Beiträge von Godzilla

    Wenn mehrere Leute diesen Eindruck beim Training haben, dann dürfen sie das hier auch berichten. Besonders wenn die einen Vergleich mit anderen Trainern haben. Ekelhaft finde ich das nicht.

    Ich glaube aber, dass bei so was auch immer ein wenig Voreingenommenheit dabei ist. Wenn man dem Trainer gegenüber oder der aktuellen Situation etwa eh schon kritisch gegenübersteht, wird man das Training womöglich auch nicht komplett neutral betrachten und dann auch bewerten. Ich könnte es zumindest nicht.

    Und es ist auch immer die Frage, ob man wirklich aus ein paar Trainingseinheiten eine generelle Bewertung heraus vornehmen kann. Aus dem Jahr 2026. Nicht mit Trainern von "früher". Sondern mit anderen Trainern, die derzeit an anderen Erstligastandorten ihre Mannschaften unterrichten.

    Selbst als Wagner-Kritiker fällt es mir schwer, da solche Beobachtungen zu ernst zu nehmen, weil mir dafür wirklich valide Vergleichsdaten zu anderen Vereinen fehlen.

    Wir gewinnen den Bumms einfach und gut ist. Mein Favorit:

    Rückstand bis 10 Minuten vor Schluss. Dann guter letzter Wechsel und letzte Ansagen von Wagner. Pressingphase. Gladbach hinten reindrängen.

    Ausgleich. Stimmung komplett verändert. Lautstärkepegel eines startenden Airbus.

    Gladbach wird nervös.

    3:2 in der Nachspielzeit. Die Südkurve steht Kopf. Jeder Zweite hat das Kölsch seines Nachbarn abbekommen. Freudentaumel.

    Bedröppelte Gladbacher-Gesichter. Freundschaftliche Gesänge zum Abschied. :clown_face2:

    Bester Montag seit Wochen. Und Wagner hat als Trainer die Mannschaft richtig auf- und eingestellt und macht danach da weiter, wo man gegen Gladbach aufgehört hat.

    Ende.

    Die Frage, ob man die Warnungen als Versäumnis nicht ernst genommen oder ob man sie absichtlich nicht weiter verfolgt hat, ist ja durchaus strittig, auch wenn mir schon klar ist, in welche Richtung hier im Brett die Meinung dazu tendieren wird. Ich denke auch, dass wir in dem Punkt keinen gemeinsamen Nenner finden werden.

    Ich bin mir auch nicht sicher, ob wir den in dem Punkt finden werden, wenn es darum geht, sich selbst als Land durch kriegerische Handlungen vor Attentaten zu schützen oder vor Guerillaangriffen. Absolut richtig, dass es da wahrscheinlich bisher keinen Krieg gab, der die vollständige Auslöschung jeden Widerstands zur Folge gehabt hätte. Ich sitze hier aber in der Sicherheit eines von eher befreundeten Staaten umgebenen Landes. In einer gewachsenen und zumindest in großen Teilen gefestigten, demokratischen Gemeinschaft. Als Angehöriger eines Staates in einem wirtschaftlich und militärisch mehr oder weniger gesicherten Umfeldes.

    Das alles ist in Israel anders. Die Gründung des Staates war unter anderem die Folge jahrhundertelanger Pogrome in ganz Europa und darüber hinaus und dann später auch des Holocausts. Und der Staat war von seiner Gründung an mit Krieg konfrontiert. Direkt nach der Unabhängigkeitserklärung wurde Israel der Krieg erklärt. Ich bin mir nicht sicher, ob man sich das vorstellen kann, in einem Land zu leben, was seit der (durchaus kritisierbaren) Gründungsgeschichte von allen Seiten immer wieder den Krieg erklärt bekommt, mit Krieg bedroht wird und von Feinden umzingelt ist, die nicht nur Gebiete zurückhaben, sondern das Existenzrecht des Staates und des darin lebenden Volkes insgesamt ablehnen.

    Deswegen werde ich hier zu dem Thema auch nichts mehr schreiben. Ich bin klar gegen die Regierung Netanjahu, betrachte viele Taten dieser Regierung als anstößig und auch dem eigenen Volk gegenüber eher benachteiligend, was die öffentliche Wahrnehmung in der Welt und Sicherheitslage insgesamt angeht. Andere Dinge kann ich persönlich aber nicht verurteilen. Und ich betrachte mit Sorge, wie sich die Stimmung in der Gesellschaft in Europa in vielen Diskussionen in Richtung Antisemitismus unter dem Deckmantel der Regierungskritik dreht. Nur gibt es da hier im Brett weder die Zeit noch den Platz, das in Gänze auszudiskutieren.

    Vielleicht könnte man aber auch manche Themen einfach in den bestehenden Israel- und Nahost-Thread verschieben und den allgemeinen Politik-Thread hier dann eher für normale, politische Diskussionen lassen.

    Ich will hier gar nicht für irgendjemand Partei ergreifen.

    Aber ist euch das nicht zu blöde Behauptungen aufzustellen, die sich mit 30 Sekunden Google oder KI-Recherche widerlegen lassen?

    Bei der Nicht-Verurteilung der Hamas bin ich übers Ziel hinausgeschossen, sehe ich ein.

    Aber dennoch hat die Irische Regierung eine eher pro-palästinensische Haltung eingenommen, bei der man die israelische Regierung für ihr Vorgehen im Gaza-Streifen verurteilt. Ohne aber auch zu sagen, wie sich Israel denn gegen eine Wiederholung solcher Massaker wie 2023 schützen könnte, ohne einen - am Ende für Israel ja auch schädlichen - Krieg gegen die Angreifer zu führen?

    Ich bin auch dafür, dass man die Regierung Netanjahu vor allem für ihre völkerrechtswidrige Siedlungspolitik und das Vorgehen israelischer Siedler im Westjordanland etc. kritisieren muss. Weil das, was da gemacht wird, eine ganz klare Verdrängungspolitik ist, die nicht ungeahndet bleiben darf.

    Dennoch hat Irland historisch gesehen eine enge Bindung an Palästina, die sich auch in der gesamten Art und Weise ausdrückt, wie schnell man dabei ist, Israel an den Pranger zu stellen. In Irland hat seit dem Beginn des Massakers vom 07.10.2023 einen rasanten Anstieg an antisemitischen Taten feststellen können. Jüdische Gemeinden fühlen sich seitdem unsicherer als zuvor und berichten von einer Normalisierung des Judenhasses in Irland. Nicht Israel-Kritik. Judenhass. Fast 50 % der Iren glauben, dass seit diesem Tag der Antisemitismus in ihrem Land zugenommen hat.

    Zwar sagen auch knapp 40 %, dass Antisemitismus ein Problem ist, aber in den Griff bekommt man es da offensichtlich nicht. Und auch wenn die Zahl immer noch unter dem EU-Schnitt liegt, hat sie sich eben verdoppelt.

    Sprich: die anti-israelische oder israel-kritische Haltung der Regierung ist nicht nicht losgelöst von der Haltung der Zivilbevölkerung und kann daher auch nicht einfach getrennt werden. Und Antisemitismus ist dann eben keine "Regierungskritik an Israel" mehr. Selbst wenn man der Regierung in Irland keinen direkten Antisemitismus vorwerfen kann, so scheint ihre Haltung aber doch entweder in abgemildeter Form den Zeitgeist in Irland abzubilden oder Auswirkungen auf die Menschen im Land zu haben. Beides kein gutes Zeichen.

    Und damit kommen wir dann auch zu der Haltung der Irischen Nationalmannschaft. Eine Nationalmannschaft ist oftmals auch ein Spiegelbild des jeweiligen Landes, auch wenn sie natürlich nicht zwangsläufig die Regierung oder die Regierungsmeinung abbildet. Aber die Taten einer Nationalmannschaft haben auch immer eine gewisse, gesellschaftliche Relevanz. So wie die Debatte hierzulande damals über die Armbinden unserer N11 in Katar.

    Eine Nationalmannschaft muss sich darüber im Klaren sein, dass das, was sie tut, in besonderem Maße beobachtet wird. Und hat daher eine gesellschaftliche Verantwortung und Tragweite. Die Irische Nationalmannschaft hat in diesem Punkt eine ganz klare Haltung eingenommen. Mit Aussagen des Trainers etwa, dass man "nicht mit, sondern gegen Israel und gegen den Genozid" spielen würde. Und beide am Ende damit in einen Topf geworfen hat. Oder dass es Spieler gab, die das Spiel boykottieren wollten. Oder den Trauerflor, den man - nachdem man dem Gegner den Handschlag verweigert hat - geküsst hat.

    Und diese Haltung hat in Irland System. Auch im Sport. Bei Sportlern und Fans und auch Vereinen. Bohemian FC hat mehrfach ein Solidaritätskrikot mit Palästina rausgebracht etwa. Oder arbeitet mit Kneecap zusammen, deren Bandmitglieder auch gerne mal Hisbollah-Fahnen auf der Bühne zeigen oder sonst keinen Moment auslassen, um sich gegen Israel zu stellen.

    Das mögen alles nur kleine Puzzlestücke sein und vielleicht sehen andere diese Puzzlestücke nicht mal als Teile desselben Problems an. Für mich zeigt das aber, dass in Irland von den offiziellen Statements der Regierung über das sportliche Aushängeschild der Fußballnationalmannschaft bis hin zu den Vereinen und Fans eine Haltung existiert, die wenn auch nicht immer 1:1 deckungsgleich ist, so doch zumindest einen roten Faden hat, der zunehmend stärker wird und sich immer mehr auf einen Gegner zu fokussieren scheint.

    Oder regelmäßig bei Jugendspielern aus anderen Ländern die sich dann erstmal an die Belastung der Bundesliga etc gewöhnen müssen.
    Manchmal frag ich mich echt ob manche hier wirklich mit Scheuklappen durchs Leben laufen das das alles an ihnen vorbei geht ...

    Nein. Selbst bei Jugendspielern ist klar, WARUM man sie holt. Was man in ihnen sieht. Was man sich erhofft. Gutes Zweikampfverhalten, Schnelligkeit. Torriecher. Gute Reflexe oder Antizipation. Etc.

    Und diese Jugendspieler werden dann oftmals als Einwechselspieler behandelt.

    Tari

    Nein, habe ich nicht. Aber was mich an der aktuellen Darstellung halt immer wieder stört, ist einfach dieses ewige Wiederholen seines Status als "Talent", ohne dass jemand mal wirklich erläutert, was genau ihn dazu macht. Was macht jemanden zu einem Talent?

    Außer zu sagen: "Er hat überall hohe Punkt- oder Prozentzahlen erreicht.".

    Das ist wie zu sagen: "Das ist ein tolles Auto. Ein tolles Auto. Wirklich toll. Rot und so. Toll." Damit kann ich nichts anfangen. Es ist ein Auto und rot. Okay, aber was macht es zu einem tollen Auto? Ist es schnell, spritsparend, technologisch ausgereift? Hat es verschiedene Antriebsarten oder kann flexibel umgebaut werden im Innenraum?

    "Er ist ein Talent. Ein top Talent. So ein gutes Talent. Er braucht noch Zeit." ist halt... flach. Und wirkt dann einfach auch wenig überzeugend. Was kombiniert mit den bisher eher durchwachsenen Spielen bei manchen Fans wie mir keine wirkliche Überzeugungsarbeit oder Vertrauen schafft.

    Man kauft ja auch keinen Spieler und sagt: "Das ist ein Talent. Er kann laufen. Er braucht noch Zeit." Da würde jeder Reporter und jeder Brettie Schaum vor dem Mund bekommen, wenn das alles ist, was man über einen neuen Stürmer oder Abwehrspieler sagen kann.

    Zum Thema Antisemitismus:

    Dieser Artikel https://www.spiegel.de/sport/fussball…3c-8cc763d9fd55 ist für mich ein Beispiel, warum man jede Einordnung oder Diskussion von israelischer Politik komplett von Antisemitismus trennen sollte.

    Da kritisiert Irland Israel indem es in Gedenken an die zehntausende Tote Trauerflor trägt- Und als Antwort packt der israelische Innenminister nicht nur Antisemitismus aus, sondern auch die Nazi-Keule, indem er das Verhalten von Israel im 2. Weltkrieg heranzieht. Das ist schon ziemlich widerlich.

    Bei aller Verständlichkeit für die israelische Position: Seit Oktober 2003 sind etwa 74.000 Palästinenser* gestorben, das sind mehr als 3% der Bevölkerung im Gaza-Streifen vor dem Krieg. Das darf (und muss) man auch kritisieren dürfen.

    * https://english.wafa.ps/Pages/Details/175230 - Wie immer sind solche Zahlen natürlich mit großer Vorsicht zu betachten.

    Wundert es Dich? Irland kritisiert nämlich ausschließlich Israel - oder die israelische Regierung. Für jede Eskalation vor Ort. Niemals die Hamas. Niemals die Palästinenser. Immer nur Israel.

    Irland hat Palästina als eigenen Staat anerkannt. Es gibt historisch gesehen starke Verbindungen zwischen insbesondere der IRA und der PLO damals und den gemeinsamen, anti-kolonialistischen und anti-imperialistischen Befreiungskampf. Bei dem Israel und England der gemeinsame Feind waren. Oder es noch sind. So viel also auch zu einer grundsätzlich neutralen Haltung.

    Und bei aller absolut angebrachten und absolut notwendigen Kritik an der derzeitigen, israelischen, rechtsradikalen Regierung und ihrem Vorgehen - sich so zu äußern, wie es Trainer und Spieler vor und nach dem Spiel gegen Israel getan haben oder zuzulassen, dass man sich nicht mal die Hand gibt, ist eine Farce.

    Und dann so zu tun, als würde man mit diesem Trauerflor ALLEN Opfern des Nahost-Kriegs gedenken, wird durch die Tatsache, dass man sich dem israelischen Team gegenüber so verhält, komplett ad absurdum geführt. Man hat das Maximum an Missachtung ausgereizt - durch die schwarze Armbinde, das Nicht-Beachten der gegnerischen Hymne oder den nicht stattgefundenen Handschlag - bei dem es keine finanziellen oder sonstigen Konsequenzen gibt. Alles darüber hinaus wäre nämlich geahndet worden. Das, WAS die irische Mannschaft getan hat, war also am Ende auch noch nicht nur keine Zurückhaltung, sondern Feigheit vor den Folgen ihres eigenen Tuns.

    Wer wundert sich denn dann ernsthaft über die ebenso überzogene Antwort aus Israel? Das Tischtuch zwischen Irland und Israel ist zerschnitten. Aber die Schuld dafür jetzt nur bei Israel zu suchen, ist doch ein wenig einfach.

    Du hast Recht. Diese Diskussion würde sehr wahrscheinlich nicht stattfinden, wenn wir schöner/erfolgreicher spielen würden.

    Aber ich finde eben dennoch, dass WENN ich mich schon über einen Trainer in der Öffentlichkeit äußere, dass es dann interessant wäre, welche neuen Ideen er hat. Welche neuen Ansätze er mitbringt. Was er anders macht als sein Vorgänger (ohne diesen damit direkt zu diskreditieren).

    Ich erwarte jetzt auch keinen detaillierten Trainingsplan dargelegt zu bekommen. Aber am Ende solcher Interviews frage ich mich halt ständig, was der Mehrwert war!? Ich lese diese ganzen Worte, aber sie wirken wie Copy & Paste. Und oberflächliches Pitch-Vokabular einer Marketing-Abteilung.

    Alle reden davon, dass er ein großes Talent ist. Aber wie genau äußert sich das? Ist das ein Bauchgefühl? Ist es seine Aura? Was lässt jemanden glauben, dass jemand anderes ein Talent ist oder hat? Und was lässt einen darauf vertrauen, dass dieses Talent dann auch die nächste Evolutionsstufe erreicht? Denn zu viele Talente gingen als genau das und nichts weiter in die Sportgeschichte ein. Deswegen ist "Talent" für mich auch ohne weitere Erklärungen nicht wirklich aussagekräftig.

    Bei Baumgart wusste man, wofür er steht. Was er für ein Typ ist - ohne das jetzt zu bewerten. Bei Kwasniok auch. Bei Funkel selbstverständlich oder bei Stöger. Bei anderen war es auch in der Vergangenheit schwierig, die irgendwie greifbar zu machen. Schultz z.B.. Und jetzt eben auch Wagner. Mir fehlt komplett der Zugang zu ihm und ich hoffe immer, dass es mal jemanden gibt, der über ihn redet und mir dieses Erlebnis verschafft, was offensichtlich hier einige andere haben, die Wagner für den richtigen Mann am richtigen Ort zur richtigen Zeit halten.

    Kicker + habe ich nicht, aber der Express zitiert ja aus dem Interview in einem eigenen Artikel unter anderem die folgenden Passagen:

    "René ist ein sehr großes Trainertalent."

    "Aktuell stellen sich die Ergebnisse vielleicht noch nicht so ein wie gewünscht, aber wir haben eine sehr junge Mannschaft. Das braucht Zeit."

    "Da ist René ganz anders, authentisch. Dabei bleibt er kommunikativ empathisch."

    Wenn beim Kicker nicht noch viel mehr drin steht, was jetzt hier im Express nicht noch mal wiedergegeben wurde, ist auch dieses Interview über Wagner fast deckungsgleich mit dem, was man immer über Wagner hört: Talent, guter Kommunikator, braucht Zeit.

    Das mag alles richtig sein, es wirkt aber so als gäbe es über diese drei Kernpunkte hinaus nichts Tieferes. Nichts Substantielleres. Je mehr Interviews ich lese, wo über Wagner geschrieben wird, umso mehr wirkt es, als habe man sich von Vereinsseite aus ein Standardvokabular verpasst, welches man in solchen Fällen herausholt. Alle sagen dasselbe. Keiner geht tiefer rein. Da ist ein Interview so erhellend wie das nächste oder das vorherige.

    Wie gesagt, vielleicht steht in dem Kicker+-Artikel noch mehr drin, würde mich dann auch mal interessieren...

    Klopp kann nicht zaubern, das ist jedem klar. Und auch, dass es uns an echten "Leadern" auf dem Feld mangelt. Dass Kimmich das nicht ist und nicht mehr wird. Oder Spieler wie Wirtz einfach komplett von der Rolle sind.

    Dennoch bin ich ehrlich und habe mir mehr von einer Mannschaft erwartet, die aus den besten Spielern des Landes (oder darüber hinaus) besteht und jetzt einen Trainer an der Seite hat, der wohl mit zu den besten gehört, die der Markt zu bieten hat.

    Ich rede jetzt nicht von Zauberfußball. Oder davon, einen Gegner zu dominieren. Aber davon, die Basics auf den Platz zu bringen. Die Spieler sind alle gut und erfahren genug. Am Talent oder den Grundlagen des Profifußballs kann es also nicht liegen. Klopp sollte diese Euphorie rüberbringen, Emotionen, die mentale Bereitschaft.

    Und dann spielt man gegen Griechenland einen zumindest für mich enttäuschenden Fußball. Oftmals unkreativ, behäbig, am Ende schlampig (und meinetwegen auch immer mit dem doofen Pech an den Hacken). Und lässt beim Gegentor wieder mal alles vermissen, was ich zumindest als rudimentären Kern erwartet hätte. Man geht nicht hin, ist mental zu langsam oder zu zögerlich und fängt sich dann im ersten Heimspiel so ein unrühmliches Tor (klar, abgefälscht musste er auch noch sein). Da hilft auch der immer wiederkehrende Verweis auf die defensive Spielweise der Gegner nicht. Das wird mir inzwischen einfach viel zu oft und viel zu leichtfertig als Ausrede dafür hergenommen, wenn´s wieder mal nichts wird mit dem eigenen Spielaufbau.

    Ich bin mal gespannt, wie die nächsten zwei Spiele mit neuen Leuten so laufen werden. Und welche Schlüsse Klopp dann daraus für die danach stattfindenden Partien so zieht.

    Tja. Klar kann Klopp nicht zaubern und er hat ja auch gebetsmühlenartig zuvor wiederholt, dass man nicht zuviel erwarten soll.

    Aber ich weiß nicht, warum "nicht zuviel" beim FC oder der Nationalmannschaft immer direkt so aussehen muss?

    Fur die Griechen freut es mich, aber Fans gewonnen hat Deutschland heute nicht wirklich. Und die Euphorie ist auch schon wieder weg.

    Vielleicht einfach keine guten Bälle bekommen? Weniger Spielzeit? Andere Spielweise des Vereins/Trainers? Zu viel Druck von außen? Zu hohe Erwartungen wegen diverser Aussagen vor dem Transfer? Ich glaube, die Gründe sind vielfältig.

    Aber natürlich muss man auch berücksichtigen, dass Tigges jetzt zwar in der letzten Saison (reguläre Spielzeit) 6 Tore gemacht hat, davon aber halt auch drei Doppelpacks. Also jetzt nicht einfach konstant genetzt.

    Und diese 6 Tore gab es für uns auch schon mal vor langer Zeit von ihm. Auch damals zumindest 2 Doppelpacks.

    Er ist jetzt auch nicht um Welten besser als damals bei uns, aber ich glaube, man erwartet jetzt einfach weniger von ihm. Er hat nicht mehr diesen großen Rucksack auf. Und hat einfach Bock auf Fußball. Und dann läuft es eben auch ganz okay. Neben den 6 Toren waren es ja dann auch noch 3 Assists letzte Saison. Mehr als sonst. Ob er das aber so einfach bei uns in Liga 2 hätte noch mal wiederholen können? Schwer zu sagen. Und in Liga 1 glaube ich da - bei aller Freude über sein "Comeback" - leider definitiv nicht dran.

    Ich vermute, wenn es so viele pro-Faktoren einfach aufzuzählen gäbe, würde es den Artikel gar nicht brauchen.

    Dennoch beschreibt er meiner Meinung nach das Stimmungsbild ganz gut. Es gibt einiges zu kritisieren, und es gibt Punkte, die dafür sprechen, geduldig zu bleiben. Aber- das wissen wir ja alle - am Ende geht es um Punkte.

    Ich war kurz maximal irritiert, weil ich das neue Profilbild jetzt überhaupt nicht zuordnen konnte (also user-mäßig, nicht politisch und so... :D). :grinning_face_with_big_eyes:

    Also ja, er beschreibt das Stimmungsbild. Und ich verstehe auch den Punkt, dass es womöglich gut (oder gar richtig) wäre, geduldig zu bleiben, bis sich Dinge eingespielt haben. Aber ich hätte gerne einfach mal mehr Wagner und weniger "Geduld" ausgearbeitet gesehen. Im Moment ist mir persönlich dieses "Prinzip Hoffnung" einfach zu vage.

    Der Artikel fasst ja viele Dinge zusammen. Vor allem die Sicht der Skeptiker. Da steht so ziemlich alles drin, was die Leute, die ihre Zweifel haben, bewegt. Und zwar recht klar aufgeführt. Ob diese Sichtweise berechtigt ist oder nicht, ist dann Ansichtssache.

    Aber auch hier aus diesem Artikel werde ich nicht schlau, was denn eigentlich die Pro-Wagner-Argumente sind. Denn der Geissblog führt ja keine Dinge an, die Wagner gut oder besser als andere macht. Sondern man argumentiert mit dem Kader. Mit einzelnen Spielern und ihren Fähigkeiten. Mit der späten Zusammenstellung. Sowohl Spieler an sich als auch Kaderzusammenstellung sind aber - auch wenn der Trainer ja daran mitwirkt - nicht Wagners Hauptbeschäftigung, sondern Kesslers. Und dann wieder diese Aussage, dass die Verantwortlichen große Stücke auf ihn halten, ohne da noch mal konkret zu werden.

    Ich lese in diesem Artikel weiterhin nicht viel darüber, warum genau man es genau diesem Trainer Wagner zutraut, die Ziele zu erreichen. Was IHN ausmacht. Was ER so gut macht.

    Vielleicht sieht jemand anderes diesen Artikel auch anders, kann mehr zwischen den Zeilen lesen oder interpretiert Aussagen des Textes völlig anders, aber für mich sind die Pro-Wagner-Argumente eher ein kurzer Abriss über die Transfertätigkeiten von Kessler.

    Ich weiß auch nicht, wie der KStA auf die in der Headline kolportierten 1,2 Mio EUR kommt, um ehrlich zu sein.

    Das Matching Right hätte bei 7 Mio gelegen. Eben so viel, wie schließlich als Transfersumme geflossen sind. Selbst bei der 10%igen Weiterverkaufsklausel und selbst wenn der FC davon dann ebenso profitiert hätte, wären das immer noch 6,3 Mio an Transfersumme gewesen.

    Oder hatte man Aarhus eine Kaufoption für 700k zugesichert und sich selbst eine Rückkaufoption für 1,2 Mio? Wenn ja, geht das aus dem Artikel nicht hervor....

    ScheromellIch glaube, niemand wird ernsthaft solche Einschläge und Angriffe auf die Zivilbevölkerung wirklich "befürworten".

    Ich habe aber zumindest Verständnis dafür, wenn man aus Sicht der Ukraine, die jetzt seit 12 Jahren (die völkerrechtswidrige Annexion der Krim mit eingeschlossen) - oder je nach Deutung zumindest seit 4 Jahren - einen feindlichen und unprovozierten Angriffskrieg auf eigenem Boden ertragen müssen und bisher wirklich eher versucht haben, sich ihrer eigenen Haut und nationalen Souveränität zu erwehren, irgendwann auch mal überlegt, eine andere Art der Kriegsführung zu versuchen.

    (Und durch diese Angriffe auf die Zivilbevölkerung vielleicht versucht, den Moskauern bzw. Russen insgesamt klarzumachen, dass sie sich in einem Krieg befinden. Und dass Putin sie nicht dadurch schützt, dass er andere Länder überfällt. Und um zumindest einen Hauch von Druck auf die Menschen dort auszuüben, sich gegen die eigene Regierung zu stellen.)

    Auch wenn ich das Ergebnis dieser Herangehensweise (sollte es überhaupt damit zusammenhängen) für wenig erfolgversprechend und den zivilen Opfern in Russland auch für äußerst tragisch gegenüber erachte. Zumal man in Russland ja seit Jahrzehnten inzwischen systematisch jeden Form von Widerstand in der eigenen Bevölkerung ausgemerzt hat und jeder, der sich gegen den Kreml stellt, um sein Leben fürchten muss.

    Aber die Ukraine befindet sich im Krieg. Ich muss gestehen, dass es mir schwer fällt, vom sicheren Sofa im warmen Wohnzimmer aus eine Bewertung/Abstrafung von solchen Ereignissen zu treffen, wenn die Seite, die in diesem Fall wirklich für solche Eskalationen verantwortlich ist (Russland) jeder Zeit die eigene Zivilbevölkerung vor weiteren Angriffen schützen könnte, wenn sie den Krieg in der Ukraine einfach beenden würde.

    Ich schreibe es einfach mal hier hin, weil ja zuletzt noch im Politik-Thread die Rede davon war, dass es angesichts der AfD-Erfolge und der historischen Wahlschlappe der CDU doch wichtigeres zu besprechen gäbe, als die Verstrickung der Berliner Linkspartei mit islamistischen Terroristen (oder die gar auf eine Stufe mit einem Wohnungsbauunternehmen gesetzt wurden)...

    Kann sich dann ja jeder selbst ein Bild machen.

    Terror-Unterstützer schwärmt von Zusammenarbeit mit Linken

    "Ibrahim Ibrahim, der auf der Wahlparty der Linken tanzte, behauptet jetzt auf Facebook, es gebe ein „gemeinsames Handeln“ und „Zusammenarbeit“ nach gemeinsamen Werten. So könnten sie „echte Wirkung“ erzielen und „Veränderungen“ herbeiführen."

    Zur Einordung hier noch mal ganz kurz: Der Mann ist Mitglied im Vereinigten Palästinensischen Nationalkommittee Berlins. Das wiederum gilt als Dachorganisation für Anhänger von Hamas und PFLP.

    Und ja, es ist nur eine Behauptung seinerseits, aber insgesamt sind das doch reichlich viele Zufälle, die da zusammenkommen. Auch was den vorläufigen Rückzug von Ferat Cocak angeht.

    Und die Aussagen von Stobbe sind nun auch Wagners Schuld? :nerd_face:

    Manchmal frage ich mich, ob Du gerne Dinge absichtlich falsch liest. Ich halte Dich eigentlich für intelligent genug, nicht ständig solche "provokanten" Fragen zu stellen, aber da sie nun mal da steht, beantworte ich sie natürlich sehr gerne:

    "Nein." Und weil ich heute so in Gönner-Laune bin, ergänze ich das, nur für Dich, jetzt auch noch mit einem kurzen: "Habe ich auch nicht gesagt.". :nerd_face:

    Aber es geht hier in diesem Thread ja auch um die Art und Weise, wie halt Kessler oder eben Stobbe über Wagner reden und ihn in der Öffentlichkeit bzw. den Fans präsentieren. Oder wie Wagners Wahrnehmung bei den Fans ist. Quasi um das "Gesamtpaket Wagner".

    Und da wir vor einigen Seiten in diesem Thread das Thema hatten, dass er trotz all der Spiele, die er jetzt schon an der Seitenlinie steht, irgendwie immer noch nicht so richtig greifbar ist und ein wenig konturlos wirkt, passt das Interview von Stobbe eben leider gut dazu.

    Das Interview von Stobbe über Wagner und seine Fähigkeiten ist bis auf eine Ausnahme genuso inhaltsleer und mit vagen Allgemeinplätzen befüllt, wie viele Aussagen von Kessler und Co.über Wagner.

    Statt mal wirklich etwas darüber zu sagen, was seine Trainingsmethoden oder seine Ideen von Fußball betrifft und was ihn auszeichnet, wird einfach so getan, als wäre er ein bisher völlig von einigen Fans verkanntes Wunderkind. Bei dem man gar nicht mehr genau sagen bräuchte, was genau ihn auszeichnet. Stattdessen wieder solche Plattitüden:

    "was muss ein Trainer können. Und da legt er in allen Bereichen eine brutal hohe Punktzahl hin."

    Ah ja. Okay.

    Kurz eingeschränkt von einer - ebenso detaillierten - Aussage:

    "Natürlich ist klar, dass René die Punkte noch nachbessern muss, wo er keine Top-Punktzahl hatte."

    Danke, Herr Stobbe, für dieses unglaublich tiefgründige Interview. :clown_face2:

    Einzig und alleine der Punkt, dass Moore und El Mala (noch) bei uns sind, zeigt einen definitiven Pluspunkt von Wagner.

    Nur muss man dann auch irgendwas damit anfangen...