Der Politik-Thread

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    • @MainBock

      zu1.
      Ja, das glaube ich. Mit einer Rieseneinschränkung: Nämlich wenn alle diese Regierungen von Kretschmännern auf der grünen Seite bevölkert worden wären
      Da dem leider nicht so ist, und die große Mehrheit doch immer noch sehr wenig pragmatisch auf Maximalforderungen links-grüner Art besteht und gewiss
      bestanden hätte bin ich felsenfest der Überzeugung und ginge es heute wirtschaftlich gesehen sehr viel schlechter.
      Ironischerweise wären, da das Geld fehlt auch viel vom grünen Gedankengut nicht umgesetzt worden. Das hat nichts mit Ideologie, Vorlieben oder sonst was zu tun. Sondern einfach mit Logik.

      zu2.
      Nein, ganz gewiss nicht. Uns fehlen Ressourcen und unsere wirkliche Ressource sind und bleiben unsere bisher funktionierende Wirtschaft. Das dem so ist, wird die nächste Rezession zeigen, die unmittelbar bevorsteht.

      Und MainBock, gehyped werden die Grünen vor allem von jungen Wählen. Die meinen, man kann alles haben, frei nach dem Motte wasch mir den Pelz aber mach mich ja nicht nass.
      si vis pacem para bellum
      Cicero
    • MainBock schrieb:

      1) hätten wir in den letzten 70 Jahren anstatt CDU, SPD, FDP Regierungen überwiegend starke Grüne Regierungen gehabt, glaubt ihr, dass wir in Deutschland den selben Wohlstand hätten wie jetzt, eher weniger oder vielleicht auch mehr? Glaubt ihr, dass wir uns ohne den marktwirtschaftlichen Ansatz der hier Jahrzehntelang gefahren wurde ebenfalls das viele "grün" (Windräder, Solaranlagen, Bio food, Energiewende, Elektroautos, etc) leisten könnten?
      Bitte mal um ein ehrliches Statement (unabhängig der ideologischen Einstellung).
      Der Zeitraum mit 70 Jahren ist natürlich viel zu lang gewählt. Zum einen war die Industrialisierung damals noch nicht so weit fortgeschritten wie heute und auch die Massentierhaltung nicht, alles Dinge die uns heute schwer belasten. Selbst ich mit meinen 35 Jahren kann mich ja noch an Zeiten erinnern in denen ein Stück Fleisch noch was besonderes war, vom Metzger kam und höchstens mal sonntags auf dem Tisch stand, heute undenkbar. Auch war die technologische Entwicklung die für Ersatz für fossile Brennstoffe sorgt nicht soweit um darauf verzichten zu können. Jedoch glaube ich, dass ein grüneres Denken in den letzten 20 bis 30 Jahren in kleineren Ausmaßen dafür gesorgt hätte, dass heute weniger drastische Maßnahmen erforderlich wären um unsere Umwelt und unser Klima zu retten.
    • MainBock schrieb:

      Mal zwei Fragen in die Runde, hier würden mich eure (auch gerne von grün Sympathisanten) Meinungen interessieren:

      1) hätten wir in den letzten 70 Jahren anstatt CDU, SPD, FDP Regierungen überwiegend starke Grüne Regierungen gehabt, glaubt ihr, dass wir in Deutschland den selben Wohlstand hätten wie jetzt, eher weniger oder vielleicht auch mehr? Glaubt ihr, dass wir uns ohne den marktwirtschaftlichen Ansatz der hier Jahrzehntelang gefahren wurde ebenfalls das viele "grün" (Windräder, Solaranlagen, Bio food, Energiewende, Elektroautos, etc) leisten könnten?
      Bitte mal um ein ehrliches Statement (unabhängig der ideologischen Einstellung).

      2) glaubt Ihr, dass der Wohlstand hier "gottgegeben" ist, zB wie in Teilen Skandinaviens (mit den Ressourcen) und dieser halt einfach da ist und immer bleibt? Denkt ihr, dass die "alte" Politik einen Anteil daran hat, dass es uns in der Breite deutlich besser geht, als vergleichbaren Ländern auf der Welt und dass die "neue politische Kultur" ein Risiko für den Standort Deutschland sein kann m (Arbeitsplätze)?

      Bitte versteht das ganze oben nicht als Provokation, so ist es nicht gemeint.
      Jeder sieht Dinge anders und ich möchte halt einfach mal verstehen, warum die Grünen momentan derart "gehypt" werden.
      Ich verstehe halt nicht, was man sich davon verspricht und glaube dass es wie mit dem Kommunismus ist (das fanden viele ganz gut, aber die meisten davon meinten, das sei ein netter Gedanke, aber nicht umsetzbar)....daher würde ich mich über sachliche Antworten sehr freuen.

      Ich sehe es nach wie vor so, dass man all die Altparteien braucht (dazu zähle ich mittlerweile auch die Grünen).
      Jeder hat ein paar vernünftige Ansätze in seinem Programmen und wo man die meisten Schnittstellen hat, die wählt man dann eben.

      Daher ärgere ich mich auch so, dass CDU und SPD so von ihren kernthemen abgerückt sind, da ich es für wichtig halte (für das Gleichgewicht), dass jeder seine Felder besetzt und diese verteidigt.


      In dem Sinne vg
      Zu 1 kann man so schlecht sagen-es kam immer darauf an wer bei den Grünen das sagen hatte- und man sieht es seit Jahren und immer wieder,Politik ist eine Gesichter und Symphathie wahl-die Grünen stürmen die Charts seit Habeck,die SPD warb 98 nicht für die Partei sondern für schröder(auf den Plakaten wurde die Partei gar nicht erwähnt). aber zum wesentlichen.. ginge es Deutschland heute Besser? Klimatechnisch vielleicht weil wir wesentlch weniger Atommüll bewachen müssten,Wirtschaftstechnisch vielleicht auch weil Elektrofahrzeuge und Wasserstofffahrzeuge schon einen Schritt weiter wären.....

      zu 2 der Breite! geht es nicht besser es geht vielen Gut und Mittelverdienern besser,aber dem Großteil,den Kleinverdienern und Arbeitslosen geht es wesentlich schlechter seit 2000
      --------------- der neue Petershäger Erbbock wird uns erlösen und im gelobten Bundesligaland belassen :jawohlja: -------- Danke Armin :green:
    • CobyDick schrieb:

      Der Zeitraum mit 70 Jahren ist natürlich viel zu lang gewählt. Zum einen war die Industrialisierung damals noch nicht so weit fortgeschritten wie heute und auch die Massentierhaltung nicht, alles Dinge die uns heute schwer belasten. Selbst ich mit meinen 35 Jahren kann mich ja noch an Zeiten erinnern in denen ein Stück Fleisch noch was besonderes war, vom Metzger kam und höchstens mal sonntags auf dem Tisch stand, heute undenkbar. Auch war die technologische Entwicklung die für Ersatz für fossile Brennstoffe sorgt nicht soweit um darauf verzichten zu können. Jedoch glaube ich, dass ein grüneres Denken in den letzten 20 bis 30 Jahren in kleineren Ausmaßen dafür gesorgt hätte, dass heute weniger drastische Maßnahmen erforderlich wären um unsere Umwelt und unser Klima zu retten.
      Das ist kompletter Unfug- vor 35 Jahren,in den 80ern lebten alle im Überfluss.. ich ale 66er habe die zeit als Jugendlicher erlebt-das war die beste Zeit. Kritisch wurde es erst wieder in den 90ern.. auch wegen den Flüchtlingen auch aus dem Arbeiter und Bauernstaat(der Satz ist besonders an die unbelehrbaren NSAFD wähler aus dem Osten gerichtet^^ )
      --------------- der neue Petershäger Erbbock wird uns erlösen und im gelobten Bundesligaland belassen :jawohlja: -------- Danke Armin :green:

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von flykai ()

    • Koelschlenny schrieb:

      Ob grün-rot-rot übrigens wirklich weiter weg von der „Mitte“ wäre als schwarz-gelb 2009-2013 halte ich auch für diskutabel.
      Sehe ich ähnlich. Konservativ und neo-liberal sind nun sicherlich nicht "näher an der Mitte" als sozialdemokratisch und ökologisch. Klar, bei den Linken gibt es einen Flügel der eher kommunistisch orientiert ist. Das sehe ich als Gegenentwurf zum neoliberalen Turbokapitalismus der FDP. Wirtschaftlich sind beide Vorstellungen extrem, nicht erstrebenswert und meilenweit von der Mitte entfernt.

      Grundsätzlich ist aber die Frage nach der Mitte äußerst diffizil. Was ist die Mitte? Was ist rechts oder links davon? Reden wir von wirtschaftlichen, politischen, sozialen, kulturellen Ausprägungen? Usw.
      Da könnten wir uns vermutlich etliche Wochen mit auseinandersetzen, und jeder würde eine etwas andere Meinung einbringen. Einen Konsens würden wir aber sicherlich nicht erzielen.
      Vielleicht könnten wir uns darauf einigen, dass die klassische CDU, die klassische SPD (Wann gab es die zuletzt? unter Brandt?) und die modernen Grünen die Mitte darstellen, die AfD einen extremen (die AfD ist tatsächlich die einzige wirklich extreme größere Partei in DE) Auswuchs am rechten Rand und Teile der Linken (der kommunistische Flügel, die Realos dort sind dagegen eher als SPD 2.0 zu verstehen) einen Auswuchs am linken Rand darstellen. Vielleicht... vermutlich aber auch darauf nicht.
      Difficile est satiram non scribere - Es ist schwierig, keine Satire zu schreiben (Juvenal)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Tigranes ()

    • MainBock schrieb:

      Mal zwei Fragen in die Runde, hier würden mich eure (auch gerne von grün Sympathisanten) Meinungen interessieren:

      1) hätten wir in den letzten 70 Jahren anstatt CDU, SPD, FDP Regierungen überwiegend starke Grüne Regierungen gehabt, glaubt ihr, dass wir in Deutschland den selben Wohlstand hätten wie jetzt, eher weniger oder vielleicht auch mehr? Glaubt ihr, dass wir uns ohne den marktwirtschaftlichen Ansatz der hier Jahrzehntelang gefahren wurde ebenfalls das viele "grün" (Windräder, Solaranlagen, Bio food, Energiewende, Elektroautos, etc) leisten könnten?
      Bitte mal um ein ehrliches Statement (unabhängig der ideologischen Einstellung).

      2) glaubt Ihr, dass der Wohlstand hier "gottgegeben" ist, zB wie in Teilen Skandinaviens (mit den Ressourcen) und dieser halt einfach da ist und immer bleibt? Denkt ihr, dass die "alte" Politik einen Anteil daran hat, dass es uns in der Breite deutlich besser geht, als vergleichbaren Ländern auf der Welt und dass die "neue politische Kultur" ein Risiko für den Standort Deutschland sein kann m (Arbeitsplätze)?
      zu 1)
      Niemand kann diese Frage auch nur annähernd seriös beantworten. Das scheitert schon daran, dass die Grünen 1980 gegründet wurden - man also gar nicht sagen kann, wie die in den 50ern, 60ern, 70erm aufgestellt gewesen wären.
      Dann gehst du von Wohlstand in DE aus. Gemessen an vielen unserer Nachbarn kommt dieser Wohlstand aber nur bei einer immer kleiner werdenden Gruppe an. Wir haben heute die größten Probleme in der Post-Wirtschaftswunder-Zeit. Probleme, die nahezu alle größeren Parteien mit zu verantworten haben. Insofern ist die Frage ohnehin unsinnig, da sie einen Wohlstand impliziert, den es in der Breite gar nicht gibt.
      Abgesehen davon lebt ein Land auch vom Wechsel. Wir hatten eine sehr gute Regierung unter Adenauer, dann hat wiederum Brandts SPD-Regierung dem Land sehr gut getan. Und zumindest in der ersten Phase der Kohl-Ära hat auch Vieles gepasst. Wir haben lange davon profitiert, die richtigen Regierungen zur rechten Zeit zu haben - Schmidts Ära mal ausgenommen. Ob das durch eine Beteiligung der Grünen besser oder schlechter gewesen wäre, ist nicht zu beantwortender Spekulatius.

      zu 2)
      DE hat eine Ressource, auf die ich immer wieder poche, und die in den letzen Jahrzehnten massiv bedroht ist: Und das ist sicherlich nicht unsere Wirtschaft an für sich. Denn Wirtschaft begründet sich ja nicht auf sich selbst, sondern braucht Innovationen, Ideen, Tatkraft, Mut usw. Viel wichtiger für uns war immer die Bildung. In der Hinsicht waren wir immer Weltspitze, Stichwort Humboldt, Stichwort Universitäten, Stichwort Bildungskultur usw. Und dieser hohe Bildungsstandard hat in der (noch relativ jungen) Geschichte Deutschlands stets für den nötigen Antrieb in nahezu allen relevanten Bereichen gesorgt. Und dazu gehört auch die Industrie.
      Das ist aber massiv ins Wanken geraten und aktuell zehren wir nur noch von den "alten Zeiten", verlieren aber in immer mehr Bereichen den Anschluss. Klar, durch unsere relativ rücksichtslose Politik sind wir immer noch einer der größten Exporteure der Welt. Aber man braucht doch nur mal auf einige Branchen wie die Automobilsparte zu schauen, um das deutsche Dilemma zu sehen.
      Insofern: Welchen Vorteil genau bringt eine komplett rückwärts gewandte und keineswegs nachhaltige Bildungs- und Wirtschaftspolitik der CDU und SPD, und was soll das Plus sein im Vergleich zu einer potentiellen Grünen-Regierung ? Nicht dass ich restlos von denen überzeugt wäre oder wirklich an einen großen Umschwung glaube, aber eine Verschlechterung, weil da eine andere Partei sich in das festgefahrene Lobbysystem einfügt, erwarte ich nicht. Aber eben auch nicht viele Veränderungen, die wir so dringend bräuchten. Dafür müsste das ganze System aufgebrochen werden. Und dazu wäre aktuell sicherlich keine Partei in der Lage. Zumindest solange es noch keinen entsprechenden Druck aus der Bevölkerung gibt.
      Difficile est satiram non scribere - Es ist schwierig, keine Satire zu schreiben (Juvenal)

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    • hapeen schrieb:

      Und MainBock, gehyped werden die Grünen vor allem von jungen Wählen. Die meinen, man kann alles haben, frei nach dem Motte wasch mir den Pelz aber mach mich ja nicht nass.
      Mir verschlägt es die Sprache.

      "Grün" ist erstmal eine Alternative zu dem seit vielen Jahrzehnten praktizierten Weg der Ressourcenverschwendung, des Raubbaus an der Natur, des übermäßigen Ausstoßens von Giften in die Umwelt, von Massentierhaltung und vielem mehr. "Grün" ist nichts anderes als ein partei-gewordener Hilferuf: "So wie es bisher lief, gehts nicht weiter - denn sonst gefährden wir die Zukunft unserer Nachfahren und in letzter Konsequenz auch unseren Planeten".

      Von den Leuten in meinem Umfeld, die Grün wählen, will niemand alles haben. Ganz im Gegenteil. Das sind Personen, die sich zugunsten der Natur und der Gesellschaft in vielem einschränken. Etwa, indem sie auf das Auto, auf Billigfleisch und Massenkonsumgüter verzichten. Die gehen ganz bewusst den steinigen und teureren Weg, weil sie etwas verändern wollen.

      Dass Grün vermutlich noch nicht eine ganze Gesellschaft leiten kann, in vielen Punkten unpraktikabel und zu teuer ist, leugne ich nicht. Aber der Grundgedanke hinter deren Politik ist einer von ganz wenigen Wegen, die ich für die Menschheit der Zukunft noch sehe. Insbesondere, wenn die Zahl der Weltbevölkerung weiterhin steigt und die ohnehin schon durch Menschenhand ausgelösten Klimaveränderungen weitere Massenwanderungen erforderlich werden lassen in den nächsten Jahrzehnten. Das sind Umbrüche, auf die nur eine soziale und ökologische Politik die richtigen Antworten geben kann.
      :hennes: Die Herausforderung "Bundesliga mit Köln" ist für einen Spieler etwas vom Größten. Köln ist ein Mythos. :FC:
    • flykai schrieb:

      Das ist kompletter Unfug- vor 35 Jahren,in den 80ern lebten alle im Überfluss.. ich ale 66er habe die zeit als Jugendlicher erlebt-das war die beste Zeit. Kritisch wurde es erst wieder in den 90ern.. auch wegen den Flüchtlingen auch aus dem Arbeiter und Bauernstaat(der Satz ist besonders an die unbelehrbaren NSAFD wähler aus dem Osten gerichtet^^ )
      schön das meine Erinnerung und wie ich aufgewachsen bin für dich Unfug ist sleep
      Vielleicht mal drüber nachgedacht, dass ich auf einer Insel aufgewachsen bin auf der die Lebenserhaltungskosten deutlich teurer sind und die Überschussentwicklung vielleicht ein klein bisschen langsamer eintrat als bei dir? Bis sich hier die erste Supermarktkette mit humanen Preisen nieder lies dauerte es übrigens bis 2005 mein Herzchen.
    • Millhouse schrieb:

      hapeen schrieb:

      Und MainBock, gehyped werden die Grünen vor allem von jungen Wählen. Die meinen, man kann alles haben, frei nach dem Motte wasch mir den Pelz aber mach mich ja nicht nass.
      Mir verschlägt es die Sprache.
      "Grün" ist erstmal eine Alternative zu dem seit vielen Jahrzehnten praktizierten Weg der Ressourcenverschwendung, des Raubbaus an der Natur, des übermäßigen Ausstoßens von Giften in die Umwelt, von Massentierhaltung und vielem mehr. "Grün" ist nichts anderes als ein partei-gewordener Hilferuf: "So wie es bisher lief, gehts nicht weiter - denn sonst gefährden wir die Zukunft unserer Nachfahren und in letzter Konsequenz auch unseren Planeten".

      Von den Leuten in meinem Umfeld, die Grün wählen, will niemand alles haben. Ganz im Gegenteil. Das sind Personen, die sich zugunsten der Natur und der Gesellschaft in vielem einschränken. Etwa, indem sie auf das Auto, auf Billigfleisch und Massenkonsumgüter verzichten. Die gehen ganz bewusst den steinigen und teureren Weg, weil sie etwas verändern wollen.

      Dass Grün vermutlich noch nicht eine ganze Gesellschaft leiten kann, in vielen Punkten unpraktikabel und zu teuer ist, leugne ich nicht. Aber der Grundgedanke hinter deren Politik ist einer von ganz wenigen Wegen, die ich für die Menschheit der Zukunft noch sehe. Insbesondere, wenn die Zahl der Weltbevölkerung weiterhin steigt und die ohnehin schon durch Menschenhand ausgelösten Klimaveränderungen weitere Massenwanderungen erforderlich werden lassen in den nächsten Jahrzehnten. Das sind Umbrüche, auf die nur eine soziale und ökologische Politik die richtigen Antworten geben kann.
      für mich ganz klar eines der größten Probleme! Aber was wird dagegen gemacht? Nichts, oder? Und darüber regt sich komischerweise niemand wirklich auf!
    • Ihr weist zurecht auf Ressourcenverschwendung und Umweltverschmutzung hin.

      ABER jetzt kommt eben die Frage aller Fragen, wenn wir in Deutschland nun anfangen Kraftwerke abzubauen auf Kohle zu verzichten, Diesel und Benziner abzuschaffen, CO2 Steuern einzuführen, sonstige Gesetze zu erlassen, die das Leben für private und unternehmen teuer machen...UND keiner der Großen mitzieht, hat das dann überhaupt einen Effekt?

      Also ausgenommen davon, dass wir den Wirtschaftsstandort Deutschland riskieren (wie man nun schon in Kernbranchen sehen kann)?
      Ich sehe das nicht.

      Wir machen ca 2 % des weltweiten co2 Ausstoßes aus.

      Unter den am meisten verschmutztesten Städten kommt die erste deutsche auf Rang 600 (aber wir machen fahrverbotszonen, andere nicht).

      Den Gedanke mag daher ok sein, aber so wird es nie und nimmer funktionieren!!
      Alleine gegen den "Rest der Welt"...das einzige was das in meinen Augen bringen wird, ist Arbeitsplätze zu vernichten.

      Die Grünen machen das zu "radikal"...denn die Nebeneffekte (teurere Energiepreise, arbeitsplatzabbau) , die jetzt schon sichtbar sind - ohne dass sich das Weltklima dadurch positiv verändert, sind jetzt schon sichtbar und man wird das alles nur Händeln können, wenn man die Akzeptanz nicht verliert.

      Holterdiepolter ohne vorher Strukturen, Infrastrukturen (Leitungen, Batterien, etc) zu schaffen und zwar weltweit wird nicht funktionieren.

      Und da ist es für mich persönlich kein auch kein Argument zu sagen "irgendjemand muss ja anfangen", denn es bringt halt einfach nichts. Und wenn andere Länder sehen, dass dadurch unsere Wirtschaft geschwächt wird, dann werden die einen Teufel tun, in die selbe Richtung zu gehen.
    • MainBock schrieb:

      Den Gedanke mag daher ok sein, aber so wird es nie und nimmer funktionieren!!
      Alleine gegen den "Rest der Welt"...das einzige was das in meinen Augen bringen wird, ist Arbeitsplätze zu vernichten.
      Das sind die zwei sehr kurzsichtigen Dauerargumente gegen Klimaschutz: Arbeitsplätze und "die anderen ziehen ja nicht mit".

      Zu den Arbeitsplätzen sei gesagt, dass es vollkommen logisch ist, dass bei jedem Umschwung Arbeitsplätze in den "alten" Bereichen wegfallen und in den "neuen" Bereichen geschaffen werden. Insofern ist das mal kompletter Unsinn. Damit könnte man sonst jegliche Entwicklung ad absurdum führen.

      Und zu dem "aber die anderen..." muss man nun wirklich nicht viel sagen. Das ist Argumentieren auf Kindergartenniveau. Zuerst vor der eigenen Tür zu kehren, war schon immer eine gute Devise.
      Difficile est satiram non scribere - Es ist schwierig, keine Satire zu schreiben (Juvenal)
    • klößjes schrieb:

      Die Grünen interessieren mich eigentlich nicht. Gegründet von einem ehemaligen Terroristen. Sagt doch eigentlich alles
      Hmm...Petra Kelly war erstens eine Frau, zweitens gab es nicht sowas wie "den/die Gründer/in", sie war nur die erste Spitzenkandidatin. Da waren viele Personen beteiligt.
      Da du vermutlich auf Joschka Fischer anspielst: Der war nicht mal unter den Gründungsmitgliedern der Partei. Zudem war er kein Terrorist, sondern ein Linksradikaler - kleiner aber doch nicht ganz unwichtiger Unterschied.

      Aber an Fakten bist du vermutlich eh nicht interessiert. Zumal die Zusammenhänge der Gründung mit der heutigen Partei ohnehin nicht ersichtlich sind. Und schau dir mal die Vergangenheit der anderen Parteien an, da findest du überall Leichen im Keller - und bei einigen sogar wortwörtlich.
      Difficile est satiram non scribere - Es ist schwierig, keine Satire zu schreiben (Juvenal)

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    • Skip schrieb:

      für mich ganz klar eines der größten Probleme! Aber was wird dagegen gemacht? Nichts, oder? Und darüber regt sich komischerweise niemand wirklich auf!
      Das Problem ist seit vielen Jahrzehnten erkannt, aber da es das Selbstbestimmungsrecht der Völker gibt, kann man auf globaler Ebene kaum etwas dagegen unternehmen. In Europa gibt es diese Problematik ohnehin kaum (eher im Gegenteil). In China etwa gibt es seit vielen Jahren eine restriktive Familienpolitik, die Geburtenraten klar begrenzt. Ich meine, das gäbe es mittlerweile auch in Indien, da bin ich mir aber nicht sicher. Wie es in einzelnen afrikanischen Staaten aussieht, weiß ich nicht. Gerade in christlich geprägten Staaten könnte es aber schon mal helfen, wenn die Kirche Verhütungsmittel nicht verdammen würde...
      Difficile est satiram non scribere - Es ist schwierig, keine Satire zu schreiben (Juvenal)
    • Der Punkt ist, dass das Maß starke Wirtschaft immer ein Stellvertreter war für „uns allen geht es (im Großen und Ganzen) immer besser“. Das war ein Versprechen, welches Junge, Alte, Arme und Reiche bei der Stange gehalten hat für ein gewisses weiter so.

      Nur wird dieses Versprechen nicht eingelöst. Die Luft in unseren Städten wird von immer mehr, immer größeren Autos vergiftet. Unser Klima wird durch völlig ungezügelten Verbrauch spürbar unwirtlicher. Menschen in unserer Gesellschaft haben immer öfter prekäre Jobs, während Reiche immer reicher werden. Wertvolle Ressourcen werden im Sekundentakt zu Müll degradiert und so entsorgt, dass wir sie nie wieder verwenden können.

      Und daher glauben immer mehr Leute nicht an dieses Versprechen der starken Wirtschaft für alle. So lange diese Menschen von der Union und ihren Sympathisanten aber als Träumer, Welle, ahnungslos oder Momentaufnahme belächelt werden, bin ich sehr zuversichtlich, dass dieser Trend anhält, bis es für die Wirtschaftsjünger zu spät ist und wir einen echten Kurswechsel gesehen haben.
    • MainBock schrieb:

      hätten wir in den letzten 70 Jahren anstatt CDU, SPD, FDP Regierungen überwiegend starke Grüne Regierungen gehabt, glaubt ihr, dass wir in Deutschland den selben Wohlstand hätten wie jetzt, eher weniger oder vielleicht auch mehr?
      Pardon, aber mir ist kein Fall bekannt, in dem Was-wäre-gewesen-wenn-Geschichtswissenschaft oder auch nur ein Austausch darüber beim gemeinsamen Bier/Tee/Kaffee irgendeinen Nutzeffekt gehabt hätte. So was ist gemeinhin Füllmaterial für schlechte TV-Sender oder Youtube-Kanäle auf der krampfhaften Suche nach Klicks.

      "Die Grünen" im Jahre 2019 sind jedenfalls gänzlich anders als zuzeiten der Parteigründung. SPD und CDU/CSU sind ebenfalls anders als ehemals. Und so geht das immer weiter.

      Last but not least ist die Welt eine andere, wie auch die Gesellschaft. Und dann ist da noch die Demokratie, welche Parteien, die irgendwas Fundamentalistisch-Weltfremdes praktizieren, schnell in die Opposition verdammt. Auch deswegen machen derlei Gedankenspielchen keinen Sinn.
    • Tigranes schrieb:

      Skip schrieb:

      für mich ganz klar eines der größten Probleme! Aber was wird dagegen gemacht? Nichts, oder? Und darüber regt sich komischerweise niemand wirklich auf!
      Das Problem ist seit vielen Jahrzehnten erkannt, aber da es das Selbstbestimmungsrecht der Völker gibt, kann man auf globaler Ebene kaum etwas dagegen unternehmen. In Europa gibt es diese Problematik ohnehin kaum (eher im Gegenteil). In China etwa gibt es seit vielen Jahren eine restriktive Familienpolitik, die Geburtenraten klar begrenzt. Ich meine, das gäbe es mittlerweile auch in Indien, da bin ich mir aber nicht sicher. Wie es in einzelnen afrikanischen Staaten aussieht, weiß ich nicht. Gerade in christlich geprägten Staaten könnte es aber schon mal helfen, wenn die Kirche Verhütungsmittel nicht verdammen würde...
      oder dem ein oder anderen mal klar machen, dass man nur so viele Kinder zeugt, wie man auch versorgen kann!!