Beiträge von WebersErben

    Tja, dieses "irgendwann" kann zeitlich aber auch in weiter Ferne liegen. Solange der Rest der Welt russisches Gas, Öl und andere Rohstoffe kauft (und das tut über Eck u. a. auch Deutschland), bleibt die wichtigste Einnahmequelle erhalten. Es sei denn, es gelingt der Ukraine, die russischen Förderanlagen und Vertriebswege nachhaltig lahmzulegen. Was wiederum auch im abhängigen Europa kaum ein Politiker sehen will, es sei denn, er möchte demnächst der hiesigen Bevölkerung Inflationsraten in zweistelliger Richtung schmackhaft machen. Viel "Spaß" dann im politischen Ruhestand! :winking_face:

    Jenseits der Rohstoffe und vorzeigbaren Militärtechnologie hat die russische Wirtschaft ansonsten kaum etwas anzubieten, das im Ausland jemand haben möchte. Ergo kann ökonomisch auch nicht viel derart in die Binsen gehen, dass man deswegen einen Krieg beenden müsste.

    Ich würde daher eher – wenn überhaupt – auf so etwas wie eine schwer definierbare "Kriegsmüdigkeit" setzen, weil es für keine Seite so richtig vor oder zurück geht. Zum x-ten Mal in Kiew ein Wohnhaus in Schutt und Asche gelegt zu haben, dürfte jedenfalls nur noch wenige Russen mit Stolz aufs Vaterland vor der Glotze in die patriotische Unterhose greifen lassen. Und ob der medial-propagandistisch verstellte Anblick eroberter Landstriche, die de facto völlig kaputt geschossen sind, diesen Griff erotischer macht, wage ich auch zu bezweifeln. Kaum ein Russe wird freiwillig dort "wohnen" wollen, wo es nichts mehr zum Wohnen gibt und die Infrastruktur aus Feldwegen mit Bombentrichtern und womöglich Tretminen besteht, während der Rest komplett im A**** ist.

    Russlands Militärausgaben betragen inzwischen mehr als 200 Milliarden Dollar, also über 9 v.H. des BIP, vermutlich noch mehr. Alle traditionellen Geldmaschinen des Regimes, der gesamte Exportsektor.doe Produktion von Öl,Gas,Kohle dienen nur noch dazu den Krieg zu finanzieren. Gas etc. bekommt Russland nur noch nach Indien und China in nennenswerter Menge verkauft und die Chinesen nutzen die Notlage Russlands gandenlos aus und verlangen von Russland für die Abnahme enorme Nachlässe. Russland verkauft also weit unter den Weltmarktpreisen. Die Einahmen sinken stätig, die Reserven sind verbraucht, die Ausgaben steigen stetig. Das geht nicht mehr lange gut.

    MattEagle - leider kann ich deinen Beitrag nicht liken, weil das so aussehen könnte das ich ich es gut finde, daß die Russen mit so etwas weg kommen. Inhaltlich bin ich bei dir: es läuft darauf hinaus, daß das Einfrieren der aktuellen Frontlinie einen faktischen Gebietsübergang an Russland gleich käme. Die Ukrainer können diese Gebiete nicht zurück erobern.

    Das sind alles im Moment theoretische Überlegungen. Sollte das System irgendwann Putin kurzfristig kollabieren, würde es umgekehrt vermutlich auch nicht mehr in der Lage sein die Gebiete zu verteidigen. Die Wirtschaft ist so am Ende, dass irgendwann die Mittel fehlen werden die Armee bei den Verlusten auszurüsten und ob dann eine demoraliserte Armee fremde Gebiete verteidigen will und kann, wird sich zeigen.

    Inhaltlich stimmt hier leider alles. Was als letzte Patrone im Kampf gegen rechts stilisiert wurde, ist am Ende ein ganzer Patronengurt für die AfD. Für lau.

    Aber ein Teil der Gesellschaft will es halt so. Springer lesen, Habeck verteufeln, Scheiß Migranten, Heizen womit ich will. Freiheit!!!


    Desillusionierend.

    Du vergisst Radwege abschaffen und überall Vollgas auf der Autobahn und natürlich billiges Fleisch.

    Die Frist ist schon interessant. Kriegt man jedes Jahr so ne E-Mail wo man zwei Wochen Zeit hat seine Dauerkarte zu verlängern oder verlängert die sich automatisch? Falls nein seh ich das Drama jetzt schon auf uns zukommen das manche einfach schlichtweg die Mails nicht sehen weil sie nix checken oder die Mails im Spam landen...

    Ich halte es für sehr sehr unwahrscheinlich, dass ein DK Inhaber, selbst wenn es die erste Saison war, ausgerechnet in der Zeit in der das neuen Ticket bestellt werden muss plötzlich von allen Kommunikationswegen, Zeitungen, Medien ,Internet etc. abgeschnitten ist und diese Information nicht erhält.

    Tatsächlich löffelt der glaube ich nur die Suppe aus, die ihm Klaus Allofs hinterlassen hat. Von dem sind auf jeden Fall die ganzen Spielerverträge ohne Gültigkeit für die zweite Liga.

    Was den Kader angeht ja, aber die Verpflichtung des aktuellen Trainers geht auf seine Kappe. Da ist er Risiko gegangen, in der Hoffnung mit diesem Trainer nächste Saison wieder in Liga 2 nach oben anzugreifen und nicht einen Feuerwehrmann zu verpflichten.

    Ich führe es mal hier fort.

    Dass hier und da immer mal wieder Erfolg möglich ist, halte ich auch für realistisch, mir ging es um die langfristige Etablierung und den permanenten Einzug von professionellen Strukturen, die sich vom Standort etwas entfernen, und emanzipieren. Und das ist auch kein Szenario, das ich für erstrebenswert halte. Momentan wird hier ja viel das Thema Professionalität diskutiert, warum dauert das so lange, warum sind die anderen alle schon so weit. Da ist mir wieder diese Ungeduld im Umfeld klar geworden. Das Forum ist sicher nur eine klitzekleine Blase im FC-Kosmos, aber diese Blase ist für mich nicht so weit vom Gesamtbild. Im Stadion bekommt man ja immer mal wieder mit, wie schnell es gehen kann, dass beim 3. Rückpass auf den Torwart schon geraunt wird, und dass das Thema Geduld nun nicht unbedingt in der maximalen Ausprägung vorhanden ist beim geneigten FC Fan. Die letzten Jahre haben sicher den ein oder anderen geerdet und bescheiden gemacht, aber die an anderer Stelle platzierte Frage, warum man eigentlich davon ausgeht, Vereine wie Heidenheim oder St. Pauli oder Bremen schlagen zu müssen, zeigt eben auch, dass die Vergangenheit noch in vielen Köpfen mitschwingt. "Jetzt kommen die Gegner, die wir schlagen müssen". Solche Szenarien gibt es für einen Fahrstuhlclub meiner Meinung nach nicht. Dadurch entsteht eine Erwartung, eine Ungeduld, die letzten Endes in der Personalplanung enden kann, oder enden wird. Mitglieder wählen den Vorstand. Der Vorstand bestimmt die sportliche Leitung.

    Einen Freiburger Weg beispielsweise kann und wird es aus beschriebenen Gründen auch nicht geben können, weil einfach die Geduld fehlt. In vielen Köpfen ist der FC noch ein großer Club, der um die vorderen Plätze mitgespielt hat. Jetzt ist ja schon jemand wie Wagner, der punktemäßig nicht geglänzt hat, aber auch nur eine Handvoll Spiele ohne eigene Transfers, ohne Vorbereitung, bestritten hat, durchgefallen beim Großteil hier.

    Das Kölner Umfeld, Emotionalität, lokale Verbundenheit, Heldenverehrung, Karneval, das gehört irgendwie alles zum Verein. Das macht uns aus, das macht uns sympathisch. Und in gewisser Ausprägung möchte ich das auch gar nicht missen (momentan fehlt mir dennoch ein wenig die nach außen getragene Gier auf Erfolg).
    Ich glaube nur, dass uns diese Bedingungen auch daran hindern, ein Verein wie die Bayern oder die Konstrukte zu werden. Ich persönlich kann damit leben, aber - und das ist meine Grundbotschaft - jeder, der hier Professionalität fordert, der den Freiburger Weg nachahmen möchte, der hier etwas aufbauen will - sollte sich hinterfragen, ob er selbst überhaupt die Geduld für sowas hat. Erfolg halte ich nicht für ausgeschlossen, Stöger und Baumgart haben uns nach Europa geführt zuletzt. Am Ende hat die Revolution ihre Kinder aber immer gefressen, und das nicht selten wegen persönlicher Befindlichkeiten, und fehlender Professionalität und Weitsicht in Zeiten des Erfolgs.

    Sorry für den Roman.

    Wer sachlich schreibt, darf auch einen "Roman" schreiben:winking_face:

    Das man sich an anderen Vereinen orientiert,etwas abschaut, die sehr viel richtig machen ist ja nicht falsch. Allerdings sollte man aufpassen darin die Lösung für Alles zu finden. Vor gut 20-15 Jahren war es Bremen, dann Frankfurt und jetzt Freiburg. Daran das die "Vorbilder" wechseln erkennt man das Problem, nicht einfach etwas 1:1 kopieren zu können und damit immer Erfolg zu haben.

    Wenn wir über professionelle Strukturen reden ist das ja ein weites Feld. Das geht über Trainer und Vorstand hinaus, über Scouting und runter bis zum Thema Ernährung. Was Mitgliedschaft und gerade die Mitglieder der Gremien, aus meiner Sicht, dringend stärker entwickeln müssten ist eine Rezilienz gegenüber Stimmungen im Umfeld. Natürlich darf man dabei keine Besserwissermentalität entwickeln, aber es ist schon ein wesentliches Problem wie sich immer wieder die Unruhe im Umfeld auf Entscheidungsträger überträgt.

    Ich liebe unser Stadion, das ikonische Design mit den Pylonen, der Wiedererkennungswert, die aufgeräumte Architektur.

    Aber ich bin klar für einen Auszug aus Müngersdorf, da ein Ausbau der bestehenden Arena angesichts der politischen Gemengelage und des zu erwartenden Widerspruchs aus der Bevölkerung zu einer never ending story werden könnte. Ich befürchte der erste Bagger in Müngersdorf würde - wenn überhaupt - erst in vielen Jahren rollen.

    Ein Neubau wäre m.M.n. eben wesentlich schneller realisierbar. Frechen oder Hürth - die Standorte sagen mir auch persönlich zu (ich reise über die A61 / A1 an). Mit einer Kapa von 70.000 wären wir gut aufgestellt - größer würde ich es nicht haben wollen - wg. der Auslastung in mageren Zweitliga-Zeiten.

    Das Thema wird aber gefühlt schon viel zu lange diskutiert - wir wissen nicht erst seit gestern dass das Müngersdorfer Stadion deutlich zu klein ist. Hier würde ich mir vom FC mehr Entschlossenheit und bias for action wünschen - das krampfhafte Festhalten am bestehenden Standort ist da hinderlich.

    Meine persönliche Meinung.

    Ein gutes Beispiel wie die Anforderungen an einen Neubau unterschätzt werden. Auch in Hürth etc. stehen nicht einfach Flächen zur Verfügung. Aber selbst wenn es eine Fläche gibt, es muss auch eine passende Infrastruktur geben und gerade der ÖPNV in Hürth oder Frechen müsste da enorm ausgebaut werden. Ohne einen nahen Anschluss an eine Stadtbahn/S-Bahn geht da überhaupt nichts. Wer glaubt 70.000 + X Zuschauer könne man nur mit Bussen und PKW an- und abreisen lassen der hat den Knall nicht gehört.

    Ich habe eben gesehen, dass Roger Prinzen im Alter von nur 57 Jahren verstorben ist, der seit 2018 Leiter des Nachwuchs-Leistungszentrums dort war. Zunächst mal meinen Beileid für Freunde, Familie und alle, die ihn kannten. :candle:

    An dieser Stelle aber auch noch mal zwei Sachen, die mir da irgendwie aufgestoßen sind, als ich die Beileidsbekundungen gesehen habe.

    Zum einen die offizielle Version des Vereins, in der wortwörtlich steht wortwörtlich "...Entwicklung der Arbeit in unserem HARTMANN NachwuchsLeistungsZentrum in den...". Wahrscheinlich gibt es irgendwelche vertraglichen Verpflichtungen dazu, aber ich finde, diese völlig künstliche Namensschöpfung mit Sponsoren-Name und dem zusammengeschriebenen Marketing-Kauderwelsch-Deutsch in einer Beileidsbekundung zu erwähnen, das ist irgendwie... falsch. Kann man da nicht einfach schreiben, dass er im Nachwuchs-Leistungszentrum gearbeitet hat? Reicht das nicht? Ich weiß es nicht...

    Und ganz schlimm auch auf der Facebook-Seite, wo manche direkt wieder mit Corona-Verschwörungen um sich werfen und behaupten, dass er wegen einer "aufgezwungenen Impf-Spritze" verstorben sei. Ohne Beweise. Garniert mit "Die Wahrheit muss ans Licht" kommen.

    Da verstirbt ein Mensch - und die einen denken nur daran, den Sponsor zu erwähnen und die anderen sehen direkt wieder eine globale Verschwörungskampagne. Das ist einfach so armselig.

    Leider gibt es gerade im Südwesten viele von diesen Spinnern,

    Es ging Murat nicht ums stabil halten, sondern als Notfallmaßnahme.

    Aus der Arbeit mit Diabetikern weiß ich, dass man ansonsten versucht auf Zucker zu setzen, der möglichst langsam wieder abbaut und über die Ernährung -je nach Krankheitsbild- da auch extrem viele Möglichkeiten zur Steuerung hat. Mit Cola steigt der Zuckerspiegel schnell an, fällt aber auch wieder schnell. Man muss daher die komplette Ernährung im besten Fall auf Produkte umstellen, mit denen der Zuckerspiegel langsam steigt und auch langsam wieder abbaut.

    Wenn das so wäre, bei allem Verständnis, dann braucht man ja auch nur eine Flasche für den Notfall und die dürfte bezahlbar bleiben, auch mit Zuckersteuer.

    Zumindest könnte man diesen Männern unterstellen im Umgang mit Frauen etwas sensibler zu sein, als viele andere Männer. Ich rede jetzt nicht von den Männern die sich darüber mokieren nicht mehr ihre Machosprüche raushauen zu dürfen.

    Ich kenne da in meinem Umfeld auch Männer,denen es sehr schwer fällt Frauen anzusprechen. Das ist auch nicht oder nicht nur mit Schüchternheit zu erklären. Jemand der beruflich bedingt Vorträge vor Publikum halten kann und sich auch privat mit Männern und Frauen recht ungezwungen austauschen kann, der ist nicht grundsätzlich schüchtern. Wenn es aber darum geht eine Frau als mögliche Partnerin anzusprechen wird es schwieriger. Da spielt die Angst verletzt zu werden eine Rolle. Man kann es sich einfach machen und sagen, dass müsse man auf der Partnersuche riskieren. Aber die Angst verletzt zu werden beruht auf auf der Sorge bei der Ansprache, die man vielleicht nie gelernt hat, etwas falsch machen zu können und der Frau das Gefühl zu geben man sei nur ein weiterer Typ der in ihr nicht einen Menschen, sondern nur das Sexobjekt sieht.

    Unabhängig davon sollten alle Männer ihr Verhalten überdenken. Ein kleines Beispiel,welches mich nach einem Gespräch zum Nachdenken gebracht hat. Steigst Du im Dunklen an der S-Bahn etc. alleine mit einer unbekannten Frau aus und ihr habt die gleiche Richtung , dann wechsel wenn möglich, den Bürgersteig und geh nicht hinter ihr.Ähnlich, wenn Dir die Frau entgegen kommt. Ich habe das erst nicht verstanden,denn ich selber weiß ja , dass ich keine Gefahr bin. Die Frau weiß es aber eben nicht und es erhöht für viele Frauen offenbar das Sicherheitsgefühl. Mir hat dem Punkt und es wird noch viele weitere geben,bisher die notwendige Sensibilität gefehlt. Das ist auch der Punkt wo es, unabhängig von dem aktuellen Anlass, Aufgabe von Männern sein muss sich nicht zurück zu lehnen und damit zu begnügen sich selbst für einen der" Guten" zu halten, sondern sich zu reflektieren und an der Seite der Frauen zu stehen.

    Vielleicht sollte sich Frau Prien eher mit der Realität beschäftigen, und weniger Zeit auf ihr Framing verschwenden, dass demokratiefördernde Projekte in Summe zu links sind. Es wird seinen Grund haben, gegen Rechtsextremismus vorzugehen.

    https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/p…s-15401761.html

    Na unser Kanzler ist sich ja auch nicht zu blöde bei dem Thema Gewalt gegen Frau als erstes mal wieder über Migranten sprechen. Da ist doch das tolle an den Migranten. Die machen die Jobs die keiner machen will und sind angeblich gleichzeitig die Hauptursache für Antisemtismus und Gewalt gegen Frauen. :zany_face:

    Wenn die Regierung auch nur einen Teil der "Reformen" durchsetzt, ist die nächste Regierung entweder mit AFD-Beteiligung oder eine Minderheitsregierung.

    Schlimmer kannst du doch die unteren und mittleren Einkommen gar nicht vor den Kopf stoßen. Spinnen die eigentlich vollkommen?

    Was soll man auch anderes von sog. Verbrennerparteien erwarten? Die kommen beide, auch die SPD, aus ihrem neoliberalen Denken nicht raus. Gedacht wird bei der SPD schon lange nicht mehr. Seit 10 Jahren labern die nach jeder Wahlniederlage davon sich jetzt mal endlich für die arbeitende Mitte einzusetzen. Defacto kommt aber kommen dabei maximal Parteitagsbeschlüsse/Wahlprogramme heraus und in der Praxis sekundieren sie brav der Union. Was Union und SPD da präsentieren und bereits umgesetzt haben ist von einer beindruckenden Ignoranz gegenüber den Herausforderungen der Gegenwart und der Zukunft geprägt.

    Letztendlich ist sind ja auch alle Bemühungen schön und gut. Fakt ist aber nun mal, dass es aktuell immer noch verboten ist und die "Fans" Ihren Vereinen regelmäßig einen Bärendienst erweisen.

    Und Fakt ist auch, dass Verbote eben nicht Pyro verhindern und diese "Strafen" es auch nicht tun. Der DFB bestraft ja grundsätzlich bei Pyro den Verein der das Spiel Zuhause austrägt als Veranstalter , wie den Verein dessen Vereins auswärts zündeln. Nur beim DFB-Pokalfinale bestraft der DFB sich selbst als Veranstalter nicht.:rolling_on_the_floor_laughing: Wer glaubt dem DFB ginge es wirklich darum das "Problem" zu lösen und Pyro zu verhindern, der ist leider wirklich naiv.

    Die Anhebung der Mehrwertsteuer wäre das größte Geschenk für die AfD. Kleiner und mittlere Einkommen noch mehr belasten und den Konsum entgültig abwürgen. Was ist eigentlich schlimmer? Die knallharte neoliberale Klientelpoltik der Union der für Überreiche oder das Abnicken der SPD?

    Egal wie klein die Werke mit Atomkraft sind, es entsteht auch hier radioaktiver Müll, bei dem es unklar ist, wo der gelagert werden soll. Naja, zumindest nicht in Bayern.

    Selbst wenn das kein Problem wäre. Wo möchte man den in Deutschland innerhalb von nicht mal 10 Jahren diese Atomkraftwerke hinbauen?.Angeblich kann man ja nicht ausreichend Windräder bauen, weil der Widerstand der Bürger zu groß ist, aber Atomkraftwerke werden einfach gebaut? Wird dann zwangsenteignet, mit dem Gummknüppel und Wasserwerfer der Bau durchgesetzt? Hatten wir alles schon. Das wäre der nächste Großkonflikt.

    Das Zeitfenster für die Reduzierung des Co2 Ausstoß wird immer enger, der Umstieg muss jetzt erfolgen und da hilft weder Atomkraft oder Kernfusion.

    WebersErben - und welche praktische Konsequenz willst du aus obigen gezogen wissen?! Aufkündigung der Koalition?!

    Nur noch mal zur Erinnerung: eine Koalition ist ein Zweckbündnis, um eine gemeinsame Regierung zu ermöglichen. Man schliesst einen Koalitionsvertrag, in welchem man die Arbeitsagenda für die Legislaturperiode festlegt. Bevor man das hat, hat am ellenlange Sondierungsgespräche und man schaut sich gut an ob die - gemeinsamen - Inhalte gross genug sind. Eine Koalition ist - entgegen offensichtlichen Missverständnissen - keine Liebesheirat. Die Mitglieder einer Koalition sind nicht verpflichtet, sich tagtäglich voller Freude um den Hals zu fallen, sondern sie sollen zum Wohle des Landes gut zusammen arbeiten. Das es dann zu Reibereien kommt, das ist völlig normal. Das der eine die Kröte schlucken muss und der andere die - das gehört zum(politischen) Geschäft.

    Man scheint völlig auszublenden, worum es eigentlich geht. Es geht darum, für dieses Land wieder ein tragfähiges Fundament zu finden(nein, unser altes Fundament reicht nämlich nicht mehr). Es geht darum, die braune Flut einzudämmen. Es geht auch darum, den Linken klar zu erzählen, daß dieser Staat eben nicht Schei.. ist, wie die gerne behaupten....Ich werde diese Regierung unterstützen(das heisst nicht, daß ich sie in Punkten nicht konstruktiv kritisieren darf), denn sie ist vielleicht die letzte Chance.

    Bei gewissen Medienvertretern kann ich nicht mehr unterscheiden, ob die lieber AfD und Linke kritisch sehen wollen oder nicht lieber die Regierung endgültig bashen wollen. Macht ja so viel Spass sich daran zu delektieren dieser Regierung das und jenes um die Ohren zu hauen. Und es ist auch so weitsichtig, die Regierung immer weiter vor sich her zu treiben und zu desavouieren.

    Du schreibst ja richtig, Zweckbünbnis. Diese haben der SPD mit der Union in der Regel nie gut getan. Aber von einem Zweckbündnis kann ich hier nicht mal etwas erkennen. Die Klingbeil SPD scheint jede inhaltliche Ausrichtung und Moral verloren zu haben und jammert jetzt über ihren Absturz und das Erstarken der AfD. Das eine Reiche noch Ministerin ist und man nichts, rein gar nichts, an ernsthafter Kritik aus der SPD an ihr hört ist bezeichnend. Die Abschaffung des Bürgergelds,war das eine. Eine Woche vor dem Beginn des Kriegs im Iran allen ernstes der fossilen Industrie mit der Verlängerung bei den Gasheizungen/Ölheizungen ein Geschenk zu machen um dann hinterher scheinheilig zu behaupten man würde die, zurecht besorgten, Mieter vor den Auswirkungen des "eigenen" :grimacing_face: Gesetz ja angeblich schützen. Diese Regierung geht eben keine Probleme an, sondern verschlimmert sie immer weiter.

    LinkeKlebe :und was sollen die Sozis jetzt machen, aus der Regierung austreten?! Du schreibst es ja selber - bei Neuwahl gibt es den Sturz ins Bodenlose. Ja, den gäbe es.

    Und dieses Rumgeheule und Rumgezicke -Entschuldigung - der "Regierungspartner stürzt uns ins den Abgrund", das kann doch kein Mensch mehr hören. Umgekehrt gilt doch ähnlich oder glaubst du allen Ernstes, daß unsere lieben Freunde von der Union Freudenfeste feiern, wenn Frau Bas den oder die Unternehmer als Feinde bezeichnet?! Nein, man muss sich zusammen raufen.

    Diese Regierung ist die, die wir haben. Und sie ist vom deutschen Wähler gewählt und Punkt. Mit anderen Worten: wir - ich verstehe uns jetzt alle mal als aufrechte Demokraten - sollten sie unterstützen. Oder wollen wir sehenden Auges die Alternative(höhö)?!...Also, ich brauche das wahrlich nicht aber vielleicht haben ja andere Leute Lust auf Untergang. Es ist k e i n e Lösung, wenn der eine Regierungspartner auf den anderen Regierungspartner mit dem Finger zeigt(haben wir in der Ampel erlebt, was dann raus kommt).

    Nun ja, in der Union gibt es ja nicht bei wenigen die Haltung man würde der SPD zu sehr entgegenkommen:zany_face:. Dabei hat die SPD alle großen Schweinereien dieser Regierung mitgetragen, sei es aus Dummheit, Überzeugung oder Gleichgültigkeit.

    Wenn sich z.B. ein führender Vertreter der Bundestagsfraktion in eine Talkshow setzt und zur Unionsforderung den 1. Tag aus der Lohnfortzahlung auszuklammern von Gesprächen mit der Union spricht, dann braucht man sich nicht wundern über den Absturz.

    Wenn ich mir jetzt nur mal die geplante Reform der Riester-Förderung ansehe, hat man den alten F.D.P. Vorschlag aus dem Giftschrank geholt und ändert die Förderung , dass vor allem Menschen mit geringen Einkommen benachteiligt werden.Nicht überraschend, kam ja von der F.D.P. An dem Grundproblem, den intransparenten Kostenstrukturen etc. geht man nicht ran , wie überhaupt diese Regierung nicht nur keine Fortschritte macht, sondern Rückschritte bei allen relevanten Themen.

    Enges Finale im Ländle,Grüne mit 30,2 % vor der Union mit 29,7 %. Wie eng, das zeigt die Verteilung der Mandate - jeweils 56 erhalten die Grünen und die CDU. Cem Özdemir wird der neue Ministerpräsident und der zeigte dann gleich wie er es erwartet und sprach von "Koalition auf Augenhöhe"...."vertrauensvoller Zusammenarbeit". Politologe Korte spricht in seiner Analyse für das Ländle davon, daß der Wunsch der Wähler eine stabile Koalition aus der politische Mitte heraus sei und sieht in Özdemir eine Orientierungsautorität.

    Die Grünen werden trotz ihrer Verluste in Baden - Württemberg also hoch zufrieden sein, die Union trotz beträchtlicher Gewinne gegenüber 2021 eher nicht zufrieden - zwischendurch sah es nach einem Sieg der Union aus. Im Vergleich zur anderen Regierungspartei in Berlin - der SPD - können sich die Unionisten aber quasi auf die Schenkel klopfen vor Vergnügen, das Ergebnis der SPD ist ein komplettes Desaster. Und wird in Stuttgart und in Berlin zu erheblichen Diskussionen, vielleicht auch Konsequenzen führen.

    Die AfD zeigt sich sehr gut gelaunt. Darf sie auch. Man muss die Partei nicht gut finden, aber man muss feststellen: im nächsten grossen Flächenstaat satt zweistellig dabei. Prompt kam das Angebot an die Union für eine Regierungsbildung in Stuttgart, welches prompt kühl abgelehnt wurde.

    Linke, FDP und andere unter 5 % und damit nicht im Landtag vertreten. Im Stammland der FDP der nächste grosse Rückschlag. Ouo vadis, FDP?! Die Linke ist auch enttäuscht - lange Zeit schien die Partei in den Wahlvorhersagen den Einzug in den Landtag zu schaffen. Das Linken Chef van Aken den CDU Kandidaten Hagel eine Pfeife nennt und ihm wegen der Zuspitzung Özdemir/Hagel die Schuld daran gibt, daß seine - Hagels - Partei an die Grünen Stimmen verloren hat, die jetzt fehlen ist an Peinlichkeit kaum zu überbieten.

    Baden - Württemberg hat genau die Regierung bekommen, die es wollte. So oder so herum - für die beiden Regierungsparteien ein deutlicher Vertrauensbeweis.

    Das sich bei der SPD noch was positiv tut wage ich zu bezweifeln. Wenn man sie was für eine Politik sie da in Berlin mittragen und Klingbeil es schafft als Vorsitzender nach einer verloren Bundestagswahl nicht nur im Amt zu bleiben, sondern seine Co-Vorsitzende zu entsorgen, dann sehe ich wenig Anlass für eine positive Änderung.