Corona und der Fußball

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    • HALVSUWILD schrieb:

      dann frag ich mich wie dämlich eine geschriebene Antwort sein kann, wenn man schon beim Lesen davor nicht erkennt dass die TSG Hoffenheim gar nicht erwähnt worden ist.
      Nun, ich weiß nicht ob es dir bekannt ist, aber Dietmar Hopp hat eine winzige Verbindung zur TSG Hoffenheim. Und der Grund, warum er in den Stadien der Republik so freundlich empfangen wird, ist einzig und alleine dieses Kontrukt. Ob du Hoffenheim also erwähnt hast oder nicht spielt überhaupt keine Rolle, denn du stellst die (weiterhin selten dämliche) Frage nun mal in einem Fußballforum.

      Wenn du wirklich glaubst, die Fans können Hopp einfach nur völlig unabhängig von seiner kleinen Modelleisenbahn namens Hoffenheim als Person nicht leiden, dann erübrigt sich diese Diskussion umso mehr. Davon ab gehe ich davon aus, du stellst besagte Frage ohnehin nur, um hier ein bisschen zu provozieren. Und aktuell steht mir nicht wirklich der Sinn danach, das auch noch zu bedienen. Daher wünsche ich dir an der Stelle einen wundervollen Tag. Bleib gesund.
    • floedi_82 schrieb:

      Er stellte eine Frage, die bis jetzt eigentlich nur mit blöden Antworten (die nichts mit der Frage zu tun hatten) bedacht wurde.

      LinkeKlebe schrieb:

      Natürlich verzichtet man nicht auf eine potentielle Impfung, nur weil man Dietmar Hopp bzw. dessen Konstrukt TSG Hoffenheim kritisiert. Was hat das denn mit seinen sonstigen Unternehmungen abseits des Fußballs zu tun?
      :!:
    • Also er verzichtet auf eine Einmalzahlung von Trump, wird also, sollte das mit dem Impfstoff klappen, die ganze Welt beliefern können. (Oder wird er ihn verschenken?)

      Ökonomisch betrachtet die einzig logische Entscheidung.

      Außerdem wurde seit Januar einiges an Steuergeldern da rein gepumpt, wäre also eh ganz interessant geworden wenn er die Ergebnisse ebendieser Forschung nun hätte an den Meistbietenden verkaufen wollen.
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      Skymax (Präsident), Ich (Vize), sharky (Schriftführer), Anfield, grischa, Heimerzheimer (Ehrenmitglied), caprone, Flykai, elkie57, winter, Schwarzwälder GB, Matze86, frankie0815, floedi_82, kölsch, banshee, ManwithnoName, Mittelfeld, effzeh, der Pitter, Hunsrück FC, Je(n)sus, troemmelche71, izeh, BadischerBock, Salival (Klofrau), Rodi, Die_Macht_am_Rhein (Pressesprecher), Hassenichjesehen (Nummerngirl), lunyTed (Azubi), Kimeo, Olemaus.
    • Nun, die Menschen, die wahre Unmengen an Geld besitzen, streuen dies meist zu einem Teil in Hochrisiko-Bereiche, sogenanntes Venture-Capital (vgl. adventure - Abenteuer). Die Logik dahinter ist bestechend einfach. Wenn ich eine Milliarde investiere, dann kann ich guten Gewissens 500 Millionen in eine sichere Bank mit geringen Zinsen stecken und mit den restlichen 500 Millionen - auf deutsch gesagt - zocken. Aufteilen in 5 Tranchen à 100 Millionen und dann ab die Post in Hochrisiko-Sektoren. 5x alles verlieren ist einkalkuliert, aber wenn ich einmal den Volltreffer lande, dann ab die Post. So würde kaum einer von uns investieren, da sich keiner leisten kann, 100 Mio in den Sand zu setzen. Aber für die ganz dicken Fische gibt es eben solche Sektoren, die im Prinzip ein Roulettespiel in groß sind.
      Pharma ist genau so ein Sektor. Unzählige junge Forscher haben revolutionäre Ideen, aber keine Kohle. Teils kommen in sehr frühem Stadium Investoren, stellen die Unternehmen auf die Beine und hoffen auf den Volltreffer. Viele scheitern - die Idee funktioniert nicht, ein anderes Unternehmen ist schneller oder im späten Stadium stellen sich schlimme Nebeneffekte heraus - man nehme nur Contergan. Bei Curevac sieht es nun so aus, dass es sich um einen Volltreffer handeln könnte.

      Zunächst mal ist das Investment von Dietmar Hopp in Curevac also keine Nächstenliebe, sondern knallhartes Geschäft und Kalkül. Das ist als solches nichts Verwerfliches, denn wenn die Curevac-Forscher kein Geld hätten, dann könnten sie Taxi fahren statt ihre Ideen in Vollzeit umzusetzen. Ja, es gibt auch staatliche Förderung, aber der Hebel durch Investoren ist halt verdammt wichtig. Allerdings sind die Investments in der Wikipedia auf die Jahre 2012 und 2015 datiert - Gründung war 2000. Es ist also nicht "Hopps Firma" oder gar "Hopps Impfstoff". Es handelt sich um klassisches Venture Capital.
      Ich finde viel Positives am Investment von Hopp in Curevac. Es handelt sich um ein regionales Investment und nicht um Seifenblasen im Silicon Valley. Mitarbeiter und Spitzenforscher bleiben in Deutschland. Der Ansatz der Firma ist überdies ethisch anscheinend einwandfrei, es geht hier nicht um Gentechnik oder sowas. Außerdem schätze ich Hopp als einen zuverlässigen Investor ein, der seinen Dingen treu bleibt. Diese Sicherheit ist für die Forscher immens wichtig. Dass er dies auch im Falle unmoralischer Angebote durchzieht und die Hand draufhält spricht eine deutliche Sprache - wenngleich ein knallharter Verkauf an US-Investoren wohl aufgrund geflossener Forschungsgelder der BRD nicht möglich wäre. Der Effekt auf die Wirtschaft in der Region wäre jedenfalls beim Durchbruch immens - Arbeitsplätze, Steuern, Anziehung weiterer Firmen im Sektor. Das ist eine Nummer, die in einer ähnlichen Liga spielt wie die Tesla-Fabrik in Brandenburg. Nur nicht mit einem wilden Visionär Elon Musk, sondern mit einem durchaus bodenständigen Dietmar Hopp. Wenn man anerkennt, dass in unserem System Milliardäre eine wichtige Rolle als Investoren spielen (und damit in der Regel erneut Geld erwirtschaften), dann ist das Engagement Hopps bei Curevac ein Investment der ethisch besseren Art.

      Was die mediale Rezeption der aktuellen Vorgänge um Curevac angeht, bin ich zwiegespalten. Sicherlich will der Boulevard die Story haben "Hopp bietet Trump die Stirn". Dennoch lehrt die Vergangenheit, dass Hopp es durchaus versteht, sich medial in Szene zu setzen. Das kann von einer harmlosen Selbstinszenierung - wer von uns lässt sich nicht gerne feiern? - bis zu einem geradezu eskalierenden Verhalten - siehe Fans, aber auch Nazi-Vergangenheit seines Vaters - reichen.

      In jedem Fall halte ich es für geboten, Hopps Rolle im Fußball, seinen Charakter als Menschen, sein Invest bei Curevac und den möglichen medizinischen Durchbruch der Curevac-Forscher nicht zu vermengen. Es ist nicht "Hopps Impfstoff". Man muss auch nicht auf eine Impfung verzichten, nur weil man das Modell Hoffenheim verachtet. Und schon gar nicht ist Hopp als Mensch schwarz oder weiß zu malen, weil er sich im Bereich X so oder so verhält.

      Sorry, ist lang geworden. Danke für die Aufmerksamkeit.


      Quellen: Wikipedia, Zeit Online (2004) - sehr lesbarer Artikel zur Kapitalsuche von Curevac zeit.de/2004/23/I-Venture_Capital/komplettansicht
    • Danke dir @Koelschlenny, hättest mindestens 20 Likes für diesen Beitrag verdient.
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    • Koelschlenny schrieb:



      In jedem Fall halte ich es für geboten, Hopps Rolle im Fußball, seinen Charakter als Menschen, sein Invest bei Curevac und den möglichen medizinischen Durchbruch der Curevac-Forscher nicht zu vermengen. Es ist nicht "Hopps Impfstoff". Man muss auch nicht auf eine Impfung verzichten, nur weil man das Modell Hoffenheim verachtet. Und schon gar nicht ist Hopp als Mensch schwarz oder weiß zu malen, weil er sich im Bereich X so oder so verhält.
      Ich glaube nicht, dass es darum geht, dass man entweder alles gut oder alles schlecht finden muss, was Hopp macht. Konstruktiv vorgetragene Kritik ist immer erlaubt, wir leben schliesslich in einer Demokratie. Aber Fadenkreuze oder Beschimpfungen wie Huren- oder Nazisohn überschreiten eben diese Grenzen.
    • Koelschlenny schrieb:





      In jedem Fall halte ich es für geboten, Hopps Rolle im Fußball, seinen Charakter als Menschen, sein Invest bei Curevac und den möglichen medizinischen Durchbruch der Curevac-Forscher nicht zu vermengen. Es ist nicht "Hopps Impfstoff". Man muss auch nicht auf eine Impfung verzichten, nur weil man das Modell Hoffenheim verachtet. Und schon gar nicht ist Hopp als Mensch schwarz oder weiß zu malen, weil er sich im Bereich X so oder so verhält.

      Sorry, ist lang geworden. Danke für die Aufmerksamkeit.
      nicht schlimm, könnte dir noch weiter zuhören
      :tu: Danke für deine Mühe das so ausgewogen uns zu erklären

      ...Un mer jon met dir wenn et sin muß durch et Füer, Halde immer nur zo dir FC Kölle!...
    • janberlin schrieb:

      Ich glaube nicht, dass es darum geht, dass man entweder alles gut oder alles schlecht finden muss, was Hopp macht. Konstruktiv vorgetragene Kritik ist immer erlaubt, wir leben schliesslich in einer Demokratie. Aber Fadenkreuze oder Beschimpfungen wie Huren- oder Nazisohn überschreiten eben diese Grenzen.

      Waren aber nun das einzige Stilmittel das die Medien dazu gebracht hat, nachdem man es bis zur Eskalation getrieben hatte, endlich mal über die dem ganzen zu Grunde liegende Thematik zu berichten, wie oft noch?
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    • mich lässt diese ganze Hopp Diskussion irgendwie kalt. Vielleicht weil ich Mitleid mit ihm habe, vielleicht weil er mir nix getan hat, vielleicht weil das im Angesicht der aktuellen Lage mir total unwichtig erscheint. Ich finde nur dieser ganze Hass und Wut, dieses extreme überall muss endlich aufhören. Dieses wo ich bin ist vorne und auf andere Rücksicht nehmen ist zweitrangig. Mir geht's dabei nicht um mich, sondern um diejenigen die gerade erst am Anfang ihres Lebens sind. Die diese Welt auch noch leben wollen, um die mache ich mir mittlerweile große Sorgen.
      Hauptsache die Haare liegen gut! Mach et Armin :love:
    • Oropher schrieb:

      janberlin schrieb:

      Ich glaube nicht, dass es darum geht, dass man entweder alles gut oder alles schlecht finden muss, was Hopp macht. Konstruktiv vorgetragene Kritik ist immer erlaubt, wir leben schliesslich in einer Demokratie. Aber Fadenkreuze oder Beschimpfungen wie Huren- oder Nazisohn überschreiten eben diese Grenzen.
      Waren aber nun das einzige Stilmittel das die Medien dazu gebracht hat, nachdem man es bis zur Eskalation getrieben hatte, endlich mal über die dem ganzen zu Grunde liegende Thematik zu berichten, wie oft noch?
      Wiederholung macht es nicht richtiger.

      Sag mal, ist Dir eigentlich noch zu helfen? Vor ein paar Tagen wolltest Du im Corona-Thema nicht einmal Rücksicht auf die Schwachen nehmen, da die ja eh auf sich aufpassen müssten, und jetzt willst Du auch noch Fadenkreuze rechtfertigen und als "Stilmittel" verharmlosen?
    • Eas geht mir sowas von am Arsch vorbei ob du es richtig findest, aber so ist nunmal der Hintergrund.

      Achja, und: sleep
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    • Na endlich. :tu:
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    • ich verstehe es hier teilweise nicht mehr. Es gab eine nicht ganz unwichtige pk der dfl. Die einige fragen aufwirft und auch diskussionswürdige aspekte liefert.

      hier wird aber lieber bus zur Selbstzerfleischung über das feindbild schlechthin gestritten.

      Man bekommt das gefühl, dass einige nur in diesem forum sind um ihre hasstiraden loszuwerden. (Wahrscheinlich etwas überspitzt ausgedrückt)

      ich versuche mal das „Gespräch“ mal in eine dem threadtitel angemessene richtung zu bringen:

      wie seht ihr die von seifert angedeuteten Vorschläge: mit geisterspielen die saison zu ende bringen und/oder die zeit der wohl ausfallenden em für den rest der saison zu nutzen?

      Ich fände es extrem bitter wenn die top leistungen des fc quasi für die katz wären und saison annulliert werden würde.

      auch aufgrund der tv gelder wären für mich die geisterspiele die beste lösung.
    • Ich halte die Vorschläge für verfrüht. Es ist derzeit völlig unklar, ob die Pandemie 2, 6 oder 12 Monate anhält. Es wird immer mehr Fälle in den Teams geben, solange wird keiner spielen wollen.

      Ich halte es nicht mal für ausgeschlossen, dass die Saison ab März 2021 zuende gespielt wird.

      So einen Pflock einzuschlagen bevor sich eine Entspannung auch nur andeutet, halte ich für unklug.
    • Man möchte sich wohl Ende März noch mal treffen, wird aber vermutlich sowieso im ständigen Austausch sein.

      Ich kann leider auch nicht so recht glauben, dass schon bald wieder der Ball rollt. Und mit bald meine ich locker zwei Monate.
      :effzeh: jeff jas!