Beiträge von Puppekopp

    Ernüchternd fand ich gestern, wie groß die Probleme der deutschen N11 immer noch sind, sich aus konsequentem Pressing zu befreien. Jeder zukünftige Gegner dürfte sich am Spiel der Schweizer ein Beispiel nehmen. Und Nagelsmann wiederum wird sich hoffentlich genau anschauen, dass das Bemühen der Mittelfeldspieler, sich bei gegnerischem Pressing anzubieten, überschaubar blieb.

    Der Spieler stand genau in dem Weg, den der Torhüter zur Parade hätte gehen müssen.

    Mag sein, dass das ausreicht, aber ich tue mich schwer damit, wenn der Torwart nicht einmal den Versuch unternimmt, nach dem Ball zu hechten. Täte er es hingegen und knallt dabei mit dem Stürmer zusammen, wäre die Sache eindeutig.

    Was mich aber viel mehr ärgert ist die Unsportlichkeit der türkischen Fans! Bei der Hymne des Gegners zu pfeifen ist eine absolute Unverschämtheit und Respektlosigkeit! Widerlich!

    Den Gegner bei jeder sich bietenden Gelegenheit auszupfeifen gehört unter türkischen Fußballanhängern zur "Fankultur", siehe auch türkische Ligaspiele. Dazu Trillerpfeifen, Laserpointer und andere "Nettigkeiten". Macht's nicht besser, aber ich fänd's regelrecht befremdlich, wenn sie den Mist lassen würden. Dann müsste ich mich fragen, ob sie die Bahn verpasst haben.


    Peinlicher war das krampfhafte Ranwanzen der RTL-Kommentatoren, für die es nur super Stimmung zu sehen und zu hören gab.

    England spielt seit der Übernahme von Southgate genau so

    Nee, weiß Gott nicht immer. Der Auftritt gestern war bei aller Defensivdenke von Southgate selbst für England unter seiner Fuchtel doch arg passiv. Den Eindruck eines erfolgreich durchgezogenen 1:0-"Matchplans" hatte ich von vorne bis hinten nicht. Sie können stattdessen froh sein, dass Serbien offensiv so harmlos blieb.


    Schade, dass sie dafür keine Quittung bekommen haben. Schaue ich mir die England-Gruppe an, wird das wahrscheinlich fürs Weiterkommen reichen. Aber dann?

    Statt ihn anzuzeigen sollte man ihn eigentlich engagieren, um bei Turnieren mal die Sicherheitsvorkehrungen zu testen.

    Sollte es so rübergekommen sein, als wünschte ich mir eine Anzeige, habe ich mich wohl missverständlich ausgerückt. Will ich gar nicht. Nur glaube ich umgekehrt auch nicht, dass er in Sicherheitsfragen als "Tester" eine Bereicherung wäre. Denn wie du schon sagst, macht man es offenbar Fälschern und Betrügern allgemein sehr leicht – und weiß das auch, ohne dass sich groß was ändert. Und da dies schon in den Clubs so ist, fällt es mir schwer, Verbänden wie der UEFA deswegen verstärkt an den Karren zu fahren. "Das ist dieser Youtuber" spricht irgendwie Bände darüber, dass selbst für ihre schrägen Nummern bekannte Typen immer wieder damit durchkommen.


    Natürlich sind Kontinentalmeisterschaften und WMs ein stärkerer Magnet für Leute, die mit was auch immer berühmt werden wollen, als ein popeliger Ligaalltag; deswegen ist noch größere Vorsicht geboten. Im Endeffekt müssen die Verbände größtenteils aber auf Personal vor Ort zurückgreifen, und wenn das "schluffig" ist und sich auf primitivste Weise z. B. mit zusammengefummelten "Ausweisen" veräppeln lässt, passiert's halt auch bei Turnieren.

    Dazu di Drohung der UEFA das dieses Video nicht veröffentlicht werden soll, setzt dem ganzen ja die Krone auf

    Auch wenn es die UEFA als Drohung gemeint haben wird, als Ratschlag ist der Aufruf gar nicht so abwegig. Nicht nur, dass der junge Mann mit der Aktion von Verstößen gegen Markenrecht bis zum widerrechtlichen Betreten des Stadioninnenraums ein paar Delikte angesammelt hat, er macht als Youtuber auch noch Geld damit.


    Ich gehe zwar nicht davon aus, dass UEFA oder DFB als Spaßbremse rüberkommen und die juristische Karte zücken wird, aber möglich wäre es durchaus.

    Geile Stimmung :thumbs_up: Woran liegt es eurer Meinung nach eigentlich das wir Deutschen das nicht hinbekommen. Ich meine in der Bundesliga geht es doch auch, aber bei der N11 :frowning_face:

    In den letzten Jahren waren die sportlichen Resultate nun mal nicht sonderlich vorzeigbar. Und das völlig enthemmte PR-Gedöns unter Bierhoff ist des Teutonen Sache generell auch nicht. Da ist einiges zu Bruch gegangen, was so schnell kaum zu kitten ist. Aber vielleicht kommt der Appetit ja beim Essen.

    immer wieder Wahnsinn wie die Leute das Wort Verlust in Ihre Argumente einbinden müssen.

    Es wird ihnen aber auch von Medien- und Meinungsmachern (was heute oft ein und dasselbe ist) regelrecht vorgebetet. Da geraten ökonomische Begriffe schnell durcheinander. Hinsichtlich des Terminus' "Umsatz" herrscht offenbar die größte Ahnungslosigkeit. Mal wird er mit Gewinn verwechselt, mal mit Einnahmen. Beides ist zwar Quatsch, aber wozu soll z. B. ein auf Krawall und Klicks als Einnahmequelle gebürsteter Express-Redakteur so was auch wissen?

    wenns ein haar in der suppe gibt sinds die gelben karten

    Irgendwo erwarte ich so was aber auch, wenn's engagiert zur Sache geht und man einem körperlich robusten Gegner demonstrieren will, dass man auch selber hinlangen kann. Die Gelbe für Andrich war allenfalls unnötig, weil das Foul quasi im Niemandsland passierte.

    Und interessanterweise sind es selten die, denen es am schlechtesten geht, die extrem wählen.

    Du meinst: ökonomisch-finanziell am schlechtesten? Falls ja, wählen diese Menschen überproportional überhaupt nicht. Was sie wählen würden, wenn sie es denn täten, ist daher ein Stück weit spekulativ. Haben sie aufgrund ihrer persönlichen – wie gesagt: ökonomisch-finanziellen – Situation Wut im Bauch, schätze ich, dass sie herrschende Parteien/"Altparteien" eher nicht wählen würden.

    aber es wäre auch nicht der erste Fall, wo der FC im Umgang mit früheren Spielern unsouverän und mit einer gewissen Arroganz aufgetreten ist.

    Die sogenannte Hilfe, die von Ex-Spielern angeboten wird, ist so gut wie immer mir finanziellen Erwartungen verknüpft. Ehrenamtlich läuft da m. W. nix. Ergo stellt sich die Kosten-Nutzen-Frage, und die fällt meistens negativ aus, wenn der Ex-Spieler nichts anderes vorweisen kann, als eben Ex-Spieler zu sein.


    So wie der FC verfahren die mit Abstand meisten Clubs, die auf Zusatzqualifikationen und erfolgreiches Bestehen eines Auswahlverfahrens/Castings abstellen, statt es dabei bewenden zu lassen, dass mal jemand erfolgreich in den richtigen Farben gegen den Ball getreten hat. Alles andere bedeutet Versorgungsposten, die für die Ex-Spieler ja ganz schön sind, dem Verein außer Kosten aber wenig bis nichts bringen.


    Poldi speziell müsste also schon präzisieren, worin genau sein Nährwert für den FC bestünde. Local Hero, Strahlkraft und Verbundenheit mit Stadt und Verein (was ja alles zutrifft) reichen in meinen Augen jedenfalls nicht, wenn es um große Verantwortung und wichtige Entscheidungen geht.

    Ich beurlaube ja auch nicht die komplette Cockpitcrew während eines Fluges und überlege mir dann hinterher wie der Flieger landen soll....

    Um mal in dem Bild zu bleiben: Wer den Eindruck hat, die Piloten rammen das Ding in den nächsten Berg, wird womöglich anders denken und lieber jemanden aus der Kabine ranlassen. :winking_face:


    Was mich an der ganzen Diskussion stört, ist die netztypische Schwarzweißmalerei: Entweder müssen alle Verantwortlichen in Vorstand und Geschäftsführung bleiben, oder alle müssen raus. Dazwischen gibt es angeblich nix. Meiner Erfahrung nach gibt es aber immer ein Dazwischen, wenn man es nur wahrhaben will.


    Die Unterstellung z. B., der kommende Vorstand würde Prestin an der Spitze haben, weil das gemeine FC-Mitglied mehrheitlich auf so einen Schaumschläger reinfallen wird, halte ich persönlich für gewagt bzw. zumindest mal infrage zu stellen.

    Während andere Köpfe fördern und den Verein ins absolute Chaos stürzen wollen.

    Wer Köpfe fördert, muss per se kein schlechter Mensch sein. (Sorry, die Vorlage musste ich verwandeln.) :winking_face:


    Aber im Ernst: Der Vorwurf, wer den Vorstand loswerden möchte, wolle automatisch den Verein ins Chaos stürzen, ist in seiner Pauschalität nicht haltbar. Ansonsten hätten wir ja immer noch Overath & Co. als Vorstand. Oder deren Vorläufer, insofern die noch atmen.

    Jedoch habe ich seit dem Trainingslager das Gefühl gehabt das irgendetwas nicht stimmt bzw. passiert ist, vielleicht war es auch einfach dann der Druck der zu groß wurde.

    Ehrlich, hätte ich nicht gewusst, dass es in der Länderspielpause ein Trainingslager gegeben hat, ich hätte es anschließend nicht für möglich gehalten. :winking_face:


    Ansonsten tue ich mich schwer damit, die Leistung von Schultz einzuschätzen. Falls der Kader unterm Strich nur mit Glück hätte die Klasse halten können, wäre er quasi "entschuldigt", obwohl dann immer noch kein Bessermacher. Ich weiß dabei: Er hat die Punkteausbeute gegenüber Baumgart etwas nach oben geschraubt, aber mau blieb sie trotzdem.


    Ein Typ für den Abstiegskampf scheint er wegen seiner sehr ruhigen Art nicht zu sein, wenn man annimmt, dass dann eben auch Emotion gefragt ist, speziell gegenüber einem verunsicherten Kader, der selbst Grundsätzliches kaum noch auf den Rasen bekommt. Zumindest auf die Idee, ihn als "Feuerwehrmann" einzusetzen, wird zukünftig kein Proficlub kommen.

    Leider hatten wir diese Saison häufig Probleme mit dem Stellungsspiel und keinen echten "Playmaker" in der letzten Reihe, der sich zuverlässig angeboten hat. Entsprechend musste Schwäbe häufig abwarten, bis überhaupt jemand anspielbar war und das Spiel wurde dadurch langsam.

    Das würde ich mal relativieren. Als Oberrang-Kurvensitzer, wo man (Ab-)Läufe besonders gut sieht, habe ich mehrfach z. B. Finkgräfe oder Maina losrennen sehen, als Schwäbe den Ball hatte und es eine Kontermöglichkeit gab. Schwäbe behielt aber die Kugel in den Pfoten oder am Fuß, bis die Gelegenheit verstrichen war und sich der Gegner wieder sortiert hatte. Was besonders schlimm wirkte, da der FC über Kombinationsspiel ansonsten nichts auf die Kette bekam und daher eigentlich nur kontern konnte. Die Pfiffe im Stadion gegen Schwäbes Ballhalten kamen entsprechend nicht von ungefähr.

    Auch bei uns konnte man einige Male gut beobachten, wie Schwäbe darauf gewartet hat, dass der Gegner erst einmal ein gutes Stück aufrückt, oder sogar beginnt ihn anzulaufen, um dann den Ball abzuspielen. Es schien also System zu haben.

    Ob das vom Trainer so vorgegeben war, diese Frage habe ich mir auch gestellt. Für mich ist es aber ein zu hoher Preis, Kontermöglichkeiten liegen zu lassen, nur um den Gegner Richtung eigenes Tor zu locken. Zumal, wenn es dann erkennbar nicht funktioniert. Liegst du dabei auch noch im Rückstand, wird Ballhalten regelrecht zum Affront. :winking_face:


    Ist aber unterm Strich dann Jammern auf hohem Niveau.

    Egal wie es ist, ihr wollt doch nicht weiß machen, man habe sich in Verbindung mit der CAS Sache souverän verhalten.

    Nein, das ist damit nicht gewollt. Zumindest wurde öffentlich ein CAS-Urteil vermutet, das es so anschließend nicht mal ansatzweise gab, stattdessen, was den FC betrifft, eine vollumfängliche Bestätigung der Fifa. Peinlich hoch drei!


    Deine Behauptung, man hätte nach dem Fifa-Urteil durch eine Einigung mit Olimpija noch irgendwas verhindern können, wird dadurch aber nicht richtiger.

    Das alles zusammen spricht doch eine eindeutige Sprache. Wie kann man, wenn man Besserung will, mit dem Hauptverantwortlichen weiter machen wollen?

    Versuche ich, die Jobgarantie positiv zu sehen, was mir alles andere als leicht fällt, dann baue ich darauf, dass Keller nach Anlaufschwierigkeiten "noch einen auspacken" wird. Den Sparzwang jedenfalls hat mit hoher Wahrscheinlich nicht er selber sich ausgedacht, davon gehe ich aus.


    Leider sehe ich aber auch zunehmende Ausreden, rhetorische Flucht ins Schwammige und, falls das mit den Spieler-AKs stimmt, womöglich gar Lügengebilde bei ihm. Spätestes da wäre dann Feierabend in meinen Augen.

    Und ihn behalten und jemand dazu holen, da sehe ich auch keinen Sinn drin, nur höhere Kosten und neue Reibungspunkte.

    Erweist sich ein Angestellter als unfähig, das in der Jobbeschreibung verlangte Pensum qualitativ wie quantitativ zu erfüllen, wird er für gewöhnlich entlassen. Man stellt ihm kein Helferlein zur Seite, das man dann zusätzlich bezahlen muss. Darüber hinaus ließe sich der Sparzwang im FC nicht mehr erklären, wenn immer neue Posten geschaffen würden. Und warum soll sich zukünftig beim FC als Verein überhaupt noch irgendwer anstrengen, wenn die Botschaft lautet: Bau Scheiße, dann musst du weniger arbeiten!*


    *Ja, liebe Sprachkritiker, ich weiß selber, das war Polemik.

    Im 11 Freunde Ranking (hinter der Paywall) wurde Marvin für die zurückliegende Saison zum besten Torhüter der Bundesliga ernannt: https://www.11freunde.de/bunde…c9-4ff1-8896-aee702fa33e8

    Hm, wirkt etwas übertrieben, wenn ich mir sein Aufbauspiel 2023/2024 in Erinnerung rufe. Auf der Linie war er, verglichen damit, deutlich besser.


    Ist aber, denke ich, auch nicht so wichtig, wo genau man ihn platziert. Er war definitiv im oberen Drittel der Torhüter-Liga zu Hause – bei einem letztlich Absteiger.