Wer soll neuer Trainer und GF Sport werden?

  • Nur halt mit anderer Identität die eben genau nicht damit zusammenpasst, womit Fischer seine Kompetenz bewiesen hat.

    Ehrlich gesagt haben wir nach den ersten 10 Spielen der vergangenen Saison aus der Not heraus, weil es sportlich nicht wie erwartet lief, ziemlich genau auf den Defensivfußball umgestellt, den man auch von Stöger oder Fischer kennt. Und das brachte uns zur Herbstmeisterschaft sowie bis zum 32. Spieltag auf den zweiten Platz. Da war von einer „anderen Identität“ nicht mehr viel zu sehen.

    Es mag sein, dass man grundsätzlich etwas anderes geplant hatte, aber zwei Drittel der Saison haben wir exakt den effizienten und ergebnisorientierten Fußball gespielt, den man von Union in (nahezu) Perfektion kannte. Und hätte Struber es geschafft, der Mannschaft mehr Balance zwischen Offensive und Defensive zu vermitteln, dann wären wir mit diesem System aber sowas von souverän aufgestiegen. Und glaubst Du wirklich, dass man dann unter Keller und Struber wieder komplett auf offensiv ausgerichtete Pressingtaktik gegangen wäre? Da habe ich meine Zweifel.

    Wir sollten jetzt also auch nicht so tun als sei es hier und mit diesem Kader unmöglich oder würde vollkommen den Gedanken der Verantwortlichen widersprechen, so zu spielen wie Fischer es bevorzugt.

    „Der FC mit seinem aufgeregten Umfeld ist ein vielstimmiger Ameisenhaufen.“ FC-Geschäftsführer Philipp Türoff (25.12.2024)

    2 Mal editiert, zuletzt von Apu (26. Mai 2025 um 18:53)

  • Hab Eichner nich so doll in erinnerung als spieler beim fc, vielleicht etwas gluecklos agiert oder so...

    was hat das mit seiner Qualifikation als Trainer zu tun? :face_with_raised_eyebrow:

    Der Fuchs ist Schlau und stellt sich Dumm,bei manch Menschem ist es andersrum....

  • Ehrlich gesagt haben wir nach den ersten 10 Spielen der vergangenen Saison aus der Not heraus, weil es sportlich nicht wie erwartet lief, ziemlich genau auf den Defensivfußball umgestellt, den man auch von Stöger oder Fischer kennt. Und das brachte uns zur Herbstmeisterschaft sowie bis zum 32. Spieltag auf den zweiten Platz.

    Da sagen aber die Saisonstatistiken was anderes. Die Werte erreichst du mit Fischer und Stöger Fußball nicht.

    https://geissblog.koeln/2025/05/schwaechster-meister-staerkste-zahlen-bei-diesen-werten-war-der-fc-liga-spitze/

    Ja man war defensiv stabil, aber nicht tief stehend.

    Insofern wäre ein B.Svensson einem U.Fischer strikt vorzuziehen, wenn man unsere fußballerische Identität beibehalten will.

    Wenn wir aber bei wünsch dir was sind, würde ich mir wohl Hasenhüttl wünschen. Ich traue dem zu etwas bei uns langfristig aufzubauen.

    Was ich nicht so recht verstehe ist, warum Svensson so unter dem Radar bei uns fliegt… Aber Fischer omnipräsent ist.

  • Ehrlich gesagt haben wir nach den ersten 10 Spielen der vergangenen Saison aus der Not heraus, weil es sportlich nicht wie erwartet lief, ziemlich genau auf den Defensivfußball umgestellt, den man auch von Stöger oder Fischer kennt. Und das brachte uns zur Herbstmeisterschaft sowie bis zum 32. Spieltag auf den zweiten Platz. Da war von einer „anderen Identität“ nicht mehr viel zu sehen.

    Es mag sein, dass man grundsätzlich etwas anderes geplant hatte, aber zwei Drittel der Saison haben wir exakt den effizienten und ergebnisorientierten Fußball gespielt, den man von Union in (nahezu) Perfektion kannte. Und hätte Struber es geschafft, der Mannschaft mehr Balance zwischen Offensive und Defensive zu vermitteln, dann wären wir mit diesem System aber sowas von souverän aufgestiegen. Und glaubst Du wirklich, dass man dann unter Keller und Struber wieder komplett auf offensiv ausgerichtete Pressingtaktik gegangen wäre? Da habe ich meine Zweifel.

    Wir sollten jetzt also auch nicht so tun als sei es hier und mit diesem Kader unmöglich oder würde vollkommen den Gedanken der Verantwortlichen widersprechen, so zu spielen wie Fischer es bevorzugt.

    Das ist inkorrekt. Ja, wir sind defensiv aufgetreten aber hatten dabei die am höchsten stehende Abwehrreihe der weiten Liga. Wir haben die defensive Stabilität mit den exakt gegensätzlichen Mitteln erreicht, wie Stöger und Fischer sie eingesetzt haben. Statt uns tief hinten rein zu stellen, ist die Abwehr sehr weit herausgerückt, um die Räume bereits vor der Mittellinie eng zu machen. So konnten die Stürmer bereits die Innenverteidiger der Gegner anlaufen, ohne dass dabei massive Lücken im Spielfeld hinter ihnen aufgegangen wären. Auch die Außenverteidiger haben aggressiv agiert und die Innenverteidiger hinter ihnen im Notfall rotiert, um die Lücken zu schließen, die sich gegebenenfalls dadurch ergeben haben.

    Und damit zum Zweitausendstend Mal: Fußball ist ein komplizierter Sport, in dem man oberflächliche Ziele wie „eine gute Defensive“ auf unzählige Arten und Weisen erreichen kann. Nur weil am Ende die 0 steht, heißt das nicht, dass zwei Mannschaften dafür die gleichen Mittel eingesetzt haben.

    Natürlich heißt das alles nicht, dass es mit Fischer zu 100% nicht funktionieren wird. Möglicherweise klappt das auch. Aber es gibt auch genug Beispiele von Mannschaften, bei denen so ein versuchter Wechsel in der Spielweise über nur eine Saison hinweg zu alles anderem als guten Ergebnissen geführt hat und passenderweise ist Union Berlin unter Urs Fischer in exakt dieser Liste an Beispielen ganz oben dabei.

    Genauso ist Union aber ein Beispiel dafür, wie ein kontinuierlicher Weg ohne exakt diese wilden Umbrüche über die Jahre hinweg dazu führen kann, dass eine Mannschaft oberhalb ihrer Möglichkeiten spielt. (Freiburg, Mainz, Bremen und Frankfurt sind weitere Beispiele für genau diesen Weg der langsamen Evolution über Zeit, statt wilder Revolution zwischen zwei Saisons) Und genau deswegen plädiere ich massiv dafür nicht schon wieder den Kurs zu wechseln.

    Defensiver Fokus und stabil stehen? Super! Offensive über schnelle Konter? Sehr gern!

    Aber auf Basis der Qualitäten, über die wir verfügen und nicht wieder über eine neue Idee, für die wir sehr viel über den Haufen werfen, was wir uns gerade erst aufgebaut haben.

  • Horst Steffen wurde grade gefragt ob es heute sein letztes Spiel ist für Elversberg da es Gerüchte gibt das er mit einem Bundesligisten in Verbindung gebracht wird.

    Horst Steffen sagte darauf "kein Kommentar"

  • Horst Steffen wurde grade gefragt ob es heute sein letztes Spiel ist für Elversberg da es Gerüchte gibt das er mit einem Bundesligisten in Verbindung gebracht wird.

    Horst Steffen sagte darauf "kein Kommentar"

    Naja. Wenn man ehrlich ist, dann war der Zeitpunkt für diese Frage aber auch doof gewählt. Es war klar, dass Steffen darauf nicht eindeutig antworten würde. Ich nehme sogar an, dass der Vereinswechsel bzw. Gepräche mit anderen Klubs in seinen Gedanken aktuell gar keine Rolle spielen. Er hat sein Team jetzt nach einer intensiven Saison eine Woche lang auf die Relegation vorbereitet. Andere Themen als das heutige Rückspiel kennt er vermutlich nicht.

    :hennes: Die Herausforderung "Bundesliga mit Köln" ist für einen Spieler etwas vom Größten. Köln ist ein Mythos. :FC:

  • Also das mit dem sehr hohen Defensivverhalten ist schlichtweg nicht wahr. Hier kann man die durchschnittliche Positionierung der Spieler in genau dem Spiel einsehen:

    https://www.sofascore.com/de/football/ma…wdb#id:10388384

    Exakt 2 Unioner haben in diesem Spiel eine durchschnittliche Position vor der Mittellinie. Bei uns sind es in diesem Spiel 5. Und bevor Du es auf unsere offensive Spielweise schiebst: ein paar Wochen später im Auswärtsspiel gegen Bochum, die nun auch nicht gerade als Offensivmannschaft bekannt sind, sind es auf Union Seite immerhin 4 Spieler, die vor der Mittellinie stehen, aber selbst Bochum hat 5 Spieler, die vor der Mittellinie herauskommen.

    https://www.sofascore.com/de/football/ma…Xab#id:10388439

    Und zum eintausendsten Mal: Niemand kritisiert die Idee, dass Safety First und schnelles Umschalten eine sehr effiziente Art des Fußballs für Teams wie uns sind. Da gebe ich Dir zu 1.000 % Recht. Aber Safety First Fußball und schnelles Umschalten geht nicht nur mit tief stehender Abwehr, sondern auch mit anderen Methoden, die wesentlich besser zu den vorhandenen Anlagen unserer Spieler passen.

    Das ist sehr interessant u. ein gutes Sachargument, spricht in der Tat dafür, dass Fischer eher ein Erbe der alten Alex-Ristić-Schule ist. Grds. bin ich ja auch eher ein Freund einer Defensive, die den Gegener möglichst weit von eigenen Strafraum fernhält.

    Aber glaubst du, dass man hochkomplexen Fußball in derart einfachen Statistiken 'messen' kann? Ich kann mich gut an das Spiel erinnern und hatte es so wahrgenommen, wie Baumgart, der die Leistung der Unioner in höchsten Tönen gelobt hatte. Das ist zugegebenermaßen natürlich hochsubjektiv.

  • wenn er nicht wieder im kofferraum seiner eltern aus stadion und stadt abhauen muss...bin ja auch pro verbruederung und vergangenheitsbewaeltigung.

    Du hättest dir natürlich ganz mutig den mob zu gerannt oder?

    Fear the Reaper !!!

  • Mich wundert eigentlich etwas, dass Hasenhüttl garnicht zur Sprache kommt. Ich finde den garnicht so schlecht. Oder ist mir da was entgangen, dass der nicht in Betracht kommt?

  • Das ist sehr interessant u. ein gutes Sachargument, spricht in der Tat dafür, dass Fischer eher ein Erbe der alten Alex-Ristić-Schule ist. Grds. bin ich ja auch eher ein Freund einer Defensive, die den Gegener möglichst weit von eigenen Strafraum fernhält.

    Aber glaubst du, dass man hochkomplexen Fußball in derart einfachen Statistiken 'messen' kann? Ich kann mich gut an das Spiel erinnern und hatte es so wahrgenommen, wie Baumgart, der die Leistung der Unioner in höchsten Tönen gelobt hatte. Das ist zugegebenermaßen natürlich hochsubjektiv.

    Danke! Und ja, bei allen Statistiken muss man natürlich die Frage stellen, was man mit belegen möchte und was man daraus ableiten kann. Ich persönlich glaube nicht, dass es da eine einfache Antwort gibt, oder so etwas wie die eine Lösung für alle Probleme. Da ist Fußball ein wenig wie ein großes Spiel Schach: Alles, was man tut, hat Vor- aber auch Nachteile und man muss konstant versuchen, den Gegner vor Herausforderungen zu stellen, ohne dass man dabei selbst zu große Nachteile erfährt.

    Ich erinnere mich ehrlicherweise nicht an ein einzelnes Spiel, weiß aber auch, dass Union fast jedem Verein damals gut den Zahn ziehen konnte. Ich erinnere mich dediziert an ein Spiel, bei dem der Gegner uns immer wieder auf die Flügel gelockt hat, um dann dort die Falle zuschnappen zu lassen und jede Offensivbemühung im Keim zu ersticken. Ich bin mir nicht sicher, ob da Union der Gegner war, aber es würde gut passen - gerade in Anbetracht der Tatsache wie Flügellastig unser Spiel unter Baumgart war, war das aber auch eine adäquate Defensivtaktik gegen uns, die sicherlich auch andere Vereine ausgepackt haben. Vermutlich wäre die Antwort darauf gewesen, dass man eben doch hätte versuchen müssen, den Weg durchs Zentrum zu finden, oder es so ernsthaft zu versuchen, dass dadurch wieder Räume auf den Flügeln entstehen.

    Am Ende bin ich aber davon überzeugt, dass der Gesamterfolg daran hängt, dass man mit dem, was man auf dem Platz tut, versucht die eigenen Stärken zu betonen, die eigenen Schwächen zu kaschieren und gleichzeitig dem Gegner die Stärken zu rauben und dazu zu bringen etwas zu tun, was er nicht so gut kann. Über das einzelne Spiel hinaus versucht man zudem natürlich sich weiterzuentwickeln, indem man versucht zu bestimmen, worin man besser werden muss, um noch mehr Erfolg aus einer bestimmten Spielweise heraus zu holen, ohne dabei Probleme an anderer Stelle entstehen zu lassen.

    Genau wie Du mal gesagt hast, ist deshalb der Startpunkt immer das, was halt schon da ist. Daraus muss man einen mehr oder weniger funktionierenden Ansatz zusammenbauen und dann per Feinschliff verfeinern. Natürlich kann man auch versuchen, mal größere Veränderungen herbeizuführen, aber das kommt dann mit dem Risiko, dass man temporär auch schlechter dasteht, weil man vielleicht zu viel verändert und dann "Rohe Ecken" in der Herangehensweise erkennbar werden.

    Nun haben wir die letzte Saison damit verbracht, eine pressingintensive Defensive aufzubauen, die ja auch über lange Strecken recht gut funktioniert hat und die Gegner vor einige Herausforderungen gestellt hat. Ich glaube, unsere Erfolgschancen für die erste Liga sind schlichtweg größer, wenn wir versuchen darin noch besser zu werden und am "Feintuning" zu arbeiten, als den Ansatz komplett zu verändern.

  • Mich wundert eigentlich etwas, dass Hasenhüttl garnicht zur Sprache kommt. Ich finde den garnicht so schlecht. Oder ist mir da was entgangen, dass der nicht in Betracht kommt?

    Anhand seiner letzten Stationen könnte er schlichtweg ein Gehalt gewohnt sein, das wir nicht bieten können. Wobei er natürlich auch karrieretechnisch eher auf dem absteigenden Ast ist. Vielleicht wäre das ein Faktor, der ihn dazu bewegt, auch einen "kleineren" Verein (im Sinne der Tabellenposition) zu übernehmen.