• Ich bin nur froh, dass Slowenien für ihr taktisches Geplänkel (extra verlieren) nicht belohnt worden! Ich hasse diese Einstellung und bin froh, dass wir bei der EM nicht mit dieser in das Schweiz Spiel gegangen sind.

  • Die deutschen Handballer haben uns sehr viel Freude gemacht in den letzten 14 Tagen und das Spiel gegen Frankreich war etwas für die Ewigkeit in seiner unfassbaren Dramatik.

    Heute haben die - im Vergleich zu ihren dänischen Opponenten - unerfahrenen deutschen Spieler gegen Dänemark heftiges Lehrgeld gezahlt und hoch verloren. Silber bleibt. Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Nach dem Turnier ist vor dem Turnier. Weiter geht es und den zweiten Platz als Trost, Ehre und Ansporn begreifen.

    Glückwunsch an Dänemark - fantastische Truppe.

    Lettore silenzioso

  • Der Auftritt war hochgradig peinlich.

    Bei aller Klasse der Dänen, sich so kampflos zu ergeben, geht überhaupt nicht.

    Wenn der Geist den Körper blockiert, kommt halt so ein Spiel dabei raus. Dennoch ist die Silber Medaille eine fantastische Leistung. Ich hatte mit keiner Medaille gerechnet!

  • Der Auftritt war hochgradig peinlich.

    Bei aller Klasse der Dänen, sich so kampflos zu ergeben, geht überhaupt nicht.

    Ich schätze du hast noch nie Handball gegen eine Mannschaft gespielt, die auf jeder Position eine Klasse besser ist und dann noch deine eigene Tagesform nicht stimmt. Im Handball kannst du halt nicht wie im Fußball einen Bus parken und hoffen, dass es gut ausgeht. Hochgradig peinlich ist im Handball hochgradig daneben…und mehr rennen oder härter die Zweikämpfe führen bringt halt leider auch nur sehr bedingt was, weil das Spiel geprägt ist von individueller Klasse im Sekundentakt…

    Ende…

  • Heute kam vieles zusammen...ein Gegner mit Weltklasseniveau der seine Form abrufen konnte.

    Unsere Jugs waren blockiert in den Köpfen das konnte jeder sehen. Selbst mit bester Leistung hätte man auf schwächelnde Dänen hoffen müssen.

    Als unsere Spieler vorm Spiel in die Halle eingelaufen sind musste ich spontan an Brasilien 2014 gg uns denken.

    Mir war das "zu viel" wie der ein oder andere Spieler da Mut machend...schreiend und/oder gestikulierent rein lief.

    Hatte etwas vom "pfeifen im Walde" irgendwie.

    So wie die Brasilianer damals...

    Leider hat sich mein Gefühl bestätigt. Vom Verlauf her und sogar im Ergebnis ähnlich deutlich.

    Glückwunsch an Dänemark der besseren Mannschaft...verdiente Goldmedaille.

    Aber auch Gratulation an unsere Silber Mannschaft.

    Ein tolles Turnier und eine gewonnene Silbermedallie. :slightly_smiling_face: :thumbs_up:

    FC im Blut... :FC: :koeln: :dom: :prost:

    Einmal editiert, zuletzt von Manamana72 (13. August 2024 um 08:24)

  • Wenn der Geist den Körper blockiert, kommt halt so ein Spiel dabei raus. Dennoch ist die Silber Medaille eine fantastische Leistung. Ich hatte mit keiner Medaille gerechnet!

    Natürlich ist die Silbermedaille eine fantastische Leistung, auch ich habe nicht geglaubt, dass wir eine Medaille holen würden. Von diesem Auftritt heite bin ich dennoch maßlos enttäuscht.

  • Ich schätze du hast noch nie Handball gegen eine Mannschaft gespielt, die auf jeder Position eine Klasse besser ist und dann noch deine eigene Tagesform nicht stimmt. Im Handball kannst du halt nicht wie im Fußball einen Bus parken und hoffen, dass es gut ausgeht. Hochgradig peinlich ist im Handball hochgradig daneben…und mehr rennen oder härter die Zweikämpfe führen bringt halt leider auch nur sehr bedingt was, weil das Spiel geprägt ist von individueller Klasse im Sekundentakt…

    Das habe ich in der Tat nicht.

    Das ist aber auch nicht nötig, um erkennen zu können, dass wir über den größten Zeitraum des Spiels in der Defensive keinen Widerstand geleistet haben.

    Das ist es was mich enttäuscht, nicht die Niederlage an sich.

    Das die Dänen auf fast jeder Position weltklasse besetzt sind ist richtig, aber kratzen und beißen muss man trotzdem.

    Das hat Gislason ja selbst von der Mannschaft während einer Auszeit gefordert.

  • Olympia - Nachlese aus der deutschen Brille.

    Vorab - das waren grossartige olympische Spiele. Stimmung, Leistungen. Diese wunderbaren historischen Kulissen, die man halt nur in Städten wie Paris oder Rom hat. Das befürchtete Verkehrschaos - so von mir gesprochene Augenzeugen - passierte. nicht. Die gleichen Augenzeugen: die Franzosen waren perfekte Gastgeber Naja - die Seine spielte nicht recht mit, die Wasserqualität reichte dann wohl nicht. Ansonsten: Merci Paris, fantastisch gemacht.

    Deutschland hat in Paris 33 Medaillen geholt. 12 x Gold, 13 x Silber und 8 X Bronze. 1992 waren es 33 x Gold, 21 X Silber und 28 x Bronze= 82 Medaillen. 1996 waren es 65 Medaillen. 2000 56 Medaillen. 2004 49. 2008 waren es 40 und 2012 44 Medaillen. 2016 42 und 2020 37. Jetzt also 33 Edelmetall für die deutschen Spitzensportler.

    Von dritten Plätzen in Barcelona und Atlanta fiel die Sportnation Deutschland kontinuierlich und landet jetzt auf Platz 10. Man darf mit Fug und Recht annehmen, daß es wirklich normal ist das Nationen wie die USA und China alleine wegen der deutlich höheren Bewohnerzahl vor Deutschland landen. Man darf auch mit Recht die These vertreten, daß das jeweilige Gastgeberland ziemlich weit vorne landet respektive das die Teilnehmer aus der Gastgebernation zu besonderen Leistungen fähig sind - und das waren beispielsweise 2012 die Briten und 2024 die Franzosen.

    Das Länder wie die Niederlande, Australien, Italien vor Deutschland landen - das muss Ursachen haben.

    Die Niederlande haben 1992 15 Medaillen gewonnen. 2008 waren es 16 Medaillen. 2020 waren es 36 Medaillen und durch die höhere Anzahl an Goldmedaillen landeten die Holländer schon vor Deutschland in Tokio. 2024 erneut - Holland stabil mit 34 Medaillen.

    Deutschland hat 84 Millionen Einwohner und Holland 17,7 Millionen. Machen wir es einfach. Wenn 17,7 Millionen Holländer 34 Medaillen "gewinnen", dann müssten die Deutschen 162 Medaillen gewinnen. Mit der Logik können wir weiter machen. 67 Millionen Briten "gewinnen" 65 Medaillen - dann wäre die deutschen Athleten eben 84 "schuldig". Für Frankreich gilt das gleiche. Italien - 59 Millionen Einwohner - 40 Medaillen, Deutschland 33. Australien hat 26 Millionen Einwohner und holt 53 Medaillen.

    Deutschland hat gewaltig Terrain verloren und die Gründe sind vielschichtig. Fängt übrigens mit Sport in der Schule an. In Frankreich haben die Kids doch tatsächlich eine Stunde Sport am Tag in der Schule. Wir fragen lieber nicht nach, wie das in Deutschland aus sieht. In Ländern wie den Niederlanden, Frankreich, Grossbritannien ist man keineswegs der Meinung, daß man (sportliche) Eliten nicht massiv fördern muss(auch finanziell).

    Wir, unser Unternehmen also, fördert Spitzensport. Ich nehme mal das Beispiel dieser - Namen nenne ich nicht - Leichtathletin aus Deutschland. Hat es leider nicht in diesem Jahr zu Olympia geschafft. Kam halt aus einer Verletzung, es hat nicht mehr gereicht. Naja, Sportlerlos - auf ein Neues. Die junge Dame(sie studiert) erhält aus verschiedenen Töpfen ca. 900 EURO. Über uns gibt es für sie 700 EURO. Macht 19.200 EURO per anno. Viel?! Ja, viel zu wenig. Das sind Athleten(innen), die gegen die Weltklasse antreten müssen. Und die Fördersysteme in anderen Ländern - die treten da anders an. Abgesehen davon: die Elite wird da derartig massiv gepusht und gefördert und in Elitenzenten konzentriert und gepäppelt - davon können deutsche Sportler in der Regel nur von träumen. Übrigens: viele deutsche Sportler und Sportlerinnen haben eine ganz andere Konsequenz gezogen - sie trainieren im Ausland.

    Ein mir bekannter Trainer aus dem Spitzensport hat mir mehr als einmal erzählt, daß die mangelnde finanzielle Absicherung nach seiner Meinung einen erheblichen Einfluss auf die sportliche Leistungsbereitschaft hat. " Manche können da gut bis prima mit umgehen, die meisten eben nicht. Und das führt dann auch zu Disbalancen in der Leistungsfähigkeit". Ich kann das glauben.

    Wenn man sehen will, was Geld im sportlichen(also auch bei olympischen Wettkämpfen) aus macht - der kann sich gerne einmal umsehen bei der Sportart, bei der Deutschland seit Jahrzehnten ganz vorne liegt: bei der Reiterei. Die Reiter räumen bei jeder Olympiade verlässlich ab. Weil da ein - privates - Sponsorship hinter steckt, welches eben alles(fast alles) möglich macht.

    Die Olympiade 2024 war in der Medaillenausbeute eine Enttäuschung. Wir haben ganz grossartige Athleten - wie beispielsweise Malaika Mihambo, wie die Kugelstosssiegerin Ogunleye. Die erwähnten Reiter, die Basketballer 3 X 3. Handball, Basketball - ach, alle Mannschaften haben im Grunde genommen überzeugt. Aber es gibt Sportarten, da sind wir mittlerweile derartig unter ferner liefen - es macht einen schaudern. Die Fechter fallen mir zuvorderst ein, aber auch Ringer, auch die Segler. Und so viele mehr, der Anschluss an die Weltspitze ist erst einmal verloren gegangen. Ich weiss noch, daß ich am Fernsehen 2004 das Olympiaresümee irgendeines Funktionärs über mich ergehen liess und der redete die 49 Medaillen von damals schön....."die anderen haben aufgeholt, gerade die kleineren Nationen"...."Wir werden die richtigen Konsequenzen ziehen"....Blablaplablup. Entschuldigung, wir haben einen Schei...dreck.Frankreich holte seinerzeit 33 Medaillen und Grossbritannien 30 - die haben die Konsequenzen gezogen. Ergebniss(e) bekannt. Wenn man sich also umsehen möchte, wie andere es besser machen - dann müssen wir nicht nach Übersee. Dann reicht es, nach Frankreich, Grossbritannien und den Niederlanden zu schauen. Und sich endlich einmal ehrlich einzugestehen, daß wir - bestenfalls - Mittelmass sind. Und eigentlich nicht mal mehr das, wenn man die Einwohnerzahl des Landes berücksichtigt.

    Die komplette Breitseite der Kanuten an den Bundeskanzler hat deutlich darauf hingewiesen, wie es mit dem Spitzensport und seiner Förderung in Deutschland aus sieht. Die Olympiasieger Rendschmidt und Liebscher - Lucz haben dem Kanzler(stellvertretend für die Politik) mal so richtig die Meinung gegeigt..."Wichtig ist nicht , daß Politiker nicht für das nächste Wahlergebnis hier sind, sondern das Familien und Freunde da sitzen. Er soll lieber Entscheidungen für den Sport treffen. Die Liebe zum Sport wird immer dann entdeckt, wenn es Medaillen gibt"....Und weiter: "Ich würde ihn gern nicht nur bei Olympia, sondern auch mal bei einer WM oder DM sehen. Stattdessen wird uns das Geld gekürzt, wenn wir Erfolge feiern".

    Grossartige und offene Worte - und ich hoffe sehr, daß wenigstens einige aufwachen(der Kanzler wird es eher weniger sein). Der Spitzensport in Deutschland steht endgültig an der Wasserscheide - die olympischen Spiele in Paris haben das sehr deutlich gemacht. Wir wollen doch Spitzensport, oder?! Wir wollen doch olympische Erfolge, oder?!...Die wird es nicht zum Nulltarif geben(oder für kleines Geld) - die Zeiten gehören der Vergangenheit an. Übrigens - die Förderung des Spitzensportes fängt entscheidend mit der Förderung des Schul - und Breitensportes an. Dazu gehört aber auch, daß man im Schulsport umgehend auch dem Leistungsprinzip wieder ein wenig nach kommt. Bundesjugendspiele ohne Sieger und Verlierer?! Ach ja - wenn jemand gewinnt, dann haben wir ja auch Verlierer und das wollen wir doch nicht. Urkunden für alle......Es lebe der relative Vergleich, weg mit diesen ekelhaften Massbändern und Stoppuhren. Bloss keine Superleistungen, bloss keine Elite. Es geht doch nicht um Leistung, es geht doch um Bewegung. Um "Freude". Und da sind wir wieder bei einer bestimmten klassischen deutschen Fehlannahme der "Moderne", nämlich die, daß Leistung und Spass Widerspruch sind...So werden von Anfang an falsche Zeichen gesetzt. Also - Leistungssport, Elite, sportliche Höchstleistungen und die Freude daran, daß fängt unten an. Im Breiten - und Schulsport. In regelmässigem Bewegen und der Freude daran. Auch an der Freude an der Leistung.

    Also - dann wollen wir mal beobachten, welche Konsequenzen Deutschland für den Breiten- den Schul - und den Spitzensport zieht.

    Lettore silenzioso

  • [...]

    Was ist denn nun ein konkreter Lösungsvorschlag?

    An sich lese ich nur "mehr Geld" raus. Wo soll das herkommen? Dazu halte ich Statistiken, die Vergleiche anhand der Einwohnerzahl anführen, wenig hilfreich. Indien ist auf Platz 71 im Medaillenspiegel.

    Nicht falsch verstehen, ich wünsche mir auch noch deutlich mehr strahlende Sieger*innen, aber Du schreibst hier -nahezu wortgleich- das gleiche Resümee, das Christina Vogel gestern vor der Abschlussveranstaltung gebracht hat. Das klingt dann alles ganz toll, ist aber am Ende eine unspezifische Forderung, bei der sich kaum jemand Gedanken macht, wie sie denn umgesetzt werden soll. Steuern erhöhen? Andere Leistungen kürzen? Jeder 5 € Olympia-Zuschlag pro Monat, automatisch vom Gehalt abgezogen?

    Es fällt eben auf (und auf die Füße), dass das Land die vielen letzten Jahre eher verwaltet, als regiert wurde. Die Kürzungen haben u.a. die Bundeswehr massiv getroffen, die nun wieder Sportförderer ist.

    Auch die Forderung nach mehr Sportunterricht finde ich valide. Aber wie Du sicher mitbekommen hast, ist das Thema Lehrer gerade ein wenig akut. Woher sollen die vielen Sportlehrer unter den aktuell herrschenden Bedingungen denn kommen?

    Am Ende- das ist meine bescheidene Meinung- hängt es am Geld. Mehr Geld = mehr Förderung, bessere Trainingsbedingungen, bessere Ausbildung. Da reden wir aber über viel Geld. Und wir haben gerade einen Finanzminister, der Geld nicht so gern ausgeben mag, wenn es nicht der Verbrenner-Lobby zugute kommt. Das regelt der Markt, würde er sagen. Dazu kommt- ich bin nun wahrlich kein Scholz-Fan - dass wir hier ja nicht über eine plötzliche Minderleistung sprechen, sondern über Dekaden des strukturellen Niedergangs und der Kürzungen. Da dürfen sich dann gern auch andere angesprochen fühlen.

    Für mich waren es tolle und moderne Spiele. Paris hat das gut gemacht, das Thema Seine mal ausgeklammert. Ich habe mir das - sofern möglich - so häufig wie selten zuvor angeschaut. Auch die Berichterstattung hat mir gefallen.

  • Ich mag gerne auch noch ein großes Danke an Norbert König sagen!!! Für die 37 Jahre Leichtathletik Berichterstattung! Seit den Spielen in Seoul 1988 hat er von den Spielen berichtet. Ein Jahr zuvor hat er beim ZDF angefangen! Das ist eine wahnsinnige Leistung. Er wird der Berichterstattung fehlen!

    Auf und ab und wir sind trotzdem hier, FC Köln mein Lebenselixier!!
    Meine Wunschaufstellung: Schwäbe - v.d. Berg, Hübers, Pauli - Lund, Martel, Johannesson, Sebulonsen - Thielmann, Kaminski, Ache

  • MattEagle - also, bei Kristina Vogel habe ich nicht "abgeschrieben".

    Indien - Platz 71 - ist nicht der Gradmesser. Der Gradmesser sollten immer die Besseren sein, daran sollte man sich orientieren. Und das sind eben Nationen wie Australien, Grossbrittannien, Holland und Frankreich.

    Also, konkreter Lösungsvorschlag 1: Schaut euch bitte an, wie - beispielsweise - die Holländer es machen. Die haben zentralisiert. Mehr als 400 Spitzensportler arbeiten täglich im Sportzentrum Papendal. Das ist das grösste von vier Sportzentren für die Eliteförderung. Die holländischen Sportler haben auch hier internationale Konkurrenz. GANZ WICHTIG. In Deutschland sind internationale Trainingsgruppen nicht erlaubt. Quintessenz übrigens: deutsche Athleten gehen ins Ausland.

    Konkreter Lösungsvorschlag 2: Unten anfangen. Sprich Schulsport(habe ich oben schon geschrieben). Lehrer fehlen?! Woanders graben. Ehrenamtliche Trainer für den Schulsport aktivieren(können mich gerne fragen. Wenn die mich haben wollen, ich mache ein paar Stunden möglich und ich kenne - ad hoc - noch drei Leute, die das machen würden). Unten legen wir die Basis. Nicht wieder den nächsten Arbeitskreis, sondern machen.

    Konkreter Lösungsvorschlag 3: Du hast Recht und ich sage im übrigen das Gleiche - Geld ist absolut entscheidend. Wenn die öffentlichen Kassen leer sind, dann müssen andere Mittel ran. In der Wirtschaft und durch die Wirtschaft muss ein Programm aufgelegt werden. 1000 Firmen verpflichten sich 10.000 EURO per anno auf 5 Jahre zu zahlen = 10 Millionen per anno, 50 Millionen über diesen Zeitraum.

    Ich erinnere an das Beispiel der Reiter. Warum sind wir dann permanent so erfolgreich?! Privates Sponsorship ist die Antwort. Ich erinnere an das Beispiel, welches ich oben über unsere Firma und ihr Engagement bei der Leichtathletin gab. Wir zahlen 8.400 EURO per Jahr(zuzüglich gibt es noch Erfolgsabhängige Prämien) und die Zusammenarbeit ist auf 5 Jahre fest geschrieben. Wenn du jetzt nach der Gegenleistung fragst - sie hat sich verpflichtet, mehrere Male im Jahr(immer mit Rücksicht auf ihren Kalender) Referate über die Wichtigkeit der sportlichen Betätigung im Unternehmen zu halten. Hat bisher 4 dieser Vorträge gehalten. Beim ersten Vortrag waren 30 Leute. Ab Vortrag 2 mussten wir die Teilnehmerzahl limitieren - ein Supererfolg. Win Win Situation. Und tatsächlich sehen wir im Unternehmen, daß Leute zum Sport zurück gekehrt sind.

    Ich bin hundertprozentig davon überzeugt, daß man in der Wirtschaft fündig wird. Man muss die Leute nur ansprechen und überzeugen.

    Alles fängt damit an, daß wir - endlich einmal - die Situation nicht schön quatschen. Wir können uns über die Erfolge freuen, wir müssen heraus heben welche grossartige Leistungen diverse Sportler geliefert haben. Aber wir müssen uns auch dringend und nachhaltig der Situation stellen, daß wir in vielen Sportarten den Anschluss an die Weltspitze weitestgehend verloren haben. Schön quatschen haben wir beim Fussball ab 2017 genug gemacht - Ergebnis bekannt mit den drei "grossen" Turnieren nach der EM in Frankreich.

    Abschliessend - und noch einmal: fantastische Spiele. Die besten an die ich mich erinnern kann seit langer Zeit. Zwei meiner Kinder waren für 5 Tage da und die hörten gar nicht auf zu erzählen von ihren grossartigen Eindrücken. So etwas möchte ich gerne auch in Deutschland erleben - aber das ist dann ein anderes Thema. Vielleicht auch nicht - eine Olympiabewerbung gehört vielleicht auch dazu, daß wir Aufbruchsstimmung erleben.

    P.S.: Bundeskanzler Scholz hat es mal richtig "gekriegt" jetzt durch die Kanuten. Richtig ist aber, daß er es in Vertretung für die aktiven Politiker und für die "vergangenen" Politiker bekommen hat. Hier ist seit Jahrzehnten geschludert und schön geredet worden.

    Lettore silenzioso

  • Indien - Platz 71 - ist nicht der Gradmesser.

    das ist absolut richtig. Indien ist nur in wenigen Sportarten wirklich dabei. Die haben gar nicht die Menge an Athleten. Das wird sich aber bald ändern, weil Indien stark daran interessiert ist die Spiele auszurichten. Die sind aber auch ein Land, welches keine wirksame Anti Doping Agentur haben. Heißt kaum Tests, kaum Kontrollen usw..

    Auf und ab und wir sind trotzdem hier, FC Köln mein Lebenselixier!!
    Meine Wunschaufstellung: Schwäbe - v.d. Berg, Hübers, Pauli - Lund, Martel, Johannesson, Sebulonsen - Thielmann, Kaminski, Ache

  • Danke an auch folgende Reporter, in Klammern ihre Hauptsportarten:

    Christoph Hamm (Biathlon/Handball), Aris Donzelli (Tennis), Norbert Galeske (Rudern, Kanu), Michael Pfeffer (Boxen, Radport) und WIlfried Hark (Leichtathletik)

    Da werden bekannte Stimmen wohl zeitnah fehlen. Es sei denn einer macht doch noch weiter... Danke an euch alle!!! Eure Stimmen werden in Erinnerung bleiben.

    Auf und ab und wir sind trotzdem hier, FC Köln mein Lebenselixier!!
    Meine Wunschaufstellung: Schwäbe - v.d. Berg, Hübers, Pauli - Lund, Martel, Johannesson, Sebulonsen - Thielmann, Kaminski, Ache

  • Danke für Deine Antwort.

    Wie Du schon richtig schreibst- und deshalb ja meine Nachfrage- mehr Erfolg geht nur über deutlich mehr Geld.

    Und ich sehe nicht, dass die Bevölkerung bereit ist, für mehr Goldmedaillen weniger Geld in der Tasche zu haben.

    Ich sehe allerdings auch nicht, dass die Unternehmen in der Privatwirtschaft Schlange stehen, um Sponsorings zu übernehmen. Ich finde es toll, dass Eure Firma das tut, aber wir befinden uns immer noch in der Nach-Corona Zeit (die viele Unternehmen getroffen hat), und inmitten der durch Energiepreise verursachten Wirtschaftskrise. "man muss nur fragen" klingt dann zwar gut, mehr vermutlich auch nicht.

    An den Schulen gibt es ja bereits Programme, um fachfremden Menschen den Quereinstieg zu erleichtern. Aber eine gewisse Sorgfaltspflicht besteht seitens der Schulen schon, ich fände es schwierig, wenn man da nun überall abgrast. Ein bisschen Pädagogik ist sicher nicht verkehrt, wenn es um die Anleitung junger Menschen geht.

    Zu guter Letzt - da bin ich mal ganz ehrlich. Vielleicht wäre es in der aktuellen Situation auch nicht verkehrt, wenn zusätzliche Gelder dann eher in die Themen Bildung, Ausbildung, Soziales,... investiert würden. Oder wenn Unternehmen zusätzliche Gelder in die Arbeitsbedingungen, stecken, nicht in die Förderung von Spitzensport. Vor allem, wenn an allen Ecken und Enden gespart wird (oder vermeintlich werden muss)

  • das ist absolut richtig. Indien ist nur in wenigen Sportarten wirklich dabei. Die haben gar nicht die Menge an Athleten. Das wird sich aber bald ändern, weil Indien stark daran interessiert ist die Spiele auszurichten. Die sind aber auch ein Land, welches keine wirksame Anti Doping Agentur haben. Heißt kaum Tests, kaum Kontrollen usw..

    Ich habe Indien extra als Beispiel gebracht, weil vorab irgendwelche Quoten Bevölkerung/Medaille gebracht wurden. Das war also ein Beispiel, das aufzeigt, dass solche Vergleiche nicht immer sinnig sind. Ich bin eigentlich davon ausgegangen, dass das klar gewesen wäre.

  • Ich habe Indien extra als Beispiel gebracht, weil vorab irgendwelche Quoten Bevölkerung/Medaille gebracht wurden. Das war also ein Beispiel, das aufzeigt, dass solche Vergleiche nicht immer sinnig sind. Ich bin eigentlich davon ausgegangen, dass das klar gewesen wäre.

    Sinnig ist der Indien-Vergleich eigentlich schon. Denn Sportförderung spiegelt sich nicht nur in Medaillen wieder, sondern auch tatsächlich an der Anzahl Sportler die sich qualifizieren und überhaupt gefördert betreiben können.