FC Mitglieder sollten keine Nazis sein

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    • MainBock schrieb:

      Aber weil jemand in der AFD ist...sorry, das geht dann zu weit.
      Die Partei sollte politisch bekämpft werden und nicht durch Ausschluss der Mitglieder aus Vereinen und sostigem.
      Der FC bekennt sich in seiner Charta zu den Werten "Toleranz, Fairness, Offenheit und Respekt".

      Die AfD steht diesen Werten mit ihren Aussagen, ihrem Handeln und ihren Zielen entgegen.

      Für mich sind eine Mitgliedschaft beim FC und eine Mitgliedschaft bei der AfD nicht miteinander vereinbar. Man kann nicht beides haben wollen. Offenheit und Toleranz auf der einen Seite akzeptieren, beiden Werten aber zuwiderhandeln. Da muss man sich schon entscheiden.
      :hennes: Die Herausforderung "Bundesliga mit Köln" ist für einen Spieler etwas vom Größten. Köln ist ein Mythos. :FC:
    • Verstehe deinen Einwand Millhouse, aber jetzt mal ganz konkret in anderen Beispielen:

      Sind Leute der Antifa tolerant? Gehören diese ausgeschlossen?

      Sind Leute gegen Hopp tolerant?
      Gehören die „Krakeler“ ausgeschlossen?

      Sind die Sprechchöre/Plakate gegen Leipzig tolerant oder gehören diejenigen, die dafür verantwortlich sind ausgeschlossen?

      Sind Leute, die im Stadion andere als „Hurensöhne“ etc. verunglimpfen fair oder gehören sie ausgeschlossen?

      Das sind jetzt nur ein paar wenige Beispiele, die man beliebig weiterführen könnte.

      Entsprechen die der Charta des 1. FC Köln, Millhouse?
    • @MainBock:

      Ich finde es schade, was aus der eigentlichen Diskussion entsteht.


      Ich habe schon so viel rechte Scheisse im Stadion gehört, da ist es ganz klar, dass einige FC Fans und wahrscheinlich auch Mitglieder diese Gesinnung haben. Was mach aber auch dazu sagen muss, ist dass dieser Mist von den Meisten im Block nicht geduldet wird. Die Frage ist immer nur: Wer macht den ersten Schritt und zeigt Courage?

      Wenn ich Schimpfwörter gegenüber Spielern höre, die klar rassistisch sind sage ich je etwas, aber was folgt dann? Es geht wohl keiner zum Sicherheitsdienst und erwartet, dass dieser die Person abführt und nach dem Mitgliedsausweis fragt.
      Aus einem Beitrag, der nach meinem Verständnis mich rassistische Beleidigungen thematisiert, machst Du ein "die linken sind genauso schlimm" und bringst Parteienzugehörigkeit oder Beleidigungen gegen Hopp mit ins Spiel, statt beim eigentlichen Thema zu bleiben. Ist nicht böse gemeint, aber gleich sind wir wieder bei der Definition von Extremismus, und wer lieber links oder rechts wählt, ob Hopp selber schuld ist,... aber ganz weit weg vom Ursprungsbeitrag.

      Nichts für ungut, aber der Thread heißt "FC Mitglieder sollten keine Nazis sein", da ist es zweitrangig, ob Linksradikalismus auch schlimm, genauso schlimm, oder welche Art schlimm auch immer ist.
      Ist aber auch nur meine Sichtweise, und beruht auf den Erfahrungen im Politik-Thread, wo nahezu jede Diskussion via whataboutism zerredet wurde.
      ...einem geheimen Labor in Wuhan entflohen...
    • 8neun, alles gut.

      Ich möchte sicher nicht ablenken vom „eigentlichen Thema“ und ich sage dir eines. Wenn jemand ein Nazi ist und sich dort so äußert oder generell rassistisch äußert...dann raus und Stadionverbot! Von mir aus auch Entziehung der Mitgliedschaft...kein Problem.

      Nur, lieber 8neun...in Frankfurt hatten wir das Thema ebenfalls und zwar ging es hier speziell um die AFD (von unserem Präsidenten, der SPD Mitglied ist).
      Und ich habe eben den Eindruck, dass es hier in eine ähnliche Richtung gehen soll (bei dir nicht).

      Es wurde bewusst Politik ins Stadion getragen um eine andere politische Richtung zu bekämpfen und das gehört sich nicht (egal um welche Partei es da geht).

      Und daher sage ich...wenn es darum geht, Straftaten (rassistischer Natur) zu ahnden und die Leute dafür zu bestrafen, dann bin ich 100% bei dir, Millhouse und allen anderen, die das so sehen.

      Geht es jedoch darum, die AFD zu bekämpfen, dann sage ich...NO!

      Nicht weil ich AFD Sympathisant wäre, sondern weil das die Politik selber zu regeln hat und nicht die Sportvereine, durch irgendeinen Bann.
    • MainBock schrieb:

      Geht es jedoch darum, die AFD zu bekämpfen, dann sage ich...NO!

      Nicht weil ich AFD Sympathisant wäre, sondern weil das die Politik selber zu regeln hat und nicht die Sportvereine, durch irgendeinen Bann.
      Das kann die Politik nicht alleine regeln. Sich dem Faschismus und dem Rassismus entgegenzustellen, ist eine der ersten Bürgerpflichten. Das macht hoffentlich die Politik im Großen - und jeder einzelne Bürger im Kleinen. Auch die Vereine nehme ich da in die besondere Pflicht.

      Wer sich nicht klar und deutlich von der AfD distanziert, nimmt den Wandel zum Rassismus und zum Faschismus schweigend - und daher zumindest billigend - in Kauf.
      :hennes: Die Herausforderung "Bundesliga mit Köln" ist für einen Spieler etwas vom Größten. Köln ist ein Mythos. :FC:
    • Bin mir nicht sicher, ob man das nicht möglicherweise in den Politikthread verschieben sollte, da ich hier wirklich nichts „zerreden“ möchte.

      Das Thema wirkliche „Nazis zu bekämpfen“ (mit rechtsstaatlichen Mitteln) halte ich für sehr wichtig, denn die haben keinen Nutzen für eine Gesellschaft und bringen ganz überwiegend nur Probleme.

      Aber, liebe Leute...das hier geht in die falsche Richtung. Echt jetzt, überlegt mal, wie ihr reden würdet, wenn es andersherum wäre.

      Stellt euch mal vor, man hätte hier überwiegend Nationalisten an der Regierung (oder krasse Sozialisten) und die würden Vereine etc infiltrieren, um Leute, die eine andere Richtung wählen, auszuschließen.

      Jetzt kann man natürlich wieder sagen, „die AFD sind Nazis“ oder wie Millhouse es sagt „der sich nicht klar davon abhebt, nimmt es billigend in Kauf“ (was im Grunde genommen nichts anderes bedeutet und ein ziemlich starker Vorwurf ist)...

      Aber liebe Leute, nochmal, wenn ihr denkt, man könne die AFD kleinkriegen, indem man sie ausschließt, dann macht ihr zwei Dinge:

      1. ihr bringt genauso den Riss in die Gesellschaft den ihr den anderen teils zu recht vorwerft

      2. macht ihr einen Fehler, dieser Überzeugung bin ich nach wie vor.
      Warum? Weil im Endeffekt fast alles eingetreten ist, was ich bzgl. Der AFD gesagt habe.

      - Die Koalitionen sind schwieriger geworden (habe das schon vor zig Jahren gesagt).
      - Die AfD ist stärker geworden, weil man nicht mit Argumenten und guter Politik dagegen ankämpft.

      All das war vorhersehbar und ich sage euch das nächste...sobald die Wirtschaft abstürzt, dann reden wir hier nicht mehr über 15 % AfD, sondern über 20 % + X...und zwar unabhängig davon, ob man ihnen die Mitgliedschaft beim Fußballverein abspricht oder nicht.

      Daher, ich plädiere nochmal dazu...hier sind doch die meisten clevere Leute, auch gerade die, die zum „richtigen Ziel gelangen möchten“ (aber mit den falschen Mitteln, da nicht in Ordnung und zudem contraproduktiv)...die Argumente müssen passen und die Politik! Und da muss man einfach sagen, dass sich unsere Politiker dämlich anstellen, da zu sehr ideologisch und zu wenig nüchtern/sachlich.

      Eines noch und dann bin ich fertig...

      Was machen wir mit salafisten, mit Anhängern Erdogans, Putins...im Endeffekt geht die AfD in diese Richtung...alle ausschließen?
      Darauf hätte ich von dir gerne eine Antwort, werter Millhouse.

      Da ich den Thread (wie gesagt wichtiges Thema) nicht „zerreden“ möchte, könnt ihr ihn gerne in dem Politikthread verschieben.

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    • MainBock schrieb:

      Was machen wir mit salafisten, mit Anhängern Erdogans, Putins...im Endeffekt geht die AfD in diese Richtung...alle ausschließen?
      Darauf hätte ich von dir gerne eine Antwort, werter Millhouse.
      Ich habe doch oben geschrieben, dass die FC-Charta sich für Toleranz, Fairness, Offenheit und Respekt einsetzt.

      Und wer sich mit diesen Werten nicht identifizieren kann, ist dann eben falsch beim FC. Das gilt nicht nur in Bezug zur AfD, sondern allgemein.
      :hennes: Die Herausforderung "Bundesliga mit Köln" ist für einen Spieler etwas vom Größten. Köln ist ein Mythos. :FC:
    • Im Prinzip kann man doch gar nicht sagen, wer unterstützt die Afd, wer die linken? Wer steht zu Putin oder Erdogan?
      Meine persönlich Ansicht dazu ist folgende, egal wie man zu jemanden steht, im Stadion hat das alles nix zu suchen. Und solange diese Personen ihre Ansichten zuhause lassen stört es mich nicht. Für mich zählt die Unterstützung der Mannschaft. Was die Leute Zuhause machen interessiert mich nicht im Stadion. Natürlich vorausgesetzt es gibt keine politischen Statements , Anfeindungen oder ähnliches. Sollte so etwas vorkommen sollte diese Person raus fliegen. Unabhängig von der Gesinnung, da darf man dann keine Rücksicht nehmen.
      Fear the Reaper !!!
    • Weiß gerade nicht wo es besser passt daher hier: Mein Bruder und ich überlegen gerade wie das wohl mit dem Kölner Fußball im dritten Reich war. FC und Fortuna haben ja beide das Glück der späten Geburt. Aber wie war das generell in dieser Zeit mit Fußball und was haben die kölner Größen der Nachkriegszeit in der NS-Zeit gemacht? Ich finde dazu außer Vereinsnamen nichts. Hat da irgendjemand Ahnung?
      La Kölsche Vita Magica.
    • Immer schwarz oder weiß.

      Früher waren alle mehr mittig, mit vereinzelten Ausreißern. Jetzt nicht falsch verstehen, aber leider brauch man immer Ausreißer nach Links oder Rechts um die Mitte zu stabilisieren. Ich persönlich komme aus Sachsen-Anhalt, wohne aber durch Arbeitsverschiebung im Offenbachkreis in Hessen. Hoher Multikulti-anteil.

      Immer wenn ich mal zu den Eltern heim fahre, spüre ich die ostdeutsche Angst und damit auch die Unterstützung der AfD. Warum? Liegt mit der damaligen Eingrenzung zusammen und würde jetzt den Rahmen sprengen. Sind aber viele gebildete Leute.

      Was mich aber stört, ist die Vermischung mit Hitler und der Nazizeit. Warum wird immer das Arm heben und das Hakenkreuz rausgeholt und was hat das mit der heutigen Lebensweise und Politik zutun? Was hat das überhaupt im Stadion zu suchen?

      Gerade was ich auch bei Spielen gegen Ostvereine als Trainer gesehen habe, Vereine wie Lok Leipzig, Chemnitz (ehem. Karl-Marx-Stadt!!!) oder vereinzelt Dynamo muss ich sehr mit dem Kopf schütteln.

      Daher bin ich gegen jegliche Äußerung (z.B. durch Banner) im Stadion. Was jetzt der Nebenmann wählt sollte jedem egal sein, solange er keinen schadet. Zusatz: Bin kein AfD-Wähler! Eher faulen mir alle Eier ab!
      Ich hab das Expressforum gelesen... fand ich gar nicht so verkehrt!
    • McKenna23 schrieb:

      Weiß gerade nicht wo es besser passt daher hier: Mein Bruder und ich überlegen gerade wie das wohl mit dem Kölner Fußball im dritten Reich war. FC und Fortuna haben ja beide das Glück der späten Geburt. Aber wie war das generell in dieser Zeit mit Fußball und was haben die kölner Größen der Nachkriegszeit in der NS-Zeit gemacht? Ich finde dazu außer Vereinsnamen nichts. Hat da irgendjemand Ahnung?
      VFL Köln 1899
      de.wikipedia.org/wiki/VfL_K%C3%B6ln_1899
      weltfussball.de/teams/vfl-koeln-1899/20/


      Viktoria Köln und seine diversen Vorläufervereine

      de.wikipedia.org/wiki/VfR_K%C3%B6ln_04_rrh.
      weltfussball.de/teams/viktoria-koeln/20/


      SpVgg Köln-Sülz 07

      weltfussball.de/teams/spvgg-koeln-suelz-07/21/


      Zum Kölner BC 01 hab ich jetzt auf die schnelle nicht viel gefunden.