Deutsche Fußball Nationalmannschaft

  • Wollte morgen zum Italiener glaub das knick ich besser und geh lieber ein Rahm oder Zigeunerschnitzel essen. Bevor ich da nh verbrannte Pizza essen muss :rolling_on_the_floor_laughing: :rolling_on_the_floor_laughing:

    Wir sind die Fans - Wir sind der Verein!


    Mission Klassenerhalt 22/23


    Mission Gruppenphase


    Müngersdorfer Stadion op Ewig

  • Welche der drei Gott?

    Auf und ab und wir sind trotzdem hier, FC Köln mein Lebenselixier!!
    Meine Wunschaufstellung: Schwäbe - Hector, Hübers, Kilian, Schmitz - Ljubicic, Skhiri - Kainz, Uth, Maina - Lemperle

  • soviel Tore gab's im Ponyhof zuletzt bei unserem Derbysieg


    Scheiß VfL

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  • Werner und Müller..

    was wurden die hier und vor allem in anderen Sozialen Medien mal wieder durchs Dorf getrieben...

    Save the planet - it`s the only one with beer

  • Das Ergebnis ist irgendwie passend zur Stimmungslage der allermeisten, wenn man sich die Nationalmannschaft anschaut.


    Man schießt 5 Tore gegen Italien, aber so richtig begeisternd spielt die Mannschaft nicht. Mit dem ganzen gesegneten Talent unserer Offensivreihe ist es in jedem Spiel erschreckend, wie schlampig einfache 5 Meter Pässe nicht den Mitspieler finden. Ein Timo Werner muss als 9er gefühlt auf der Torlinie angeschossen werden, damit er den Ball auch mal versenkt... Und dass wir am Ende auch wieder 2 Tore fangen (Italien hatte durchaus richtig gute Chancen für mehr) passt dann auch wieder ins Gesamtbild.


    "Bremse gelöst" oder "Leistung entsprechend eines Turnierfavoriten" sehe ich nicht wirklich. Das dürfte für einige wieder ein böses Erwachen geben, wenn sie glauben, Deutschland könnte bei der WM wirklich um den Titel mitspielen.

  • Tobi


    Ich finde nicht, dass man dieses Spiel so schwarz sehen muss wie du es tust. Es war über Großteile des Spiels eine gute Leistung. Mit, sowie gegen den Ball.


    Das situative Angriffspressing funktionierte fast durchgehend. Mit dem Ball fand man viele gute Steilklatsch Situationen.


    Absicherung defensiv war sehr gut und hat dafür gesorgt das deren pressing erfolgreich war.


    Fast alle zweite Bälle waren bei der N11. Was für eine gute Raumaufteilung spricht.


    Aber natürlich war nicht alles gut. Gab auch Schattenseiten. Aber dad gute überwiegt heute. Das ist psychologisch extrem wichtig.


    Eine Vorausschau auf die WM ist eh zu früh. Denn dann würde kein Team der Welt um den Titel spielen. Weil alle großen weit unter ihren Möglichkeiten spielen

    Fleißiger Kipplaster das bin ich.

    Gibt es was zu tun, dann rufe mich!

  • Ich fand das Spiel heute auch nicht schlecht. Teilweise extrem schnelles Passspiel, was ich sehr gut fand. Leider waren auch wieder ein paar arg magere Schüsschen dabei, die ich nicht verstehe. Da wird versucht den Ball ins Tor zu Tippen. Aber letztlich haben wir ja doch oft getroffen. Mir fehlt allerdings weiterhin die Fantasie mir vorzustellen, wie diese Mannschaft sich für den Sieg zerreißt, wie man das für einen WM-Titel halt braucht, vor allem auf den offensiven Positionen. Talent ist da ohne jeden Zweifel jede Menge vorhanden, aber der Wille sich bei jedem Spiel bis zur letzten Sekunde zu quälen und über sich hinauszuwachsen? Da hab ich so meine Zweifel.

  • Wenn tatsächlich ein Banner mit Kritik an der WM In Quatar eine Anzeige nach sich ziehen wird, ist für mich jegliche Diskussion über das Spiel ein Treppenwitz.

    Vielleicht die Blase um vernünftige Quellen erweitern. Keine Anzeige und auch sonst keine Konsequenzen. Siehe DLF Sport auf Twitter

  • Vor vierzig Jahren - am 08.07.1982 spielte die deutsche Nationalmannschaft im Halbfinale der WM 1982 in Spanien gegen Frankreich. "Die Nacht von Sevilla" ging in die Fussballgeschichte ein. Ein Spiel mit unglaublich vielen Ereignissen und Geschichten und dramatischen Wendungen, die man kaum glauben konnte. Nicht zuletzt aber auch ein hochklassiges Spiel zweier hochklassiger Mannschaften, wobei man diese Klasse der deutschen Mannschaft eben genau nicht mehr nach dem Turnierverlauf zugetraut hätte.


    Deutschland - in einer Gruppe mit Österreich, Chile und Algerien - galt als amtierender Europameister als einer der ganz grossen Favoriten auf den Titel. Was man in Deutschland gerne vor dem Turnier übersah, war der Fakt, daß durch die Rückkehr von Breitner die Balance in der Mannschaft empfindlich gelitten hatte. Der Kapitän der Mannschaft - Bernard Dietz - war einigermassen würdelos ausgebootet worden. Der brillante Mittelfeldspieler Schuster(dann ohnehin verletzt) war nach mannigfaltigen Kontroversen nicht mehr dabei. Für Hansi Müller gab es im neuen System simpel keinen Platz mehr und Klaus Allofs - immerhin Torschützenkönig bei der EM in Italien - war auch nicht dabei. Breitner hatte es durch gesetzt, daß sein Adlatus Dremmler(ein durchaus mittelmässig begabter, aber Breitner völlig ergebener Spieler) ins Team rutschte. Vorne spielten einmal Fischer, dann Hrubesch. Neu im Team auch ein gewisser Pierre Littbarski, der allerdings sein aussergewöhnliches Talent in Spanien unter Beweis stellte.


    Die Vorbereitung geriet zum Desaster. Bundestrainer Derwall hatte sich für die "lange Leine" entschieden - seine Spieler dankten es ihm nicht und das WM Trainingslager am Schluchsee geriet zum "Schlucksee". Gerüchte über zockende Profis, lockeren Umgang mit lockeren Damen und nächtliche Eskapaden machten schnell die Runde und wurde allesamt später bestätigt.


    So konnte es nicht verwundern, daß Deutschland im Auftaktspiel gegen Algerien hoch verdient verlor. Die Deutschen wirkten satt, nicht austrainiert. Witz - und einfallslos und verloren 1:2. Katastrophal insbesondere die Leistung von Breitner, der noch vor dem Spiel getönt hatte, wer denn wohl Algerien sei. Ihm stand Trainer Derwall nichts nach, welcher vorher gesagt hatte, daß er sich ja lächerlich machen würde wenn er seinen Spielern Bildmaterial der Algerier vorführen würde. Nun, die Mannschaft riss sich am Riemen und besiegte Chile mit 4:1. Und trat dann in einem Spiel gegen Österreich(beide Spiele gegen Algerien und Chile gewonnen) zum Showdown an. Nur - beide Mannschaften wussten exakt, welches Ergebnis sie brauchen würden, da die Spiele nicht Zeitgleich ausgetragen wurden. Deutschland ging früh 1: 0 in Führung und damit waren beide Mannschaften weiter. Was dann folgte ist als "Schande von Gijon" ebenfalls in die Fussballgeschichte eingegangen - als erschütterndes Dokument eines 80 - minütigen Nichtangriffspaktes. Eine Schiebung übelster Sorte vor den Augen der Fussballwelt.


    Die Franzosen kamen ebenfalls nicht glatt ins Turnier. Eine Niederlage gegen England, ein hoher Sieg gegen Kuwait und ein Remis gegen die CSSR - Gruppenzweiter hinter England, das einen wesentlich besseren Eindruck hinterliess. In Frankreich hagelte es Kritik an der - vermeintlich - zu laschen Auffassung der Franzosen, insbesondere aber an der krassen Unfähigkeit spielerische Überlegenheit in Tore umzumünzen.


    Das sollte sich in Phase 2 ändern. Zunächst bezwangen die Franzosen Österreich, wobei das 1:0 den gezeigten Leistungen der Franzosen nicht gerecht wurde - so krass war die Überlegenheit. Anschliessend mussten die Nordiren dann her halten - 4:1 und damit war man auch noch bestens bedient. Frankreich stand damit im Halbfinale.


    Der Weg der Deutschen war schwerer - er führte immerhin über England(bis dahin neben Brasilien die beste Mannschaft des Turniers) und gegen Gastgeber Spanien. Gegen die Engländer gab es ein sehr umkämpftes Spiel, aber keine Tore. Gegen Spanien machten die Deutschen dann ihr bis dahin bestes Spiel. Littbarski - bester Mann auf dem Platz - und Fischer(auf Vorarbeit von Littbarski) sorgten für das Ende der Träume des Gastgebers. 2:0 für Deutschland und als dann England gegen Spanien spielte und nicht gewinnen konnte, waren die Deutschen für das Halbfinale qualifiziert.


    Das war die Ausgangsposition zum Halbfinale von Sevilla.

    Lettore silenzioso

  • 08.07.1982, Sevilla, Deutschland gegen Frankreich


    Deutschland: Schumacher - Kaltz KH Förster Stielike B Förster - Dremmler Breitner Briegel(97te KH Rummenigge) Magath(73te Hrubesch) - Fischer Littbarski

    Frankreich: Ettori - Amoros Tresor Janvion Bossis - Giresse Tigana Platini Genghini(50te Battiston, 60te Lopez) - Rocheteau Six


    Die Deutschen beginnen stark und sie gehen in Führung. Breitner spielt Fischer frei, der scheitert an Ettori, aber Littbarski erzielt auf unwiderstehliche Manier den Führungstreffer. Danach werden die Franzosen stärker und es erweist sich, daß ihr Mittelfeld das Spielstärkste der Welt ist. Was Genghini, Tigana und vor allem Platini und Giresse auf den Rasen bringen ist auch von einer defensiv starken Mannschaft wie Deutschland einfach nicht zu kontrollieren. In der 26ten Minute gibt es einen gerechtfertigten Elfer für Frankreich, den Kapitän Platini sicher verwandelt. Nach dem Ausgleichtreffer sind die Franzosen kaum zu bremsen und die Deutschen - obwohl sie gut spielen - gehen nur mit viel Glück und einem guten Torwart Schumacher mit dem Remis in die Pause.


    In Halbzeit 2 kommt früh Battiston für Genghini. Man gewinnt den Eindruck, daß aus den Alleen, die insbesondere Platini hatte, langsam normale Strassen werden und die Deutschen das Heft wieder mehr in die Hand bekommen. Und dann kommt die 58te Minute - eine Minute, die alles ändert. Der eingewechselte Battiston wird frei gespielt und erwischt den Ball vor dem heraus stürzenden Torwart Schumacher und der Ball fliegt Richtung leeres deutsches Tor....quälend langsam...und geht vorbei. Was komm einer richtig mit bekommen hat - Battiston ist von Schumacher heftig angesprungen worden und bleibt besinnungslos liegen. Schumacher hat ihn mit der Hüfte erwischt. Battistion muss schliesslich schwer verletzt mit einer Trage vom Platz gebracht werden. Unauslöschlich die Bilder, unauslöschlich auch den desaströsen Eindruck, den Toni Schumacher hinter lässt. Er jongliert Kaugummi kauend und scheinbar gelangweilt mit einem Ball. Später wird er - auf Battistons Verletzung angesprochen - den verhängnisvollen Satz sagen:"Ich bezahle ihm die Jacketkronen". Heute - mit Videobeweis - wäre Schumachers Platzverweis zwingend gewesen, in der Nacht von Sevilla durfte er auf dem Platz bleiben.


    Das spiel geht weiter und es gewinnt mit jeder Minute mehr an Drama, Intensität und Klasse. Was die Franzosen spielerisch voraus haben, kompensieren die Deutschen mit Willen und Einsatz und am Ende steht es 1:1 und das Spiel geht in die Verlängerung. Und in der Verlängerung stehen alle Ampeln auf Grün für die Franzosen, als Tresor und Giresse in der 92ten und 98ten Minute auf 3:1 stellen. 3:1 in der Verlängerung eines Spieles, das alle Kräfte gefordert hat, das muss einfach reichen. In der Zwischenzeit ist Rummenigge eingewechselt worden, der angeschlagene Münchener ist die letzte Hoffnung der Deutschen auf eine Wende. Und Rummenigge erzielt in der 102ten Minute tatsächlich das 2:3. Und man hat sofort den Eindruck, daß den Franzosen buchstäblich das Herz in die Hose rutscht - sie fühlen die Unerbittlichkeit der Deutschen. Diese nie nachlassende Turniermentalität und tatsächlich die Deutschen gewinnen die Oberhand. Schiessen ein Tor durch Fischer, das aberkannt wird. Aber in Minute 109 ist es so weit. Flanke von Littbarski, Kopfballablage Hrubesch und ein unnachahmlicher Fallrückzieher von Fischer und es steht 3:3. Das ist das Ende der Torfolge und eigentlich wundert man sich, daß die schwer angeschlagenen Franzosen sich überhaupt noch in das Elfmeterschiessen schleppen konnten.


    Giresse tritt an und verwandelt. Kaltz und Amoros und Breitner verwandeln und es steht 2:2. Dann kommt Rocheteau für die Franzosen und Tor. Stielike für die Deutschen und sein Elfer wird von Ettori pariert. Während Littbarski noch den untröstlichen deutschen Libero tröstet, hält Schumacher den Elfer von Six. Littbarski zum 3:3, dann verwandeln Platini und Rummenigge. Bossis tritt an - und Schumacher hält. Jetzt ist es an Hrubesch und der behält die Nerven und Deutschland ist im Finale.


    Das ist die Chronologie des Spieles - aber was wirklich nach wirkte, das war die Szene nach einer guten Stunde. Frankreich fühlte sich betrogen. Betrogen von einem Schurken namens Schumacher, der durch seinen "Mordanschlag" der brillanten französischen Fussballergeneration um Platini und Giresse und Tresor das verdiente Finale, gar den WM Titel geraubt hätte. Schumacher`s Image war nicht beschädigt, es war dahin. Morddrohungen gegen ihn, ein medialer Verriss gegen den "Schurken von Sevilla" folgten. Seine ungeschickte Haltung nach dem Vorfall hatte katastrophale Auswirkungen. Im Grunde genommen reduzierte man Schumacher noch lange auf diesen Vorfall - in Frankreich galt er als "legitimer" Nachfolger der Naziverbrecher. Und Patrick Battiston?! Kopfschmerzen und Sehstörungen. Depressionen und mehrere Zahnoperationen - Zeichen für das ganze Leben. Man kann gar nicht genug betonen, daß Battiston die Entschuldigung Schumachers annahm und so entscheidend dazu beitrug die die antideutschen Ressentiments nicht noch schlimmer werden zu lassen - eine grossartige Geste nur eine Woche nach dem Vorfall.


    In Frankreich ist dieses Spiel nie vergessen worden. Mein wirklich guter französischer Freund Etienne und ich versuchen meistens, dieses Thema zu meiden. Meistens gelingt es und manchmal eben nicht. Er habe nie verstanden, was in einem Menschen wie Schumacher vorgegangen wäre. Battiston so anzuspringen - das sei das eine. Sein Verhalten danach sei noch viel schlimmer gewesen - diese Eiseskälte. Was soll ich dazu sagen?! Nun, ich sage ihm,daß ich fest davon überzeugt sei, daß Schumacher dieses Spiel, diese Szene, das was danach passierte noch heute beschäftigt. Das der Mann zwar ein harter Mann gewesen sei, aber das nicht gewollt habe(und das glaube ich auch - DAS hat er nicht gewollt). Aber es eben passiert sei und man müsse damit eben irgendwie zurecht kommen.


    Gewinnen ist eine Sache - anständig gewinnen ist eine andere Sache. Und wie behalte ich die Balance dazwischen, wenn ich - so wie Harald Schumacher 1982 - so krampfhaft ehrgeizig, so völlig verbissen auf dieses eine Ziel bin. Dann ist es nur der eine Grat, der eine Moment der dich etwas tun lässt, was dich danach immer verfolgt. Aber - einen Menschen und Sportler wie Schumacher auf den einen Moment zu reduzieren, das wäre nicht recht.


    1986 trafen die Deutschen wieder auf Frankreich in einem Halbfinale einer WM. Die Deutschen waren besser als die hoch favorisierten Franzosen und gewannen mit 2:0. Mit dabei auch viele Protagonisten des Halbfinales von 82. Bossis, Amoros, Giresse, Tigana, Platini. Briegel, Förster, Magath, Rummenigge. Und Battiston und Schumacher...Am Ende waren die Franzosen konsterniert und fertig, wieder hatten die Deutschen das bessere Ende für sich. Und schlimmer noch für die Franzosen: Schumacher spielte stark.


    Vier Tage später verloren die Deutschen das Endspiel gegen Argentinien mit 3:2. Schumacher wirkte in diesem Endspiel indisponiert und verschuldete das 1:0 durch einen Treffer von Brown. Nach dem Endspiel war er untröstlich.


    Eine französische Tageszeitung brachte am Tag nach dem Endspiel in ihrem Sportteil das Bild, in welchem man sehr deutlich erkennt wie Schumacher beim 1:0 den entscheidenen Fehler begeht und titelt darunter - Schumacher, die Rache für Sevilla. Für die Franzosen hatte sich damit zumindest dieser Kreis geschlossen.


    Ich muss oft an Sevilla denken, nicht nur diesen Tagen. Es war halt ein Spiel, wie man es ganz, ganz, ganz selten sieht. Voller Klasse und Emotionen, voller Drama und Tragik. Helden und Schurken, Licht und Schatten. Ein Spiegelbild unseres Lebens.

    Lettore silenzioso

    Einmal editiert, zuletzt von Listlos ()

  • ich würde die alten Spiele so gerne nochmal sehen. Ich weiss, dass ich (10 Jahre alt) das Spiel gegen Frankreich mit meiner Oma verfolgt habe... das war ganz schön spannend. Seitdem schaue ich gerne Fussball :-)

  • Das WM-Finale 86 hat man aber verloren, weil man nach dem 2:2 zu offen reagiert hatte. Da die Verlängerung genommen und man hätte evtl. gewonnen. 4 Jahre später hat man es korrigiert :smiling_face_with_sunglasses: :partying_face:

  • Das WM-Finale 86 hat man aber verloren, weil man nach dem 2:2 zu offen reagiert hatte. Da die Verlängerung genommen und man hätte evtl. gewonnen. 4 Jahre später hat man es korrigiert :smiling_face_with_sunglasses: :partying_face:

    Tja, die Theorie hat was für sich. Die Argentinier wirkten schon reichlich angeschlagen nach dem Ausgleich. Man muss aber fairerweise anerkennen, daß die Argentinier in diesem Finale doch die etwas bessere Mannschaft waren. Und: sie hatten einen Spieler wie Maradona - einzigartig auf der Welt. Wie der den Pass auf Burruchaga spielt: aussergewöhnlich, eben Maradona.


    Ich habe mir noch einmal die Mannschaftsaufstellung der Nationalmannschaft bei diesem Endspiel betrachtet. Die ist wahrlich aussergewöhnlich, das wird dem geneigten Betrachter schnell auffallen.


    Schumacher - Jakobs - Berthold KH Förster Briegel - Matthäus Brehme Eder Magath - Allofs KH Rummenigge. Von den 10 Feldspielern, die zur ursprünglichen Aufstellung gehörten, waren 7(!) defensiv orientiert. Unfassbar. Trainer Beckenbauer hielt bekanntlicherweise vom fussballerischen Können seines Kaders nichts bis gar nichts, sprach gerne von "Rumplern". Im Grunde genommen fast kaum fassbar, daß dieser Kader es in das Endspiel schaffte - zumal von den vier Top Stürmern Littbarski, Völler, Rummenigge und Allofs nur der letztere fit war. Was half, das war eine sehr starke Defensive - mit dem überragendem Torwart Schumacher(bis zum Endspiel), dem besten Innenverteidiger der Welt(KH Förster) und einem unverwüstlichen Briegel. Und natürlich einem sehr guten Matthäus, der ein grosses Turnier spielte.

    Lettore silenzioso