Beiträge von Skerfisen

    Na, nun alle zufrieden hier?

    Ich wäre zufrieden, wenn solche Dinge rund um den FC nicht mehr passieren und solche Gewalttäter keine artfremde Bühne mehr bekommen. Ihre Gewalt können sie meinetwegen mit gleichgesinnten bei irgendwelchen Sportveranstaltungen ausleben die dafür gedacht sind. Solange sich solche Vorkommnisse in unregelmäßigen Abständen wiederholen bin ich es nicht, auch wenn ich glaube das der FC diesbezüglich eben einfach am kürzeren Hebel sitzt und gar nicht so viel machen kann, wie manche glauben. Das jetzt nen paar Festnahmen großartige Veränderungen bringen, glaube ich kaum. Trotzdem ist jede Ermittlung die solche Täter überführt und bestrafbar macht, besser als wenn sie unerkannt weiter Schaden anrichten und nicht dafür grade stehen müssen.

    Nur, und ich kann mich da nur wiederholen, hat doch nie jemand das Gegenteil behauptet.

    Dann solltest du die Posts wohl nochmal lesen. Doch das wurde schon behauptet!

    Vorwärts_Fc


    Also sind aus deiner Sicht die fehlenden Sicherheitsvorkehrungen/Polizisten das Problem und nicht die Idioten, die sich daneben benehmen?

    Antwort:

    Jaap mit entsprechenden Kontrollen und nicht offen Holland wäre schon mal viel getan. Dazu eine gute Sektorentrennung auf allen Seiten und vernünftige Ordner die nicht auch Bock haben auf Backenfutter. Wäre sehr viel getan gewesen.

    Im Prinzip auch nichts anderes als Rockerbanden, die sich Revierkämpfe liefern, also ganz klar Kriminelle.

    Ohne deren Handeln jetzt gut zu heißen, ist das in meinen Augen gewaltig was anderes. Alles aufzuzählen passt nicht hierher, aber in Bezug auf das worüber wir hier grade schreiben, mal plakativ ein gewaltiger Unterschied: Deren Revierkämpfe sind gezielt.

    ich kann ja die Rachegedanken in gewissen Maße verstehen

    In meinen Augen ist das kein Rachegedanke. Rache wäre personifiziert bzw. mindestens auf eine klare Gruppe von Verursachern bezogen. Wenn ich Rache möchte, dann möchte ich auch gezielt treffen!

    Die hiesigen beschränkten sich offenbar darauf, einzelne FC-Fans abzuziehen die darauf mal so gar keinen Bock hatten, um auf diese Weise Leuten die bock hatten, aus dem Weg zu gehen. Nizza also nix da. Hätte auch keiner ahnen können.

    Aus diesen Zeilen lese ich eher Frust darüber das sich außerhalb des Stadions für diejenigen die "Bock hatten" keine Gelegenheit bot ...


    Und natürlich auch schön, dass wenn alle in der Arena sind, es dann nur schwer ist, zu entfliehen, wenn man an dieser Rache/Gegenwehr nicht teilhaben will.

    und in deinen Zeilen steht dann warum es im Stadion passiert. Der Rest - also Schaden am Verein, an denen die nicht teilhaben wollen etc. ist dann vermutlich in ihren Augen einfach Kollateralschaden.


    Bin natürlich kein Experte für solche Täter und kann nur interpretieren was sie selbst geschrieben haben. Natürlich ist es für die normalen Fans die wegen Fussball nach Nizza gefahren sind schwer diesen Frust nachzuvollziehen. Die Erwartungshalt der aus anderen Gründen angereisten, hat sich aber eben nicht erfüllt und das hätte ja keiner ahnen können, wie sie schreiben. Von daher kam der "Vorwand Rache" wohl ganz gelegen.

    Puh, das Schreiben ist schon heftig und sehr enttäuschend. Selbst in den Diskussionen hier wurde immer wieder darauf hingewiesen das man innerhalb der Ultras differenzieren müsse, ja nicht wirklich klar ist wer die Täter schützt und wo die Täter herkommen. Jetzt schreibt die WH selbst das wir uns diese Differenzierung in ihrem Fall schenken können. Man könnte meinen, da spannt jemand die Muskeln, ist davon überzeugt das der Verein ihnen nie die Tür zeigen wird und will das öffentlich zeigen. Tja - und wenn doch wird man halt zur "verbotenen Legende" wie die Freunde auf ihrem Banner gegen Union.


    Bitter und traurig das zu lesen. Zumindest herrscht nun Klarheit zur WH.

    Oder die bekloppten aus Nizza hätten trotzdem genauso gehandelt und hätten keine Gegenwehr erhalten.

    Och bitte, jetzt sind die Täter auch noch Beschützer? Nur weil andere FC Fans nachdenken und nicht wild um sich schlagen, sind das noch lange nicht alles Feiglinge die von Tätern beschützt werden müssen und ihren Mitfans nicht helfen. Was hier diskutiert und kritisiert wird, ist nicht die Gegenwehr bei Angriffen auf Köln Fans, sondern der maskierte Angriff im Stadion. Da ging es nicht um Verteidigung!

    CobyDick Das ist natürlich ne interessante Hintergrundinformation und falls ein Nachholkurs zu ner Verbesserung führt, ist das selbstverständlich die zu bevorzugende Möglichkeit. Ich hatte es eher so verstanden, als wenn der Schiri selbst realisiert hat, das er überfordert war.


    Ob dies nun nachschulbar oder halt persönlich ist, lässt sich nur beurteilen, wenn man den jungen Mann kennt. Ist es ersteres bin ganz klar bei dir und vielleicht macht er es ja auch. Ist es letzteres, finde ich ob seines Alters diese Einsicht noch stärker. Ich hab in meinen 30 aktiven Fussballerjahren ein paar Schiedsrichter kennengelernt, denen haben auch etliche Jahre an der Pfeife nicht geholfen den Überblick zu kriegen. Sicherlich waren das Ausnahmen, aber manchmal hat man halt auch einfach die erforderliche Eignung oder Persönlichkeit nicht. In dem Fall finde ich es sehr selbstreflektiert, wenn jemand sich das eingesteht und das gilt halt nicht nur beim Schiedsrichter, sondern auch in anderen Bereichen.

    Hätte es Krawalle gegeben, es kann sein, jedoch bin ich der Überzeugung das diese mit einem ähnlich wie bei uns in Deutschland funktionierendem Sicherheitskonzept nie so eskaliert wären.

    Das sieht wohl auch jeder der die Täter klar in der Schuld sieht so. Klar mit höheren Sicherheitsvorkehrungen lindert man die Folgen. Ursache und somit Schuld bleiben trotzdem diejenigen die ihre Gewalt ins Stadion getragen haben.


    Was noch hinzu kommt: Wir reden hier nicht nur über Nizza, Nizza hat nur das Fass zum überlaufen gebracht. Wir reden über ein Problem das uns schon sehr lange begleitet und quasi nur dank extremer Sicherheitsvorkehrungen nicht öfter eskaliert!

    Und nicht immer noch mehr Polizei, noch höhere Zäune und noch mehr Kontrollen im Stadion. Erstmal an die Täter ran!

    Hab den Post zwar geliked, aber bei diesem Teil bin ich nur theoretisch dabei. In der Realität sind diese Dinge leider unverzichtbar geworden. Die Situation ist halt auch für Polizei und die Ordner extrem schwierig, grade wenn man Identifikation und Ergreifung tatsächlich umgesetzt sehen will.


    Aus der Masse von Fans kannst du die Täter kaum rausfischen, weil es dann viele Unbeteiligte trifft. Die einzige Chance besteht somit eigentlich in der Situation wo sie maskiert ihre "Schutzzone" verlassen. Im Klartext - eigentlich musst du nicht nur an der Front dieser Aggressoren einen Riegel aus Polizei/Ordnern bilden um sie aufzuhalten, sondern auch auf ihrem Rückzugsweg damit sie gar nicht wieder in der Masse untertauchen können. Das würde noch mehr Personal erforderlich machen.

    Wieder ein paar Antworten auf Posts aus nem anderen Thread die ich eher hier sehe.

    Geschockt, erschrocken, entsetzt ……ja

    Und man kann da weiterhin drinn verharren, keine Frage

    Oder man holt sich da wieder raus, auch bevor einer/ mehrere dafür zur Rechenschaft gezogen werden

    Mir fehlt in der Aufzählung einiges. Das genannte ist bei mir längst verarbeitet, was geblieben ist: Wut auf die Täter und die Erkenntnis das ohne aktive Hilfe der Fans das Ermitteln nie gut genug funktionieren wird, um solche Gestalten aus den Stadien zu entfernen.

    Scheinbar ist die Kombination aus unbekanntem Gegner, später Anstoßzeit unter der Woche und natürlich den Ereignissen in Nizza dann doch schwierig.

    Schwierig finde ich aktuell vor allem das gefühlt der sportliche Gegner für mich zweitrangig geworden ist und der eigentliche Gegner in unserer Kurve steht und dort gedeckt wird. Damit meine ich nicht die Ultras als Gesamtheit, sondern ausschließlich die Täter, Maskenträger und jeden der ihnen hilft oder Schutz gewährt.


    Anmerkung: Das auch auf der anderen Seite solche Problemgestalten stehen, ist für mich als FC Fan zweitrangig, mein Augenmerk gilt denen die meinen Verein und uns FC-Fans beschmutzen, da gehts halt um die eigene Haustür.

    Das mag ja sein. Aber es kann nicht meine Aufgabe sein leute zum nachdenken zu bringen bzw sich vernünftig informieren. Die schlagen halt morgen Exzess oder Blöd auf und fühlen sich bestätigt. Anstatt das Handy mal 5 Minuten richtig zu benutzen und sich die andere Seite anzusehen. Traurig sowas eigentlich

    Traurig ist es aber auch ein Sicherheitskonzept als Hauptschuldigen für Täter auszumachen. Wieso soll eigentlich die Seite der friedlichen beim Verurteilen solcher Taten nachdenken, sich informieren und das Handy benutzen, während die Täter und die Leute die sie decken ja scheinbar nicht mal über sich selbst und ihre Taten nachdenken brauchen und auch nicht dafür die Verantwortung dafür tragen brauchen?


    Ich hab keine Ahnung ob du irgendwas mit den genannten zu tun hast, aber vielleicht solltest du das Nachdenken auch auf der Seite mal einfordern. Da kostet es vermutlich auch nicht mehr als 5 Minuten nachdenken um festzustellen wie scheiße dieses Verhalten ist und was alles billigend zerstört und verletzt wird.

    wieder dermassen Emotionsgeladen beim FC, das war unfassbar. 70er und 80er reloaded.

    das macht das alles gefühlt noch schlimmer aktuell. Abstand vom FC funktionierte noch nie bei mir, aber Trainer und Mannschaft hätten aktuell eigentlich jeden Support dermaßen verdient, wie ewig nicht mehr. Man will sich freuen, anfeuern und alles nach den vielen schlechten Jahren genießen. ...und man (ich) kann es einfach aktuell nicht, sondern macht sich nur noch nen Kopf wie man die Täter aufhalten kann, sie aus den Stadion kriegt und wie weit man selbst bereit wäre dafür zu gehen. :frowning_face: :face_vomiting:

    Inwiefern haben jedoch die Vorfälle etwas mit deinem Stadionbesuch zu tun?

    Du musst dich ja nicht in die Süd begeben oder die Horde anfeuern.

    Die Frage geht zwar nicht an mich und kommt aus nem anderen Thread, aber sie passt trotzdem eher hier her und ich möchte sie mal aus meiner Sicht beantworten, da ich aktuell erstmalig in 45+ Jahren FC-Fandasein keinerlei Lust verspüre im Stadion zu sein, keine Vorfreude auf unsere Spiele spüre und immer noch nicht wieder zum sportlichen zurückfinden kann. Diese Vorkommnisse beschäftigen mich massiv und grade die gefühlte "Machtloskeit des Vereins" und "Wirkungslosigkeit des Diaglogs" sowie die eigene Suche nach Möglichkeiten wie wir friedlichen Fans helfen können ist viel zu präsent:


    Die Vorfälle in Nizza haben (und ich denke so geht es vielen) einfach viel mehr kaputt gemacht, als ich aus deinen Worten entnehme. Es geht nicht nur drum die Horde nicht anfeuern zu wollen, nicht darum Süd zu meiden oder nicht mit ihnen singen zu wollen. Da ist viel mehr kaputt gegangen und aktuell überwiegt eben bei mir und vielleicht auch vielen anderen das "Zerstörte". :frowning_face:


    Wenn ich nun meinen Gemütszustand aktuell reflektiere, komme ich zu folgendem:

    • Im Moment würde ich nicht ins Stadion gehen, um meinen FC zu sehen und anzufeuern wie es sonst immer war. Das Spiel in Nizza und auch gegen Union sehe ich das zwar und freue mich irgendwie auch wenn unseren Jungs etwas gelingt, aber die Emotionalität fast gänzlich weg und irgendwie läuft das Spielgeschehen aktuell eher verwaschen als aufmerksam an mir vorbei.
    • Im Moment würde ich wohl überwiegend ins Stadion gehen um da zu sein, wenn es das nächste mal eskaliert. Um da zu sein und Flagge zu zeigen das ich jedem friedlichem FC Fan zur Seite stehe, der sich den Tätern in den Weg stellt. Es brodelt seit Nizza in mir und ich sehe aktuell nicht ein warum wir friedlichen uns und unseren Verein immer weiter beschmutzen lassen oder vor Gewalt kuschen sollten, die andere Wange hinhalten sollen (wie ja so schön gesagt wird). Ich könnte zudem nicht ruhigen Gewissens meine Partnerin (ebenfalls FC-Fan) mitnehmen, weil ich Angst darum haben müsste sie vielleicht selbst durch meine Reaktionen in Gefahr zu bringen. Ich würde mich auch nicht irgendwo in ne sichere Ecke verziehen wollen, weil ich dann eben auch nicht Flagge zeigen oder eingreifen könnte, wenn es doch wieder losgeht. Das ich solche Ausschreitungen weder herbeisehne, noch sie provozieren würde (also Eskalation zwischen Tätern und uns friedlichen Fans) weiß ich, wie weit ich beim Versuch mich klar gegen diese Täter zu positionieren gehen würde hingegen nicht wirklich und ich hab halt so meine Zweifel, ob es dann wirklich im Falle einer Eskalation gewaltfrei bleibt. Ich kenne mich und weiß das ich sicher keine Gewalt beginne, ich weiß aber auch aus Erfahrung das ich nicht weichen kann, wenn sie mir entgegenschlägt. Dann überwiegt bei mir die Entschlossenheit über die Vernunft bzgl. der Gefahren.

    Da ich mich selbst durchaus reflektiert betrachte, bleib ich daher bis auf weiteres dem Stadion fern, denn dort gehöre ich in der aktuellen Situation nicht hin und brauche niemanden der das für mich feststellt. Das kann ich selbst und würde mir wünschen das die Täter sich auch mal entsprechend kritisch betrachten und aus den Stadien verschwinden!

    LinkeKlebe Das sind schöne Worte und viele Gedanken davon sicher auch richtig. Trotzdem bleibt doch eins zurück: Diesen sanften und auf Dialog bauenden Weg geht man seit ner gefühlten Ewigkeit und trotzdem eskaliert es immer wieder. Mal so heftig wie in Nizza, mal weniger heftig so das nur ein Spiel abgebrochen werden musste. Ich bin bei dir das Dialog und strukturierte sachliche Aufarbeitung ein anzustrebender Weg sind, allerdings gehören zu einem Dialog immer zwei Seiten zu und last but not least: Es muss auch ein "geeigneter Weg" sein, damit sich solche Szenen nicht endlos wiederholen. Für diese "Eignung" und auch das gemeinsame "Problem lösen wollen" sehe ich aktuell keine Anzeichen, denn die Täter werden weiterhin gedeckt, daher kann man es leider ja auch nicht namentlich nennen oder sie ermitteln, es findet keine Distanzierung statt und die Vorfällen wiederholen sich.


    Aus diesem Grund glaube ich persönlich auch leider nicht mehr wirklich an diesen Weg, den du beschreibst. Ich denke wenn sich solche Aktionen wie Gesänge gegen die Täter, Versuche Masken zu entfernen, Bilder liefern und deutliches positionieren der friedlichen Fans gegen solche Täter, die es ihnen erschweren in den "Schutz der Masse bzw. des Banners" zum demaskieren zu gelangen nicht "wider erwarten" jetzt massiv ausbreiten, wird dieses Problem auf ewig uns Fans und den Club beschmutzen und auch weitere Opfer fordern. Klar muss man den obigen Weg weitergehen und der Club selbst wird vermutlich kaum andere Möglichkeiten haben, aber ohne die obige Veränderung wirds in meinen Augen nicht reichen. Der Bruch zwischen friedlichen Fans und Tätern sowie denen die sie schützen wird eh weder aufzuhalten noch zu verkleinern sein, sofern man das Problem wirklich lösen will. Ein weiter wie bisher und irgendwann wird sich die Aufmerksamkeit schon legen, wird nichts beseitigen. Auch die Sicherheitssysteme werden irgendwo immer wieder mal ne Lücke bieten und diese wird gefunden und genutzt werden.

    Alle Motorrad Clubs für Straftaten wo von anderen Motorrad Club Mitglieder gemacht werden?

    Bitte das nicht in einen Topf werfen. Hab noch kein MC Mitglied gehört, das bei Straftaten des eigenen Clubs darüber gejammert hat das Sanktionen des Clubs ihn auch treffen. Alle die ich aus diesem Bereich kenne, stehen zu dem was ihr Club tut und fühlen sich dafür verantwortlich. Ohne Zustimmung des Clubs macht da bei denen niemand was größeres und sie wissen schon wo sie Mitglied sind!


    Der Russen Vergleich ist soweit daneben, das ich mir nen Kommentar spare. Oder laufen die alle mit nem "Putin - Supporter" Schild rum?

    Ich hatte ernsthaft überlegt, ob meine Kiddies, 14+15, mal die Schule schwänzen, um auswärts in Europa dabei zu sein. Aber es ist wohl zu gefährlich! Wahnsinn, dass man das Schreiben muss

    Allein das man sich solche Überlegungen machen muss, ist ein Trauerspiel!

    ...gehören weggesperrt, die Maske abgezogen und deren Fres.e in die Kamera gehalten, dass deren Chefs sie im Fernsehen sehen.

    Wäre bestimmt in einigen Fällen tatsächlich noch ne schöne Überraschung für Chefs, Umfeld und Familie mal hinter die "Fassade" blicken zu können.

    Der Vergleich wäre eher folgender: Wenn in Deiner Familie ein Gewalttäter wäre, der immer wieder auffällig ist und Menschenleben gefährdet, würdest Du ihn nach jedem seiner Exzesse schützen obwohl Du genau weißt, dass er es war? Also ich nicht! Bitte die Taten nicht verklären, wir reden hier von (schwerer) Körperverletzung und nicht von Raub (was auch schlimm genug wäre).

    Und selbst bei diesem eher treffenden Vergleich fehlt noch das sich deine Familie per Banner ganz klar pro dieses Straftäters positioniert!


    Das es kurz nach den Ereignissen ein Thema ist, solange Medial vertreten, ist leider ein Nebeneffekt.

    Das finde ich gar nicht so leider, das finde ich eher sehr wichtig und hoffe das es sowohl unter uns Fans als auch sonst wo noch viel länger und deutlich ein Thema ist. Von solchen Tätern muss sich abgegrenzt werden und diese Täter sollen an jeder Ecke merken das sie kein Teil von uns sind!


    Nur um´s vorweg zu nehmen, es geht mir nicht um die Pauschalklatsche gegen jeden Ultra. Wenn sich aber meine Organisation in diesem Fall die WH so positioniert, dann gibt es für ihre Mitglieder drei Möglichkeiten: Entweder ich sorge intern dafür das sich meine Organisation distanziert - ist nicht passiert, ich trenne mich von der Organisation oder ich trage das mit. Wenn letzteres der Fall ist, trifft mich aber jede Sanktion gegen meine Organisation völlig zurecht, da ich die anderen zwei Optionen nicht wahrgenommen hab.


    Man ist nunmal egal wo verantwortlich für das was man tut, hat freie Organisationswahl und sollte auch dazu stehen was man vertritt und sollte dann mit den Konsequenzen leben die sich aus dem eigenen Handeln ergeben. Dieses ganze verstecken hinter den Masken und jammern wenn es ne gesamte Organisation trifft, ist doch nur der alberne Versuch nicht die Konsequenzen tragen zu wollen.


    Sollen sie meinetwegen gerne jede Ultra-Gruppierung erlauben, die sich weder mit solchen Tätern "verbrüdert", noch diesen "Deckung zum maskieren gewährt" und friedlich bleibt. Die Gruppierungen die sich aber aktiv auf die gennante Art und Weise an diesem Schaden beteiligen, sollten aber gerne auch als Gruppe die sie ja nunmal selbst gewählt haben behandelt werden. Zur Rechenschaft ziehen kann man sicher nur überführte Täter, aber Sanktionen werden auch in anderen Bereichen zu Recht gegen ganze Gruppen getroffen. Zeit zum Distanzieren und internen Bereinigen der eigenen Reihen gab es bereits mehr als genug!

    Das Banner hätte es nicht gebraucht...das ist für mich Öl ins Feuer gießen und ich sehe den Sinn darin nicht.

    Die Antwort hast du dir in diesem Satz ja schon selbst gegeben, worum es denen geht. Vielleicht fehlt noch eine Ergänzung: Das Signal/Dank o.ä. an die genannten Leute. So frei nach dem Motto: Danke für die Unterstützung, ihr seid jederzeit willkommen und wir stehen zu euch. Solche Mitstreiter wollen sie schließlich weiter an ihrer Seite haben und mit ihnen gemeinsam auch andere Bühnen nutzen können.

    Niemand ist größer als der Verein!!!

    Mit diesem Satz wirst du aber von denen, die tatsächlich hinter dem Banner stehen, wohl kaum jemanden erreichen. In meinen Augen sehen sie den Verein nur als Lieferant:

    • Ein Banner das hilft frische Leute in ihren Dunstkreis zu bekommen
    • Ein Schaufenster in dem man sich präsentieren kann um weitere Leute zu bekommen
    • Ein Scheinargument warum es sie geben sollte
    • und Last but not Least: Eine Bühne mit exzellenter Präsenz im TV und Presse wo sie sich selbst präsentieren und ausleben können.

    Alles andere was uns Fans bewegt und mit dem Club verbindet, existiert in dem Bereich nur als Deckmantel bzw. dient dem Erhalt von liebgewonnen Umständen. Ich würde es fast vergleichen mit demjenigen der behauptet seine Frau zu lieben, während er sie regelmäßig verprügelt. Der liebt auch allenfalls das was er von ihr bekommt und nicht sie selbst, sonst würde er anders mit ihr umgehen!