Legendäre Spieler der 60er und 70er Jahre

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • 9. Januar 1994 - Winterpause. Und in der Winterpause spielte man früher in der Halle. "Budenzauber" nannte man das. Und in Köln war auch Budenzauber und dieser Budenzauber fand damals in der altehrwürdigen Deutzer Sporthalle statt. Traditionell mit dabei Kumpel Manni, Kumpel Andi, Kumpel Piet und ich. Als wir in der Halle aufliefen - gerade recht zum ersten Spiel - hatten wir leicht vorgeglüht und waren bester Stimmung. Der FC spielte in einer Gruppe mit Wattenscheid und Duisburg und in der anderen Gruppe kickten die Fortuna aus Köln, Dynamo Tiflis und die Güllepumpen. Herrlich, diese Atmosphäre. Alkohol geschwängert, geraucht wurde da wie Teufel und natürlich jede Menge Sprüche zwischen den Spieler aber auch zwischen Spielern und Publikum.

      Köln kickte zunächst gegen den MSV 2:2. In der anderen Gruppe watschten die Fortunen Rübentown richtig ab, 6:2 oder 6:3 ging das Ding aus. Grossartig da wieder unser Freund Manni, der pausenlos die Gladbacher Spieler "anfeuerte". Als der Spieler Schneider aus Gladbach sich bei Manni über die Kommentare beschwerte, bezeichnete ihn Manni als "das tapfere Schneiderlein". Schneider war so sauer, daß er zu Manni hoch wollte, wurde aber von Martin Max zurück gehalten. Was Manni prompt zur Aussage:"Schneider, hör auf den strammen Max", provozierte. Einige Fans der Gladbacher sassen in unserer Ecke und wollten uns prompt ans Leder, hatten aber die Mehrheitsverhältnisse im Block entschieden falsch eingeschätzt. Ein paar Rangeleien weiter war wieder alles im Lot. Köln spielte dann noch gegen Wattenscheid Remis und war im Halbfinale gegen die Fortuna aus Köln. Gladbach bekam die nächste Rutsche gegen Dynamo Tiflis und war - zu unserem grossen Vergnügen - draussen. Lautester Lacher: Manni. Zwischendurch: immer mal wieder ein Abstecher zur nächsten Bier - und Würstchenbude. Nüchterner wurden wir nicht mehr.

      Halbfinale: wir gewinnen mit 5:3 nach Verlängerung gegen die Fortuna, obwohl die dreimal geführt haben. Trainer Linssen von der Fortuna war ausser sich. Vor dem entscheidenen 4:3 durch Rico Steinmann wollte er ein Foul gesehen haben und regte sich massiv auf. "Linssen, putz deine Platte", schrie Manni in Anspielung auf die Glatze von Linssen und etliche Zuschauer tobten vor Begeisterung und wiederholten Mannis Anspielung. Riesenstimmung. Gegen Tiflis gabs dann das Endspiel und die haben uns her gespielt, daß es nur so gekracht hat. 10:3 verloren und Trainer Olsen war richtig sauer. Egal, wir hatten unseren Spass. Raus aus der Bude. Alle hatten Riesenhunger. Blitzschnelle Entscheidung - zum Maredo auf die andere Rheinseite. Rumpsteak, Salate, Pommes, Sauce Bearnaise, Bier, Bier, Bier, Fernet Branca. Ach du meine Güte. Dann Stellungswechsel Päffgen Altstadt - und völliger Abschuss inklusive Breakdown of all vital systems. Machte ja nichts, wir alle hatten frei am nächsten Tag - in weiser Voraussicht. Pennen war in Piets Wohnung. Über die weiteren Vorgänge möchte ich schweigen, gebe aber den Hinweis, daß um 3 Uhr 35 eine sehr energische Streife bei uns auf lief und die Versammlung für beendet erklärte.

      Grosser Tag, grosser Abend, grosse Nacht.
      Lettore silenzioso
    • Benutzer online 1

      1 Besucher