Beiträge von Godzilla

    Man wird immer einen Anwalt finden, der einen vertritt. Das mag man gut oder schlecht finden, aber letzten Endes muss man sich - gerade in einem Rechtsstaat - genau damit abfinden.

    Vor 15 Jahren ist 1860 München genau diesen Weg gegangen. Niemand hat den Verein seinerzeit mit der geladenen Waffe gezwungen den Weg zu gehen(oder ist mir etwas entgangen?!). Tja - und dann hat man festgestellt, daß der Sportkamerad Hassan Ismaik vielleicht doch nicht so passt. Nur zur Erinnerung und Gedächtnisauffrischung: Sportskamerad Ismaik hat 2011 1860 München vor dir Insolvenz bewahrt, weil er für knappe 20 Millionen EURO 60 % der Anteile erwarb. Da haben sich seinerzeit auch die Wenigsten beschwert.

    Prüfe, wer sich (ewig) bindet.

    Mein Kommentar war auch nicht nur als Kritik an Ismaik gedacht, sondern in der Tat auch an 1860. Ja, Ismaik hat den Verein damals gerettet, aber zu welchem Preis? Dass der sich nicht einfach rausdrängen lassen wird, das hätte man von Vereinsseite aus ahnen können. Wer würde das schon mitmachen, wenn man an seiner Stelle wäre?

    Das heißt, es war klar, dass in so einem Falle eine Schlammschlacht droht.

    Wie Du sagst: drum prüfe, wer sich ewig bindet. Und alles in allem eben ein perfektes Beispiel dafür, dass Investoren und damit auch Geld alleine überhaupt keine Probleme löst. Kurzfristig vielleicht, aber nicht mehr. Und dass eine Aufgabe der eigenen Identität und Selbständigkeit nur des Geldes wegen immer auch mindestens mit Risiken behaftet ist. Und man eben dann auch in solchen Fällen, wo man es bereut, nicht mehr Herr des eigenen Schicksals ist.

    Und dass ausgerechnet so Typen wie etwa Effenberg oder so, die immer auf Selbständigkeit, Unabhängigkeit oder den eigenen Status als unangepasste Kerle pochen, anderen erzählen, es wäre doch dufte, quasi ihre ganze Existenz in die Hände Dritter zu legen, macht das nur noch absurder.

    Den hatte ich 1994 auch, Bock. :grinning_face_with_big_eyes:

    1990 hatten wir als Messdiener auf Ameland in irgendeiner Scheune, in der wir untergebracht waren, das Finale geguckt. Alle schön mit weißen und selbst bemalten Kappen, mit Deutschland-Fahnen-Schminke im Gesicht und kleinen Fähnchen in den Händen. Ich war 9. Und dann sind wir nach dem Triumph wie die Irren "We are the champions"-singend durch die Gemeinde gelaufen. In den Niederlanden. Gut, dass wir so klein und putzig waren, dass uns keiner was wollte. :grinning_face_with_big_eyes:

    Und 1994 hatte ich richtig Bock auf die Wiederholung. Wieder im Zeltlager. Gute Voraussetzungen. Viertelfinale gegen Bulgarien. Ticket für´s Halbfinale quasi schon gebucht. Tja. Na ja. :pile_of_poo: Jordan Letschkow. Junge, Junge.

    Da ich mir nicht mehr sicher und zu faul zum Suche bin, ob wir einen eigenen Thread zu 1860 haben, hier mal ein Satz zu der dortigen, aktuellen Entwicklung:

    "Von Seiten des Löwen-Investors wird jetzt angekündigt, dass gegen die Kündigung des Kooperationsvertrags vorgegangen wird."

    Ist das nicht toll? Da hat man einen Investor, mit dem man nur Ärger hat, keinerlei Erfolg vorweisen kann und seit 15 Jahren keinen Schritt weiterkommt. Daraufhin möchte man sich gerne von diesem trennen, weil seine finanziellen Ressourcen auch nicht so groß sind, wie man es von einem Investor erwarten oder wünschen würde - und dann sucht der sich einfach einen Anwalt (Peter Gauweiler) und zieht in den juristischen Krieg.

    Ach, schöne, neue Welt. Und das ist das Szenario, was Leute wie Effenberg, Strunz und Co. einem dann sonntags beim Weizenbier im DoPa als Allheilmittel verkaufen wollen. :clown_face2:

    Mich hat es ohnehin gewundert, so ein Projekt mit den Franzosen zusammen stemmen zu wollen. Ich kann mich an kein erfolgreiches, gemeinsames Rüstungsprojekt mit FR erinnern, was nicht früher oder später mit großem Streit um Kosten, Zuständigkeiten und Führung einher ging.

    Die wollen bei jedem einzelnen Projekt unbedingt das Sagen haben. Wohl um zu kompensieren, dass auch sie längst nicht mehr die Weltmacht sind, die sie gerne wären.

    Beim Eurofighter-Projekt wollten sie eine Sonderregelung, bei der Drohne European MALE RPAS ist man einfach ausgestiegen, weil man lieber einen Alleingang plant, bei MGCS gab es dieselben Grabenkämpfe... Und Macron hatte die Zukunft des MGCS ja auch von der des FCAS abhängig gemacht. Frei nach dem Motto: "Wenn Du doof bist, spiele ich nicht mehr mit Dir."

    Mit Frankreich irgendwas zu planen, was tragfähig ist, halte ich für komplette Zeitverschwendung inzwischen.

    Das wäre allerdings nicht so toll. Denn, wenn er hier einschlägt, dann können sie ihn nächstes Jahr relativ günstig zurückholen.

    Aber irgendeinen "Tod" werden wir bei dem Deal schon sterben müssen. Entweder jetzt deutlich mehr investieren, wo wir nicht wissen, ob das gut investiert ist. Oder auf den Kauf verzichten und woanders unser Glück suchen. Oder jetzt eben so.

    Ich gehe davon aus, dass man da aber auch im Laufe der Saison noch immer wieder mal in Gesprächen mit ManCity wäre, wenn sich das mit der Rückkaufoption bewahrheiten würde. Um dann auch selbst Klarheit zu haben, wohin sich das entwickelt und was City anstrebt. Alles andere wäre fahrlässig. Aber Fahrlässigkeit scheint mir keine von Kesslers obersten Eigenschaften zu sein bisher. :winking_face:

    Ich glaube zumindest, dass man in gewissen Regionen Deutschlands ein generelles, historisch gewachsenes Problem mit Demokratie, "Anderen" und Toleranz bzw. dem Basisverständnis von Recht und Gesetz hat. Und wo eine gewisse "Das Recht des Stärkeren"-Mentalität herrscht.

    Und gerade in manchen Gegenden ist man ja auch stolz darauf und betont - auch gerne beim Fußball - das Klischee etwa des "Wilden Ostens".

    Wo Männer noch echte Männer sind. Und Deutsche eben echte Deutsche. Und wo man dann eben auch echte Typen wie Wladimir oder Donald mag, die tun, was sie wollen, sagen, was sie wollen und wo die Frauen halt einfach mal die Schnauze zu halten haben. Macher eben. (Und damit witzigerweise das komplette Gegenteil eines Großteils ihrer eigenen Wählerschaft...)

    Rechtsextrem? Womöglich. Linksextrem? Eventuell. Asozial? Ja. Auf jeden Fall sind das Menschen, mit denen kein Land der Welt irgendetwas anfangen oder produktiv werden kann. Von einer Weiterentwicklung ganz zu schweigen. Schade, dass wir so viele davon haben.

    Leugnet niemand. Die Defensivarbeit ist aber ausbaufähig. Auch, wenn er da zuletzt schon deutlich an sich gearbeitet hat.

    Ich kann es nur für mich sagen: Wäre ich Bundestrainer und kein FC-Fan, wäre Said für das aktuelle Turnier nur ein Aussenseiter für meine Nominierungen.

    Was auch im Gesamtpaket mit Defensivarbeit, der Erfahrung auf höchstem Niveau, der nicht Eingespieltheit mit dem restlichen WM-Kader oder der nicht vorhandenen Dringlichkeit bzgl. seiner Position alles irgendwie verargumentierbar wäre.

    Aber wie Du schon sagst: Nagelsmann hat es halt jedes Mal anders zu erklären versucht. Und dabei jedes Mal Gründe genannt, die entweder Quatsch sind, am Ende sonst bei keinem Spieler wichtig gewesen zu sein schienen oder wo er sich selbst widersprochen hat.

    Und das tut mir dann für El Mala leid. Er ist Spieler beim 1. FC Köln. Hat in einer noch nicht wirklich gut ausbalancierten Aufsteigermannschaft in seiner ersten Saison in Liga 1 brilliert. Ist einer der Top-Torschützen bzw. -Scorer aus Deutschland. Ist schnell, mit gutem Auge, gutem Schuss, einer Unbedarftheit, die auch positiv wirken kann. Wurde seit Saisonbeginn von der Presse im ganzen Land gehypt ohne Ende, hat geliefert, seine Leistung sowohl von Anfang an als auch als Joker gebracht. Ist für sein Alter schon enorm weit.

    Und dann sagt ihm der Nationaltrainer vor aller Augen, dass man im falschen Club spielt, mit der falschen Taktik vertraut ist, dass man sich falsch bewegt (Stichwort Heatmap), dass man nicht fit genug ist, nicht im Flow ist, nicht eingespielt genug ist, nicht genug dies oder das ist. Dinge, die sich durchaus hätten ändern lassen können. Die Nagelsmann aber nicht ändern wollte. Und die er jetzt nicht mal durch die Blume El Mala ankreidet.

    Und je öfter ich darüber nachdenke, wie Nagelsmann mit einem jungen, hochtalentierten, motivierten Spieler umgeht - ob Kölner oder nicht - macht mich das nur wütender. Dann muss man sich auch nicht wundern, wenn andere Spieler, die vielleicht die Chance haben, auch für eine andere Nationalmannschaft aufzulaufen, genau das tun, wenn man ihnen mit so einem fehlenden Fingerspitzengefühl eine öffentliche Klatsche verpasst.

    Ziemlich offensichtlich und berechnend, dass er voll auf die Karte Ostdeutschland setzt. Dass sich von seiner Anhängerschaft dort niemand wirklich ernsthaft mal mit Höckes Herkunft im Zusammenhang mit seinen Aussagen auseinandersetzt, ist für mich noch beschämender und unlogischer, als die Aussagen selbst.
    Ich finde es immer noch surreal und befremdlich, dass ein Westfale den Ostdeuschen erklärt, was Heimat ist, und was die ostdeutsche Identität ausmacht.
    Aber gut, das hat ein Österreicher ja auch schon gemacht mit den Deutschen.

    Absolut richtig. Das Witzige ist ja auch, dass man da (also im Osten) sonst sehr empfindlich darauf reagiert, wenn einem ein Wessi die eigene Welt im Osten erklären möchte. Das ist normalerweise direkt ein Streitthema.

    Außer es ist halt ein Nazi. Dann ist das - wenn man den Wahlergebnissen folgen darf - für viele scheinbar OK. :clown_face2:

    Aber gut, logisch erklären kann man alles, was mit der AfD zusammenhängt eh nicht mehr. Und die Begründungen, warum man die trotz aller Skandale und trotz aller veröffentlichten Erkenntnisse darüber, was da intern schief läuft, noch wählt, werden auch immer wirrer. Immer Nagelsmanniger.

    Höcke spricht den Westdeutschen das Deutschsein ab

    Laut Höcke sind Westdeutsche nur "Deutsch sprechende Amerikaner mit Ersatzidentität.". Und nur "Ostdeutsche noch Deutsch sprechende Deutsche."

    Das heißt übersetzt, er selbst - als geborener und groß gewordener Wessi - ist kein echter Deutscher, sondern ein Amerikaner mit Selbsthass, der sich die Ostdeutsche Deutschland-Identiät aneignet. Diese Identitätslosigkeit erklärt dann auch, warum er so geil auf irgendwelche Parolen aus WW2 ist. Das ist so, als würde jemand, der nie gedient hat, daheim das ganze Wohnzimmer mit Militaria-Sachen zupflastern und denken, er (oder sie) wisse wirklich etwas damit anzufangen.

    Höcke ist eine westdeutschamerikanische Fleischpuppe mit ostdeutscher Ersatzidentität. Quasi ein Big Mac auf der Simson. Herrlich. Aber gut, dass man ihn weiterhin wählt und anfeuert. Welcher stramme Ossi (oder Wessi oder Nazi) möchte nicht von einem eigentlich heimatlosen Spinner die Welt erklärt bekommen? :clown_face2:

    Eigentlich müsste die FIFA da eingreifen. Der Iran steht schließlich rein fußballerisch auch unter ihrem "Schutz" bzw. hat dieselben Rechte und Pflichten wie alle anderen Länder.

    Umso bitterer, dass dies aber ja wahrscheinlich nicht getan wird. Fairplay und so. Mit diesen ganzen Sprüchen kann man sich dann den Arsch mit abwischen.

    Erstmal alles Gute für Eriksen. Gesundwerden und wieder vollständig auf die Beine zu kommen, ist das Wichtigste.

    Ansonsten fällt es mir halt schwer, jemand anderem zu raten, seinen Beruf und seine Leidenschaft an den Nagel zu hängen, auch wenn es vielleicht auf lange Sicht und rein auf den körperlichen Punkt bezogen "besser" wäre. Aber ich maße mir das trotzdem nicht an...

    Wenn wir alle die FC Brille mal absetzen muss man klar sagen das Führich der nächste gewesen wäre um mitzufahren.

    Seine Leistung in den letzten Jahren als Grundlage.

    Ich glaube, damit hätten auch viele hier leben können. Führich hat sich stark gemacht, spielt sicher auch schon länger auf höherem Niveau bzw gegen Gegner auf höherem Niveau als El Mala logischerweise. Wäre ich auch absolut fein mit gewesen.

    Aber dass Ouedraogo jetzt eben nachnominiert wurde, macht mit den wieder mal merkwürdigen Begründungen von Nagelsmann kaum Sinn.

    Dieses hätte als Trainer alle Trümpfe in der Hand, um eine Nichtberücksichtigung von El Mala sachlich, ruhig und logisch zu erklären. Mit Ansätzen, die man vielleicht nicht unbedingt teilen muss aber verstehen kann.

    Stattdessen haut Nagelsmann zweimal hintereinander so einen Müll raus, dass es einem beim Zuhören weh tut.

    Nachdem ja schon unser Poldi einen Club kaufen möchte (oder ist das schon durch?), stehen die nächsten Fußballer in den Startlöchern, um im Investoren-Mensch-Ärgere-Dich-Nicht mitzuspielen.

    Mats Hummels und Thomas Müller.

    Die wollen wohl zusammen mit anderen Geldgebern einen portugiesischen Erstligisten kaufen. Wahrscheinlich haben sie auch schon als Kind in der Bettwäsche des Vereins geschlafen, so wie Dietmar Hopp bei Hoffenheim. Oder so ähnlich. Oder sie wissen einfach nicht, wohin mit ihrer Kohle und wollen mal einen auf Fußballmanager machen. Eben noch in der Baller League, heute schon in Portugal als Club-Besitzer... :clown_face2:

    Kling nach Reiche Männer-Midlife-Crisis.

    Hummels und Müller wollen Club kaufen

    Ich wünsche ihm alles Gute auf seinem weiteren Weg, ernst gemeint.

    Aber ich bin froh, dass wir die Kaufoption nicht gezogen haben. Für mich war das für das Geld, was im Raum steht, einfach zu wenig über die ganze Saison hinweg.

    Mit Heinz, Lund und Özcazar verlieren wir somit 3 Defensivleute mit Linksfuss, die auf dem Markt schwer bzw. nur teuer zu bekommen sind. Ich hoffe mal, wir haben den Plan B schon in der Schublade….

    Na ja, aber Heintz wäre mit zunehmendem Alter und der Tatsache, dass man sich ja auch als Verein verbessern möchte, sicher nicht auf mehr Spielzeit gekommen. Außerdem scheint er mit seiner eigenen Pedal-Halle jetzt ein neues, paralleles Betätigungsfeld gefunden zu haben. Dass das Kapitel mit ihm beim FC endet, war absehbar und logisch.

    Und was Lund angeht... Seine Leistungen waren ebenso... durchwachsen, wie es auch seine Saison-Noten auf den diversen Portalen sind. Es gab gute Spiele, richtig schlechte und eine ganze Menge, die sich irgendwo am Rand des (auch oft genug unteren) Durchschnitts bewegt haben. Ihn zu verlieren tut mir noch weniger weh als Heintz. Lund zu verpflichten, vor allem für die kolportierte Kaufoption von 3 Mio €, hätte man bei dem Gesamtpaket irgendwie schwer vermitteln können. Erst recht nicht, wenn man auch Özkacar abgegeben hat, der nach Anlaufschwierigkeiten meiner Meinung nach deutlich besser performt hat.

    Ich bin aber bei Dir, dass wir hoffentlich einen Plan für die Defensive haben. Zumindest hat Kessler das ja so durchblicken lassen. Nur muss das dann auch umgesetzt werden. Wir haben leider oft genug erlebt, dass Kaderpläne von der Realität eingeholt wurden und das nicht immer auf eigenes Verschulden zurückzuführen war, wohlgemerkt.