Welcher Verein besitzt welches Potential

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    • Welcher Verein besitzt welches Potential

      Wie angekündigt :)

      Packe es mal hier herein, da ich nicht so genau weiß, wo es sonst hingepackt werden kann (ihr könne es gerne umhängen :smile: )

      Finde eine Frage, die mich schon länger beschäftigt, ganz interessant, und zwar, welche Vereine welches Potential besitzt.

      Häufig motzt man über Vereine/Verantwortliche und sagt, da wird nicht das Maximum herausgeholt. Aber was ist eigentlich das "Maximum"? Das variiert in meinen Augen von Verein zu Verein, denn das Potential, an dem man dann messen kann, was erreicht wurde oder auch nicht, hängt sicher mit vielen Parametern zusammen.

      Was sind die Parameter?

      Größe der Stadt
      Größe des Umlandes
      Größe des Umfeldes (was auch mit den ersten beiden Punkten zusammenhängt).
      Wirtschaftliche Stärke der Stadt/des Umlandes

      Das waren die Parameter, die bis vor kurzem (Die Vor Investoren Zeit) maßgeblich waren.

      Je größer die Stadt ist, je größer das Umland ist, umso größer ist auch das Umfeld. Je größer das Umfeld ist, umso interessanter wird man für Sponsoren.
      Je größer die Stadt ist, je größer das Umland ist, umso mehr Jugendliche gibt es (Talente).
      Je stärker die Wirtschaftskraft der Stadt/des Umlandes ist, umso wahrscheinlicher ist es, gut zahlende Sponsoren zu bekommen.

      Hier waren also die Vereine bevorzugt, die aus großen Städten/Ballungsgebieten kamen, in denen es zudem nicht so viel Konkurrenz gegeben hat. München, Berlin, Hamburg, Frankfurt, Stuttgart...bei euch in NRW ist ja auch ein riesiges Ballungsgebiet gegeben, aber eben mit zig Vereinen.

      In der Zeit der Investoren werden die Karten jedoch neu gemischt (ich gehe hier jetzt gar nicht auf Vor- oder Nachteile ein, sondern rein auf den Geldfaktor). Sie gleichen finanzielle Nachteile kleiner Vereine, aus Regionen, wo es sonst nicht viel gibt (Talente/Industrie/etc). nicht nur aus, sondern haben die Fähigkeit hier in ganz andere Dimensionen einzutauchen und die Nachteile des kleineren Umfelds sogar überzukompensieren (Hoffenheim).

      Berücksichtigt man die nun auch noch, dann komme ich auf folgende Vereine, die den anderen ggü. einen strategischen Vorteil besitzen (aufgrund der Lage/der Investoren)...

      München (Finanzstark/große Stadt mit vielen Sponsoren und Talenten/kaum wirkliche Konkurrenz in Bayern, daher zieht der FCB im Grunde genommen alles an/zudem Vorsprung aus der Vergangenheit)
      Leipzig (Red Bull/Kaum Konkurrenz im Osten/große Stadt, großes Umfeld -> perfekter Lage um dort Fußballclub hochzuziehen -> clever gemacht)
      Hamburg (Zweitgrößte Deutsche Stadt/gibt ausser Bremen im ganzen Norden keinen anderen größeren Club, daher kann man alles anziehen/reiche Stadt (Kaufleute), viele potentielle Geldgeber/Viele Talente)
      Berlin (Hauptstadtclub/größte Stadt Deutschlands -> viele Talente/sicher interessant für mögliche Investoren/keine anderen größeren Vereine im Umland)

      Die vier Vereine haben in meinen Augen eigentlich die perfekten Bedingungen und den anderen ggü. erstmal einen strukturellen Vorteil. München ist klar die Nummer 1, da sie eben zu dem Vorteil auch noch gute Arbeit machen. Leipzig wird den Bayern jedoch nachhaltig ein Konkurrent. Da ist eben nicht nur Geld, sondern auch das große Umfeld gegeben - anders als bei Hoffenheim, die ich deswegen mittelfristig auch nicht so stark sehe wie Leipzig. Red Bull wird den Bayern ein Konkurrent.
      Die Hertha und insbesondere der HSV holen in meinen Augen nicht das aus ihren Möglichkeiten heraus, was möglich wäre. Das bedeutet, dass die Arbeit nicht gut ist. In Berlin muss man mal schauen wie es sich entwickelt und ob sie sich jetzt da oben auch nachhaltig festbeissen können. Der HSV...gut, darüber muss man nicht viele Worte verlieren, es gibt in meinen Augen keinen anderen Verein, wo Voraussetzung und Resultat stärker auseinanderklaffen....In einer Note ausgedrückt, ist es eine 6!

      Hinter den vier kommen nun von Voraussetzungen eine ganze Latte an Vereinen.

      Köln (viertgrößte Stadt Deutschlands + riesiges und vor allem loyales Umfeld - Rheinland, Eifel, Teile Hunsrück, Teile Westerwald, Teile Mosel/dahier auch hier die Chance Talente zu ziehen/keine finanzschwache Region/Nachteil viel Konkurrenz in NRW - gilt auch für alle anderen NRW Clubs)
      Frankfut (Großes Ballungsgebiet, finanzstarke Region, kein Konkurrent in Hessen, viele Talente...eigentlich optimale Voraussetzungen)
      Wolfsburg/Leverkusen (wegen der Mütter -> da wird derart viel reingepumpt, dass der Nachteil (kleine Stadt/kleines Umfeld) mindestens kompensiert wird. Denn sie können damit eben die jugendlichen aus anderen Regionen anwerben und ausbilden, Talente kaufen ( Modell Leverkusen), diese verleihen und andere ausbilden lassen, oder gleich fertige Spieler kaufen (Modell VW).
      Dortmund (Der Verein zieht aufgrund seiner grandiosen Arbeit seit Jahren. Die Marke Dortmund ist bekannt und beliebt. Junge Spieler gehen gerne nach Dortmund und Sponsoren ebenfalls.)
      Stuttgart (große Stadt/finanzstarke Region (Maschinenbau), großes Umland - mehrere Städte mit an die 100.000 Einwohner - keine Konkurrenzvereine in unmittelbarer Umgebung)
      Schalke (hat einen guten Namen und eine große Anhängerschaft/zudem Gazprom)

      Und dann kommen noch ein paar andere
      Hoffenheim - sehe da nicht so die Power hinter. Da steht und fällt alles mit Hopp und der scheint langsam aber sicher etwas weniger zu investieren. Ist halt ein Dorf...undd aber zieht es auch nicht so. Anders würde es aussehen, wenn man das Konstrukt in Mannheim gebildet hätte...über kurz oder lang hätte man damit die ganze Region gezogen (Mannheim/Heidelberg/Ludwigshafen/Krauchgau/oberer Schwarzwald/Pfalz).
      Bremen/Hannover/Gladbach und co.....


      Fazit:

      München
      Leipzig
      Berlin
      Hamburg
      Köln
      FFM

      So könnten die ersten 6 aussehen....also von den Voraussetzungen. Alles steht und fällt jedoch mit den Verantwortlichen, also dem was man aus den Gegebenheiten macht. Denn darauf kommt es im Endeffekt an. Investiert man das Geld, welches man zur Verfügung hat, schlecht, macht also keine gute Arbeit (Hamburg, Wob, Schalke, 1860, Leverkusen zuletzt), dann bringen die besten Voraussetzungen nichts. Investiert man es jedoch gut, dann kann man auch schlechtere Voraussetzungen kompensieren und weiter oben landen, als diejenigen, die eigentlich bessere Voraussetzungen haben (Freiburg, Hoffenheim, Gladbach -> die haben allesamt gute Arbeit geleistet).
      Hat man gute Voraussetzungen und arbeitet gut, dann ist man eben oben (München).

      Um nun nochmal in dem Zusammenhang die Arbeit meiner beiden Lieblingsvereine zu bewerten, hat der FC zuletzt gute bis sehr gute Arbeit geleistet. Lange Jahre war es katastrophal, aber nun ist man auf dem richtigen Weg und hebt die Potentiale. Dieses Jahr der fünfte Platz war grandios (wenn auch nicht zu erwarten und kommendes Jahr kann es auch wieder weiter nach unten gehen). Mittelfristig sollte aber eben das Ziel sein, alles dafür zu tun, die Position 4 - 8 regelmäßig erreichen zu können (so wie die Gladbacher die letzten Jahre, denn das ist mit guter Arbeit möglich -> Gladbach zeigt es (Hut ab hiervor!).

      Die Eintracht hat es nicht so dolle gemacht. das letzte Jahr (also der Mittelfeldplatz war in Ordnung, da die Jahre zuvor schlecht gearbeitet wurde, aber mittelfristig sieht es hier nicht so dolle aus. Denn, anders als der FC hat man keine oder kaum Werte in der Mannschaft, die man zu Geld machen und hieran wachsen kann. Die Jugendarbeit ist ebenfalls nicht so dolle, jedenfalls nicht so, dass man sagen könnte, hier kommen jedes Jahr oder jedes zweite Jahr Talente nach oben (das ist beim FC auch besser). Zudem schafft man es seit Jahren nicht, das Geld der Region in den Verein zu bekommen...und daher wird es mittelfristig maximal auf Mithelfet hinauslaufen (was bei den Möglichkeiten zu wenig ist) und vom Mittelfeld ist der Abstand nach unten nur sehr gering.

      Genug geschrieben, bin mal gespannt, wie ihr das mit den Potentialen und der geleisteten Arbeit so bewertet.
    • Hallo Mainbock,

      wie immer eine schöne Eröffnung und durchaus interessantes Thema.
      Siehst Du demnach das Potential als solches betrachtet nicht auch bei Dortmund und Schalke?
      Das Ruhrgebiet hat doch auch einen recht großen Zugriff und Reichweite?

      Die Frage, die sich mir stellt, ist die Begeisterungsfähigkeit des Publikums oder der Menschen, die dort leben.
      Klar kann man jetzt nicht alle Menschen, die aus den verschiedenen Städten kommen in einen Topf schmeissen.

      Aber wenn man mal versucht eine Begeisterungsfähigkeit zu segmentieren,
      dann gehört der Mensch, abhängig aus welcher Stadt er kommt als Potential mit dazu.

      München, wenn man sich dort mal das Clientee anschaut, mal aus dem Bauch heraus,
      dass sind eher die biederen, schwierig vom Hocker zu reissen.

      Und dann schau mal nach Dortmund, Schalke, Köln oder Hamburg.
      Weniger abhängig von der Stadtgröße, die sicherlich auch eine Rolle spielt,
      da spielt die fröhliche Rheinnatur eine Rolle,
      oder der einfache "Arbeiter" aus dem Pott, wo Fussball eine sehr sehr große Rolle spielt.

      Das waren jetzt einfach mal ein paar Beispiele,
      hoffe es fühlt sich keiner dabei beleidigt :)

      Und dann kommen wir zu den Berlinern.

      Ich weiss auch nicht, klar die Stadt hat enormes Potential,
      aber wollen die Menschen in Berlin überhaupt einen Fussball vom Stellenwert,
      wie für uns z.B. der FC ist?

      Eine zu großte Stadt könnte auch Risiken birgen,
      dass es sich aufgrund des sehr hohen Kulturrahmen und Möglichkeiten,
      dass der Fussball einer von vielen Möglichkeiten ist.
      Klar kann auch in einer kleineren - mittleren großen Stadt passieren.

      Bedeutet, dass je größer eine Stadt ist,
      mit Deinen aufgezählten Parametern, dass dort auch automatisch zwangsläufig das größte Potential besteht?

      In gewissermaßen schon, denn Du hast ein gutes Beispiel mit Hoffenheim genannt.
      Die spielen einen super Fussball, aber denen fehlt es an Zuschauerzahlen.
      Ist dem geschuldet, weil die halt nicht soooo viele erreichen.
      Diese Stahlkraft fehlt.

      Aber andererseits, kann eine zu große Stadt auch gewissermaßen kontraproduktiv sein?
      nur mal in den Raum geworfen...
    • Das größte Potenzial hat - und das mit riesigem Abstand - Berlin. Aber es gelingt der Hertha nicht, das zu nutzen. Würden da über ein, zwei Jahrzehnte mal Stadt und Verein wirklich Hand in Hand arbeiten, könnte etwas entstehen, was die Liga noch nicht gesehen hat.
      :hennes: Die Herausforderung "Bundesliga mit Köln" ist für einen Spieler etwas vom Größten. Köln ist ein Mythos. :FC:
    • @jan2010 ich glaube, dass beide (Dortmund, Schalke) zumindest keine Standortvorteile haben und sie deswegen stärker von der Tagesarbeit abhängen als die werksclubs, Bayern und die übrigen genannten. Aber beide Clubs haben eben eine enorme strahlkraft aufgrund guter Arbeit in den letzten Jahren (Dortmund) oder in den Jahren zuvor (die Schalker) und das hebt sie (wie auch den fc) von der großen Masse ab und verschafft wiederum einen Vorteil. Aber, wenn die jetzt zB mal drei, eim paar Jahre hinten spielen würden oder im Mittelfeld, dann hätten diese Vereine glaube ich größere Probleme, als die werksclubs und co. Ich glaube halt, das diese Vereine mehr von der Masse abhängen (während der HSV sich zB immer auf kühne und ein paar andere wohlhabende Hanseaten verlassen kann. Wenn die Masse nicht mehr kommen würde, dann könnten es diese Vereine nicht so kompensieren.
    • Millhouse schrieb:

      Das größte Potenzial hat - und das mit riesigem Abstand - Berlin. Aber es gelingt der Hertha nicht, das zu nutzen. Würden da über ein, zwei Jahrzehnte mal Stadt und Verein wirklich Hand in Hand arbeiten, könnte etwas entstehen, was die Liga noch nicht gesehen hat.
      Halte ich so für nicht wirklich beurteilbar.
      Nach welchen Kriterien gewichtet man das?

      Was die Wirtschaftsstärke angeht, sind FFM, Stuttgart und München vor Berlin und meilenweit vor den Städten in NRW.
      Reine Größe sagt kaum was aus, Stadien bekommt man auch in mittelgroßen Städten voll, und in Berlin ist Hertha ja noch nicht mal der beliebteste Club.
      Difficile est satiram non scribere - Es ist schwierig, keine Satire zu schreiben (Juvenal)
    • Berlin finde ich immer faszinierend , Sportartübergreifend ist das ja schon ein Topumfeld Eisbären Berlin im Eishockey , die Füchse im Handball ,ALBA im Basketball um drei aus den beliebteren Sportarten zu nennen . Nur im Fußball klappts mit der Hauptstadt nicht so richtig . Und da gibt es ja eigentlich auch Namhaftes . Union ,Hertha , BFC aber irgendwie bekommt es die deutsche Hauptstadt nicht hin eine richtige Topmannschaft im Fußball zu stellen . Hertha war Jahrelang als bestes Team nur ne Fahrstuhlmannschaft danach kam lange nichts . Tebe war glaube ich irgendwann mal in der Zweiten ,lang lang is es her und es war auch recht kurz und schlecht .

      Gut diese Saison lief es etwas besser für die Berliner ,Hertha im Europapokal Union fast dabei in Liga eins . Aber danach nix Viktoria nur vierter in der Regionalliga danach der Berliner Ak und BFC wäre fast wieder in die Oberliga abgestiegen . Wenn ich da andere europäische Hauptstädte denke ,London ,Madrid , Rom und auch Paris .

      Ich frage mich manchmal woran es liegt in Berlin .
    • Millhouse schrieb:

      Das größte Potenzial hat - und das mit riesigem Abstand - Berlin. Aber es gelingt der Hertha nicht, das zu nutzen. Würden da über ein, zwei Jahrzehnte mal Stadt und Verein wirklich Hand in Hand arbeiten, könnte etwas entstehen, was die Liga noch nicht gesehen hat.
      Das Problem bei Berlin ist das Umfeld. Im Prinzip kann Hertha (fast) nur Fans aus dem Westteil ziehen. Das Umfeld (Ostberlin und Brandenburg) wird kaum wirklich Interesse an Hertha haben. Da gibt es (was Fuppes angeht) Union und neuerdings RB.
    • Tigranes schrieb:

      Millhouse schrieb:

      Das größte Potenzial hat - und das mit riesigem Abstand - Berlin. Aber es gelingt der Hertha nicht, das zu nutzen. Würden da über ein, zwei Jahrzehnte mal Stadt und Verein wirklich Hand in Hand arbeiten, könnte etwas entstehen, was die Liga noch nicht gesehen hat.
      Halte ich so für nicht wirklich beurteilbar.Nach welchen Kriterien gewichtet man das?

      Was die Wirtschaftsstärke angeht, sind FFM, Stuttgart und München vor Berlin und meilenweit vor den Städten in NRW.
      Reine Größe sagt kaum was aus, Stadien bekommt man auch in mittelgroßen Städten voll, und in Berlin ist Hertha ja noch nicht mal der beliebteste Club.
      Meiner Erfahrung nach hat Fußball auch keinen so großen Stellenwert in Berlin, wie z.B. in NRW. Würde da also auch nicht mitgehen wollen.

      Ich glaube die alten Traditionsvereine haben das größte Potenzial, der FC, ffm, der HSV, wenn den mal über Jahre ordentlich gearbeitet wird und das Umfeld mitspielt.
      "Egal, wie Volk ihr seid. Wir sind Völker!"
    • Das Problem ist ja überall das Ausschöpfen des Potenzial.

      Ich konnte es schon nicht mehr hören, wenn alle sagten, der FC ist ein schlafender Riese....Klar ist das so, aber da gibt es halt einfach viele Rahmenbedingungen, die dazu passen müssen.

      Das sind viele verschiedene Punkte und dann ist es am Schluss trotz allem eine immerwährende Fleißarbeit der sportlichen und finanziellen Leitung.
      Wäre Hoeness kein Roter, sondern ein Blauer, würde 1860 halt Meister werden.

      Im Moment sind wir in der glücklichen Lage, dass wir hervorragendes Personal haben, das auch wirtschaftlich große Ahnung hat.
      Das ist aber auch leider alles innerhalb von einigen Jahren runter zu wirtschaften, siehe z.B. den VfB.
      Wir können das aktuell noch sehr brach liegende Potenzial nutzen und verbessern uns stetig, aber auch da sind Grenzen gelegt. Wir brauchen eine Ewigkeiten um in solche Sphären des BVB heute z.B. vor zu kommen.
      Ich denke aber, dass das große Potenzial vor allem die Tradition und die deutschlandweite Beliebtheit. Da ist Bayern ganz vorne, dahinter kommt BVB (beide äußerst erfolgreich) und danach sehe ich uns mit Gladbach und S04 als ärgste Verfolger.
      Hertha und Frankfurt sind graue Mäuse, die es weder in der eigenen Stadt noch im Land geschafft haben. Jeder findet Freiburg und den Streich ganz nett, aber halt auch nicht mehr. Lev und Wob sind halt..... unbeliebt, haben aber gute finanzielle Unterstützung.


      Neben der Beliebtheit sind
      -Stadiongröße
      -Anzahl Mitglieder
      -Sponsoren
      -Nachwuchsabteilung
      -Historie
      -Auslandsaktivität - Internationalisierung
      -sportlicher Erfolg

      Hoffenheim und Leipzig sind sowas für die neue Generation der Kinder, die selbst Fußballinteressiert sind und dann andere Helden haben. Da wurden auch sehr gute Rahmenbedingungen geschaffen und quasi konzipiert und werden so leider nachhaltig Erfolg haben. Deshalb sehe ich leider auch bei diesen beiden Vereinen die Chance am größten, an BVB und Bayern ran zu ziehen, sofern sie denn sportlich erfolgreich sind.
      No one is born hating another person because of the colour of his skin, or his background, or his religion. People must learn to hate, and if they can learn to hate, they can be taught to love, for love comes more naturally to the human heart than its opposite.
    • Ich habe gerade einen ganz interessanten Bericht über Fanbindung gefunden, der ganz gut hierein passt.

      War beim Stöbern im Mainz Forum ob es was neues über Cordoba gibt zu uns...

      Da gehts darum warum in Mainz die Fankultur oder zahlen trotz stetigen Erfolg zurückgegangen sind.

      Wenn man das so liest, machen unsere Führungsleute sehr viel richtig in Sachen Fankultur- und bindung.

      forum-mainz.de/warum-mainz-05-die-fans-ausgehen/
    • Und diese Fan-Bindung ist so wichtig. Das ist so ein Faustpfand, denn die gibt eben auch ein Stück weit planungssicherheit im Zuge eines möglichen stadionausbaus. Denn wer nach 20 Jahren Fahrstuhl in Liga 2 noch das Stadion derart voll bekommt wir der fc, der kann auch damit rechnen, dass der Zuspruch auch in Zukunft nicht abnehmen wird. Diese Fan Bindung (auch bei mäßigem Erfolg) haben vielleicht fünf andere Clubs in Deutschland, alle anderen sind vom Erfolg abhängig.
      Woran dies liegt, dass es eine derart starke Bindung in Köln gibt...habe immer den Eindruck, dass es bei euch einen starken Lokalpatriotismus gibt und der auch gelebt wird (im positiven Sinne)...Dom, Rhein, fc....
      Sowas gibt es zB in Frankfurt in der Form nicht, da viele zugezogen sind. Man hat zwar einen starken, loyalen und treuen Kern, aber der reicht zahlenmäßig nicht an die fanszene un Köln heran.
    • Ich bleibe dabei: Stellt man sich die Frage, welcher Verein noch nicht das Maximum aus seinem Potenzial herausholt bzw. welcher Verein in diesem Bereich noch zulegen kann, dann gibt es nur eine Antwort: Berlin. Und das sehr, sehr deutlich.

      Es gibt keine andere deutsche Stadt, die sich im Bereich der europäischen Metropolen wie London, Mailand oder Paris bewegt. Sei es von der Wirtschaftskraft als auch vom allgemeinen Standing her. Da liegt in Berlin so viel Potenzial brach, dass es eigentlich traurig ist, wie wenig Hertha oder Union das nutzen.

      Was möglich sein kann, hat der Aufstieg der Hertha 1997 mit seinen Folgejahren gezeigt. Und so etwas ist wiederholbar. Nur müssten dazu zwei Voraussetzungen vorliegen: 1) Die Stadt Berlin und der Verein müssten sehr viel enger zusammenarbeiten. 2) Hertha muss endlich attraktiver für die Fans sein.
      :hennes: Die Herausforderung "Bundesliga mit Köln" ist für einen Spieler etwas vom Größten. Köln ist ein Mythos. :FC:
    • Tja.....
      ....möglich. Aber Berlin ist auch ein sehr schwieriges Pflaster.
      Das liegt an der großen Vielfalt des Sportangebotes dort.
      Ist ja nicht nur Eisern, mir dem Hertha sich schlagen muss.
      Nein, dort gibt es ja auch sehr erfolgreiche andere, Sportarten.
      Und viele davon sind sehr attraktiv für Sponsoren.
      Daher ist für mich Berlin ein schwieriges Pflaster.
      si vis pacem para bellum
      Cicero
    • Ich gehe mal auf Millhouse`s Beitrag ein.

      Der "Beitrag" insbesondere der Hertha zum deutschen Fussball mutet- angesichts des Potentiales - im Grunde genommen fast als
      lächerlich an.
      Und das nicht nur aktuell, sondern auch historisch. Die beiden ein-
      zigen Meistertitel datieren von 1930 und 1931(da spielte Hanne
      Sobeck noch in Berlin). Ansonsten dominierten die Grossmächte
      aus Süddeutschland(Nürnberg und Fürth), Norddeutschland(Ham-
      burg) und Westdeutschland(Schalke 04) den deutschen Fussball.

      Nach dem Krieg wurde die Hertha - natürlich auch bedingt durch
      die Insellage der Stadt - endgültig zu einer minderen Macht im
      deutschen Fussball. Episodenhaft blieb die gute Zeit der Hertha
      in den 70er Jahren, als man streckenweise unter den ersten fünf
      der Tabelle spielte. In den achziger und bis tief in die neunziger
      Jahre sackte man ab, bevor 97 ein sehr eindrucksvolles(Millhouse
      erwähnte es) aber nicht nachhaltiges Comeback gelang.

      Warum funktioniert es nicht in Berlin?!...Aus der Ferne habe ich immer den Eindruck, daß den Berliner die Hertha nicht wirklich
      interessiert. Das ein Band - wie man es in Schalke, Dortmund,
      Köln beobachten kann - zwischen Anhängern und dem Verein
      Hertha nicht so richtig da ist, sondern meistens lose herum hängt.

      Berlin ist in seiner fussballerischen Erfolgslosigkeit bei europä-
      ischen Hauptstädten fast nur noch mit Rom zu vergleichen. Weder
      die Roma noch Lazio sind wirklich überragend erfolgreich, in Italien wird der Fussball vom Norden durch Juventus und Mailand
      beherrscht. In Spanien ist Madrid, in Frankreich Paris, in Holland
      Amsterdam, in Belgien Anderlecht(Brüssel). Usw, etc.

      Also - in Berlin wäre sicherlich mehr drin. Die Stadt und das Um-
      land geben es her. Aber die Wirtschaft beispielsweise lässt sich
      in Berlin kaum auf etwas ein, noch so eine Sache die nachdenk-
      lich stimmt.

      Insgesamt: während in anderen Städten wie Köln, Dortmund,
      Schalke Fussball ein oder das Hauptthema ist, habe ich den Ein-
      druck - aus der Ferne - das Fussball in Berlin eher eine Randnotiz
      ist.

      Der FC hat noch brachliegendes Potential. Ohne Zweifel sind wir
      nicht ausgereizt. Aber - durch die Ballung in NRW - wir haben auch
      grosse Konkurrenz. Das heisst nicht, daß wir ein natürliches Limit
      haben, letzten Endes "zieht" der Erfolg. Und - man darf eines nicht
      verkennen - wir werden jetzt wieder positiv wahr genommen, was
      über zwei Jahrzehnte nicht der Fall war.

      Hamburg hätte ein Riesenpotential. Hätte und dabei belasse ich
      es. Denn was da an Fehlleistungen abgeliefert wurd, das kannst
      du kaum noch gut machen, zumal die Abhängigkeit von einem
      Mäzen gigantisch ist.

      München ist nach meiner Meinung längst nicht am Ende. Die haben
      eine Weltweite Marke und das kann noch weiter gehen. Genauso ist der BvB noch nicht am Ende, während ich bei Schalke meine
      argen Zweifel habe. Leipzig ist die Sondernummer. Mag sein, daß
      duch Red Bull da noch einiges kommt, aber das geht niemals auch
      nur annähernd nachhaltig in die Richtung München oder auch
      Dortmund. Zu Gladbach äussere ich micht nicht, denn die gehören
      aus anderen Gründen überhaupt nicht in die Liga.
    • Schön von dir zu lesen @Soll/Ist.


      @Millhouse
      Sehe es ähnlich wie du. Berlin hat ein großes Potential in vielerlei Hinsicht. Warum dies im Fußball (wie auch in diversen anderen Bereichen) noch nichtmal im Ansatz gehoben wird...schwer zu sagen, aber wahrscheinlich trifft auch hier der altbekannte sprich zu "der Fisch stinkt vom Kopf".
      Möglicherweise haben die Menschen nicht die Leidenschaft zur Hertha, wie dies in den Städten NRWs der Fall ist, aber mit nachhaltig guter Arbeit, könnte man die Leute und die Stadt schon für sich gewinnen.

      Nichts desto trotz, die Bayern sind erstmal einteilt und das begann damals mit Schwan (Beckenbauers Mentor). Schwan hat übrigens beim fc (als Praktikant) gelernt (damals war der fc der Liga spielerisch einteilt - hat dies nur nicht konsequent auf den Platz gebracht...da sind wohl viele Meistertitel auf der Strecke geblieben).
      Weiß nicht genau wie er heißt, aber der fc hatte damals einen super Präsidenten. Als er starb ging es mit dem fc bergab...Schwan nahm das wissen mit zu Bayern und zog den Laden mach fc Vorbild hoch...da begann die Ära der Bayern.

      Wie gesagt, die sind enteilt. Leipzig sehe ich im Stande die Bayern zu ärgern...sehe aufgrund der Größe da mehr power als bei Bayer, vw, SAP und co.

      Dann kommen kurzfristig die Dortmunder (mittelfristig hängt bei denen jedoch eben alles davon ab, ob man es auch weiter schaffen wird, junge Spieler zu holen, diese zu entwickeln und damit zu wachsen. Denn anders als Leipzig zB können die nicht einfach mal zig Mio auf den Tisch legen...das können sie mal machen, red bull aber konstant, da ist mehr finanzielle power vorhanden.

      Die Hamburger könnten, wenn sie ihre Ressourcen mal besser ausnutzen (und die sind fast grenzenlos) auch in Dimensionen ganz oben kommen...machen sie halt nicht...ist mir auch recht so.

      Mal sehen, wie es sich die kommenden Jahre entwickelt. Vieles ist professioneller geworden, da der Konkurrenzkampf enorm ist (um Spieler, um Millionen).
      Bin daher ganz froh, dass der fc mit Spinner und dessen gesamten Team einen guten Kopf hat...denn mit guter Arbeit kann man, wie oft gesehen, strukturelle Nachteile nicht nur ausgleichen, sondern überkompensieren.
    • Hier ein passender Zeitungsartikel aus dem Jahre 2010 zu dem was Soll/Ist gerade schrieb:

      rp-online.de/sport/fussball/bu…sbock-still-aid-1.1703646

      Besonders der Kommentar unten, so verblendet. :facepalm:

      Unfassbar wo wir jetzt stehen. :EL :love:
      PRO FC, meine Liebe, meine Stadt, meine Partei.

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    • Im Januar 2019 hospitierten Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoenes beim 1. FC Köln. Der Manager und der Präsident des FC Bayern München ließen sich zeigen, wie ein moderner Fußballverein funktioniert: Management, Sponsoren-Akquise, Öffentlichkeitsarbeit, Trainingsmethoden und so weiter und so fort. Die Bayern, die gerade an der Schwelle zur Qualifikation der Championsleague standen, bildeten sich beim großen FC fort, beim amtierenden Deutschen Meister, dem Tabellenführer der ersten Liga, dem Viertelfinalisten der Championsleague.
    • Und wieso wärmst du den Stuß jetzt wieder auf?

      Wenn ich am Spieltag um die Gay Arena rum ne Umfrage machen würde käme auch raus das Bayer der beliebteste Klub der Liga ist.

      Wie sagte mein Prof doch immer: "Glaube keiner Studie die du nicht selbst gefälscht hast."
      PRO FC, meine Liebe, meine Stadt, meine Partei.

      Skymax (Präsident), Ich (Vize), sharky (Schriftführer), Anfield, grischa, Heimerzheimer (Ehrenmitglied), caprone, Flykai, elkie57, winter, Schwarzwälder GB, Matze86, frankie0815, floedi_82, kölsch, banshee, ManwithnoName, Mittelfeld, effzeh, der Pitter, Hunsrück FC, Je(n)sus, troemmelche71, izeh, BadischerBock, Salival (Klofrau), Rodi, Die_Macht_am_Rhein (Pressesprecher), Hassenichjesehen (Nummerngirl), lunyTed (Azubi), Kimeo, Olemaus.
    • Weil wir uns gerade an der Uni mit dem Thema beschäftigen. Die Dosen haben wohl bei den Ossis ein Vakuum gesucht und gefunden.
      Das Autobahnkreuz konnte dagegen selbst zu Vizekusen-Zeiten nicht an uns vorbeiziehen. Keine Tradition = kein Potential.
      Auf der anderen Seite, gibt es nicht auch hier bei uns in vielen Schulklassen heute mehr Erfolgsfans (Bayern, Dortmund) als FC-Fans?
      Die Traditionsvereine haben wohl den Vorteil, dass die Vereinsfarben von Generation zu Generation weitervererbt werden.
      Aber ist es bei ausbleibendem Erfolg nur eine Frage der Zeit, bis es zu einem Bruch mit der Familientradition kommt?
      Wie lange können wir es uns leisten, sportlich abgehängt zu werden?
      Oder andersrum: Wo liegt unser Potential, wenn wir auf Bayern-Niveau spielen?
      Falls einer Lust hat, an unserer Umfrage teilzunehmen:
      ww2.unipark.de/uc/FC/0db2/