Corona

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    • MattEagle schrieb:

      MainBock schrieb:

      Wenn dafür die Steuern allgemein sinken, ok.
      ok, das ist dann aber Geld, das an anderer Stelle wieder fehlt, und wo vermutlich die nächste Branche den Finger hebt oder Finanzierung von Projekten schwieriger wird. (und das meine ich generell, und möchte keine "Maut"-Diskussion anstoßen).
      Nix für ungut, aber ich glaube, auch in der Bevölkerung, und nicht nur in der Politik, muss das Verständnis dafür wachsen, wie wichtig gewisse Themen und Branchen sind, und dass man ggf. auch ein wenig mehr dafür zu zahlen bereit sein sollte.
      Wenn ich sage "Ja, bin ich dafür, aber nur, wenn ich an anderer Stelle weniger zahle, so dass ich bei 0 rauskomme", ist das für mich nicht die Anerkennung, von der wir hier reden.

      Wir haben seit Jahren Milliardenüberschüsse aus Steuern und das trotz teils grosser Verschwendung.

      Das Geld muss richtig verteilt und eingesetzt werden, dann ist genug da.
    • MainBock schrieb:

      Wir haben seit Jahren Milliardenüberschüsse aus Steuern und das trotz teils grosser Verschwendung.

      Das Geld muss richtig verteilt und eingesetzt werden, dann ist genug da.
      Wir haben seit Jahren unsere Systeme - Gesundheit, Infrastruktur, Bildung - vernachlässigt und das trotz teils Negativzinsen.

      Es müssen endlich auch Unternehmensgewinne und Milliardenvermögen zur Finanzierung der Allgemeinheit eingesetzt werden, dann ist genug da.

      [Allgemeinplätze kann ich auch.]
    • MainBock schrieb:

      Wir haben seit Jahren Milliardenüberschüsse aus Steuern und das trotz teils grosser Verschwendung.

      Das Geld muss richtig verteilt und eingesetzt werden, dann ist genug da.
      entschuldige, aber das ist für mich blabla. Natürlich kann man so argumentieren. Aber gehst Du genau mit dieser Attitüde auch zu Deinem Arbeitgeber, und zeigst ihm auf, wo in der Firma Geld verschwendet wurde? Für Projektverzögerungen, für unnötige Ausgaben, usw. ? Und da möchtest Du das Geld dann zusätzlich auf Dein Gehalt? Mit Sicherheit nicht.
      Jetzt ist gerade mal ein wenig Spotlight auf den Berufen, die vorher wenig Beachtung, und noch weniger Anerkennung fanden. Jeder beteiligt sich am Aufschrei, an der Forderung dass die Berufe entsprechend entlohnt werden müssen. Da macht man es sich aus meiner Sicht nun wirklich sehr einfach, mit dem Finger in Richtung Politik zu zeigen, und zu sagen "Ihr müsst mal..."

      Sorry, Deine Aussage kann ich nicht teilen, das ist für mich "die anderen..." und gut. Hauptsache nicht selber ...

      P.S. Ich habe extra (!) dazu geschrieben, dass ich keine "aber die Maut..." Diskussion starten wollte. Extra dazu geschrieben. Extra dazu geschrieben.

      Ist nicht böse gemeint, ich verstehe Deinen Beitrag sicher nur falsch, aber so liest es sich echt nach "Es muss endlich was getan werden ... von den anderen, bloß nicht von mir".

      Und das ist, was Klebe oben auch angesprochen hatte. Jetzt klatscht jeder toll, und betont, dass sich was ändern müsse. Wenns dann aber konkret wird ... hmmmm.

      Und ja, ich wäre bereit, einen Betrag zusätzlich zu zahlen, wenn ich wüsste, dass das in die Löhne der Mitarbeiter in Krankenhäusern und Praxen beispielsweise geht. Irgendwas muss man aus dieser Scheiße doch lernen.

      P.S. Ich möchte diesen Beitrag weniger als Kritik an Deinem, sondern eher allgemein appellierend verstanden sehen.
      ...einem geheimen Labor in Wuhan entflohen...

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    • FC_Gott schrieb:

      Die Belgier auch ganz große Helden, zerstörten im Dezember sechs Millionen Masken :facepalm:
      Ich habe nur die überschrift gelesen.
      Was war da los?
      UEFA-Pokal-Finale: 1986,
      UEFA Euroleague Teilnehmer 2017/18!!!
      Deutscher Meister: 1962, 1964, 1978,
      DFB-Pokalsieger: 1968, 1977, 1978, 1983,
      „Wie würden Sie ihr Verhältnis zu den Kölner Fans beschreiben?" "Das war Liebe auf den ersten Blick, die immer noch da ist und bis zu meinem Tod nicht vergehen wird!" (Lukas Podolski)
    • Matteagle,

      ich finde das ein hochkomplexes Thema in welchem keiner sagen kann „So oder so ist es und nicht anders“.

      Das war es auch vor Corona bereits und nun sollte jeder auch mal ein bisschen demütig seine Positionen von davor überdenken.

      Ich gebe für meinen Teil zB zu, dass ich mir vor Corona über die Entlohnung der Krankenschwester oder der Aldikassiererin (um diese beiden jetzt mal exemplarisch zu nennen) nur wenige Gedanken gemacht hat. Das ist kein böser Wille gewesen, sondern es war ein stückweit Nachlässigkeit/Gewohnheit/Alltag...
      was es natürlich nicht besser macht.

      Und daraus habe ich für meinen Teil nun gelernt!
      Das man nun jetzt nicht in den Zeiten über Lohnerhöhungen verhandeln kann (da nun alles drunter und drüber geht), ok, das sollte für Nach Corona ein Thema sein, aber was man jetzt schon machen kann, ist einen großen Spendentopf aufzumachen, in dem die Bevölkerung was reinlegen kann (als Bonus)...das ist dann nicht heuchlerisch, sondern eine Anerkennung, mit der die Leute dann auch was anfangen können...anders als mit Singsang...der wie Klebe sagt zunehmend nervig ist.

      Auf der anderen Seite ist es mir dann aber genauso zu einfach zu sagen „nehmt es von den Vermögenden“, denn die tun schon viel dafür, dass in Deutschland vieles gut ist. Natürlich nicht alles, da sind wir beim Thema, es ist vieles zu tun, aber im Vergleich zu vielen anderen Staaten geht es uns im Schnitt ganz gut. Und das liegt eben auch daran, dass die oberen zehn % (Einkommen) für über 50 % des Steuereinkommens und die oberen 20 % (so war es mal, weiß nicht wie es heute ist) für über 70 % des Steueraufkommens verantwortlich sind.
      Mit diesen Steuern und den vielen gut bezahlten Arbeitsplätzen, welche auch durch die „da oben“ zur Verfügung gestellt werden, kann dann wiederum die breite Bevölkerung (nicht alle, wo wir dann wieder beim Thema sind) im Schnitt ordentlich auskommen.

      In den letzten Jahren hat das alles nachgelassen, der einst große Mittelstand hat es schwieriger und das liegt eben auch an massiv gestiegenen Kosten wie Miete, Energiekosten und teils gestiegenen Steuern und Abgaben - und woran das liegt darüber müssen sich dann eben auch mal die Politiker Gedanken machen bzw. sich Kritik gefallen lassen.
      Genauso darüber, wo Steuergelder en masse verschwendet werden (damit meine ich gar nicht mal irgendwelche Bauprojekte, wo es offensichtlich ist).
      Ich denke der ein oder andere hier arbeitet im öffentlichen Sektor...wir haben bei unserem Prüfungen im public sector nie verstanden, warum dort das selbe Anreiz-Buedgetierungssystem gefahren wird, wie in der Privatwirtschaft.
      Das bedeutet, dass die Abteilungen zur Steuergeldverschwendung regelrecht animiert werden, in dem sie die Budgets am Jahresende ausschöpfen, weil sie sonst kommendes Jahr gekürzt werden...ein Unding...wir haben gesehen, wieviele Millionen da in einzelnen Behörden teils verbraucht wurden...summiert geht das noch deutlich höher.

      Und so gibt es Abermilliarden pro Jahr, die man sparen und sinnvoll einsetzen könnte, würden sie nicht sinnlos ausgegeben.

      Auch die Medien müssen sich hinterfragen. Sind sie zu Unwissend geworden oder unkritisch den Politikern (Regierenden) gegenüber?
      Warum hinterfragt zum Beispiel niemand, warum wie so wenig Schutzausrüstung haben? Für unter 1000 Euro könnte man ein Beatmungsgerät anschaffen und zudem das Bett damit ausrüsten. Für eine Milliarde könnte man also eine Mio Betten ausgerüstet haben (die Geräte gehen ja nicht kaputt). Warum wurde sowas nicht vorab mal gemacht? Seuchen oder Krankheiten können immer auftreten.

      Und nächstes Thema...wie wichtig die Wirtschaft, also eine gut funktionierende für alles und jeden in unserem Land ist, das wird man bald sehen, wenn auch hier die Krise voll reinschlägt (und da sind sich nun ja mittlerweile alle einig). Viele Unternehmen/Branchen sind auch wegen der Politik geschwächt.

      Auch das sollte eine Lehre sein aus der Krise, dass man die Wirtschaft gegen und pflegen sollte, denn wenn diese nicht läuft, kann man sich am Ende weniger leisten (inkl. Großprojekte, Unweltschutz, aber auch jeder einzelne).


      Auch die Unternehmen müssen sich fragen...warum gab es nicht mal mehr Lohnerhöhungen in dem für sie recht guten Jahren zuletzt (nicht alle Un - aber eben doch viele, die es sich hätten leisten können.

      Wie auch immer, was ich nur sagen möchte (habe jetzt viele Themen angerissen, wo es mir einfach nur mal darum geht, wie vielschichtig und kompliziert das alles ist - und nicht in eine politische Diskussion zu starten, die hier auch nicht hingehört)...jeder von uns ist angreifbar, niemand perfekt und daher sollte sich eben jeder hinterfragen und dann auch mal zugeben „jau, da lag ich falsch“, denn das ist am Ende das Positive was man aus dieser schweren Zeit mitnehmen kann....nur so werden Dinge sich am Ende auch ändern.

      Und um den Bogen zu bekommen zum Ursprungsbeitrag mit Elkie...

      Ja, gewisse Bereiche müssen gestärkt werden - das ist eben nun eine der Lehren aus Corona (die andere eben schon vorher so gesehen haben) , aber wenn man dann eben hingeht und Abgaben erhöht ohne anderswo zu entlasten, dann wird das vielen wehtun, die jetzt schon unter hohen Abgaben/Kosten etc leiden. Und daher ist meine Überzeugung, dass das alles wieder effizienter werden sollte.
      Steuern etwas runter, dafür Pflegeversicherung / KV etwas hoch (um das Geld dahin zu lenken wo es gebraucht wird). Der Staat muss seinerseits wieder effizienter arbeiten und weniger verschwenden.

      Und und und...


      Aber egal ob man das nun so sieht oder anders, es wird so oder so eine Mammutaufgabe werden.

      P.S.

      Und nein mein Lieber..

      Für „nur die anderen und nicht bei mir“ bist du bist du bei mir an der falschen Adresse!
      Mache sehr vieles und bin auch offen für vieles offen (wenn ich es denn erkenne so wie jetzt mit Krankenschwestern, etc -manchmal kommt die Erkenntnis eben später), aber die Maßnahmen sollen eben vernünftig sein. Und bevor man nun die Steuern und Abgaben weiter erhöht, sollte man auf der Ausgabenseite mal schauen was möglich ist. Da sind viele Experten gleicher Meinung und an die halte ich mich hier. Sollte da kein Spielraum sein (aus welchem Grund auch immer) bin ich auch hier lernwillig und sage, dass man dann generell überlegne muss, wie man das alles besser verteilt. Aber zunächst mal bitte...schauen ob man einsparen kann und zwar beim Staat.

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    • Ein erster Schritt wäre es, wenn demnächst mal wieder die Pflegekräfte, Mediziner, Erzieher, Hebamme etc. streiken, diese dabei zu unterstützen.Gerne mal bei den Demonstrationen mitgehen. Das gute ist, da läuft auch kein schwarzer Block oder Reichsbürger mit ;) . Reicht natürlich auch einfach online zu supporten.

      Normalerweise wird sich nämlich sehr schnell beschwert, warum gerade diese Berufe jetzt streiken, da es einem doch nie so passt.

      Das Klatschen auf Balkonen sehe ich auch eher als scheinheilig.
    • je länges es dauert, desto mehr Möglichkeiten hat man

      in Rheinland-Pfalz haben sie jetzt eine zusätzliche Hotline eingerichtet ab heute Mittag 12 Uhr für die Personen, die vermuten, dass sie sich angesteckt haben

      ...Un mer jon met dir wenn et sin muß durch et Füer, Halde immer nur zo dir FC Kölle!...
    • MainBock schrieb:

      Matteagle,

      ich finde das ein hochkomplexes Thema in welchem keiner sagen kann „So oder so ist es und nicht anders“.

      ...
      Ja hast Recht. Den betroffenen Personen wird es mit Sicherheit am ehesten helfen, wenn wir jetzt wieder mahnend den Finger heben, und auf andere zeigen. Firmen müssen ihre Lohnpolitik überdenken, die Wirtschaftspolitik ist (mal wieder) scheiße, die Behörden arbeiten ineffizient, der Bund verschwendet Steuergelder. Da haben wir die Lösung, super! Alles hochkomplex, jetzt bloß nicht vorschnell handeln. Jetzt fühlen sich die Krankenschwestern sicher wertgeschätzt ;)
      ...einem geheimen Labor in Wuhan entflohen...

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von MattEagle ()

    • MattEagle schrieb:

      MainBock schrieb:

      Matteagle,

      ich finde das ein hochkomplexes Thema in welchem keiner sagen kann „So oder so ist es und nicht anders“.

      ...
      Ja hast Recht. Den betroffenen Personen wird es mit Sicherheit am ehesten helfen, wenn wir jetzt wieder mahnend den Finger heben, und auf andere zeigen. Firmen müssen ihre Lohnpolitik überdenken, die Wirtschaftspolitik ist (mal wieder) scheiße, die Behörden arbeiten ineffizient, der Bund verschwendet Steuergelder. Da haben wir die Lösung, super! Jetzt fühlen sich die Krankenschwestern sicher wertgeschätzt ;)

      Ich gebe es auf, Matteagle. :smile:
      Ein normaler Austausch ist zwischen uns scheinbar (leider) nicht möglich und daher ist es am Ende vertane Zeit.
      Trotzdem VG
    • in einem Artikel der Süddeutschen hat man versucht zu analysieren, warum es z.B. in Bergamo etc. zu diesen vielen Invizierten gekommen ist
      ein Ort namens Codogno hat man nach dem 1. Infizierten den kompletten Ort abgeriegelt, hört sich so wie in China an und hatte damit Erfolg; in anderen Orten dagegen nicht. Dann das Fußballspiel Atlanta gegen Valencia, wo tausende aus Bergamo hingepilgert und den Sieg ausgiebig und ausgelassen gefeiert hat alle gemeinsam.

      außerdem wird berichtet, dass in Italien die Probleme oft in den Notaufnahmen der Kliniken entstehen: da geht man hin, weil die Behandlung kostenlos ist und sitzt je nachdem wie man eingestuft wird, stundenlang mit anderen Patienten in der überfüllten Notaufnahme.

      aus wirtschaftlichen Gründen hat man in Bergamo noch (zu lange, wie man heute weiß) versucht es klein zu reden - Eine "Zona rossa", wie sie in Codogno eingerichtet wurde, hätte die ganze Region von der Welt abgeschnitten, das wollte man offenbar unbedingt verhindern.

      sueddeutsche.de/politik/italie…-nembro-bergamo-1.4854430 = ist allerding ein + Artikel

      das alles nicht als Anklage, sondern wie konnte es dazu kommen

      ...Un mer jon met dir wenn et sin muß durch et Füer, Halde immer nur zo dir FC Kölle!...
    • Ich habe mich in den letzten Tagen mal mit einem kleinen oder großen Widerspruch zum Thema Zukunft der Pflege beschäftig.

      Es ist lange bekannt, dass es vor allem mehr Menschen in der Pflege braucht. Diese kommen aber nur nach, wenn es attraktiver wird. Seit ca. einem Jahr wird in "der Politik" endlich mal konkret überlegt, wie man teilweise schon ausgebildete Kräfte aus Vietnam, den Philippinen und nun auch Mexiko nach Deutschland holen soll. Ohhh.... da kommt wieder das böse Wort "Einwanderung" !

      Soweit alles gut. Wenn jetzt aber diese Kräfte aus dem Ausland sich in der Pflege etablieren, nimmt das den Druck auf die Politik, diese Berufe besser einzugruppieren. Damit entlastet man vielleicht personell, aber ganz sicher nicht finanziell. Denn ausländische Pflegekräfte werden viel tun,... aber ganz bestimmt nicht aus Solidarität mitstreiken.
      Man hat sogar ein Druckmittel gegen die Pflegeberufe.

      Sollte es sich durchsetzen, dann kann man sagen: Wenn es dir nicht passt, holen wir halt noch mehr aus Land XY.

      Schwierige Situation.
    • eine der Maßnahmen der Bundesregierung ist anscheinend, dass Eltern die zur Betreuung ihrer Kinder zu Hausen bleiben müssen (Kinder bis 12 Jahre) eine Entschädigung erhalten von 67% des Nettos für die entsprechenden Tage
      Auszahlung durch den AG
      der dies widerum erstattet bekommt

      Quelle ist ein Spiegel Artikel, also Vorsicht (ich musste das gerade recherchieren für eine Anfrage der Mandantschaft)

      mehr wissen die lohnabrechnenden Stellen auch noch nicht - daher noch ein paar Tage Geduld - da kommt sicher noch etwas

      ich werde berichten, sobald ich mehr weiß

      ...Un mer jon met dir wenn et sin muß durch et Füer, Halde immer nur zo dir FC Kölle!...