Dazu kommt das in diesen Spielen Augsburg, Gülle, Werder, Pauli, Traktor und Heidenheim als Gegner dabei waren. Gegen wen bitte sollen wir denn noch die nötigen Siege holen?
Grob und auf einer anderen Schiene gedacht: gegen Mannschaften, die sich weniger hinten rein stellen als Gülle, Pauli oder Traktor/Union. Gegen den Bus vorm Tor sehen wir hingegen ziemlich alt und ideenlos aus. Da fehlt es erkennbar an einem Konzept, ebenso wie bei eigenen und gegnerischen Standards – was mich vor allen anderen Defiziten am meisten anpisst und an "Chemieunterricht"-Kwasniok zweifeln lässt.
Trotzdem sei erwähnt: Das Glück, das wir zu Beginn der Saison hatten, hat sich ins Gegenteil verkehrt. Zuletzt, also gestern gegen Heidenheim sowie gegen die Lepra, gab es zwei Gegentore der Qualität "Tor des Monats", Traktor/Union konnte dazwischen ein Dankesschreiben an van den Berg schicken, und auf St. Pauli wird womöglich bis heute das monströs duselige Tor zum 1:1 gefeiert.
Es kommen momentan Ignoranz des Trainers (v. a. hinsichtlich Standards), unnötige Experimente in einem ohnehin schon verletzungsbedingt eingedampften Kader und Pech bzw. Dusel für den Gegner zusammen. Und das alles nach einer glücklichen Auftaktphase, die dem FC mehr Punkte beschert hat als, realistisch betrachtet, wirklich verdient waren. Zusammen genommen sorgt das natürlich für Frust.
Daher sag ich's mal so: Ändert sich an den Standards hinten wie vorne nichts gravierend zum Besseren, und fuchtelt Kwasniok weiterhin pseudo-kreativ in der Gegend rum, muss er gehen. Dann kann er noch mehr Interviews und Podcasts bedienen als jetzt und seine womöglich wahre Berufung, nämlich die des Medienzampanos, in Geld ummünzen.