Der Politik-Thread

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    • Anerkennen muss man, das es die AfD geschafft hat, die Wahlbeteiligung angenehm hoch zu treiben.
      Das ist ein Verdienst, ob man es will oder nicht.
      Zudem, sollte man sich hüten, die AfD Wähler alle in die rechte Ecke zu stellen.
      Das wäre ein fataler Fehler, würde man die Ängste und Sorgen der AfD Wähler nicht registrieren.
      Höre ich aber die etablierten Politiker, dann ist ja alles toll.
      80% der Wähler hätte Merkels Europa Politik der Flüchtlinge bestätigt-was eine tolle Analyse.
      Wehe das geht weiter so, das Erwachen bei der Bundestagswahl könnte dramatisch werden.
      si vis pacem parabellum
      Cicero
    • hapeen schrieb:


      Zudem, sollte man sich hüten, die AfD Wähler alle in die rechte Ecke zu stellen.
      Das wäre ein fataler Fehler, würde man die Ängste und Sorgen der AfD Wähler nicht registrieren.

      Ich kann das nicht mehr hören. Als ob weite Teile der AfD-Wähler nicht wüssten, für wen sie ihr Kreuz da setzen. Das kann mir niemand mehr erzählen.

      Wenn ich die AfD wähle, dann tue ich das in dem vollen Bewusstsein rechts zu wählen. Ob meine Wahl aus Protest erfolgte oder weil ich ganz doll besorgt bin ist nebensächlich. Wer rechts wählt darf sich über die rechte Schublade nicht beschweren. Ich will gar nicht bestreiten, dass einige Leute ihre Wahl aus Protest trafen, der Großteil wird das aber nicht gewesen sein.

      Diese Wahlergebnisse sind alarmierend und traurig. Dass eine rechte Partei heutzutage derart erfolgreich abschneiden kann, zeigt wie kleingeistig die Denke vieler Leute nach wie vor ist.

      Jetzt werden innerhalb der Parteien die Diskussionen erst richtig losgehen, wie man bei der nächsten Wahl den rechten Rand selbst abgrasen kann. Die Leute sind immerhin besorgt, die muss man abholen.

      Und ja, klar, da gebührt der AfD natürlich Respekt, dass sie die Wahlbeteiligung so schön hochgetrieben hat. Das ist aber keine große Leistung der AfD. Die haben durch Pegida und Co. schlicht erkannt, welches Potenzial da auf den Straßen langmarschiert. Die dann mit einem gezielten Wahlkampf zur Urne zu treiben war jetzt nicht die Überleistung. Ich meine hier im Forum hatten die auch über 20 Prozent. Waren wohl auch alles Protestwähler
      Sie erblicken mich rollend. Sie gehen Groll.
    • Es ist ein Trauerspiel das unsere momentane Politik die Menschen anscheinend dazu treibt so eine Partei zu wählen.
      Ich hoffe das öffnet einigen Politikern die Augen und dieses Ergebnis breitet sich nicht noch weiter in diesem Ausmaß in Deutschland aus 0geduld
      FC im Blut...
    • Ich kann jedem nur raten, das Programm der afd mal anzuschauen...

      Wer dann noch fabuliert, man wäre halt Protestwähler...

      Die afd will viel mehr als nur Flüchtlinge nicht mehr rein lassen. Hier sollen kranke, behinderte, arme, Frauen, massiv in ihren Rechten eingeschränkt werden.

      Egal wie schlecht die großen Parteien uns regiert haben, wie man sich über die Erfolge der afd freuen kann, will mir nicht in den Kopf
    • Nein, das kann man so pauschal nicht sagen FC Fan. Und genau diese Denkweise ist auch die vieler handelnder Politiker und das ist die Ursache warum die Ränder seit Jahren erstärken (bis nun an die 40 % in Sachsen-Anhalt -> AFD,Linkspartei).
      Man kann nun weiter die Vogelstrauss Taktik wählen, dann geht die Entwicklung genauso weiter oder man fährt jetzt mal langsam die Antennen aus und macht sich wirklich Gedanken darüber, was viele Menschen besorgt und bekümmert.

      Vorab, wir hatten vor einer Woche Kommunalwahlen in Hessen...und nein, ich habe nicht AFD gewählt, ich bin gar nicht zur Wahl gegangen, weil ich mich von keiner Partei mehr vertreten fühle. Die Partei, mit der ich stets die größten Schnittmengen hatte, hat sämtliche Prinzipien über Bord geworfen, die sie jemals hatte und das kann ich nicht unterstützen, da ich nicht die Partei wähle, sondern die Politik welche sie macht.

      Ich möchte mal ein Beispiel der Weltfremde einiger Politiker nennen...das war im Grunde genommen das heftigste und weltfremdeste was in dieser ganzen Debatte bislang zu hören war und ich hätte laut lachen müssen, wenn es nicht so traurig wäre. Es gibt in Hessen eine Kommune (könnt es selber googeln), in der im Rahmen der Wahl 22 % NPD gewählt haben. In einem Stadtteil dieser Kommune waren es gar 30 %.
      Da ich beruflich sehr viel herumkomme (Hessen, RLP, BW,Bayern) und mit extrem vielen Menschen (von links bis rechts, von unten bis oben, etc) spreche, kam, wie der Zufall es will, einer genau von dort. Ich sprach vor einem Monat mit ihm und er erzählte (beklagte sich), dass dort ein Flüchtlingsheim errichtet wurde und nun mehrere hundert Menschen dort leben. Weiter erzählte er, dass seit dem ständig Einbrüche, Diebstähle und auch Belästigung von Mädchen stattfinden (ich sage das alles ohne Wertung!!). Worauf ich hinaus möchte, nach dem Wahldebakel (anders kann man es nicht nennen), wurde nun der Bürgermeister (weiß gar nicht welcher Partei er angehört), in einem Radiointerview nach dem Wahlergebnis befragt (habe es auf dem Weg zur Arbeit gehört). Er wurde gefragt, ob er meine, dass das Ergebnis irgendetwas mit dem Flüchtlingsheim zu tun haben könnte. Und was sagt er...NEIN, sagt er, das habe damit nichts zu tun, das habe ausschließlich mit den Streitigkeiten in der GroKo zu tun....genau das wird es sein....einfach nur weltfremd.

      Ich komme, wie gesagt, viel rum und mit vielen Menschen in Kontakt und da erzählen mir extrem viele, dass sie bislang SPD oder CDU gewählt haben, und nun die AFD wählen werden (bis die Politik korrigiert werde) und das dies auch in ihren Bekanntenkreisen s gehandhabt wird. Diese Leute muss die Politik wieder einfangen und sie muss einfach registrieren, dass es viele Menschen im Land gibt, die es eben nicht wollen, wie Frau Merkel, Gabriel, die Grünen und co. vorgehen. Sie können das nun abtun und sagen, dass sind alles Rechte oder sie überlegen sich mal ernsthaft, warum gerade jetzt eben die Leute rechts wählen, während sie sonst eben SPD oder CDU wählten.

      Beide Parteien (Volksparteien) haben ihren Kern großteils aufgegeben und damit viele heimatlose gemacht (gerade Frau Merkel hat die CDU derart verändert, dass man schon fast denken könnte, sie sei eine eingeschleuste Linke...so sagen es manche). Anne Will gestern, war nach Monaten endlich mal wieder interessant. Da wurde einmal zu Schönbrom (heißt er glaube ich) ins Wahlstudio von ARD geschaltet und es gab da interessante Analysen. Um die 2/3 der Bevölkerung wollen es einfach nicht mehr, dass noch mehr Flüchtlinge herkommen, sie sagen es sind jetzt um die 1,5 Mio (+/-) und das reicht aus.
      2/3 der Bevölkerung in Sachsen Anhalt - in den anderen Bundesländern waren es über 50 %) - fühlen sich nicht mehr ernst genommen und 2/3 der Wähler haben eben Angst vor Überfremdung und vor der inneren Sicherheit...das sind auch Dinge, die man ernst nehmen sollte, zumindest als Realpolitiker, wenn man daran interessiert ist, das Fass nicht zum Überlaufen zu bringen. Wie gesagt, ich sage das alles ohne Wertung, aber ich nehme es eben zur Kenntnis und das tun Frau Merkel und co (die ja mittlerweile in ganz Europa isoliert sind), nicht und das ist das Kernproblem.
    • MainBock, so kannst du aber keine Politik machen. Das funktioniert nicht.
      Man kann nicht vor einer Minderheit kuschen und seine Linie jetzt komplett verändern, nur weil einige das gerne so möchten und die Umfragen so sind. Ich will Politiker haben, die Prinzipien haben. Auch wenn es nicht meine sind.
      Wenn man das nicht will und Politiker sollen das machen, was die anscheinende Mehrheit möchte, dann soll man sich bitte nicht wundern, wenn es alles als eine Partei ohne Alternative wahrgenommen wird.

      Und man kann nicht nach Gefühlen von Wählern regieren. Umfragen wechseln jedes halbe Jahr. Schau dir die Umfragen nach Fukushima an und schau dir die zum gleichen Thema heutige an. Da denkst du man hätte die komplette Bevölkerung ausgetauscht. Und man kann schon gar nicht nach Gefühlen regieren, die komplett irrational sind.

      Man kann doch nicht seine Politik verändern weil 2/3 der Wähler Angst vor Überfremdung haben, weil 1,5 Mio Flüchtlinge in ein 80 Mio Land kamen, was eine sehr hohe vermutete Zahl ist. Das ist irrational.
      Da mein ich ja, dass die Politik machen kann was sie will, die werden immer dagegen sein. Sie "fühlen" was anderes. Irgendjemand anderes, den man mehr Vertrauen schenkt als "die da oben" hat was anderes behauptet. Natürlich ohne Belege, weil man das ja vertuschen möchte.
      Jedes Delikt hängt jetzt mit den Flüchtlingen zusammen, als ob wir vorher hier im Paradies gelebt haben.
      Wohnungen werden wegen den Flüchtlingen teurer, als ob das nciht schon seit 25 Jahren so ist.
      Man hat das Gefühl, dass die Politik mehr für die Flüchtlinge macht als für die eigene Bevölkerung, obwohl Mindestlohn, Frühverentung, Kitaausbau und was weiß ich alles noch finanziert wurde.
      Das wird doch gar nicht mehr gesehen.

      Und Frau Merkel ist mit Sicherheit nicht in Europa isoliert. Wenn es so wäre, dann hätte man den Deal mit der Türkei angenommen, denn das war Merkels Plan.
      Und wenn man ehrlich ist, sind die Wahlen jetzt nicht unbedingt gegen Merkel gelaufen. Die CDU hat immer noch die Möglichkeit in allen 3 Bundesländer in die Regierung zu kommen. Realistisch sind auf jeden Fall 2, was ja schon ein Gewinn darstellt.
    • Ohwei die Politik hat es natürlich nicht kommen sehen. Ein europaweiter Rechtsruck macht doch bestimmt einen Bogen um Deutschland. Wer jetzt schon den Untergang prophezeit, sollte mal locker durch die Hose atmen. Trotz der hohen Prozente wird die AfD nicht in die Regierungsverantwortung kommen und kann damit (noch) keinen Schaden anrichten. Den größeren Schaden könnte die CDU in BaWü anrichten, sollte sie mit der SPD und FDP den "Wahlsieger" Kretschmann düpieren. Es obliegt jetzt den etablierten Parteien die Signale zu deuten und die notwendigen Konsequenzen zu ziehen. Leider kam da gestern außer Kindergartenreaktionen gar nichts. Alle haben mal wieder gewonnen. :facepalm:
    • FC Fan, wenn es tatsächlich eine Minderheit ist, dann bin ich bei Dir. Aber ich würde mir wünschen, dass man eben mal auslotet, wofür die Mehrheit eigentlich ist! Ich bin in diesem Thema für eine Volksbefragung, denn dann weiß die Kanzlerin samt Anhang woran sie sind. Will die Mehrheit den Weg der Kanzlerin beschreiten, dann ist dem so, will sie es nicht muss sie umkehren.

      Daher Volksbefragung:

      Wollen wir noch mehr Flüchtlinge aufnehmen oder nicht und sie stattdessen in Auffanglagern in anderen sicheren Drittstaaten (da wo sie ankommen) finanziell und humanitär unterstützen (weil wir nun genug aufgenommen haben).

      Klare Frage, dann gibt es eine ganz klare Antwort und dann weiß die Regierung ob sie für ihr Tun und Handeln überhaupt die Legitimität des Volkes hat, welches sie vertritt und durch welches sie gewählt wurde. Andere Länder haben die Antennen schon lange ausgefahren und haben nun reagiert und Konsequenzen gezogen, bei uns wird das ganze Thema totgeschwiegen und das ärgert eben viele.
    • FC_Gott schrieb:

      Ohwei die Politik hat es natürlich nicht kommen sehen. Ein europaweiter Rechtsruck macht doch bestimmt einen Bogen um Deutschland. Wer jetzt schon den Untergang prophezeit, sollte mal locker durch die Hose atmen. Trotz der hohen Prozente wird die AfD nicht in die Regierungsverantwortung kommen und kann damit (noch) keinen Schaden anrichten. Den größeren Schaden könnte die CDU in BaWü anrichten, sollte sie mit der SPD und FDP den "Wahlsieger" Kretschmann düpieren. Es obliegt jetzt den etablierten Parteien die Signale zu deuten und die notwendigen Konsequenzen zu ziehen. Leider kam da gestern außer Kindergartenreaktionen gar nichts. Alle haben mal wieder gewonnen. :facepalm:
      Nach den Ergebnissen kann man das so sehen.
    • FC-Fan schrieb:

      FC_Gott schrieb:

      Ohwei die Politik hat es natürlich nicht kommen sehen. Ein europaweiter Rechtsruck macht doch bestimmt einen Bogen um Deutschland. Wer jetzt schon den Untergang prophezeit, sollte mal locker durch die Hose atmen. Trotz der hohen Prozente wird die AfD nicht in die Regierungsverantwortung kommen und kann damit (noch) keinen Schaden anrichten. Den größeren Schaden könnte die CDU in BaWü anrichten, sollte sie mit der SPD und FDP den "Wahlsieger" Kretschmann düpieren. Es obliegt jetzt den etablierten Parteien die Signale zu deuten und die notwendigen Konsequenzen zu ziehen. Leider kam da gestern außer Kindergartenreaktionen gar nichts. Alle haben mal wieder gewonnen. :facepalm:
      Nach den Ergebnissen kann man das so sehen.
      Na dann einfach weiter so :tu:
    • Genau den Eindruck habe ich eben auch. Die Mehrheit möchte es eben nicht mehr und wird trotzdem nicht gehört und das ist eben der Grund warum die AFD gewählt wird und nicht weil irgendwo in der GroKo gestritten wird (lächerliches Argument). Die Politik hat das unterschätzt und sie sollte nicht den Fehler machen zu denken, dass nun das Ende der Fahnentange erreicht ist (also wieder zu unterschätzen). Denn dann geht die Kurve der AFD weiter nach oben.
    • Diewand schrieb:

      Das schlimme daran finde ich ja, dass man, aus Angst Freiheit durch eine andere Kultur zu verlieren eine Partei wählt, die Freiheit massiv einschränken möchte… Aber ich befürchte kaum einer der Wähler hat das Programm wirklich gelesen…
      Mal ernsthaft, glaubst du die alte Oma in Bayern kennt das Programm der CSU? Da wird so gewählt, wie schon immer gewählt wurde. Denke keine 50% der Wähler kennt die Parteiprogramme überhaupt.
    • MainBock schrieb:

      Genau den Eindruck habe ich eben auch. Die Mehrheit möchte es eben nicht mehr und wird trotzdem nicht gehört und das ist eben der Grund warum die AFD gewählt wird und nicht weil irgendwo in der GroKo gestritten wird (lächerliches Argument). Die Politik hat das unterschätzt und sie sollte nicht den Fehler machen zu denken, dass nun das Ende der Fahnentange erreicht ist (also wieder zu unterschätzen). Denn dann geht die Kurve der AFD weiter nach oben.
      Ich glaube nicht, dass die Politik das unterschätzt hat. Es ist nicht ihre Position und muss das aussitzen.
      Ich glaube es besteht bei vielen der falsche Eindruck, dass der Kanzler/die Kanzlerin die Politik der Mehrheit machen muss. Das ist aber nicht so.
      Wie gesagt so funktioniert Politik nicht.

      Und wie gesagt heute ist es die Mehrheit und morgen ist es wieder die Minderheit.
      Und man darf Umfragen nicht mit echtem Taten verwechseln. Man kann viel erzählen und man kann den Leuten auch viel verkaufen, wenn es ernst wird, dann kneifen sie.
      Warum haben nur bis 24 % die AfD gewählt, wenn es die Mehrheit unbedingt will?
      Natürlich ist es einfach zu sagen, hör mir auf mit denen, die sollen da bleiben, ich will meine Ruhe haben. Wenn ich aber das Kreuzchen machen soll oder mich in Bürgerbeteiligungen dagegen wehren soll, dann kneifen die meisten dann doch. Weil sagen ist ja einfacher als dann auch die Konsequenzen zu tragen.
    • FC_Gott schrieb:

      Diewand schrieb:

      Das schlimme daran finde ich ja, dass man, aus Angst Freiheit durch eine andere Kultur zu verlieren eine Partei wählt, die Freiheit massiv einschränken möchte… Aber ich befürchte kaum einer der Wähler hat das Programm wirklich gelesen…
      Mal ernsthaft, glaubst du die alte Oma in Bayern kennt das Programm der CSU? Da wird so gewählt, wie schon immer gewählt wurde. Denke keine 50% der Wähler kennt die Parteiprogramme überhaupt.
      mit den Parteiprogrammen hast Du mit Sicherheit recht, allerdings wurde in dem Fall häufig gerade nicht so gewählt, weil es schon immer so gemacht wurde, sondern es wurde vielmehr bewusst anders gewählt. Macht es natürlich nicht besser.
      Hackbraten
    • FC_Gott schrieb:

      Wer jetzt schon den Untergang prophezeit, sollte mal locker durch die Hose atmen. Trotz der hohen Prozente wird die AfD nicht in die Regierungsverantwortung kommen und kann damit (noch) keinen Schaden anrichten.
      Ich war nie ein Freund davon, nur das Hier und Jetzt zu betrachten. Denn ich finde es wichtiger, auch aktuelle Tendenzen zu bewerten und sich zu fragen: Was kann daraus mal entstehen? Und da sind für mich zwei Entwicklungen maßgeblich:

      Außenpolitisch werden wir die Krisengebiete in Nahost noch über viele Jahre hinweg erleben. Beruhigt sich das eine Land, knallt es in dem anderen. Und so weiter. Daran werden wir auf absehbare Zeit nichts ändern können. Entsprechend wird auch das Thema der Flüchtlingsströme uns noch viele Jahre befassen. Und das, obwohl - jemand sagte es oben bereits - schon jetzt zwei Drittel der Bundesbürger einen weiteren Zuzug der Flüchtlinge nicht mehr akzeptieren. Sprich, das Thema kann auch innenpolitisch zu einem Pulverfass werden.

      Dazu kommt, dass es die beiden großen Parteien seit Jahren nicht geschafft haben, ihr internes Machtvakuum zu füllen. Merkel bei der CDU hat jahrelang alle Gegner aus dem Weg geräumt. Gut, in der zweiten Reihe steht nun eine Von der Leyen, in der dritten Reihe eine Klöckner. Aber traut man denen wirklich eine Kanzlerschaft zu? Ich glaube, das Loch, das Merkel bei ihrem Abgang mal hinterlassen wird, kann dort niemand schließen. Und damit wird die CDU früher oder später auf das Problem zusteuern, das die SPD jetzt schon hat: Nach Schröder konnte man keine charismatische Führungsperson mehr aufbauen. Sigmar Gabriel ist ein schlechter Witz - und hinter ihm kommt fast niemand nach.

      Ich gehe sehr wohl davon aus, dass kleinere und vor allem radikalere Parteien aus diesen beiden Entwicklungen künftig profitieren. Wer heute wirklich der Meinung ist, es würde langfristig genügen, dass sich die AfD in den Länderparlamenten blamiert, der betrachtet den Trend zu naiv. Es wird in einigen Jahren die Zeit kommen, da kippt das Machtgefüge. Das ist dann soweit, wenn die CDU und die SPD noch weiter abrutschen, zeitgleich aber Parteien wie die AfD - und künftig vielleicht noch radikalere Vertreter - immer mehr Wählerstimmen sammeln. Dann werden wir auch wissen, dass wir heute vielleicht nicht panisch, aber doch besorgt hätten handeln sollen - statt locker durch die Hose zu atmen.
      :hennes: Die Herausforderung "Bundesliga mit Köln" ist für einen Spieler etwas vom Größten. Köln ist ein Mythos. :FC: