhaupt den Kontext zu kennen. Das ist mein Problem an der Geschichte. Vielleicht hatte Kessler auch genau die Freiheiten und Befugnisse, die für das Meeting von Nöten waren. Vielleicht hat Keller auch frühzeitig abgesagt (kann auch mal passieren). Wir wissen es einfach nicht, aber du argumentierst als hättest du das Wissen (auch wenn du schreibst, wenn es stimmt...so verbringst du sehr viel Zeit und Argumentation mit dieser kleinen Situation). Ich unterstelle dem Berater ja nicht mal, dass er lügt. Wohlmöglich war Keller nicht bei einem Meeting. Ich unterstelle dem Berater aber, dass er essentielle Details weglässt, welche dieser Situation komplett die Brisanz nehmen würde (White Lies nennt man sowas).

    Und wie gesagt, der Verein könnte eine Gegendarstellung kommunizieren. Aber bei sowas verlieren immer alle. Und man tut gut daran, als Verein da erstmal nicht zu reagieren.

    Ich gebe hier dem FC den Benefit of the doubt. Einfach weil ich Keller charakterlich so einschätze, dass er seine Geschäftspartner respektiert. Gleichzeit hat Rogon eine Historie, die nicht von Respekt gezeugt ist. Da brauch ich mir auch nicht zu erzählen, wenn es stimmt oder nicht.

    Ich weiss ehrlich nicht, was der Verein jetzt in der Lemperle Causa hätte anders machen können. Im Sommer verlängern (wenn denn alle gewollt hätten). In der Vergangenheit mehr Einsatzzeiten geben (sportlich vertretbar?). Ich finde, man hat Tim einen Weg aufgezeigt, der jetzt so eingetroffen ist (mit dem kleinen Manko, dass wir abgestiegen sind).

    Ich sehe nicht, dass wir einen grossen Aderlass hatten an Talenten (es ist nichtmal Aderlass, wir haben einfach zu wenig Profis "erschaffen"). Es werden immer die selben Namen hier genannt (wir können ja mal wieder über die Hässlermilionen reden). Ich beschäftige mich null mit anderen Vereinen. Dann ist es normal, dass man bei dem eigenen Verein mehr Fehler finden kann. Ich sehe da keinen grundsätzlichen Trend. Ich sehe aber, dass wir seit ein paar Jahren in eine Richtung gehen, die genau das verbessern soll, was du auch kritisierst. Und wenn wir jetzt einen Finkgräfe oder Urbig verkaufen, dann haben wir jede Menge Ablöseplus generiert. Es kann sein, dass die in 2 Jahren viel mehr wert sind. Aber wir haben jetzt nicht die Fähigkeiten dazu, die Jungs so weit auszubilden (es ist ja Spekulation, ob ein Wirtz hier überhaupt so performt hätte).

    Man regt sich zuviel über einen Lemperle Wechsel auf und vergisst die Katterbachs dabei. Dass Talente auch mal umsonst wechseln, kommt überall und immer wieder vor. Davon profitieren wir auch.

  • Was meinst du mit Beratern jegliche Bühne entziehen? Wie soll das aussehen? Dem Berater kann man nicht verbieten mit der Presse zu reden. Und ich erwarte von meinem Verein nicht, dass er sich auf das selbe Niveau begibt. Gerne kann da beim nächsten Stammtisch näher drauf eingegangen werden.

    Fakten schaffen meine ich natürlich. Dann gibt es keine Bühne. Ein Statement vom FC das man mit Rogon nicht mehr zusammen arbeitet und daher auch keine Vertragsgespräche mehr mit deren Spielern führt und schon gibt es keine Bühne mehr in Bezug auf den FC. Diese Aussage gab es aber nicht, sondern nur Presse Spekulationen die halt von uns Fans (weil sie uns gefällt) als "so ist es wohl" genommen werden.

    Wir wissen es einfach nicht, aber du argumentierst als hättest du das Wissen (auch wenn du schreibst, wenn es stimmt...so verbringst du sehr viel Zeit und Argumentation mit dieser kleinen Situation).

    Nicht ganz - ich hatte seinerzeit etwas kritisiert und gar nicht vorgehabt viel Zeit damit zu verbringen, weil es ein Kritikpunkt auf Basis eines "wenn´s" war. Seitdem wird das aufgegriffen und ja ich verbringe viel Zeit damit meine Aussage zu erklären, aber nicht im Wissen und nicht weil ich dieses Thema weiterdiskutieren will, sondern weil ich antworte, wie es für mich in einer Diskussion halt üblich ist das man antwortet und versucht möglichst nichts unbeantwortet zu lassen (gelingt nicht immer). Wir werden da eh nicht zusammen kommen, es sei denn Keller stellt sich irgendwann hin und sagt es gab den Termin so gar nicht. Das Kessler keine Vertragskompetenzen besitzt ist für mich hingegen klar und damit ist er für Berater halt generell der falsche Ansprechpartner, wenn es um Verträge geht und nur zum Kaffee trinken wird man sich nicht getroffen haben. Glaube dafür ist sowohl bei Beratern als auch FC Verantwortlichen die Zeit zu knapp.

    Ich denke da nicht an Lemperle, sondern an Hübers. Und sein Wort als Kapitän der Mannschaft sollte schon eine gewisse Kraft haben.

    Wie bereits geschrieben, das Hübers Interview hab ich nicht gesehen und auch nicht gefunden. Von daher weiß ich nicht was genau er wie gesagt hat und ob es ähnlich hingedreht war wie seinerzeit das Interview von Lemperle welches ich gesehen habe.

    Du kannst aber nicht immer Inhalte von Personen trennen.

    Das wovon ich geschrieben habe sind prinzipielle Sachen und damit Personen unabhängig. Es geht um Arbeitsweisen und Handlungen und da ist mir egal wer es ist. Das was ich schreibe erwarte/wünsche ich generell von allen beim FC Verantwortlichen. Hinzu kommt das dieses Terminthema halt eigentlich max. 5% von dem war was ich geschrieben und wir gefühlt 95% über diesen Punkt diskutieren.

    Ähnlich gestaltet es sich mit Lemperle - mein Post ging um viel mehr als eine Personalie, ich sprach sogar von den letzten 20 Jahren und welche Talente wir da überhaupt zu Geld machen konnte. Es ging somit um grundsätzliche Themen wo man beleuchten sollte ob Fehler gemacht werden, damit künftig eine höhere Erfolgsquote erreicht wird. Unsere Diskussion entfernt sich also immer mehr von einem generellen strukturellen Thema das der FC beleuchten soll hin zu einer Einzelpunkt Betrachtung. Wir können diese Diskussion natürlich gerne noch etliche Seiten fortführen, werden damit aber das eigentlich Thema, wo es mal anfing nur immer mehr verwässern bis nichts mehr davon übrig bleibt, worum es mir bei dem Post eigentlich ging. Von daher denke ich das alles gesagt wurde und schlage vor das wir den Thread wieder seinem eigentlichen Thema überlassen. Denke einige schimpfen eh schon das wir so abdriften und keine neuen Abgänge verkünden. :winking_face:

    2 Mal editiert, zuletzt von Skerfisen (19. Dezember 2024 um 11:05)

  • Das sieht alles sehr interessant aus, was geschrieben wurde….da muss ich mich in Ruhe mal beschäftigen.

    „Die Zielvorgabe ist, dass der 1. FC Köln in der Saison 2026/2027 Bundesliga spielt. Das ist das oberste Ziel. Dafür werden WIR jetzt alles tun“ T. Kessler im Interview am 27.05.2025

  • Ich denke ...

    Die Augen verschließen und stets "dann isser halt weg" oder "andere haben die Probleme auch" zu sagen, ist da für mich definitiv der falsche Weg. Es ist der nächste Schritt im Prozess und der beginnt halt damit erstmal zu erkennen was man falsch macht.

    Wer verschließt denn die Augen? Wir reden hier aber über einen guten Zweitligaspieler, nicht über den neuen Ronaldo. Und wenn er (wie auch Wirtz oder Diehl oder ...) partout nicht bei uns unterschreiben möchte, dann ist das halt so. Klar kann man sich da vorher kümmern, aber wir haben ja auch (und das wird hier immer ausgeblendet) genügend Beispiele, wo man langfristige Verträge geschlossen hat und das ging auch in die Hose.

    Und am Ende können wir auch nur 11 Leute spielen lassen und es sollten die 11 besten sein, die im Kader stehen. Wir haben auch eine Menge junge Spieler, die sich momentan gut durchsetzen und sich weiterentwickeln, nur geht das halt nicht bei allen. Und das Problem haben auch alle anderen - das ist nunmal so. Das heißt nicht, dass man da nicht dran arbeiten kann, aber das wird immer so bleiben.

    Und was uns massiv fehlt ist nun halt auch mal die Perspektive. Wir sind ein Fahrstuhlverein mit schmaler Geldbörse ... da kannst du nicht jeden hatlen und schon gar nicht, wenn große Kaliber anklopfen.

  • Wir reden hier aber über einen guten Zweitligaspieler

    Nein, wir reden hier von einigen und nicht einem Spieler, wie man gut daran erkennen kann das ich stets schrieb. Kannst dir ja mal die Threads durchsehen, das sinngemäße "dann isser halt weg" wirst du in jedem Thread finden, wo ein ehemaliger Jugendspieler zu gehen scheint oder gegangen ist. Zuletzt also bei Lemperle, Finkgräfe, Urbig, aber auch bei Downs war es schon zu lesen, bei Bakatukanda und etlichen vorher. Es ist die Standard-Antwort sobald jemand was kritisiert hier im Forum an dem Vorgehen mit Jugendspieler. Wie ich mehrfach geschrieben habe, passiert das "mal" das es so mit den Jugendspielern läuft ist es kein Problem. Wird es zur Serie, sollte man vielleicht mal genauer hinsehen ob sich was vermeiden bzw. verbessern lässt.

  • Nein, wir reden hier von einigen und nicht einem Spieler, wie man gut daran erkennen kann das ich stets schrieb. Kannst dir ja mal die Threads durchsehen, das sinngemäße "dann isser halt weg" wirst du in jedem Thread finden, wo ein ehemaliger Jugendspieler zu gehen scheint oder gegangen ist. Zuletzt also bei Lemperle, Finkgräfe, Urbig, aber auch bei Downs war es schon zu lesen, bei Bakatukanda und etlichen vorher. Es ist die Standard-Antwort sobald jemand was kritisiert hier im Forum an dem Vorgehen mit Jugendspieler. Wie ich mehrfach geschrieben habe, passiert das "mal" das es so mit den Jugendspielern läuft ist es kein Problem. Wird es zur Serie, sollte man vielleicht mal genauer hinsehen ob sich was vermeiden bzw. verbessern lässt.

    Wo sind denn Finkgräfe und Urbig weg? Und auch ohne Ablöse?