Der Politik-Thread

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    • Tja, die Quellen. Es ist aktuell einfach über die Journalisten herzufallen - ist ja auch ne selten blöde Steilvorlage. Aber eines muss man dem guten Herrn dann doch lassen: Er hat sauber gefälscht. Den dreisten Lügnern kommt man anscheinend nicht so leicht auch die Schliche. Vertrauensvorschuss, weil man sich ja kennt, und unterstellte Professionalität gepaart mit dem unbedingten Willen eine Story zu produzieren (egal wie) ebnen den Weg.
      Irgendwie erinnert mich das an so einige (aberkannte) Doktortitel der letzten Jahre. Zur Erkennung von Plagiaten wird ein nicht unerheblicher Aufwand an Hochschulen betrieben und dennoch gelingt es immer wieder seinen Betrug zu platzieren. Selbst ganze Untersuchungen von bereits anerkannten Wissenschaftlern, die es eigentlich nicht mehr nötig hätten, sind in der Rückschau als Betrug erkannt worden.
      Will sagen: Wichtig ist, dass es aufgedeckt und (bislang adäquat) gehandelt wurde. Für eine grundsätzliche Abrechnung mit der Journale ist es jedoch deutlich zu wenig.
      Ejal wat kütt....emme treu :effzeh:
    • Millhouse schrieb:

      Wie es nun dazu kommen konnte, dass ein Journalist dennoch gefälschte Artikel veröffentlichen konnte, ist nun die Frage.
      Günstig im ökonomischen Sinne wird der Verlag jedenfalls nicht davonkommen, falls man es so ernst meint, wie hier angedeutet. Das geht nämlich richtig ins Geld, wenn man nicht mit ein paar Kündigungen vorlieb nehmen sollte. Ich finde es generell aber gut, wie man damit umgeht.

      Was jetzt noch fehlt, wäre, aus der Bildzeitung für Linksaußen, genannt "Spiegel online", en passant was Seriöseres zu machen. Denn die Seite beschädigt mit ihren oft extremen Kolumnen à la Jan Fleischhauer (stellvertretend für rechts und rassistisch) und Jakob Augstein (den man dort womöglich nur schreiben lässt, weil er Papas Verlagsanteile geerbt hat, der aber ein übler Judenhasser ist oder zumindest so tut) den an sich guten Ruf des Blattes eher, als ihm zu nutzen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Puppekopp ()

    • Auch wenn "Lügenpresse" natürlich gefärhlich sind, sieht man bei Spiegel-Online die Probleme der Medienlandschaft: Es wird immer unlukrativer guten Journalismus zu betreiben. Dadurch, dass der Markt für Medien kleiner geworden ist, gibt es weniger Player auf dem Markt, die sich gegenseitig kontrollieren und der Einfluss für die verbleibenden Player steigt.

      Wenn man Geld machen will, dann geht das eigentlich nur, wenn man bei der Qualität Abstriche macht (Spiegel Online). Neben Geld wird dadurch aber auch zunehmend politischer Einfluss ein Thema (Washington Post, Fox News).

      Die Spiegel-Online Masche ist aber schon ein besonders eklig Geschäftsmodell: Neben einem guten und seriösen Politik-Magazin hat man eine Plattform auf die Beine gestellt, die nicht nur qualitativ auf niedrigstem Niveau stagniert, sondern auch noch oft genug ganz gezielt politische Meinungsmache betreibt. Da viele nicht in der Lage sind zwischen beiden zu trennen, hat man da sozusagen den Wolf im Schafspelz geschaffen.

      Spiegel-Online hat damit zumindest seinen Beitrag geleistet, dass die "Lügenpresse"-Rufe laut geworden sind. Ich versuche daher wann immer es geht beim Zitieren einen Bogen um die Seite zu machen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von smiling_saidjin ()

    • Puppekopp schrieb:

      Gerade eben auf "Spiegel online" gesehen:

      "Deutschland lacht über Oberbürgermeister Boris Palmer und seine Tiraden".

      Kann mir jemand erklären, was das noch mit Journalismus zu tun hat?
      Er sagt die Wahrheit. Gefällt seiner Partei und den bestimmten Medien nicht!!
      Also versucht man es so.... ;)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Skip ()

    • Was ist denn an der Aussage falsch? Er hat sich mit der Nummer mit dem Studenten lächerlich gemacht. Darüber haben viele gelacht. Vielleicht nicht ganz Deutschland, aber der größte Teil. Klar, das ist überzogen formuliert. Aber es ist nun auch keine reißerische Überschrift.

      Davon ab stimmt es aber schon, dass Spiegel Online ein mittlerweile sehr niedriges Niveau hat. Zur seriösen Informationssicherung ist diese Seite sicherlich nicht geeignet.
      Difficile est satiram non scribere - Es ist schwierig, keine Satire zu schreiben (Juvenal)
    • der Spiegel hat schon immer tendenziös berichtet, und ist weit weg von der Sachlichkeit manch anderer Gazetten, SZ oder FAZ beispielsweise. Ist mir aber immer noch lieber als all die Paralleljournalisten, denen der ein oder andere hier im Thread Glauben schenkt, und deren Namen er als Quelle lieber nicht nennen möchte, nicht mal auf Anfrage.
      Qualitätsbeiträge seit 2014
    • Heute Mittag wurde im NDR Radio auch die These diskutiert, dass es sich um Daten aus der letzten Legislaturperiode handele. Neben der AfD sei auch die FDP nicht oder nur wenig betroffen.
      Ob diese These inzwischen überholt ist, kann ich nicht sagen. Die betroffenen Promis sprechen wohl dafür.
    • Millhouse schrieb:

      Hacker veröffentlichen Daten Hunderter Politiker

      Wohl alle Bundestagsparteien betroffen - nur die AfD nicht.
      Soll wohl jemand aus der rechten Ecke gewesen sein. Das erklärt dann auch, warum die AfD nicht betroffen ist. Das zeigt allerdings auch, wie blauäugig selbst Geheimnisträger mit ihren Daten umgehen. Denn "gehackt" wurde da wahrscheinlich gar nichts. Da hat wohl eher jemand sehr viel Aufwand in die Recherche gesteckt.
    • LinkeKlebe schrieb:

      Soll wohl jemand aus der rechten Ecke gewesen sein. Das erklärt dann auch, warum die AfD nicht betroffen ist.
      Oder die Daten stammen (zum Teil) aus dem "Bundestags-Hack 2015", als die AfD im Parlament noch nicht vertreten war.

      Bislang wirkt das Ganze auf mich wie ein Konglomerat aus verschiedenen Hacks und frei zugänglichen Daten, die lediglich zu Dossiers zusammengestellt werden mussten. Und damit vergleichsweise "harmlos".
    • Da hat es doch tatsächlich ein abgeschobener Kameruner gewagt erneut einen Asylantrag in Deutschland zu stellen. Nach geltendem Asylrecht ist das zwar völlig legal, für Buntestagsabgeordnete der AfD scheint das aber Grund zu sein zum Umdenken über den § 102 unseres Grundgesetzes anzuregen.
      twitter.com/Th_Seitz_AfD/status/1079074744199274497

      § 102 GG ist sehr kurz und bündig:
      "Die Todesstrafe ist abgeschafft"

      was möchte der Herr Seitz also und weswegen? Die Todesstrafe wieder einführen weil abgeschobene Personen ein gültiges Gesetz einhalten?`
      Immer wieder schön zu sehen was für tolle Typen im Bundestag unter blauer Flagge rumrennen.
    • Die Frage ist halt, ob das geltende Gesetz in diesem Fall sinnvoll ist oder nicht (in meinem Augen eine berechtigte Frage, selbst wenn sie von der afd gestellt wird).

      Das war doch der Fall (korrigiere mich, wenn ich falsch liege), in dem der Kameruner abgeschoben wurde, weil er einen "aufstand" mit mehreren Verletzten angezettelt hat, oder irre ich mich?

      Asylrecht ist wichtig, darüber brauchen wir nicht zu diskutieren, aber es ist halt schon komisch, dass jemand, der abgeschoben wurde (aus gründen) dann wieder einen Antrag stellen darf, welcher in seiner Bearbeitung dann wieder kosten und Kapazitäten verursacht/bindet.