Beiträge von Puppekopp

    Dazu kommt das in diesen Spielen Augsburg, Gülle, Werder, Pauli, Traktor und Heidenheim als Gegner dabei waren. Gegen wen bitte sollen wir denn noch die nötigen Siege holen?

    Grob und auf einer anderen Schiene gedacht: gegen Mannschaften, die sich weniger hinten rein stellen als Gülle, Pauli oder Traktor/Union. Gegen den Bus vorm Tor sehen wir hingegen ziemlich alt und ideenlos aus. Da fehlt es erkennbar an einem Konzept, ebenso wie bei eigenen und gegnerischen Standards – was mich vor allen anderen Defiziten am meisten anpisst und an "Chemieunterricht"-Kwasniok zweifeln lässt.

    Trotzdem sei erwähnt: Das Glück, das wir zu Beginn der Saison hatten, hat sich ins Gegenteil verkehrt. Zuletzt, also gestern gegen Heidenheim sowie gegen die Lepra, gab es zwei Gegentore der Qualität "Tor des Monats", Traktor/Union konnte dazwischen ein Dankesschreiben an van den Berg schicken, und auf St. Pauli wird womöglich bis heute das monströs duselige Tor zum 1:1 gefeiert.

    Es kommen momentan Ignoranz des Trainers (v. a. hinsichtlich Standards), unnötige Experimente in einem ohnehin schon verletzungsbedingt eingedampften Kader und Pech bzw. Dusel für den Gegner zusammen. Und das alles nach einer glücklichen Auftaktphase, die dem FC mehr Punkte beschert hat als, realistisch betrachtet, wirklich verdient waren. Zusammen genommen sorgt das natürlich für Frust.

    Daher sag ich's mal so: Ändert sich an den Standards hinten wie vorne nichts gravierend zum Besseren, und fuchtelt Kwasniok weiterhin pseudo-kreativ in der Gegend rum, muss er gehen. Dann kann er noch mehr Interviews und Podcasts bedienen als jetzt und seine womöglich wahre Berufung, nämlich die des Medienzampanos, in Geld ummünzen.

    Nicht schlecht dafür gemessen daran wie einige ihn hier mantraartig kritisiert haben.

    Generell hat jeder Torhüter seine Stärken, aber auch Schwächen. Was soll also schlimm daran sein, auch letztere zu thematisieren?

    Ohne Kicker-Abo, für das der erwähnte Link wirbt, erfährt man obendrein nicht, nach welchen Maßstäben die Liste erstellt wurde. Ich schätze daher mal, dass Schwäbe eher nicht wegen seiner Lufthoheit auf Platz 5 gekommen ist. :winking_face:

    Gebe euch ja recht, aktuell spielt er nicht gut, aber es gibt auch Gründe, weshalb er nicht wirklich gut performt. Ein Martel oder Schwäbe würden im Sturm auch nicht ihre Leistung bringen. 😉

    Na ja, wenn ich hier lese, dass Jan angeblich nur zum halbrechten Stürmer taugt, ergo schon offensiv rechts außen verschenkt sein soll, wäre das schon arg limitiert, jedenfalls solange er selbst auf seiner angeblich einzig wahren Position keine Bäume ausreißt. Damit will ich keineswegs Kwasniok mit seinem "Alle Spieler müssen überall spielen können"-Nonsens das Wort reden, aber umgekehrt vermeintlich nur auf ca. 25 qm zu funktionieren, wird im modernen Fußball praktisch von keinem Trainer mehr klaglos hingenommen, nicht mal gegenüber Weltstars.

    Ich glaube auch nicht, dass die Position der eigentliche Knackpunkt ist. Thielmann misslingt mit Ball selbst dann sehr viel, wenn er während des Spiels in eine Position und Situation gerät, die ihm eigentlich so sehr liegt. Er wirkt einfach außer Form, und so was muss nicht immer externe Gründe haben.

    Herrje, was für ein mediales Gewese um ein lieblos beschmiertes Stück Stoff nebst kryptischem Wortspiel, dessen Sinn sich einem erst erschließt, wenn man entweder Türkisch oder Google beherrscht! Weder ist so was vereinsschädigend, noch wurde der Support verweigert.

    Dass Exzess & Co. darauf anspringen wie ein Pawlowscher Hund aufs Glöckchen, weil es so hübsch zur hausgemachten "Alles Scheiße"-Stimmung passt – geschenkt. Für mich ist es nicht mehr als ein Rülpser an irgendeiner Theke.

    Das hat Kwasniok auch lobend erwähnt auf der PK in Heidenheim

    Was durchaus geschickt sein dürfte. Lund war nach der Niederlage gegen Kackbach derart verunsichert, dass der Schiss in der Botz fast bis in den Oberrang zu riechen war. Ihn – auch mit netten öffentlichen Worten – wieder aufzubauen, sollte daher passen.

    Für mich - neben Huseinbasic - klarer Streichkandidat wenn der Spieltagskader mal wieder verkleinert werden muss. Wird aber wohl nicht passieren, da die Mannschaft dann wohl endgültig in Alt und Neu zerbrechen würde.

    Ich glaube nicht, dass sich Kwasniok dafür sonderlich interessiert. Erwarte ich von einem Trainer eigentlich auch nicht.

    Sollte Sebulonsen nach Auffüllung der IV wieder auf RV wandern sowie El Mala vorne links und Kaminski vorne rechts auflaufen, war's das vermutlich für Jans Startelfeinsätze. Sportlich wäre das zurzeit jedenfalls überaus nachvollziehbar in meinen Augen.

    Und dabei werde ich einfach den Eindruck nicht los, die Täter wären irgendwelche wohlstandsverwahrlosten und ideologisch verwirrten Prenzlauer Berg-Bürschchen mit teuren North Face-Jacken und dem besten Smartphone in der Jackentasche, die ihren Krieg "gegen die da oben" auf dem Rücken anderer austragen, weil sie selbst die Konsequenzen ihrer Bullshit-Aktionen nicht zu spüren bekommen...

    Terrorismus als ultimativer Adrenalin-Kick und die öffentliche Berichterstattung darüber als Wichsvorlage. In der taz findet man die Hauptschuldigen bereits in den Betreibern der Infrastruktur (Videoüberwachung überall und jetzt sofort!) und in Betroffenen, die es verpennt haben, "Prepper" zu werden. Applaus, Applaus, Applaus!

    USA krallt sich Venezuela

    Also, dass nun eine Besatzung und Einverleibung angesagt ist, halte ich für ein Gerücht.

    Mag aber sein, dass in Donalds Phantasiewelt die USA den gesamten amerikanischen Kontinent bekommen, China den Pazifikraum mit oder ohne Australien, und Russland Europa. Blieben dann noch Afrika und die Antarktis als Kontinente zur Verteilung.

    Und wenn ich mir zB das UCI in Hürth so angucke scheint das nicht nur mir so zu gehen. Wie eine Zeitkapsel in die 90er und seither nur noch bergab. Schade eigentlich

    Ich rechne mit einem größeren Kinosterben in den nächsten Jahren. Heimkino bietet schon ziemlich viel, wenn man eine halbwegs vernünftige Anlage hat; es ist pro Film billiger; und lange warten, bis ein Kinofilm auf der Mattscheibe erscheint, braucht man auch nicht mehr.

    Die modernen Filme selber haben regelmäßig in Sachen Handlung und Figuren nichts, was ich unbedingt so früh wie möglich sehen muss. Reine Effektorgien mit bescheuerter "Story" und oberflächlich gezeichneten Schema-F-"Charakteren" ziehen mich jedenfalls nicht von der Couch runter. Und dann diese ständige Überlänge, ohne dass die mit Material gefüllt wird! Selbst in den bequemsten Kinosesseln kriege ich alter Sack irgendwann Rückenschmerzen, und langweilig ist es über weite Strecken auch. Da lobe ich mir die Pausetaste auf der Fernbedienung.

    Kino ist noch als Gemeinschaftserlebnis mit Freunden angesagt, oder wenn ein Streifen, der mich interessiert, so schnell wahrscheinlich nicht im Stream zu sehen ist.

    Irreführende Überschrift plus rein spekulativer Text dahinter, und das auch noch um die vermeintlich große Frage, ob noch etwas länger gezahlt werden muss ... Clickbaiting wie aus dem (absichtlich falsch geschrieben) Leerbuch.

    Und wenn ich schon Sätze lese wie: "Der 32-Jährige sitzt auf dem letzten Jahr seines Vertrags, den er 2021 von Ex-Sportchef Christian Keller im Sommer 2021 erhalten hatte", dann dünkt mich, dass Merten den Weihnachtsbraten nebst flüssigen Beilagen noch nicht komplett verdaut hat.

    Mir ging es nicht um positionsfremde Einsätze, sondern darum, ob die Spielweise so ausgerichtet ist, dass sie Aches Qualitäten betont. Um das zu tun müsste man ihn wahlweise mit Pässen hinter die Kette füttern, mit Flanken bespielen und/oder einen Sturmpartner zur Seite stellen, der von seinen Ablagen profitiert. Das ist alles definitiv nicht der Fall und das hält Ache meiner Meinung nach davon zurück sein volles Potenzial zu entfalten.

    Zu Beginn der Saison haben sowohl Ache als auch andere Stürmer durchaus von Steckpässen profitiert, bloß kommen die jetzt nicht mehr oder werden mit Ansage in die Gräten der Gegner gespielt. Die Qualität der Hereingaben hat ebenfalls deutlich nachgelassen. Natürlich "verhungert" v. a. der zentrale Stürmer dadurch, egal wie er heißt. Das liegt aber kaum daran, dass der Trainer das so will und Ache oder sonst wer in seinen Qualitäten quasi absichtlich verschenkt und der Transfer eines 9ers dadurch zur Fehlplanung wird. Und mal unabhängig vom neuen Trainer hatte der FC auf der Position des 9ers so oder so Handlungsbedarf.

    Jedenfalls geht die (vereinfacht formulierte) Rechnung, man hätte entweder Kwasniok oder Ache (und Johannesson) verpflichten dürfen, weil die sich zusammen nicht vertragen, für mich irgendwie nicht auf.

    Trotzdem ist auffällig, dass beide verpflichteten AVs eher wenig Stärke mit Ball am Fuß mitbringen und man sich frühzeitig entscheiden hat einen AV auszusortieren, der durchaus einen graden Pass spielen konnte. Das kann man persönlich bewerten wie man mag, da Du aber korrekterweise anmerkst, dass der Markt für Außenverteidiger ohne Schwächen nicht gerade überlaufen ist, muss man hier von einer bewussten Entscheidung seitens Trainer und SpoDi ausgehen.

    Davon gehe ich auch aus. Es war irgendwo folgerichtig, dass Kwasniok Paqarada zu langsam findet und mit ihm nichts anzufangen weiß. Flanken hingegen können sowohl der schlussendlich nicht gewechselte Wunschkandidat Obermair als (angeblich) auch Castro-Montes, der auf den letzten Drücker für ca. 2 Mio Ablöse zum FC kam. Kwasnioks öffentliches Buhlen um Obermair fand ich irgendwann peinlich und vermute, ein erfahrener Sportmanager als Kessler hätte dem früher einen Riegel vorgeschoben. In der langen Konzentration auf einen Namen statt auf einen Spielertyp lag in meinen Augen der größte Fehler von Kessler.

    Castro-Montes war teurer als Rondic und hat noch weniger Minuten bei uns gesehen, obwohl es auf den AV Positionen mindestens so sehr knirscht, wie im Sturm letzte Saison.

    Castro-Montes hat definitiv bislang nicht gezündet, ist auch wohl eher auf die rechte Seite festgenagelt und kann Stand jetzt als Fehlverpflichtung oder als reiner Ersatzspieler und schlimmstenfalls Notnagel betrachtet werden. Vielleicht und hoffentlich ändert sich das noch, aber Begeisterung kommt da logischerweise auch bei mir bis dato nicht auf. Vergleiche mit dem Mittelstürmer Rondic, und sei es nur finanziell, bringen aber wenig., denke ich. Dass man die Verabschiedung von Paqarada für einen Fehler hält, kann ich schon besser nachvollziehen.

    [...] wenn im Sommer nicht 12 Mio. € in Spieler geflossen wären, die gerade nicht so wirklich eine passende Rolle im Feld oder sogar im Kader finden.

    Na ja, kolportierte 7 Mio. und damit mehr als die Hälfte flossen allein schon als Ablöse für van den Berg. Ich gebe zu, bei der Summe musste ich auch schlucken. Irgendwie passte es nicht zum FC im Jahr 2025, so viel Geld für einen, wenn auch jungen, IV auszugeben. Wirklich rechtfertigen konnte der Spieler das jedenfalls noch nicht.

    Ache hat schon seine Scorer gemacht, aber der Trainer findet offensichtlich weder auf dem Feld noch zwischenmenschlich einen guten Umgang mit ihm.

    Da Bülter zu Beginn der Saison gut funktioniert hat, verstehe ich durchaus, dass er zunächst den Vorzug vor Ache bekam. Positionsfremd wurde Ache seitdem darüber hinaus nicht eingesetzt. Was das Zwischenmenschliche anbetrifft, kann ich natürlich auch nur mutmaßen: Ache scheint ein "Seelchen" zu sein, und Kwasniok wiederum keiner, der sich um so was großartig schert. Das würde ich aber definitiv nicht dem Sportchef zum Vorwurf gereichen.

    Und darüber, wie sehr wir das Talent von Johannesson verschwenden, habe ich ja bereits genug geschrieben.

    Weil du meinst, er würde zu wenig und nicht offensiv eingesetzt? Auch das wäre dann aber Sache des Trainers. Jedenfalls kann ich hier keinen Fall missglückter Kaderzusammenstellung erkennen. Vielleicht meinst du es aber auch anders.

    Beide Außenverteidigerpositionen sind sträflich unterbesetzt [...] Spielerische Qualitäten bei den Außenverteidigern wollte man aber nicht, oder hat verpasst, diese einzukaufen

    Nun ja, spielende Außenverteidiger (neudeutsch "Schienenspieler") sucht gefühlt Gott und die Welt, darunter viele Clubs mit deutlich fetterer Brieftasche als der des FC. Das haben auch andere Sportmanager beim FC schon erfahren müssen, ohne dass ich ihnen daraus einen großen Vorwurf stricken möchte. Auf rechts hat Kessler darüber hinaus Gazibegovic "geerbt", sodass die Position zusammen mit Sebulonsen nominell durchaus doppelt besetzt war. Wie wir nunmehr wissen, war Gazibegovic für Kwasniok nie ein Thema, aber da steht zumindest die Möglichkeit im Raum, dass der Trainer vorschnell aussortiert und Spieler aufs Abstellgleis geschoben hat.

    IVs hatten wir zu Beginn der Saison eigentlich genug, aber dann kam die Verletzungsmisere.

    Im Sturm wirkt es natürlich unglücklich, dass El Mala und Kaminski auf der gleichen Position zu Hause sind. Aber erstens konnte niemand wirklich wissen, dass beide zu den absoluten Leistungsträgern unter den Feldspielern werden würden, und zweitens habe ich nicht den Eindruck, dass Kaminski die Rolle weiter rechts verweigert oder extrem unglücklich darüber ist.

    Definitiv hat der Kader unterm Strich ein paar Unwuchten, aber das ist m. E. primär den Finanzen, alten und noch laufenden Verträgen und dem Markt geschuldet.

    Ich finde den Thread saugut! Wo sollte darüber diskutiert werden wenn nicht in einem Forum wie dem unseren????

    Ähm, weil es bereits den Kwasniok-Trööt gibt und es einfacher ist, sich dort zu tummeln? Und weil Alternativen zu Kwasniok im hiesigen Trööt bislang beschränkt blieben auf Funkel und – Tusch! – Neururer?

    Aber gut, ich mache die Tage vielleicht einen Trööt über Kwasnioks Frisur und einen weiteren zu seiner schlecht sitzenden Jeans auf. Mal sehen, wie ihr das findet. :clown_face:

    Ich sehe einen Schwaebe, der wie immer zu stark auf der Linie klebt, individuelle, aber keine systematischen Fehler und eine große Verunsicherung bei allen, die dadurch genährt wird, dass wir immer wieder durch individuelle Fehler, aber zT auch Glück des Gegners Gegentreffer kassieren. Ich frage mich, wie man das durch Training abstellen kann oder ob ich da was systematisches übersehe.

    Ich interpretiere das Wort "systematisch" mal als etwas, das man abstellen oder zumindest durch Mannschaftstraining verbessern kann – und auch, um einer Diskussion über (Abwehr-)Ketten aus dem Weg zu gehen, denen ich i. d. R. nicht die Bedeutung zumesse wie weite Teile der Journaille.

    Natürlich ist ein Torwart, der in der Luft sicher ist und bei gegnerischen Standards mitspielt, klar von Vorteil. Ich denke aber nicht, dass Schwäbe noch so einer wird. Darauf würde ich als Trainerteam also nicht allzu viel Zeit verschwenden. Ist ja eh, wenn überhaupt, primär Sache des Torwarttrainers.

    Dinger wie der Scorpion Kick von Terrier wiederum sind praktisch nicht zu verteidigen und daher in meinen Augen auch keinen Vorwurf wert, ebenso wenig der Ausrutscher von Schwäbe beim Treffer zum 1:1 für St. Pauli. Beides gehört für mich in die Schublade "Shit happens".

    Aaaaber: Komplett freistehende oder unbegleitet einlaufende Gegenspieler bei gegnerischen Standards, keine eigene Besetzung der Strafraumkante und hypnotisches Starren auf den Ball in der Luft, wodurch der Kontrahent aus den Augen verloren wird, sind m. E. eindeutig etwas, das man abstellen oder zumindest verbessern kann. Es ist ja kein Zufall, dass der FC selbst bei eigenen Standards alt aussieht, z. B. weil Ecken gewollt oder ungewollt an den kurzen Pfosten getreten werden, da aber niemand vom FC steht, um den Ball weiterzuleiten. Kurz gesagt wirkt da rein gar nichts abgesprochen oder gar einstudiert – was Kwasniok ja auch mit seinem "Chemieunterricht"-Scherz eingeräumt hat. Das einzig Positive ist, dass man den Stuss mit den indirekt/kurz ausgeführten Eckbällen meistens bleiben lässt, weil auch dafür kein Plan zu existieren scheint (was wohlgemerkt auch vor Kwasniok schon so war).

    Die Planlosigkeit hat mittlerweile darüber hinaus auch das Spiel mit Ball erfasst. Von Direktpässen oder den Steckpässen hinter die gegnerische Kette zu einlaufenden Spielern, die zu Beginn der Saison noch zu Chancen geführt haben, ist kaum noch was zu sehen, entsprechend sinkt auch der bereits erwähnte xGoals-Wert. Überhaupt herrscht bei Ballbesitz zurzeit Standfußball, null Überraschungseffekt inkl. Ich nehme an, dass Kwasniok so was definitiv nicht sehen will, umgekehrt momentan aber so gut wie gar nicht an den Mann bringen kann, was er will. Was wiederum auch mit seinen fahrig wirkenden Positionsexperimenten zu tun hat und ebenfalls etwas darstellt, das sich abstellen ließe.

    Unterm Strich gibt es also mehr Baustellen, die unser Trainerteam in Ordnung bringen könnte, als Dinge, die es gezwungenermaßen hinnehmen muss.

    In diesem Sinne hoffe ich, dass Kessler in Austausch mit dem Vorstand, ist ja ein Sparringspartner dabei, und den Trainer ist. Vielleicht kann LK ja überzeugen, wie der Erfolg wiederkommen kann.

    Ich würde an Kesslers Stelle damit anfangen, gegenüber Kwasniok dessen mediale Umtriebigkeit infrage zu stellen. Mich erinnert vieles in dem Punkt zu sehr an Steffen Baumgart, der irgendwann glaubte, in Interviews und Podcasts zu Gott und der Welt seinen Senf dazugeben zu müssen. Selbst in obligatorischen PKs wirken lang und breit ausgewalzte Einlassungen über taktische Ideen und Experimente rein akademisch, wenn daraus auf dem Platz kein Nährwert entspringt bzw. das Gemeinte überhaupt nicht (mehr) zu sehen ist.

    Dann die Positionswechsel: Wir haben nicht die Spieler, die jede Position auch nur annähernd gleich gut bekleiden können. Streng genommen können das nicht mal Weltstars; sie kommen damit lediglich besser zurecht. Jenseits notwendiger Improvisation wegen Verletzungen also bitte keine Experimente im gefühlten Sechserpack pro Spiel mehr.

    Ignoranz gegenüber Standardtraining vorne wie hinten ist ebenso eine Sache, die sich der FC nicht leisten kann. Vermeintlich lustige Sprüche wie der Vergleich mit Chemieunterricht, den man ja auch nie verstanden habe, verlieren jede Komik, wenn dadurch Punkte verlorengehen, die man dringend braucht, auch und gerade in der Vermeidung eines direkten Wiederabstiegs als ausgerufenem Saisonziel. Wobei wir wieder beim ersten Punkt wären: dem Zuviel an medialer Präsenz.

    Ganz im Ernst... wenn wir gegen Pauli nicht dieses Kacktor bekommen und gegen Leverkusen nicht diese Traumtor... und dann heute nicht der Ball an den Arm springt... würde hier doch garnicht diskutiert werden.

    Ich finde den Trööt zwar auch mehr als flüssig, aber es ist umgekehrt auch kaum zu leugnen, dass die momentane Spielweise nur noch wenig mit Bundesligafuppes zu tun hat und die Leistungskurve der mit Abstand meisten Spieler stark nach unten zeigt. Für mich alles unter Berücksichtigung von Verletzungen und dämlichen Kacktoren für die letzten Gegner – noch! – kein Grund für eine Trainerentlassung, aber sollte es nach der kurzen Winterpause so weitergehen und das große Flattern vor dem Abstiegsgespenst dazukommen, muss man beim FC über einen Wechsel nachdenken, fürchte ich.