Vorab: Ich hab nichts gegen die Medien. Und in Zeiten von Clickbait und immer härterer Konkurrenz von „Blogs“ und auf der anderen Seite Sky (die auch Artikel posten) haben Printmedien es sicher nicht einfach. Dennoch finde ich: Kritik an der Presse gehört dazu. Und vielleicht ist das hier dann ein Thread, um ab und zu mal was loszuwerden. Sachlich, kontrovers, kritisch.
Jedenfalls bin ich aktuell brutal genervt vom Kicker. Ich habe das Gefühl, irgendwer in dem Laden will uns partout kaputt schreiben. Besonders oft fällt mir das zuletzt bei Jim Decker auf. Und dann: oft im Zusammenhang mit Kicker+.
Die letzten Kicker+ Artikel lauten u. a.
Gegentor um Gegentor - Köln steht auf einem Fundament aus Wackelpudding
Es droht ein Platz auf der Tribüne - wen wirft Wagner raus?
Eine unsanfte Landung, die dem 1. FC Köln nur eine Botschaft vermittelt
Köln kann mithalten, doch das reicht noch nicht
Dazwischen je eine kostenpflichtige Transferbilanz (Chefkoch Kessler in der Sterneküche) und ein (!!) positiver Artikel über die Variabilität auf den AV-Positionen.
Lieber Kicker, so kriegt ihr mich nicht. Ich habe keinen Bock, dass wir nach einem soliden Saisonstart (Pokalrunde 2 und 3 Punkte aus 2 Spielen) so kaputtgeschnitten werden. Es ist auch allgemein nicht euer Stil: beim 0-Punkte HSV darf man mit Kicker+ den Vieira-Transfer feiern (zu Recht), sich mit „vorn besser, hinten variabler“ beglückwünschen und ist nach dem 0:5 gegen Mainz „zwischen Wollen und Müssen“. Bei der hochdekorierten Eintracht fragt man nach einem Punkt aus 2 Spielen: „Blüht Knauff in seiner EL-Sieger-Rolle auf?“
Also: falls ihr jemals Geld von mir wollt, fangt mich nicht mit Negativklickbait, sondern macht seriöse Analysen des FC. Das war nämlich mal euer Job, als es euch noch vor allem montags am Kiosk gab. Futter gäbe es genug, z. B. die England-Connection oder die Frage, wie man El Mala und Moore gut zusammenbringt. Jedenfalls war das Geschäftsmodell mit der „echten“ Expertise gar nicht so schlecht.