Vorstandswahl

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    • Gibt's auf. Kritische Anmerkungen will man hier nicht hören.
      UEFA-Pokal-Finale: 1986,
      UEFA Euroleague Teilnehmer 2017/18!!!
      Deutscher Meister: 1962, 1964, 1978,
      DFB-Pokalsieger: 1968, 1977, 1978, 1983,
      „Wie würden Sie ihr Verhältnis zu den Kölner Fans beschreiben?" "Das war Liebe auf den ersten Blick, die immer noch da ist und bis zu meinem Tod nicht vergehen wird!" (Lukas Podolski)
    • Weil das dann doch ein wenig mehr geworden ist unterteilt in zwei Antwortteile (Bis Seite 10, ab Seite 11 folgt irgendwann)

      Geater125 schrieb:

      Vielleicht ergibt sich ja morgen eine Möglichkeit...
      Die Möglichkeit ist ausgeschlagen worden. Ich denke ich kann guten Gewissens sagen, dass ich immer für einen konstruktiven Dialog stehe. Da der Samstag sehr emotional für einige war und ich weiß das hier einige mitlesen die die Beiden erreichen: Die Tür steht meinerseits weiterhin offen und wird es auch weiterhin. Werde allerdings niemanden mehr darauf hinweisen, dass sie offen steht. Was passiert ist wissen die Beiden, werde dazu nichts sagen. Wo und wie sie mich im Zweifelsfall erreichen können wissen sie.

      8neun schrieb:

      Für Dich mag es ja ok sein, interne Kommunikation mit Gott und der Welt zu teilen, live im TV den Status von Verhandlungen preiszugeben, und sich gegenseitig anzupissen, meine Vorstellung eines seriösen Vorstands ist das nicht. Aus dem Grund ist die Entscheidung für mich eine gute, und hat auch nichts mit dem Erreichten zu tun, sondern mit der Zukunft.
      Der letzte Teilsatz ist entscheidend: Die Entscheidung für die drei Kandidaten ist aufgrund der Zukunftsperspektive gefallen. Die Herausforderungen sind andere als die der Vergangenheit, auch das Team wäre anders zusammengesetzt etc..

      MainBock schrieb:

      Gaeter, verstecke dich da bitte nicht hinter juristischen Begriffen bzw. Definitionen.
      Das tue ich nicht, keine Sorge. Entscheidungen mit einfachen Ja/Nein zu begründen ist mir allerdings zu oberflächlich. Wenn du eine tiefergehende inhaltliche Diskussion haben willst musst du auch eine Kommentierung der Grautöne zwischen Schwarz und Weiß zulassen.

      MainBock schrieb:

      Ihr seid somit nicht nur im Boot, sondern mit am Steuer (nicht aufgrund hoher Gehälter, sondern aufgrund Satzung und Funktion)!
      Das stimmt so nicht, am Steuer ist die Geschäftsführung, die Anweisungen aus der Leitzentrale gibt der Vorstand. Wenn du so willst sind wir diejenigen, die die Leitstelle besetzen. Weil wir können keine operative Entscheidung fällen. Auch sind die Eingriffsmöglichkeiten absichtlich eher auf einer hohen Ebene belassen worden. Und das ist auch gut so. Weil wenn ich bedenke wer dann alles z.B. über eine Aufstellung entscheiden müsste, das kann nicht sein.

      MainBock schrieb:

      Ich weiß, das ist eine große Verantwortung und hammerhart, weil ihr (wie wir alle hier) sportliche Laien seid, aber im Endeffekt ist es wie es ist...ihr habt eine sau wichtige Funktion (ich hoffe ihr seid euch dessen bewusst, auch wenn ihr es nach außen vielleicht anders verkauft).
      Keine Sorge, wir wissen welche Funktion und Verantwortung wir haben ;).

      MainBock schrieb:

      Du glaubst wirklich (aber das ist mir auch das unwichtigste überhaupt, weil ich eigentlich nur zeigen wollte, dass der MR eine äußerst wichtige Stellung im verleb hat), dass ein anderes Tesm Chancen hat in den Vorstand zu kommen, wenn der MR einen anderen "vorschlägt"/supported?
      Ja, ein anderes Team hätte Chancen. Immer. Es kommt halt darauf an wie gut so ein Team ist. Wenn wir den Fall andersherum nehmen, der MR schlägt ein Team vor, das NICHT vom Aufsichtsrat und Beirat mitgetragen wird, dann könnte ich mir durchaus vorstellen, dass wir bei einem Gegenvorschlag scheitern würden. Das wir uns deren ZUSTIMMUNG (und nicht nur Anhörung wie eigentlich vorgeschrieben und auch nicht nur der jeweiligen Vorsitzenden sondern der GESAMTEN Gremien) gesichert haben sollte für jeden übrigens auch ein Zeichen sein, dass da eben NICHT irgendwelche Amateure etwas ausgearbeitet haben. Sondern das trifft auf die Zustimmung eines Gremiums, das mit Persönlichkeiten besetzt ist die dem ehemaligen Verwaltungsrat sehr ähneln. Der damalige Verwaltungsrat hat übrigens bis Overath den Vorstandsvorschlag gemacht. Dazu aber später mehr.

      jan2010 schrieb:

      Dann muss sich der MR die Frage nicht nur gefallen lassen, sondern auch reflektiert selbst hinterfragen, die richtigen Kriterien und Wahl des Vorstands vorgenommen zu haben.
      Das machen wir, keine Sorge. Die Frage ist doch viel eher zu stellen: Was für Kriterien wurden in der Vergangenheit gestellt? Waren die gut und was für Kriterien sind heute zeitgemäß?

      LinkeKlebe schrieb:

      Natürlich hat der MR eine wichtige Stellung, sonst bräuchten wir ihn nicht.
      :tu:

      MainBock schrieb:

      Im Grunde genommen sitzen sie an der Schaltzentrale (wenn man an das Ding mit dem "der Fisch stinkt vom Kopf" glaubt, was ich persönlich tue - andere mögen es anders bewegen).
      Siehe oben, wir sitzen NICHT in der Schaltzentrale ;)

      MainBock schrieb:

      Aber woher sollen wir nun diese Erfahrungswerte bei Vorständen sammeln? Wir verfolgen sie nicht seit Jahren...und daher müssen wir uns auf Interviews verlassen und das ist ziemlich dünn.
      Hier glaube ich solltest du dich mit den einzelnen Personen mehr auseinandersetzen: Viele von uns beschäftigen sich schon seit längerer Zeit mit den Vorständen des 1. FC Köln. Wir wissen was für Persönlichkeiten hier bereits Ämter ausgeübt haben, haben auch Vergleichswerte aus anderen Vereinen. Netzwerke sind was feines ;) .

      frankie0815 schrieb:

      Eine solche Position sollte nicht von einer guten Hand voll Laien besetzt werden.
      Und nichts anderes ist der Mitgliederrat.
      Die Satzung sollte schleunigst geändert werden.
      Wen würdest du die Auswahl treffen lassen? Und warum? Bitte nicht falsch verstehen: Bis wir die Nominierung bekannt gegeben haben war das nie ein Thema. Es regen sich nun unheimlich viele Personen auf, dass da keiner mit "Fußballerischer Kompetenz" mit drin sitzen könnte. Und provokant gefragt: Haben wir Stand HEUTE Fußballerische Kompetenz mit drin sitzen?

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Geater125 () aus folgendem Grund: Zu früh abgeschickt

    • Teil 2 der Antworten:

      Himmelhorstpfleger schrieb:

      Mainbock hat recht wenn er sagt der MR bestimmt durch die Auswahl des Vorstand die Philosophie/Strategie des Vereins für die nächsten Jahre. Ich gebe LinkeKlebe recht, dass wir das selber so in der Satzung festgelegt haben. Der Einfluss des MR ist somit sehr gross und schon von einer Tragweite die so jemanden wie mir bis vor kurzem nicht bewusst gewesen ist.
      Genau. Deswegen haben wir auch in unseren jeweiligen Bewerbungsreden gesagt worauf wir besonderen Wert legen. Beispiel 50 + 1: Von den gewählten Mitgliederräten haben sich ALLE zu 50+1 bekannt. Teilweise sind einige auch noch ein paar Schritte weiter gegangen. Es ist also jedem Mitglied, dass uns gewählt hat bewusst, dass wir keinen Vorstand zulassen werden, der 50+1 beim FC abschaffen will. Auch gab es auf der MV zu dem Thema keine Nachfrage. Also können wir davon ausgehen, dass wir bei dem Thema den Konsens getroffen haben. Dazu kommen noch weitere Themen. Bei mir bemerkt man vielleicht: Dialoge mit Interessensgruppen habe ich mir auf die Fahne geschrieben, wird ja auch (zum Glück) angenommen.

      jan2010 schrieb:

      1. wir brauchen sportliche Kompetenz im MR, weil dieser die Richtung vorgibt
      Brauchen wir das? Okay, wir haben eine ehemalige Jugendnationalspielerin in unseren Reihen (jüngste Bundesligaspielerin aller Zeiten!), nur: Warum gibt der Mitgliederrat die Richtung vor?

      frankie0815 schrieb:

      Ob sich diese Leute der Tragweite ihres Amtes bewusst waren, und umgekehrt die Mitglieder, die gewählt haben, der Tragweite ihrer Wahl? Ganz sicher nicht.
      Ich kann für ALLE Mitgliederräte sprechen wenn ich sage: Ja, wir sind uns die Tragweite unseres Amtes bewusst. Wir haben hart in der Sache und noch härter mit den Kandidaten deswegen alles geprüft. Habe das in meinem Eingangsstatement auch beschrieben: Einer tat mir am Ende fast schon leid, meine Fragestellungen können teilweise sehr, sehr hart sein ;).

      MainBock schrieb:

      Wer war denn in der Findungskommission dabei? Die bestand doch aus Leuten des MR oder nicht?
      Wenn noch weitere involviert waren, die vor allem aus dem Sport kommen, dann ok...wer waren die Personen? Kannst du Namen nennen?
      Ich glaube hier herrscht ein falsches Verständnis von der Findungskommission. Die Aufgabe der Dreien (bis zum Aufrücken in den Vorstand von SMR von den Vieren) war es VORGESPRÄCHE zu führen. Wir hatten einen Anforderungskatalog (abgestimmt mit Aufsichtsrat und Beirat, wo unter anderem auch ein Dr. Jakobs drin sitzt), der für diese Vorgespräche die Grundlage bildete. Da hat sich dann sehr schnell heraus kristallisiert wer dafür geeignet ist und wer nicht. Drei Beispiele:
      - Ein ehemaliger Fußballer, der allerdings sehr viel Geld haben will. Man kann sich sicherlich über die Höhe der Vergütung unterhalten, das wäre allerdings schon in den höheren sechsstelligen Bereich gegangen. Und das kriegen wir definitiv nicht beim Finanzamt durch, haben wir in der Vergangenheit schon eine verbindliche Anfrage gestellt. Der ehem. Fußballer ist damit bereits raus.
      - Ein sehr guter Manager, der allerdings 500 Km von Köln entfernt wohnt und aus seinem bisherigen Vertrag frühestens ende des Jahres raus kommt. Der bringt uns nichts, weil bereits ab September das Amt übernommen werden muss. Mit mindestens 15-20 h/Woche. Mindestens.
      - Ein anderer ehemaliger Fußballer, der finanziell gepasst hätte. Allerdings hatte er keine Vorstellung was seit seinem Karriereende im "modernen Fußball" alles passiert ist und wohin sich die ganze Geschichte entwickelt. Keine konzeptionellen Kompetenzen und konnte den Unterschied zwischen Investor und Sponsor nicht erklären.

      MainBock schrieb:

      Und wenn man nun eben einfach mal objektiv und sachlich an die Geschichte rangeht (und nicht sarkastisch), dann sollte man eben stutzig werden, wenn es ein Gremium in einem FUSSBALLVEREIN gibt, was einen großen Einfluss, aber keine sportliche Kompetenz hat.
      Findest du? Wer saß denn früher im Verwaltungsrat? Oder in anderen Gremien der anderen Vereine? Und noch einmal: Ich verweise auch gerne auf eine Nicole Bender. Sie wird in meinen Augen viel zu sehr unterschätzt.

      MainBock schrieb:

      Fehler vermeiden um jeden Preis.Vier- oder
      fünfjahesverträge für ausgereizte Spieler dürfen einfach nicht mehr sein und noch weniger dürfen sie dann gerechtfertigt werden .
      Nun ja, diese Verträge wurden allerdings von einem ehemaligen Meistertrainer abgeschlossen und einem ehemaligen Nationaltorhüer abgesegnet. Stellen wir einmal die Frage andersherum: Was hat uns diese sportliche Kompetenz an dieser Stelle gebracht?

      MainBock schrieb:

      Daher nochmal, entweder sollte mehr sportliche Kompetenz in den MR, er sollte doch zwei, drei Berater zur Seite stellen oder man muss über Alternativen zu dem Gremium nachgedacht werden.
      Glaub mir, auch wir tauschen uns aus. Ob man diese Personen offiziell Berater nennen kann weiß ich nicht. Es sind aber Leute deren fußballerische Kompetenz für diese Entscheidungen für richtig halten.

      MainBock schrieb:

      Ist das scouting gut aufgestellt?
      Muss man besseren Zweitligaspielern ellenlange Verträge geben (jeder weiß wer gemeint ist)?
      Haben/hatten wir zu wenig Dynamik im Spiel/zu viele langsame Spieler?
      Warum ist die Durchlässigkeit an jungen Spielern recht gering.
      Wenn ich mir die letzten 15 Jahre beim FC anschaue, kannst du diese Fragen IMMER (bis auf eine kurze Übergangsphase, an der es aber nicht hängt) einem Rekordspieler beim FC stellen. Sei es Overath oder Schumacher. Sind das die Leute mit "fußballerischer Kompetenz"? Sind das die Leute, die im neuen Vorstandsteam gefordert wären? Wie genau definiert eigentlich jemand fußballerische Kompetenz? Ist halt schwierig wie ich finde ;)
    • Was Allgemeines:

      Mich irritiert ein wenig, wie vehement hier teilweise auf die Verantwortung des Mitgliederrates hingewiesen wird. Und das keine adäquaten Kompetenzen im Mitgliederrat mit drin sind. Hierzu einige Hinweise meinerseits:
      - Das erste Vorschlagsrecht hatte in der Vergangenheit der sogenannte Verwaltungsrat. Dieser Verwaltungsrat wiederum wurde vorher vom Vorstand vorgeschlagen. Der Unterschied zu früher ist, dass in der neuen Satzung die einzelnen Personen sich im Vorfeld nicht um die Unterstützung des Vorstands sondern der Mitglieder bemühen müssen. Was nun besser ist mag jeder seine eigene Meinung zu haben. Meine ist: Wenn man davon abhängig ist, dass der Vorstand einen vorschlägt, dann wird man im Zweifelsfall die Kritik zurückhalten. Was wir durch die Satzungsänderungen damals erreicht haben ist, dass das Aufsichtsgremium mittlerweile unabhängiger agieren kann. Dafür müssen wir mit den Mitgliedern mehr kommunizieren und ihre Interessen besser vertreten.
      - Wenn nicht der Mitgliederrat den Vorstand vorschlagen soll, wer dann? Also irgendjemand muss den Vorschlag machen, rein formell schon. Und wollen wir in Zukunft wirklich, dass dann wohlmöglich 3-4 Teams "aus der Mitte der Mitglieder" drei bis vier Monate lang um die Gunst der Mitglieder werben? Kann durchaus gewünscht sein, allerdings stelle ich mir das sehr schwierig vor. Nachdem ab Anmeldeschluss (31. Juli) die Kandidatenteams bekannt sind werden alle möglichen Leute mit Wünschen und Forderungen kommen, es werden Sachen versprochen und Einnahmen die noch gar nicht eingenommen wurden ausgegeben. Wahlkampf eben. Während dessen versucht der aktuelle Vorstand (im fiktiven Fall) sein Überleben zu sichern indem er Publikumsliebling A einen neuen Vertrag gibt und damit die Kaderentwicklung für die nächsten Jahre sehr stark einschränkt.
      - Was sind fußballerischen Kompetenzen und wer mag die weitergehend zu beurteilen? Ab wie vielen Liga-/Länderspielen kann man das von sich behaupten? Hat ein Overath diese? Glowacz? Schumacher? Broich? Callmund?
      - Es wird immer wieder gefordert, dass der Mitgliederrat einen mit "fußballerischer Kompetenz" aufstellen soll. Wie schwierig hier eine Abgrenzung ist: Siehe Punkt direkt drüber. Was viel wichtiger ist: Die meisten Namen die uns dann genannt werden sind einfach zu teuer. Und das ist auch normal so. Denn jemand, der einem GF Sport wirklich auf Augenhöhe in SPORTLICHER Hinsicht ist...ist bei einem anderen Verein GF Sport. Denn wir unterhalten uns dann nicht über die Aufwandsentschädigung wie bei uns (aktuell 100.000 - 150.000 Euro im Jahr), sondern über das Geschäftsführergehalt eines Bundesligisten. Also mindestens das 5-10 fache dessen was wir zahlen können/dürfen. Wir wurden bei einem Gespräch z.B. scherzhaft gefragt, ob es sich um ein Monats- oder Jahresgehalt handelt. Andere wollen Ausstiegsklauseln haben, falls dann das Angebot für das Millionengehalt dann doch reinflattert. Lasst mich kurz überlegen... grübel :thumbdown: . Das gleiche gilt übrigens auch für den Mitgliederrat: Jeder der im Mitgliederrat drin sitzt kann woanders seinen Lebensunterhalt nicht mit Fußball verdienen. Und wenn einer gleichzeitig beim FC angestellt ist gibt es wieder Diskussionen wie wir sie vor der letzten MV erlebt haben...
      - Wir haben jede Menge "Alt-Internationalen", die versuchen im Gespräch zu bleiben um anschließend als Spielervermittler ihre Geschäfte zu betreiben. Einer hat es letztens wieder geschafft einen Spieler beim FC unterzubekommen. Kurz nachdem er sich öffentlich zu einem vereinspolitischen Thema geäußert hat :saint:
      - Zum Selbstverständnis eines klassischen GF Sport kann man im aktuellen KStA bzw. Express einiges nachlesen. "Meiner Meinung nach sollte man die Entscheidung, die ein Geschäftsführer Sport fällt, wenn er transparent arbeitet, akzeptieren. Wir sind selbst ein Kompetenzteam. Erklären kann ich alles – diskutieren geht mir aber zu weit. " Sprich: Selbst wenn wir den ultimativen Vorstand Sport hätten, wenn der GF nicht diskutieren mag klappt das nicht. Übrigens kein Thema das von Veh kommt. Es ist eins das durch die Struktur mit der GmbH & Co KGaA kommt. Auch sind Manager wie Rangnick, Schmadtke, Heldt und wie sie alle heißen nicht anders.

      Ich verstehe und akzeptiere, dass das Interesse besteht die Entscheidungen alle verstehen und diskutieren zu wollen. Dafür bin ich auch hier. Auf der anderen Seite gibt es allerdings Grenzen, welche der FC nicht verändert bekommen wird. Und dazu gehört: Ein sehr kleiner Pool an wirklich interessanten Personen, die gleichzeitig sehr viel Geld verdienen wollen.

      P.S.: Wenn ich ein Gespräch mit einem potentiellen Vorstand führe, dann ist meine Lieblingsfrage "Was ist Ihre Vision für den 1. FC Köln, wohin soll der FC Ihrer Meinung nach hin entwickeln?". Aus der Antwort auf diese Frage kann man sehr, sehr viel heraus hören. Und es ist erschreckend was für Antworten da teilweise gekommen sind...

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Geater125 () aus folgendem Grund: P.S. ergänzt. Wollte dafür keinen separaten Beitrag machen.

    • @udo_latex: Antworten hier, weil es hier besser rein passt. Hoffe das ist in Ordnung. :)

      udo_latex schrieb:

      Zudem besteht der Vorstand ja aus DREI Köpfen - drei Personen, die sich durch ihre jeweiligen Kompetenzen ergänzen sollten. Warum wird er dann nicht so besetzt, dass zumindest einer im Vorstand eben diese vermisste "sportliche Kompetenz" mitbringt?
      Das hat mehrere Gründe, einige sind bereits im Rahmen der Pressekonferenz mitgeteilt worden. Was man nicht vergessen darf:
      Wir brauchen wenn dann ZEITGEMÄßE sportliche Kompetenz. Also welche die eng an den aktuellen Entwicklungen dran sind.

      Problem 1: Potentielle Kandidaten (sportliche Kompetenz) stehen meistens noch voll in Lohn und Brot woanders. Wenn ich z.B. die Idee hätte (absichtlich plakatives Beispiel) einen Ralf Rangnick oder Arsene Wenger für solch einen Posten gewinnen zu wollen, dann spreche ich über ein sechsstelliges Monatseinkommen.
      Problem 2: Diese Leute wollen gerne "Ausstiegsklauseln" haben. Gut, von einem Vorstandsamt tritt man halt zurück und geht, übernimmt halt wieder einer aus dem Mitgliederrat. Nur: Wollen wir das? Das unser Vorstandsmitglied ständig woanders lauscht, ob es nicht doch den "Traumjob" für ihn dort gibt?
      Problem 3: Wir haben uns auf Kandidaten beschränkt, die zumindest eine FC-DNA in irgendeiner Weise haben. Klar, wir hätten auch bei (nochmals absichtlich plakatives Beispiel) Uli Hoeneß oder Max Eberl anfragen können. Nur das hätte nicht gepasst.

      Wir suchen Top-Leute auf ihren Positionen und keine 1B-Lösung, nur um zu sagen "Wir haben diesen Bereich abgedeckt". Auch muss die Frage erlaubt sein: Wie viel Einfluss hat der Vorstand auf den unmittelbaren sportlichen Erfolg? Die Entscheidungen die dort gefällt werden haben bis auf wenige Ausnahmen nur mittelbaren Einfluss auf das Geschehen auf dem Rasen.

      Auf der anderen Seite sind andere Kompetenzen gefragt.

      Beispiel Stadion: Wie soll ein Fußball-Experte sowas beurteilen können? Auch ein Alexander Wehrle steht da vor einem vollkommen neuen Thema, er hat noch kein Investitionsprojekt in der Größenordnung gemanaged (vollkommen in Ordnung, muss er ja auch nicht). Ein Jürgen Sieger oder Eckard Sauren hingegen schon. Und da ist es gut, dass sich ein Wehrle mit zwei Experten austauschen kann, die ihm aber auch die richtigen Leitplanken setzen.

      Beispiel Geißbockheim: Wir brauchen jemanden, der auch moderieren kann. Das sehe ich bei einem Werner Wolf, der auch mit Sauren gemeinsam die politischen Fraktionen abgrast, mit den Anwohnern spricht, die Mitarbeiter im NLZ bei Laune hält etc..

      udo_latex schrieb:

      Diese dann mittels einer Extra-Funktion zusätzlich an den Vorstand anzudocken, finde ich den falschen Ansatz.
      Da ich selbst Berater bin und das von der Mentalität zumindest ein wenig auch immer bleiben werde sehe ich das naturgemäß anders: Wenn mir eine Kompetenz fehlt, hole ich sie mir dazu. Lieber einen Berater mit 1A-Wissen als ein halbgare interne Lösungen.

      udo_latex schrieb:

      Also, für mich ist da Ärger vorprogrammiert (egal ob mit Veh oder einem anderen sportlichen Leiter) und ich weiß nicht, was dagegen sprechen würde, zumindest einen Mann mit sportlichen Kompetenzen direkt im Vorstandsteam zu haben, mit dem Veh dann direkt interagiert.
      Findest du? Die aktuelle Entwicklung geht in genau diese Richtung: Liverpool hat einen riesigen Experten-Stab, die Eigentümer selbst haben keine Ahnung von Fußball und holen sich immer wieder externen Rat dazu. Dortmund ist so aufgebaut, Leipzig, Barcelona (auch wenn die sportliche Kompetenz im Vorstand haben wird der immer mehr von externen Beratern begleitet).

      Das ist auch eine Frage der Mentalität: Wenn ich mir anschaue wie sich die Unternehmenswelt wandelt, hinkt der Fußball locker 20 Jahre hinterher. Aktuell sind weniger die klassisch organisierten Vereine erfolgreich, sondern viel mehr die, die auf breit angelegtes Wissen setzen. Beispiel: Datenanalyse im Fußball.

      Interessant hierzu: nytimes.com/2019/05/22/magazine/soccer-data-liverpool.html

      udo_latex schrieb:

      P.S.: Die oben beschriebenen Bedenken habe ich unabhängig von der personellen Besetzung dieses Sportlichen Kompetenz-Teams - selbst wenn hier eine ideale Besetzung gefunden werden sollte, halte ich das Konstrukt bereits für gefährlich. Zudem sehe ich die Gefahr, dass dieses Kompetenzteam seine Verantwortung nicht voll nachkommt bzw. einhält und dann bspw. seine "sportlichen Ratschläge" zusätzlich medienwirksam äußert (z. B:. "wir haben den Vorstand vor der Verpflichtung von Spieler XYZ gewarnt")
      Hier muss ich entschieden widersprechen: Es hängt IMMER von der personellen Besetzung ab. Berater sind nur dann hilfreich, wenn sie deutlich besser sind in ihrem angefragte Spezialgebiet, ansonsten sind sie in der Tat obsolet. Andererseits müssen sie auch entsprechend sich zurücknehmen können.
    • @Geater125, zunächst mal VIELEN Dank für die unmittelbare Antwort und die sehr gut strukturierte und auch konstruktive Erläuterung bzw. Argumentation - das gibt mir schon mal ein positives Gefühl!

      Deine Argumente stimmen mich dennoch zu weiten Teilen nicht um (und ich werde am Wochenende gerne noch näher darauf eingehen, ich bin aktuell leider noch im Büro (siehe da, auch ich bin Berater ;)) - aber die Beispiele sind schon sehr plakativ. Wir sind bspw. eben nicht "Eigentümer"-geführt und ein professioneller Konzern, und gerade weil Posten mit FC-DNA besetzt werden, werden IMMER auch Emotionen und nicht ganz rationale Entscheidungsprozesse involviert sein. Zudem, was hat nun Datenanalyse im Fußball mit dem sportlichen Kompetenz-Team zu tun? Klar, das ist ein super spannendes Thema und ich hoffe, dass sich beim FC auch intensiv damit befasst wird, wie man die heute verfügbaren millionen Datenpunkte zielgerichtet auswerten kann, um die richtigen sportlichen Entscheidungen zu treffen - aber dazu bedarf es nicht das "Gremium" sportliches Kompetenz-Team.


      Geater125 schrieb:

      Wenn ich z.B. die Idee hätte (absichtlich plakatives Beispiel) einen Ralf Rangnick oder Arsene Wenger für solch einen Posten gewinnen zu wollen, dann spreche ich über ein sechsstelliges Monatseinkommen.

      Meine Hauptsorge ist, dass die Verantwortung zwischen den verschiedenen Posten und Menschen nicht mehr trennscharf ist - und in diesem Zuge auch, dass die Kompetenz vom Sportdirektor untergraben wird. Dass Du Rangnick und Wenger als Beispiel für das sportliche Kompetenz-Team bringst, bestärkt mich in dieser Ansicht - denn den Wenger oder Rangnick sollten wir doch bereits als Sportdirektor angestellt haben in eben dieser Funktion - mit einem festen und marktüblichen vollen Gehalt, richtig! Hätten wir einen Wenger oder Rangnick dort installiert, würde der es sich sicherlich nicht gefallen lassen, dass nun noch ein anderer Wenger/Rangnick als Berater des Vorstands eingesetzt wird, der letztlich zwischen die Interaktion und Zusammenarbeit zwischen Sportdirektor und Vorstand maßgeblich beeinträchtigt. Also im Grunde sprichst Du hier im aktuellen Setup Veh die Kompetenz ab bzw. bestätigst zumindest, dass das sport. Kompetenzteam die Verantwortung und Handlungsfreiheit des Sportdirektors einschneidet.

      P.S,: Wie gesagt, deine ausführliche Antwort verdient eine deutlich ausführlichere Antwort von mir und ich werde mich daran machen, sobald ich auch im Pfingstwochenende angekommen bin!
    • Hoffentlich schaffst du es dann vorher mal ein paar von Geaters anderen Beiträgen zum Thema zu lesen damit du nicht wieder schon beantwortete Fragen stellst.
      PRO FC, meine Liebe, meine Stadt, meine Partei.

      Skymax (Präsident), Ich (Vize), sharky (Schriftführer), Anfield, grischa, Heimerzheimer (Ehrenmitglied), caprone, Flykai, elkie57, winter, Schwarzwälder GB, Matze86, frankie0815, floedi_82, kölsch, banshee, ManwithnoName, Mittelfeld, effzeh, der Pitter, Hunsrück FC, Je(n)sus, troemmelche71, izeh, BadischerBock, Salival (Klofrau), Rodi, Die_Macht_am_Rhein (Pressesprecher), Hassenichjesehen (Nummerngirl), lunyTed (Azubi), Kimeo, Olemaus.
    • udo_latex schrieb:

      Wir sind bspw. eben nicht "Eigentümer"-geführt und ein professioneller Konzern, und gerade weil Posten mit FC-DNA besetzt werden, werden IMMER auch Emotionen und nicht ganz rationale Entscheidungsprozesse involviert sein.
      Hmm...doch, wir sind "Eigentümer"-geführt. Zumindest für einen Fußballverein: Durch die Mitglieder, die wiederum über den e.V. Eigentümer der KGaA sind. Die Mitglieder entsenden den Vorstand in den Gesellschafterausschuss, die wiederum die Geschäftsführung bestellen.

      Das klassische "Eigentümer geführt" (Geschäftsführende Gesellschafter) hast du in Deutschland (bzw. auch im europäischen Fußball) nur bei Hannover 96 wo Kind Eigentümer großer Anteile ist + Geschäftsführer der Spielbetriebsgesellschaft.

      Und Emotionen sind immer mit dabei. Gerade beim Fußball kann sich da wohl keiner von freisprechen. Alles andere macht doch auch keinen Sinn :).

      udo_latex schrieb:

      Zudem, was hat nun Datenanalyse im Fußball mit dem sportlichen Kompetenz-Team zu tun?
      Sehr viel! Heutzutage ist Datenanalyse ALLES in der Vorbereitung. Entwicklung, Fitnesswerte, Verhaltensanalyse...das alles kann man mit Datenanalyse erkennen. Und hier muss auch der Vorstand dazu in die Lage gebracht werden solche Daten zu verstehen. Sie müssen kein Data Mining betreiben, keine Sorge. Trotzdem ist Datenanalyse sehr, sehr wichtig mittlerweile!

      udo_latex schrieb:

      Dass Du Rangnick und Wenger als Beispiel für das sportliche Kompetenz-Team bringst, bestärkt mich in dieser Ansicht - denn den Wenger oder Rangnick sollten wir doch bereits als Sportdirektor angestellt haben in eben dieser Funktion - mit einem festen und marktüblichen vollen Gehalt, richtig! Hätten wir einen Wenger oder Rangnick dort installiert, würde der es sich sicherlich nicht gefallen lassen, dass nun noch ein anderer Wenger/Rangnick als Berater des Vorstands eingesetzt wird, der letztlich zwischen die Interaktion und Zusammenarbeit zwischen Sportdirektor und Vorstand maßgeblich beeinträchtigt. Also im Grunde sprichst Du hier im aktuellen Setup Veh die Kompetenz ab bzw. bestätigst zumindest, dass das sport. Kompetenzteam die Verantwortung und Handlungsfreiheit des Sportdirektors einschneidet.
      Nein, sehe ich komplett anders. Wo wird denn die Handlungsfreiheit durch das Kompetenzteam beschnitten? Das man größere Investitionen oder auch strategische Entscheidungen breiter aufstellt und sich mehr Meinungen einholt finde ich ist vollkommen normal. Oder würdest du es für richtig finden, wenn die Geschäftsführung jedes Geschäft abschließen kann, nur um nächstes Jahr dt. Meister zu werden?
    • @Geater125, Du drehst mir nun aber auch das Wort im Mund herum - absichtlich oder nicht.

      Ich sprach eben vom klassischen Eigentümer wie eben Kind oder der Investor in England. Du sprachst ja zuvor auch von „die Eigentümer selbst haben keine Ahnung von Fußball.“ Würdest Du das dann bei uns auch so sehen?

      Dann sagst du einfach wieder Datenanalyse ist wichtig. Ja. Vollkommen einverstanden. Aber die Arbeit sollte unter dem Vorstand in den jeweiligen Ressorts - Scouting, Gegneranalyse, Im Trainerstab mit den Spielern gemeinsam Analyse der Stärken und Schwächen der eigenen Spieler - ohnehin schon durch Datenanalyse gefüttert sein, auch im Bereich Finanzen.

      Auch im aktuellen Setup kann der Geschäftsführer nicht jedes Geschäft abschließen, natürlich nicht. Dazu muss Vorstand, Mitgliederrat etc eingebunden werden. Die Instanzen kennst du besser als ich.

      Für all das bedarf es also kein sportliches Kompetenz Team am Vorstand. Wenn die Ressorts oder auch der Sportdirektor für seine Arbeit Beratung benötigt, können sie das ja tun. Am Ende sollte der Sportdirektor dann aber seine Arbeit offen vor/mit dem Vorstand rechtfertigen und abstimmen. Ein Vorstand - der wie du sagst, keine sportliche Kompetenz mitbringt, sich dann aber für die Beurteilung des Sportdirektors‘ Arbeit von der Seite eine Meinung dazu flüstern lässt, die der Sportdirektor nicht direkt beeinflussen kann - natürlich ist das eine Beschneidung der Kompetenz/Verantwortung. Wenn es so sein soll, okay, aber dann ist das Profil des Sportdirektors eben verändert. Und dann wäre es Nicht überraschend wenn Veh sich darauf nicht einlässt - und andere mögliche erfahrene Sportmanager auch nicht.
    • Wenn du hier immer was von einflüstern schreibst klingt das so als würdest du dem Doc irgendwelche Ambitionen auf den SpoDi Posten unterstellen, denn wieso sonst sollte er dem Vorstand ''irgendwas einflüstern''?
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    • udo_latex schrieb:

      Ein Vorstand - der wie du sagst, keine sportliche Kompetenz mitbringt, sich dann aber für die Beurteilung des Sportdirektors‘ Arbeit von der Seite eine Meinung dazu flüstern lässt, die der Sportdirektor nicht direkt beeinflussen kann - natürlich ist das eine Beschneidung der Kompetenz/Verantwortung.
      Na ja, das ist aber zuerst auch nur eine Wenn-dann-Behauptung. Es ist ja nicht automatisch so, dass ein Kompetenzteam dem GF Sport quasi Schulnoten gibt. Ich vermute (Achtung, Spekulation!), dass ein solches Team eher die langfristige Entwicklung mit plant, nicht kurzfristige Entscheidungen, welche da Sache der Geschäftsführer sind.

      Prinzipiell finde ich es gut, wenn ein neues Vorstandsteam offen zu den eigenen Wissenslücken steht, statt auf allen Gebieten Kompetenz zu heucheln und irgendwann kleinlaut eingestehen zu müssen, dass man die nicht besitzt. Und seien wir mal ehrlich: Was haben ehemalige Koryphäen auf dem Platz - wie Overath und Schumacher - dem FC in leitender Funktion schon gebracht? Sicherlich ist Schumachers Bilanz deutlich besser als die von Overath, was wiederum kein allzu großes Kunststück ist, aber zuletzt fiel er fast nur noch durch dümmliche Interviews und Gemangel hinter den Kulissen auf.

      Es mag auch sein, dass man Veh ein langfristiges Engagement und damit weit reichende Planungen beim FC nicht zutraut. Andernorts hat er ja bereits ziemlich schnell in den Sack gehauen, als ihm was nicht passte.
    • udo_latex schrieb:

      @Geater125, Du drehst mir nun aber auch das Wort im Mund herum - absichtlich oder nicht.
      Sollte es mir passiert sein, dann unabsichtlich. Bitte ich dann zu entschuldigen, habe im Zweifelsfall etwas falsch verstanden.

      udo_latex schrieb:

      Ich sprach eben vom klassischen Eigentümer wie eben Kind oder der Investor in England. Du sprachst ja zuvor auch von „die Eigentümer selbst haben keine Ahnung von Fußball.“ Würdest Du das dann bei uns auch so sehen?
      Der FC Liverpool gehört der "Fenway Sports Group", die primär in Baseball (Boston Red Sox), Nascar Racing, ein Sport Online Portal, Sportstätten und dann erst in Fußball investiert haben. Das ich denen nicht die größte fußballerische Kompetenz zuspreche dürfte klar sein :) .

      Beim FC haben wir Mitglieder, denen der Verein und damit die KGaA gehören. Wir suchen aus unserer Mitte ein Team (Vorstand), dass dann wieder Leute sucht, die Ahnung von Fußball haben (Geschäftsführung + Team drumherum). Halte das weiterhin für die beste Option, da so kein alternder Eigentümer in einem Anflug von Altersstarrsinn die Sache vor die Wand fahren kann. Oder einem schnellen Profit hinterher läuft. Oder oder oder.

      udo_latex schrieb:

      Dann sagst du einfach wieder Datenanalyse ist wichtig. Ja. Vollkommen einverstanden. Aber die Arbeit sollte unter dem Vorstand in den jeweiligen Ressorts - Scouting, Gegneranalyse, Im Trainerstab mit den Spielern gemeinsam Analyse der Stärken und Schwächen der eigenen Spieler - ohnehin schon durch Datenanalyse gefüttert sein, auch im Bereich Finanzen.
      Joa...sehen nur nicht alle so im Verein ;) . Auch muss geklärt sein, wem die Daten gehören und wer die Daten wie weiterverarbeiten darf. Ist in der Tat ein größeres Thema.

      udo_latex schrieb:

      Für all das bedarf es also kein sportliches Kompetenz Team am Vorstand. Wenn die Ressorts oder auch der Sportdirektor für seine Arbeit Beratung benötigt, können sie das ja tun. Am Ende sollte der Sportdirektor dann aber seine Arbeit offen vor/mit dem Vorstand rechtfertigen und abstimmen. Ein Vorstand - der wie du sagst, keine sportliche Kompetenz mitbringt, sich dann aber für die Beurteilung des Sportdirektors‘ Arbeit von der Seite eine Meinung dazu flüstern lässt, die der Sportdirektor nicht direkt beeinflussen kann - natürlich ist das eine Beschneidung der Kompetenz/Verantwortung.
      Gegenfrage: Warum schreien dann einige nach einem mit "sportlicher Kompetenz" im Vorstand? Habe mindestens 20 PN auf Facebook bekommen, dass wir gefälligst jemanden mit sportlicher Kompetenz in den Vorstand nominieren sollen.

      Und warum ist das eine Beschneidung seiner Kompetenz? Ist es denn wirklich so schlimm, wenn jemand anderes Ahnung von dem Spiel hat oder sich neue Entwicklungen vielleicht erklären lässt?

      udo_latex schrieb:

      Wenn es so sein soll, okay, aber dann ist das Profil des Sportdirektors eben verändert. Und dann wäre es Nicht überraschend wenn Veh sich darauf nicht einlässt - und andere mögliche erfahrene Sportmanager auch nicht.
      Wenn sich jemand nicht darauf einlassen will, dann ist es halt so. Es ist in immer mehr Vereinen und Mannschaften Gang und Gebe, in anderen Sportarten wird es schon seit Jahrzehnten so gelebt. Wir werden jetzt doch nicht Strukturen schaffen, nur um Mitarbeiter XY zu gefallen. Wir müssen unseren eigenen Weg finden, den wir sicherlich in verschiedenen Variationen anpassen und gestalten können. Nur: Wenn wir sagen, dass wir auf möglichst allen Ebenen Top-Leute haben wollen und möglichst das Wissen von sehr vielen Leuten nutzen wollen, was ist daran bitte falsch?
    • Geater125 schrieb:

      udo_latex schrieb:

      Wenn es so sein soll, okay, aber dann ist das Profil des Sportdirektors eben verändert. Und dann wäre es Nicht überraschend wenn Veh sich darauf nicht einlässt - und andere mögliche erfahrene Sportmanager auch nicht.
      Wenn sich jemand nicht darauf einlassen will, dann ist es halt so. Es ist in immer mehr Vereinen und Mannschaften Gang und Gebe, in anderen Sportarten wird es schon seit Jahrzehnten so gelebt. Wir werden jetzt doch nicht Strukturen schaffen, nur um Mitarbeiter XY zu gefallen. Wir müssen unseren eigenen Weg finden, den wir sicherlich in verschiedenen Variationen anpassen und gestalten können. Nur: Wenn wir sagen, dass wir auf möglichst allen Ebenen Top-Leute haben wollen und möglichst das Wissen von sehr vielen Leuten nutzen wollen, was ist daran bitte falsch?
      Müssige Diskussion. Weder können wir wissen ob das besser ist so, noch können wir wissen ob wir wirkliche Top Leute denn bekommen, bei dieser Konstruktion. Übrigens, wirklich erfolgreiche ist wohl der FC Liverpool. Dort gibts einen starken Mann. Aber das Konstrukt kann eben auch fürchterlich in die Hose gehen. Wie viele Klopps gibt es schon? Also sollten wir den gewählten, sachkundigen Menschen bei uns einfach mal ein klein wenig vertrauen.
      Ändern kann man das schließlich bei jeder neuen Wahl.
      Vertrauen wir unseren Gremien mal, stehen wir einfach mal hinter ihnen.
      si vis pacem para bellum
      Cicero