Puh. Sehr stark verhandelt vom FC. ![]()
Beiträge von Millhouse
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Also wenn Maina jetzt noch Tore schösse und Bernd-Schuster-Flanken am Fließband schlüge
Einfach mal Danke für diese tolle Formulierung. Den Konjunktiv II liest man leider viel zu selten, obwohl er echte Stilblüten hervorbringt.
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Schlag was besseres vor oder begründe dein Missfallen 😉
Ich hatte zuletzt bereits vorgeschlagen bzw. kommentiert:
Christian Eichner, Thomas Letsch, Horst Steffens
Mein Missfallen gegenüber Tedesco und Baum:
Tedesco hätte ich nach seiner Zeit in Aue und seiner ersten Saison auf Schalke eine große Zukunft bescheinigt und ihn gerne bei uns gesehen. Bis auf kurzzeitige Strohfeuer kam von ihm dann aber wenig. Sein Punkteschnitt bei Fener liest sich gut. Betrachtet man dort aber mal die Liste der letzten Trainer, die dort eine gewisse Zahl an Spielen absolviert haben, dann haben viele gleich oder besser als Tedesco gearbeitet. Seine Art scheint kurzfristige Erfolge zu bringen, sich dann aber sehr schnell abzunutzen. Und in Belgien sind sie ihm immer noch böse, dass er mit der Goldenen Generation nix gewonnen hat.
Wer Manuel Baum nennt, fischt im gleichen Becken, in dem Trainer wie David Wagner oder Tayfun Korkut schwimmen. Ja, Baum holt mit Augsburg gerade einiges an Punkten. Sarkastisch könnte man sagen, dass er endlich mal eine Berechtigung dafür zu erbringen scheint, warum er überhaupt Trainer ist. Wenn man mal seine Stationen im Profibereich betrachtet, dann ist er seit 15 Jahren im Fußball als Coach aktiv - hatte in der ganzen Zeit aber nur drei Vereine, wo er mal längerfristig arbeiten konnte: Acht Spiele in Unterhaching im Frühjahr 2014 mit einem Punkteschnitt von 0,5. In seiner ersten Amtszeit in Augbsurg zwischen 2016 und 2019 sogar 85 Spiele mit einem Schnitt von 1,12. Und im Herbst 2020 ganze 11 Spiele für Schalke mit einem Schnitt von 0,64. Dazu mehrere kurz andauernde Stationen, wo er aber auch nix gezeigt hat. Die in Augsburg sind gerade glücklich mit ihm. Dann sollten wir deren Harmonie nicht stören - und uns das Scheitern mit Ansage lieber aus der sicheren Entfernung ansehen.
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Tedesco, Baum - was kursieren denn hier mittlerweile für sonderbare Namen?

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Talent haben wir mit Pauli, Baka, van den Berg und ggf. auch Simpson-Pusey schon genug meiner Meinung nach.
Mal gucken, was sich tut. Pauli und Baka sehe ich eher noch ein Jahr auf Leihstation. Ob man die Option bei Simpson-Pusey zieht und ob ManCity ihn dann auch wirklich bei uns lässt, ist offen. Bei van den Berg könnte ich mir einen vorzeitigen Abgang vorstellen, da er bislang nicht wie erwünscht gespielt hat.
Talent kann nie schaden. Zumindest scheinen wir vorbereitet zu sein, was mich sehr freut.
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Klingt gut. Das kinteh sich für uns ja mal lohnen.
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Man kann und muss natürlich diskutieren, wie es auf dem Trainerposten weitergeht. Das Problem der fehlenden Mentalität geht für mich aber mehr auf die Mannschaft als auf den Coach zurück.
Seit den Abgängen von Skhiri und insbesondere Hector fehlen uns Führungsspieler, die diese Bezeichnung verdienen. Wir sind zuletzt - auch durch die Transfersperre - wieder ein wenig zur Wohlfühloase geworden. Den Spielern passiert nix, siehe Thielmann, der kaum noch was zeigt und dennoch auf seine Einsätze kommt.
Zudem fehlt echter Konkurrenzkampf auf den einzelnen Positionen.
Neben der Trainerfrage sehe ich es als zukunftsweisend an, den Umbruch im Kader voranzutreiben. Wir brauchen keine Spieler, die nur deshalb verpflichtet werden, weil sie in ihrer erste Saison ganz OK waren und man bei einer Ablöse von 2 Mio ja eh nix falsch machen kann. Genau diese Denkweise bricht uns seit Jahren das Genick. Sollte Geld vorhanden sein und man es auch einsetzen wollen, müssen wir den Kader auf die nächst höhere Stufe heben. Auch wenn das schwierig und teuer wird.
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Wir brauchen einen starken Trainer. Der einfach über allem steht und in Ruhe arbeitet. Der weiß, was er tut. Kein Neuling, kein Trainer aus der zweiten Liga, keiner aus dem Ausland. Einen erfahrenen Trainer, der langfristig was aufbauen KANN.
Kein Neuling, nicht aus der 2. Liga und nicht aus dem Ausland. Da wäre ich nun mal auf Vorschläge gespannt. Und zwar realistische.
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Nach den Millionen Investitionen im Sommer dachte ich, dass es entspannter würde mit dem klassenerhalt.
Ich ehrlich gesagt nicht. Dafür lag in der Mannschaft, die wir bis Sommer hatten, zu viel im Argen. Und das meine ich nicht nur auf die Qualität bezogen, sondern auch auf die Mentalität. Dass wir im Sommer den ersten Schritt des dringend notwendigen Umbruchs gewagt haben, ist schön und hat viele Transfers gebracht, die ich als sinnvoll erachte. Aber es ist damit auch eine relativ wild zusammengewürfelte Truppe entstanden, in der es diese Saison an Führungsspielern mangelte.
Vom Klassenerhalt bin ich nicht ausgegangen. Von einem entspannten erst recht nicht. Hätte man mir im letzten Sommer gesagt, dass eine turbulente Saison vor uns liegt, wir aber dennoch nach 32 Spieltagen gerettet sind - ich hätte blind unterschrieben.
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In Gladbach wird Tonda Eckert als neuer Coach gehandelt. Kannte ich natürlich wieder nicht. Ist aber ein 33 Jahre junger Deutscher, der mit Southampton gerade die englische Championship aufmischt - 20 Siege in 33 Ligaspielen. Hat Anfang der Saison eigentlich die U21 von Southampton übernommen, dort bis Anfang November einen Punkteschnitt von 1,75 erreicht. Kurz als Interimscoach zu den Profis mit Punkteschnitt von 2,40. Und seit Anfang Dezember als fester Cheftrainer mit Punkteschnitt von 2,03.
Spielt offensiv ausgerichtet, Southampton hat unter ihm diese Saison mehr als 80 Tore erzielt. Vertrag bis 2027. Und er hat FC-Vergangenheit, da er hier im Nachwuchs tätig war. Wenn Gladbach da Chancen hat, sehe ich nicht, warum wir nicht auch unser Glück versuchen sollten.
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Ich frag mich echt wie die Heidenheimer unter uns stehen können.
Wenn man sieht, was die seit Wochen spielen, kann man das sicherlich fragen. Andererseits lügt die Tabelle nicht - wer nach 33 Spieltagen nur 26 Punkte hat, steht zurecht da unten. Steigt Heidenheim ab, müssen die sich fragen, warum sie ihre starken Leistungen nicht schon eher abgerufen haben.
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Ich hätte mir gewünscht, dass man heute eine riesige Party in Müngersdorf feiert. Die Saison war nicht gut, aber wir halten die Klasse. Das ist aller Ehren wert.
Dass man sich heute so hängen lässt (und in München eh eine Abreibung kassiert), hätte nicht sein müssen.
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Die Argumente gegen Wind sehe und verstehe ich ja. Aber alleine für das tolle Wortspiel "Wir verpflichten Wind für den Sturm" müsste man ihn eigentlich holen.
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"Unsere" Selina Cerci, die in der Frauenbundesliga zwei Spieltage vor Saisonende die Torschützinnenliste anführt, steht laut kicker vor einem ablösefreien Wechsel im Sommer zu Arsenal London.
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Aber wäre ich Bremen Fan wäre ich persönlich ziemlich angespannt!
Die haben am letzten Spieltag zuhause gegen Dortmund doch ein Freilos. Für den BVB gehts um nix mehr - und genau so treten sie seit Wochen auch auf. Spätestens da wird Bremen mindestens den einen Punkt holen, der ihnen noch fehlt.
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Vorstellungsgespräche, Fragebögen und sonstige Bestandteile solcher Eignungstests haben natürlich den Vorteil, bestimmte Qualitäten und Fähigkeiten, ebenso aber Schwächen aufzuzeigen. Den Nachteil sehe ich jedoch darin, dass sie nur den Ist-Zustand abbilden. Aber vielleicht hat der eine Bewerber einen guten und der andere einen schlechten Tag. Der eine hat den Kopf frei, der andere trägt Sorgen mit sich rum. All das beeinflusst das Ergebnis und die Selbstpräsentation.
Uli Hoeneß sagte vor langer Zeit mal, dass er Trainerkandidaten fast ausnahmlos aus seinem Netzwerk zieht. Ungeachtet dessen, was daraus irgendwann vielleicht mal werden kann, tauscht er sich per Telefon, persönlichen Treffen etc. über Jahre hinweg mit Spielern, Trainern oder Beratern aus. Und wenn er eine Stelle besetzen will, weiß er meist schon, wer dafür in Betracht kommt. Das mag alles wahnsinnig zeitaufwendig sein und oftmals ins Leere führen. Aber es erlaubt, eine Entwicklung und ein Gesamtbild beim Gesprächspartner zu erkennen.
Und wenn man aus diesem Netzwerk diesen oder jenen Kandidaten nimmt, kann man sich mit denen immer noch ein paar Stunden hinsetzen und auf Herz und Nieren prüfen, was die aus/mit der Mannschaft machen wollen. Für ein Assessment Center sehe ich daher wenig Bedarf.
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Ist das so? Ohne es sicher zu wissen hat er doch zuletzt bei RB Salzburg alles andere als geliefert und wurde sehr schnell wieder entlassen 🤔
Ist im Januar 25 zu denen gewechselt und hat den auf Platz 5 stehenden Verein auf Rang 2 geführt. Wurde im Februar 26 entlassen, obwohl Salzburg Tabellenführer war. Ich kenne nun die genauen Umstände seiner Kündigung nicht - würde aber schon sagen, dass er "geliefert" hat.
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das ist alles 2 Liga , dann können wir auch Wagner behalten ,
Alles klar. Danke für deine Einschätzung und die ausformulierte Begründung.
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die oben genannten sind alle nix für mich
Letsch, Eichner, Steffen?
Letsch hat eigentlich nur bei einer Station - Erzgebirge Aue vor neun Jahren - schlechte Ergebnisse geliefert. Ansonsten gelang es ihm praktisch überall, übernommene Teams schnell zu stabilisieren und mit ihnen besser zu performen, als ihnen das zugetraut wurde. Er ist kein Mann, der eine Ära prägt, weil sich sein Stil immer irgendwann abnutzt. Aber für zwei Jahre wäre er eine solide Lösung.
Eichner sehe ich als einen der unterschätztesten Trainer im deutschen Profibereich an. Er braucht eine Mannschaft, bei der nicht jeden Sommer alle Säulen verkauft werden und mit der er nicht immer wieder vor einem Neuanfang steht. Kritisch würde ich bei ihm anmerken, dass er für eine Stadt mit viel Trubel - wie Köln - vielleicht zu ruhig ist. Aber fachlich halte ich wahnsinnig viel von ihm.
Steffens Offensivfußball in Elversberg hat mir gefallen. Dass er in Bremen gescheitert ist, lag auch an dem aus Boniface und Keke Topp bestehenden Sturm, der halt die Anforderungen einer solchen auf Angriff ausgerichteten Taktik nicht mal ansatzweise erfüllen konnte. Aber ja, auch Steffen muss erstmal zeigen, dass er außerhalb von Elversberg, wo er maßgeblich von Nils-Ole Book als Sportdirektor profitiert hat, was aufbauen kann. Und dass er in der Lage, statt offensivem Harakiri mal mehr Balance auf den Platz zu bringen.
Ich kann mir alle drei Genannten sehr gut für uns vorstellen.
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Selbst in der erfolgreichen Zeit habe ich von Frankfurter Fans kaum mal ein wirklich gutes Wort über Toppmöller gehört. Die weitgehend einhellige Meinung war immer: "Trotz - und nicht wegen Toppmöller". Er hat dort von der guten Arbeit seiner Vorgänger profitiert. So wie einst André Schubert, der bei Gladbach kurzzeitig starke Ergebnisse ablieferte, nachdem er Lucien Favre ersetzen durfte.
Toppmöller - der sich aus mir unerfindlichen Gründen zu Höherem berufen sieht - will ich hier nicht sehen.