elkie57 Zum einen rede ich über einen deutlich längeren Zeitraum als nur diese Saison und da sehe ich es leider so, das GS der erste Trainer ist der sich getraut hat die Jungen Talente auch in Mehrzahl einzusetzen. Gefühlt hatte vorher kaum ein Trainer die Eier dafür und SB hat dies sogar selbst in einem Interview in Bezug auf Urbig zugegeben, was ich ihm hoch anrechne. Die Ehrlichkeit dies zuzugeben haben nicht viele Trainer. Trotzdem trage ich ihm auch nach das er den Mut eben nicht hatte, obwohl er wusste das beim FC dieser Weg gegangen werden muss.
Was diese jüngste Vergangenheit angeht, ja es zahlt sich aus das man die jungen Spieler einsetzt. Das war bei Pauli, Lemperle und im Jahr davor bei Finkgräfe so. Zahlt es sich aber auch aus die anderen kaum einzusetzen oder plötzlich gar nicht mehr einzusetzen?
In meinen Augen - nein.
Bei der Personalie Urbig fehlte mir die Konsequenz hinter ihm zu stehen, denn er hat nicht großartig gepatzt, man hatte den Weg kundgetan, damit Schwäbe verärgert und sogar einen verbalen Umstand der gegenseitigen Lüge Bezichtigung (Keller vs. Schwäbe) geschaffen. Dann läuft es nicht rund und statt die Erkenntnis über die erforderliche Formations- und Taktikänderung mit Urbig umzusetzen, ist er plötzlich raus und der verärgerte Schwäbe kriegt die Einsätze. Wohlgemerkt obwohl er laut Verein (Keller) weg wollte und einfach nur keinen Abnehmer fand. Das ist für mich inkonsequent und wenig Basis für einen Weg den man gehen will, denn es sendet auch Signale an andere junge Spieler.
Bei Downs war es ähnlich. Der Junge spielt, holt sich Selbstvertrauen indem er trifft und direkt im nächsten Spiel sitzt er draußen und wurde auch erstmal nicht mehr eingesetzt. Stattdessen versuchte man erstmal gestandene Spieler zu "reanimieren" die weder "stabiler/konstanter" spielten als die Jungen Talente. Der Faktor Erfahrung = weniger Fehler und Konstanz der normal hinter so was steht, war bei diesen Spieler ja gar nicht gegeben und das bereits über einen sehr langen Zeitraum. Erst als dieses für mich total überflüssige Experiment erwartungsgemäß scheiterte besann man sich wieder Downs einzuwechseln und siehe da, er zahlte wieder auf´s Scorerkonto ein.
Bei Finkgräfe ist ähnlich, der Junge spielt liefert, verletzt sich, kämpft sich zurück und bekommt dann trotzdem nicht mal Einwechselzeiten. Selbst dann nicht, wenn Pacarada schwächelt und/oder ausgetauscht werden muss. Der Junge hat gezeigt das er es kann, trotzdem hat er sich damit nicht genug Vertrauen erspielt um eingewechselt zu werden?
Das sind nur 3 Beispiele wo ich mir einen Weg anders vorstelle und mehr Mut und Konsequenz wünsche einen Weg den man selbst als Verein für sich beansprucht auch zu gehen.
Zum Thema Verträge und Verkäufe kann ich natürlich nur spekulieren was da falsch läuft, denn das läuft ja nicht in der Öffentlichkeit. Das dort was falsch läuft zeigt mir aber das Ergebnis. Für mich beginnt das mit Kleinigkeiten im Umgang mit den Beratern und ich bin da auch "graderaus". Mich interessiert einen Scheißdreck was für ein Berater hier antischt und wie der sich verhält. Die Verantwortlichen vom FC müssen damit umgehen. Muss man in ähnlich gelagerten Bereichen im Vertrieb auch. Da ist es wurscht wie scheiße ein Kunde ist, deine Aufgabe ist es für deine Firma (in diesem Fall FC) das maximale mögliche Ergebnis rauszuholen. Das man sich festlegt mit irgendeinen künftig nicht mehr arbeiten zu wollen, ist völlig in Ordnung. Solange man aber Spieler von dem im Kader hat, muss man professionell im Sinne von Spieler und Verein mit ihnen umgehen. Offensichtlich gelingt das dem FC noch nicht wirklich und ich erwarte auch nicht das man es immer schafft. Was ich aber erwarte das man Termine sauber einhält, sich rechtzeitig bemüht und eben auch das eigene Ego mal hinten anstellt, denn wir reden hier von Profi-Geschäft und da geht es um den Club und nicht darum ob etwas bequem, doof oder schwer ist. Diese Ausreden zählen auch in der Wirtschaft nicht und letztlich ist ein Club wie der FC ein auch ein großes Wirtschaftsunternehmen.
Was bei Verträgen hinzukommt - das Timing bzgl. Vertragslänge, Leihzeitraum und -zeitpunkt. Hier sehe ich auch Bereiche wo man zumindest anstreben muss diese zu optimieren. Das man es nicht immer schafft, geschenkt, aber die Quote wie oft was passiert spricht meist dafür das man auf gewisse Dinge zumindest nicht strukturell achtet. Als einen Punkt greife ich mir mal etwas heraus, was mir immer wieder auffällt beim FC. Wie oft passiert es dem FC das er Spielern die er verleiht, vor ihrem letzten Vertragsjahr nie gezeigt hat das er ihnen im Herren Bereich vertraut? Ist das Zufall? Ist das eine Frage der Laufzeitplanung? Ist es unmöglich die Verträge so zu gestalten das man den Spieler schon früher (in Bezug auf die Laufzeit) verleiht, so dass er wiederkommt und noch 2 oder zumindest 1,5 Jahre Vertrag hat und man ihm so noch vor Ablauf des Vertrages mit Einsatzzeiten zeigen kann das man ihm Vertraut?
Das sind alles nur Gedanken und ich würde all diese Punkte reflektieren und analysieren, wenn ich beim FC in entsprechender Funktion tätig wäre und hoffe der FC macht das auch. Wenn man dann ein paar Punkte findet, wo man sich selbst kein perfektes Zeugnis ausstellen kann und diese verbessert, hat man oft in der Folge auch eine wesentlich höhere Erfolgsquote. Denn ein Baustein ist immer "die Art wie man arbeitet" und erst danach kommt die "eigene Qualität" noch obendrauf. Messen lassen muss man sich überall am Ergebnis und das spricht halt aus meiner Sicht dafür das man sich beim FC noch deutlich im Verbesserungsbereich bewegen muss. Das billige ich ihnen auch zu, denn Keller z.B. jongliert hier doch mit einem "größeren Ball" als in seiner Vergangenheit und wer selbst mal von einen Kleinen Unternehmen zu einem Konzern gewechselt ist, weiß das dort einiges anders läuft und man sich anpassen muss.