Vollgraupen und historische Transferflops - Die Crème de la Crème der Krummfüße

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    • LinkeKlebe schrieb:

      Ich habe diesen Thread selbst aufgemacht... und bereue es zutiefst. Diese Namen verfolgen mich im Schlaf!
      wieso so negativ? freu dich über den Istzustand, der ja wohl besser ist als zu einigen anderen Zeiten augenroll

      ...Un mer jon met dir wenn et sin muß durch et Füer, Halde immer nur zo dir FC Kölle!...
    • Und schon sind wir Ende der 80er Jahre angelangt. Um genau zu sein, 1988.

      Da kam Grossmeister Christoph Daum auf die Glanzidee, Uwe Rahn aus Gladbach zu verpflichten. Rahn war Torschützenkönig in
      Gladbach geworden und wollte im Jahr zuvor nach Eindhoven wechseln, bekam aber die Freigabe nicht. Schlitterte in eine schöne
      Formkrise und da holte der FC ihn. Daum schwafelte irgendetwas vom fehlenden Puzzleteil und das ahnungslose Trio Infernale
      Artzinger- Bolten, Neukirch und Söller nickte ab. Thielen - damals schon nicht mehr dabei - kritisierte den Transfer, hatte aber
      nichts mehr zu melden. Im Verwaltungsrat - der auch abnicken musste - gab es gar eine Abstimmung wegen des Transfers und
      der wurde knapp durch gewunken. Für über 2 Millionen DM kam Rahn nach Köln. Ich kann mich bestens erinnern, daß mein alter
      Herr fast ausflippte und von einem lächerlichen Transfer sprach. "Der Rahn ist jetzt schon "drüber" und der passt null in unser
      System", so waren die Worte.

      Rahn gab sein Debüt gegen die Stuttgarter Kickers und schoss beim 5:1 Sieg drei Tore......im weitern Verlauf schon Rahn noch vier
      Tore und enttäuschte oft genug. Im Jahr darauf waren es bei 23 Einsätzen sechs Tore und ganz klar kam heraus, daß Uwe Rahn "drüber" war und das er wirklich nicht in die Kölner Mannschaft passte. Er fand seinen Platz nicht. Hässler, Littbarski, Poulsen,
      Thomas Allofs, später Rudy - wo wolltest du hin mit Rahn, der dazu auch noch Verletzungsanfällig war. Es war ein Graus und das
      konnte auch Lautsprecher Daum nicht schön reden.

      Rahn wechselte nach zur Saison 90/91 nach Berlin und stieg mit der Hertha ab. Für den FC war der Einkauf von Rahn ein richtig
      schöner Transferflop.
    • elkie57 schrieb:

      wieso so negativ? freu dich über den Istzustand, der ja wohl besser ist als zu einigen anderen Zeiten
      bist du dir sicher?

      Horn - kann immer noch nicht rechnen
      Czichos - stolpert seit Jahren nur rum und ist immer an allem schuld
      Bornaauw - hat der kein Friseur? Kein wunder das jeder Kopfball nicht dahin geht wo er hin soll.
      Ehizibue - nur Schnell sonst nix
      Skhiri - kann nur laufen
      Cordoba - Ja 17 Millionen in die Tonne



      usw.. :clown:
      :EL
    • Schon zu Beginn der Saison 89/90 war der FC in Gladbach fündig geworden und hatte Georg "Schorsch" Dreßen verpflichtet.

      OK - ich gebe es zu, bei Gladbach war ich nie neutral. Aber Dreßen?!....Meine Güte, anerkannter Klumpfuss. Ausser Kloppen
      nix drauf. War erst 25, aber auch schon drüber. Und wir holen die Graupe um die "Defensive weiter zu stabilisieren" - wie Daum
      sich so schön ausliess.

      Dreßen kam, Dreßen kloppte, Dreßen stolperte durch die Gegend - kurz: Dreßen spielte einen richtig schönen Schei...

      Bilanz in Saison 1: 17 Spiele, davon 12 unterirdisch. Fazit: verliehen zurück an Gladbach. Dortiges Fazit: ach du meine Güte.
      Wieder zurück nach Köln bis zum Ende der Vertragslaufzeit. Machte - auch Verletzungsbedingt - kein Spiel mehr.

      Ein Transfer der Sonderklasse.
    • Zu Beginn der Saison 1995/96 kam Christian Dollberg aus Argentinien nach Deutschland, Olsen hatte ihn geholt.

      Ich mache es z kurz. Olsen flog - völlig unverständlich und lächerlich - nach 2 Bundesligaspielen und dem Pokalaus in
      Beckum und es übernahm Engels. Olsen hatte die Mannschaft Raumdeckung spielen lassen und das war ein Spieler wie Dollberg
      gewöhnt. Engels stellt um auf Manndeckung - eine Katastrophe, nicht nur für Dollberg. Der wurde schnell zur Reizfigur und man
      sprach ihm sogar technische Fähigkeiten ab. Ein Witz, ein richtiger Witz. Der Kerl war 1 Meter 97 und bestimmte Abläufe sahen
      bei ihm halt etwas ungeschmeidiger aus. Aber ihn als Antitechniker zu bezeichnen entlarvte die Leute, die das taten als Anti-
      fussballfachleute.

      Dollberg fiel jedenfalls in Ungnade und machte insgesamt so 10 oder 11 Spiele. Nach einem Jahr verliess er Köln wieder.
    • 1997/98 hiess der Trainer des FC Köln Peter Neururer. Der Peter - von mir durchaus geschätzt - hatte den FC in der Spätphase der Saison 95/96 quasi durch Handauflegen gerettet. Im Jahr darauf war man gut gestartet und hatte
      im weiteren Verlauf doch etwas enttäuschend nachgelassen. Für die Saison 97/98 hatte man unter anderem Rene Tretschok geholt, der mit Dortmund Meister und Champions League Sieger geworden war.
      Und es kam Alexander "Sascha" Rhytschkow. Ein Bombenfussballer, wahrlich. Dafür charakterlich eine der grössten Nullen, die wohl jemals beim FC aufgelaufen sind.

      Man hatte die Kölner gewarnt. Bei seinen vorherigen Stationen in Lüttich und Lens war Rhytschkow permanent auffällig geworden. Spezialität: Schlagen ohne Vorwarnung und Saufen bis zum Abwinken.

      Neururer, der ein gewisses Faible für schwierige und unangepasste Typen nachgesagt wurde, hatte getönt, daß er den Rhytschkow schon in den Griff bekommen wurde. Tja, klassischer Fall von Fehleinschätzung. Der einzige Platz,
      auf welchem Sascha reüssierte, war der Platz an der Bar. Das Saufen liess er in Köln nicht und seine boxerischen Fähigkeiten wollte er auch immer wieder zur Schau stellen. Pech nur, daß er in einem bekannten Kölner
      Etablissement mal genau an den Richtigen kam. Rhytschkow hatte den Herrn beleidigt und als dumme, feige Sau bezeichnet. Worauf der ihn mit einem schweren Haken in die Parterre schickte - der Knabe war nämlich ein
      durchaus bekannter Kölner Amateurboxer.

      Rhytschkow wurde ausserdem 98 wegen versuchter Vergewaltigung einer 17 - jährigen zu einer Bewährungsstrafe verurteilt(was ausgesprochen günstig für ihn gelaufen war). Beim FC war er da schon unten durch. In der
      Saison drauf ging er in die Schweiz...in Deutschland tauchte er 2001 auf - bei Paderborn. Im ersten Spiel flog er vom Platz, der Vertrag wurde daraufhin aufgelöst.

      Keine Ahnung, wo der Typ jetzt steckt - aber normalerweise sind solche Leute entweder schnell tot oder im Knast.

      P.S.: Peter Neururer - am 01.04.1996 zum FC gekommen(also fast genau vor 24 Jahren) - wurde am 30.09.1997 gefeuert, nach einer Niederlage in Berlin. Und ganz sicher hatte die Fehleinschätzung zum Thema Rhytschkow daran
      ihren Anteil.
    • So und jetzt springen wir mal in die Nuller Jahre und da feierten das Pfeifentum beim FC Köln geradezu fröhliche Urständ. Die Graupen gaben sich die Klinke geradezu in die Hand.

      Beginnen möchte ich mit jemanden, der schon im Jahre 1998 zu uns stiess, aber immerhin bis 2002 bei uns bleib. Ja, der Kenner ahnt schon, wen ich meine. Es ist niemand geringeres als unser guter Georgi Donkov. 1998 kam
      er pünktlich zum Zweitligastart, um uns im Sturm zu verstärken. Unter Trainer Bernd Schuster spielte er ganz gross auf. 24 (Teil)einsätze mit strammen 3 Toren standen für die Sturmspitze am Ende der Saison zu Buche und
      die Noten in der Fachpresse überschlugen sich geradezu. Donkov stümperte und dilettierte, daß es eine wahre Pracht war - genauso wie grosse Teile des Restes dieser Traumtruppe, die am Ende der Saison den schlechtesten
      Platz aller Zeiten für den FC erreichte.

      Donkov spielte dann unter Ewald Lienen in der nächsten Saison sogar ganz brauchbar, erzielte sechs Tore und steig mit dem FC auf. Und dann kam die Bundesliga und dem guten Georgi wurden die Grenzen brutalst möglich
      aufgezeigt. 19 (Teil)einsätze und 1 Tor. Das eine Tor erzielte er zum 2:2 gegen Schalke 04 kurz vor Schluss und ich muss heute noch lachen, wenn ich daran denke. Donkov von aussen aus spitzem Winkel wollte flanken, der
      Ball rutscht ihm über den Schuh und schlägt im kurzen Eck ein - ein reiner Zufallstreffer. In der nächsten Saison - Köln stieg in der Sagen umwobenen Saison 2001/2002 wieder ab, kam Donkov auf satte 8 Einsätze und kein
      Tor. Und ein Spiel war schlechter als das andere. Ein Graus ohne Ende. Nach der Saison hatte es sich ausgedonkovet - der Bulgare verliess die Domstadt.

      Zu Buche standen insgesamt 81 Einsätze, 10 Tore und ein unfassbar schlechter Notenschnitt.
    • LinkeKlebe schrieb:

      @Listlos, ich erwarte eine rege Beteiligung.
      Na....gefällt dir meine rege Beteiligung?!

      LinkeKlebe schrieb:

      Ich habe diesen Thread selbst aufgemacht... und bereue es zutiefst. Diese Namen verfolgen mich im Schlaf!
      Quidquid agis, prudenter agas et respice finem - Was immer du tust, handele klug und bedenke das Ende.

      Ich fühle mich in diesem Thread sauwohl mein Lieber. Mag zwar komisch klingen, ist aber so. Welch göttliche Erinnerungen kommen da hoch an die Grossmeister des Stümpertums. Und ich habe noch eine ganze Menge
      Pfeile im Köcher und ich werde dir weiterhin schlaflose Nächte verabreichen. Die Nuller h
    • Listlos schrieb:

      Na....gefällt dir meine rege Beteiligung?!
      Ich habe nichts anderes als Perfektion erwartet - und habe sie erhalten.

      Listlos schrieb:

      Und ich habe noch eine ganze Menge
      Pfeile im Köcher und ich werde dir weiterhin schlaflose Nächte verabreichen.
      Das fürchte ich auch. Mit Donkov hast du mir gerade den Rest gegeben, den hatte ich verdrängt. Dafür kam aber die wirklich schöne Erinnerung an den Aufstieg unter Lienen und den wunderbaren Song der Wise Guys hoch:

    • Listlos schrieb:

      LinkeKlebe schrieb:

      @Listlos, ich erwarte eine rege Beteiligung.

      Ich fühle mich in diesem Thread sauwohl mein Lieber. Mag zwar komisch klingen, ist aber so. Welch göttliche Erinnerungen kommen da hoch an die Grossmeister des Stümpertums. Und ich habe noch eine ganze Menge
      Pfeile im Köcher und ich werde dir weiterhin schlaflose Nächte verabreichen...
      da muss die Klebe jetzt durch - ich fühle mich sehr gut unterhalten und stelle fest: früher war nicht alles besser :lol:

      ...Un mer jon met dir wenn et sin muß durch et Füer, Halde immer nur zo dir FC Kölle!...
    • Um auch mal einen Trainer ins Feld zu führen: Ståle Solbakken.

      Kaum ein Trainer kam mit so vielen Vorschusslorbeeren. Ich erinnere mich an eine Umfrage im Sommer, in der Jürgen Klopp uns zum vermeintlichen Überraschungsteam der Saison erklärte. Der Trainer, der endlich so etwas wie ein System in unser betagtes Spiel bringen sollte. Der freundlich-fröhliche Skandinavier, den man einfach sympathisch finden musste. Der, der als Underdog den großen FC Barcelona in Schach hielt. Die Analysen in den TV-Formaten überschlugen sich mit Lobpreisungen für sein System.

      Spiel um Spiel wurde verloren. Und alle versuchten krampfhaft die Ruhe zu bewahren. Sein System braucht eben Zeit, redeten wir uns die Situation schön. Oder es war das Spielermaterial, das sein System nicht umzusetzen vermochte.

      Solbakken scheiterte. Bis heute hätte ich ihn danach gerne noch einmal bei einem ambitionierten Bundesligisten gesehen, weil mich interessierte, ob es am Ende doch an uns lag.

      Wie dem auch sei: Für den FC steht er als ein absoluter Flop in den Geschichtsbüchern.