Investor

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    • MainBock schrieb:

      Das was (das verhasste) Gladbach da erreicht hat, wird man in Köln auf absehbare Zeit nicht hinbekommen.
      Gladbach hat einige Jahre vor uns eine ähnliche Saison gespielt, wie wir unter Stöger, und ist in den europäischen Wettbewerb eingezogen. Anschließend haben sie investiert und ihre Möglichkeiten clever genutzt. Der FC hat bewiesen, dass ein Einzug in die Euroleague aus eigener Kraft möglich ist (danach war man dann einfach zu blöd), Gladbach hat bewiesen, dass man durch gute, zukunftsorientierte Arbeit langfristig oben mitspielen kann.

      Du trittst in deinem eigenen Beitrag den Gegenbeweis zu deiner These an, ohne Investor könne man es nicht schaffen. Das ist nämlich Blödsinn, es ist nur deutlich schwieriger - umso mehr ist es anschließend aber auch wert. Vereine wie RedBull oder Hoffenheim können noch so gute Arbeit machen, das Fundament wird immer erkauft sein und dadurch wird es nie in Gänze anerkannt. Hoffenheim hat nicht einfach "seine Seele" verkauft, wie du es versuchst ein wenig ins Lächerliche zu ziehen. Millhouse hat sehr gut aufgezeigt, was es am Ende bedeutet, sich so jemanden ins Haus zu holen. Oder schau mal nach München, was die 60er da für einen Spaß mit ihrem Scheich hatten und wohin sie das geführt hat.

      Nein, danke. Ich möchte, dass der FC aus eigener Kraft langfristig erfolgreich sein kann. Dass wir nie von Meisterschaft zu Meisterschaft rennen werden, sollte selbstverständlich sein, aber das brauche ich für meinen Teil ohnehin nicht. Dann ist das nämlich am Ende ebenfalls nichts mehr wert. Erfolg ist nämlich nicht alles, das ist keine hohle Phrase.
    • Ganz ehrlich, der große Zug ist abgefahren. Die großen Vereine drehen alle an einem System, wo sie nie wieder rausfallen werden. Alleine der neue CL-Modus erhöht die Wahrscheinlichkeit einer CL-Teilnahme für die bereits mit Geld zugeschissenen Vereine. Alle Halbfinalisten sind dann kommende Saison bereits für die CL qualifiziert. Als Trost hat man mittelklassige Vereinen wie dem FC den 3. Europimmelwettbewerb eingeführt. Mein Interesse sinkt von Jahr zu Jahr und irgendwann werde ich wohl wie früher nur die Ergebnisse im Videotext anschauen. Ach ja für einen Investor, der wirklich etwas bringt, ist der FC gar nicht interessant genug.
    • Klebe ich habe nichts ins lächerliche gezogen!

      Ich bin noch mit dem Fußball Ende 80iger/90iger groß geworden und ich vermisse diesen!

      Das waren viel schönere Zeiten damals. Mal ist Lautern Meister geworden, mal die Bremer, Dortmund, Bayern, Stuttgart...sogar die Eintracht hatte einmal die Chance Meister zu werden und diese am letzten Spieltag weggeworfen.

      Damals hatten Vereine noch eine Seele...heute nicht mehr.
      Der Fußball ist Business egal ob in München, Hoffenheim, Köln oder sonstwo. Mit den externen Geldgebern wird es von einigen halt „nur“ getopt.

      Spieler kommen, Spieler gehen, Trainer kommen, Trainer gehen, Manager etc etc...

      Und zwar bei den kleineren/schwächeren Clubs mehr als bei den großen/reichen, da die in der Regel erfolgreicher sind.

      Gladbach ist das einzige Beispiel was diesen Weg geschafft hat!!! All die anderen Clubs haben mal ein,zwei Jahre Euro gespielt und sind dann wieder abgerutscht und das ist auch logisch!!

      Warum ist es logisch?

      Gladbach ist zu einer Zeit nach oben gekommen, als es noch einfacher möglich war. Damals war noch nicht so viel Geld im Markt wie heute und dementsprechend die Preise noch nicht so hoch!

      Das hat dazu geführt, dass sie bei ein, zwei top Transfers viel Geld Einnahmen und relativ günstig wieder investieren konnten...sie haben somit damals Geld eingenommen, als es noch mehr wert war (im Fußball kann man gut das Thema Inflation erkennen/erklären) und somit dem Anschluss nach oben geschafft.

      Heute sind die Preise hingegen komplett versaut! Nimmst du viel ein, musst du auch viel ausgeben, da jeder was vom Kuchen abhaben möchte. Das heißt du kannst nicht so schnell wachsen wie Gladbach damals.

      Zudem lassen die großen Clubs es auch nicht zu, dass jemand in ihre phalanx einbricht.

      Über Klauseln (Rückkauf), leihen, etc binden diese zig Spieler direkt oder indirekt an sich und die kleinen Vereine müssen dann nehmen was übrig bleibt.

      Auch in der Jugend wird heute schon zugegriffen (vom großen Clubs), so dass die toptalente häufig schon früh zu diesen wechseln (in der Jugend).

      Ihr könnt das gerne anders sehen, aber die Wahrscheinlichkeit, dass wir ohne Investor wirklich mal nach oben kommen (CL) ist in meinen Augen minimal...wenn überhaupt.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von MainBock ()

    • Du widersprichst dir leider ziemlich. Auf der einen Seite erklärst Du, für uns besteht weiterhin das Risiko, dass es runter geht, wenn sich mehrere Fehler aneinanderreihen(was auch stimmt):

      MainBock schrieb:

      Und genau dagegen ist man auch in Zukunft nicht gefeit, egal ob der Manager Horst Held, Uli Hoeneß oder sonstwie heißt.
      Und ein Abstieg, da sind wir uns einig, wäre der GAU, denn er wirft den Aufbauprozess wieder einmal mehrere Jahre zurück.
      Bei den Negativbeispielen an Investorenclubs die eben doch abgestiegen sind, ist das dagegen alles kein Problem, denn

      MainBock schrieb:

      Die steigen wieder auf und konkurrieren mit uns um die Plätze.
      Was aber schlicht mal gar nicht bei allen stimmt: Hamburg hat letztes Jahr eine schöne Bauchlandung hingelegt in Sachen Wiederaufstieg und Hannover kann sogar froh sein, wenn sie nicht in Liga 3 verschwinden, so wie Kind den Verein ruiniert hat. Das sind sehr wohl Negativbeispiele dagegen, mal völlig davon abgesehen, wie das Gebahren von Kühne den HSV über Jahre hinweg zum Gespött von Fußballdeutschland gemacht hat...für kein Geld der Welt will ich dieses Level an Peinlichkeit bei uns erdulden müssen. Edit schiebt noch nach: Und wenn man dann den Herrn Ismaik von 1860 München noch daneben hält, gegen den erscheint ja Kühne glatt seriös! Über die wird nur deshalb weniger geschrieben und gelacht als über den KSV, weil sich für diesen bedeutungslosen Club niemand mehr interessiert.

      Und soweit wie es stimmt, gilt das für uns doch genauso wie für Stuttgart oder Hamburg. Steigen wir ab, sind wir quasi automatisch Favorit auf den direkten Wiederaufstieg. Und das wäre auch bei einem möglichen Abstieg dieses Jahr der Fall.
      Das ist völlig unabhängig von irgendwelchen Investorenbeteiligungen der Fall, denn das was Du beim FC nicht erkennst, das hat er sehr wohl: Etwas was ihn ausmacht und wofür er steht. Ich kann das gar nicht auf irgendein einzelnes Merkmal runter brechen und bin kein Freund von "Spürbar anders", aber dass der Verein etwas Besonderes hat lässt sich trotzdem nicht leugnen: Spieler wie Hector und Co wären sicher nicht mit Retortenclub XY in Liga 2 gegangen. Der Verein hat eine ganz solide Basis, eine großartige Unterstützung durch die Fans im Rücken und eine herausragend gute Jugendarbeit auf die sich im Notfall aufbauen ließe(bzw. die uns dieses Jahr womöglich einen guten Teil zum Klassenerhalt beiträgt). Und all das in Kombination sorgt dafür, dass wir uns vor Vereinen wie Hamburg oder Stuttgart wirklich nicht verstecken müssen.


      MainBock schrieb:

      Ein Investor oder strategischer Partner geben somit Sicherheit und Sicherheit gibt Ruhe.
      In einem HSV-Forum oder in einem für Hannoverfans(wobei ich nicht glaube dass die beiden sowas haben, sie können sich ja über Whatsapp austauschen)würde man dich für so einen naiven Satz vermutlich auslachen.
      Was ein Investor im besten Fall bieten kann, ist die Aussicht, wenn man auf die Nase fällt, kommt der Sugardaddy und hilft einem mit einem beherzten Griff ins Portmonnee wieder auf die Beine. Aber das ist beiweitem kein Muss: Es kann durchaus auch sein, dass ein Einzelinvestor bei sportlichem Misserfolg beschließt, dass er sein Geld doch lieber anderweitig verplempern will, oder dass es nur dann weiteres Geld gibt, wenn vom Mäzen gewünschte Personalentscheidungen damit bewirkt werden..und damit entscheidet nicht mehr der Verein über seine Geschicke, sondern letztlich der Freier, an den man sich verkauft. Genauso kann es dir bei einem Konzern passieren, dass der beschließt, nicht länger in das Projekt zu investieren und dann ist die vermeintliche "Sicherheit" trügerisch(Frag mal in Uerdingen nach, was passiert wenn man sich darauf verlässt dass der prominente Hauptsponsor einem schon irgendwie den Hintern rettet...)...nein sorry, Sicherheit sieht anders aus.

      Die bekommt man, wenn man es vernünftig regelt, mit strategischen, langfristig angelegten Partnerschaften. Aber das sieht dann auch eher so aus, dass einem Summe X über einen bestimmten Zeitraum garantiert wird und das gibt einem dann eine Planungssicherheit...dass dann im Bedarfsfall mal 20 Mio irgendwoher auftauchen, um einen Scherbenhaufen zu beseitigen, das ist da auch nicht eben zu erwarten. Solche Deals bei denen man sehr viel gewinnen kann, bekommt man, ähnlich wie bei irgendwelchen Aktiengeschäften, immer nur mit einem sehr hohen Risiko.

      Unsere Satzung ließe grundsätzlich Anteilsverkäufe zu, dazu ist die Zustimmung des gemeinsamen Ausschusses erforderlich und ab 25% ein entsprechender Beschluss der Mitgliederversammlung(und ab 50% eine Dreiviertelmehrheit auf einer MV...). Ich glaube die Chancen darauf sind aber aktuell eher gering, das ist ja momentan wirklich kein Thema.
      #staythefuckhome

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Heimerzheimer ()

    • MainBock schrieb:

      Was macht denn den heutigen Fußball aus? Erkläre mir das bitte mal.
      Ich kenne noch den „alten“ Fußball und der war in meinen Augen anders/schöner als der heutige.
      Aber es bringt eben nichts, gegen den Strom zu schwimmen, denn weder wird das Konstrukt (Fußball) dadurch anders/besser noch werden wir damit eine realistische Chance haben nachhaltig nach oben zu kommen.
      Was den heutigen Fußball ausmacht? Das muss jeder für sich selbst beantworten. Für mich sind es auf der einen Seite tolle Spieler wie Messi, spannende Spiele wie z.B. das Duell zwischen Liverpool und Barca letzte Saison und auf der anderen Seite das Besondere, was der FC für mich darstellt. Mein Herzensverein, der Verein, mit dem ich durch dick und dünn gehe, der Verein, der mich jede Woche aufs Neue emotional bewegt. Und mit Investor wäre mir genau das genommen. Der FC wäre nicht mehr mein (unser) Verein, über Erfolge würde ich mich deutlich weniger freuen, jeder Sieg hätte einen faden Beigeschmack.
      Wer bereit ist, dem Erfolg alles unterzuordnen, der mag vielleicht über einen Investor nachdenken. Ich bin dazu nicht bereit, und ich denke auch eine überwältigende Mehrheit der FC-Fans nicht, was der Clubleitung auch bewusst ist - entsprechende Aussagen in die Richtung gab es ja.

      Vielleicht ist das für dich schwerer nachvollziehbar, weil der FC nicht dein Hauptverein ist und dein Bezug nicht so eng ist wie der meisten anderen hier. Und sicherlich wächst auch eine neue Generation von "Fans" heran, die mit dem ganzen Plastik und Kommerz weniger oder keine Probleme haben. Für die gibt es dann eine immer größere Auswahl an Hoppenheims, Bullenpisslern und grauen Hauptstadtmäusen. Viel Spaß damit, andere Emotionen bleiben da eher auf der Strecke.
      Difficile est satiram non scribere - Es ist schwierig, keine Satire zu schreiben (Juvenal)
    • Hm.

      Mit der richtigen Image-Kampagne, Promi-Unterstützung und der Möglichkeit am PC auf einer MV abzustimmen bin ich mir sehr sicher, dass wir bis zu 50% Anteile vertickern könnten....s. Auch Die Diskussion über Mitglieder light usw.
      Es ist zwar aktuell kein Thema, aber 49 % Anteile an zwei drei strategische Partner zu vergeben...Hm. Nur mal so angedacht.... :smile:
    • Heimi,

      wo ist der Widerspruch?

      1860, Hannover oder Hamburg sind doch nicht wegen dem Investor so schlecht.

      Hannover wäre ohne Kind damals gar nicht so weit hochgekommen...ernsthaft jetzt, wer ist Hannover in Fussballdeutschland. Dann haben sie nach erfolgen Blut geleckt und konnten diese eben nicht bestätigen. Habe eben mal nachgesehen...Kind hat auch „nur“ 46 mio Euro in den Verein gesteckt, was in der heutigen Zeit nicht viel ist. Vor zehn Jahren als sie recht stark waren, hat das Geld mehr bewirkt.

      1860 ist auch nicht wegen Ismaik do kaputt, sondern weil der Verein einfach schlecht gearbeitet/gewirtschaftet hat.
      In dieser Notsituation ist man dann zu Ismaik gelaufen und das hat nicht funktioniert (warum auch immer, das weiß hier glaube ich niemand). Kaputt war der Verein aber schon vorher.

      Und Hamburg...die kommen hoch und dann sind se mit dem FC plus/minus auf Augenhöhe, da wir ja auch erst wieder hochgekommen sind.
      Aber auch dort gilt...der Verein macht von Grund auf schlechte Arbeit, hat ein strukturelles Problem...das Problem ist dabei nicht Kühne...er führt halt nur dazu, dass man den HSV auslacht, weil „ein Verein mit Investor oder trotz Investor abgestiegen ist“.

      Ich möchte auch mal eines betonen, falls das hier falsch herüberkommt...ich brauche hier nicht den „Hopp“ Kölns (falls es so jemanden überhaupt gibt).
      Ein strategischer Partner/großes seriöses Unternehmen wäre mir lieber!!

      Und Tigranes...
      Nein, mir fällt es nicht leichter, weil der FC nicht mein „Hauptverein“ ist. Dasselbe sage ich auch bei der Eintracht...einige teilen die Einschätzung, andere nicht (so wie hier auch).
      Ich möchte einfach dass gute Arbeit geleistet und etwas entwickelt wird, denn das führt am Ende in aller Regel zu Erfolg. Darüber freue ich mich dann, das geht aber eben einfacher wenn man mehr Geld hat, als weniger.

      Und ja, du hast Recht mit der Einschätzung, dass eine andere Generation heranwächst, die den Fußball, den er gesehen haben, gar nicht mehr kennen. Und den ist es egal, was damals war...die wollen guten Fußball sehen (der in der Regel von erfolgreichen Clubs gespielt wird) und dementsprechend werden sie sich ihre Clubs aussuchen (so wie an der Mosel zb - wo in einigen Dörfern die älteren überwiegend FC Fans sind, da sie die guten Zeiten mitgemacht haben und die jüngeren nun überwiegend Bayern Fans oder Dortmund).
      Das darf man als Verein nicht außer acht lassen.
    • MainBock schrieb:

      wo ist der Widerspruch?
      Hab ich doch geschrieben. Auf der einen Seite sagst Du, ein Abstieg wäre eine große Gefahr für uns(was auch stimmt). Auf der anderen Seite sagst Du, sowas würde Investorenclubs nicht passieren. Tatsächlich ist es aber für diese Vereine genauso schlimm und riskant wie für uns, wenn nicht sogar noch viel riskanter.
      Dann musst Du natürlich irgendwie mit der Realität umgehen, dass das schlichtweg nicht stimmt, und erklärst dann ja OK, bei manchen passiert das schon, ist dann aber ja nicht schlimm weil sie wieder aufsteigen und dann da sind wo wir auch sind. Und das stimmt, wie ich dann versucht hab zu erklären, auch wieder nicht und dann kommst Du damit, dass die Vereine ja nicht "wegen des Investors" so dastehen(was wenigstens beim KSV falsch ist, setzt dich einfach mal ein bisschen mit der Historie auseinander...Kühne ist der Grund dafür dass dort strukturiertes Arbeiten irgendwann einfach gar nicht mehr möglich war). Also ist vielleicht "Widerspruch" das falsche Wort, aber jedes Mal, wenn man dir erklärt wieso eine deiner Thesen so nicht ganz richtig ist, kommt Du mit einer neuen abenteuerlichen Erklärung.


      Wie eingangs gesagt: Im Kern gebe ich dir sogar recht. Eine strategische Partnerschaft kann(!!!) Sicherheit schaffen und einem das Leben erleichtern. Und ohne ist es pauschal gesehen schwerer als mit. Es geht aber(wie dir mehrere Leute an mehreren Beispielen jetzt schon belegt haben) durchaus auch ohne. Wieso das bei anderen Vereinen gehen soll und beim FC nicht erklärst Du im Grunde nur damit, dass Du das beim FC eben für nicht möglich hältst.

      Es ist ja OK, wenn Du sagst, ein Investor wäre dir lieber...als Bauchgefühl mag man das so meinen. Schaut man sich aber die Faktenlage an und wägt man die Risiken ab und wischt sie nicht einfach beiseite, gibt es vielleicht gute Gründe, wieso man das auch anders sehen kann...und Distanz/Außensicht die Du als (sorry wenn ich das so deutlich sage) in meinen Augen Frankfurter hast und die in manchen Dingen echt ein Vorteil ist, lässt dich hier den Kern unseres Vereins scheinbar einfach nicht begreifen, was dazu führt, das hier viele Leute das ganz anders sehen als Du.
      #staythefuckhome
    • Ich behaupte einmal, daß kaum ein User hier so lange dabei bin wie ich.

      Ergo: ich hatte das grosse Vergnügen, ja das Privileg die grossen Zeiten des FC zu erleben. Bewusst erlebt waren das 4 Pokalsiege, 1 Deutsche Meisterschaft, gefühlt permanent mindestens UEFA Pokal. Köln war eine Nummer nicht
      nur in Deutschland, Köln war eine Nummer in Europa. Spitzenspieler gaben sich die Klinke in die Hand. Erster Millionentransfer in die Liga: 1.FC Köln 1976, Roger van Gool. Erster Zweimillionentransfer in die Liga: Woodcock, 79.
      Erster Zweimillionentransfer innerhalb der Liga: Köln holt Klaus Allofs von Fortuna Düsseldorf. NICHT der FC Bayern München war der Krösus der Liga, sondern der 1.FC Köln. Wir hatten die Möglichkeiten, wir haben sie genutzt. Wir
      haben den anderen die Spieler weg geholt. Einen van Gool, einen Woodcock, einen Allofs. Einen Kohler. Einen Olsen. Zu uns kamen Spieler wie der kleine Litti und der kleine Icke - weil es beim FC prima Kicker gab, von denen man
      was lernen konnte und immer gut zu verdienen. Und in der Ägide des nicht hoch genug zu lobenden Dietmar Artzinger - Bolten haben wir Schei..gebaut und dann ging es bergab. Blöd war nur, daß es ausgerechnet dann schief
      ging, als man - gerade in der Champions League - mal so richtig Kohle verdienen konnte.

      Tja - die Zeit ging weiter und ein Klub nach dem anderen zog an uns vorbei. Nicht nur München, nicht nur Dortmund. Nein, auch Schalke und Leverkusen. Und Gladbach. Und Leipzig. Und Hoffenheim. Und was sind wir jetzt?! Na,
      in der Selbstwahrnehmung der Kölner ist der FC natürlich immer noch das Nonplusultra des Weltfussballes. In Wahrheit sind wir ein Fahrstuhlverein geworden. Bei dem sich verschiedene Präsidien versucht haben und letzten Endes
      gar nichts, nichts oder wenig erreichten. Aktuell spielen wir mal wieder gegen den Abstieg, den der Himmel verhüten möge - ansonsten droht wieder einmal ein finanzielles Desaster. Dieser Verein hat nicht einmal mehr eine Lobby
      in der eigenen Stadt - wenn es noch eines Beweise bedurft hätte, liefert den die Endlosposse um das GBH. Wie lange geht das jetzt - ohne substantiellen Fortschritt?! Vier Jahre?!...Gott, was für ein Desaster. Der - und auch das
      gehört zum Kölner Lokalkolorit - auch noch schön geredet wird. Auch hier im Forum gibt es zu den immensen Fortschritten ja höchst elegante Schwatzeinlagen.

      Was hat das mit dem Investorthema zu tun?!...Eine ganze Menge. Ich bin wohl der Allerletzte, der verdächtig ist, in nicht geradezu sozialromantischen Verklärungen an "Papas und Opas Fussball" zu hängen. Allerdings hatte ich das
      "Pech" die erfolgreichen Zeiten zu erleben. Und wie sind denn wohl gestaltet worden beim, im und vom 1.FC Köln?!....Durch Investoren, durch was denn sonst. Die heissen damals nur nicht Investoren, die hiessen Mäzene, Gönner
      und Werbende. Und das waren vor allem der Kaufhof, das Nordwestlotto,etc. Glaubt hier wirklich einer, daß der FC in der Lage gewesen wäre in der Zeit der Radrennbahn mit einem Zuschauerschnitt von 15.000 Gläubigen eine
      Mannschaft um Weber, Flohe, Overath, Cullmann, Müller, Löhr von den Zuschauereinnahmen zu bezahlen?!....Die haben externes Geld bekommen und das nicht zu wenig. Glaub hier einer, daß genau sechs Monate, nachdem der
      FC wieder ins Müngersdorfer Stadion zurück durfte, der Verein aus eigenen Mitteln die Million für van Gool stemmen konnte?!

      Wir sind am Scheideweg. Und der heisst - entweder finden wir uns auf Ewigkeit mit der sportlichen Bedeutungslosigkeit ab, finden uns ab damit, daß wir ein Fahrstuhlverein bleiben, finden uns damit ab, daß Leverkusen uns die
      Talente abholt und Gladbach eine Nase dreht oder wir fangen an nicht nur über andere Strukturen nach zu denken sondern sie zu leben. Sie nicht nach guter alter kölscher Tradition kaputt zu quatschen, sondern wirklich damit
      anzufangen. Und ich - als Ewiggestriger - sage euch, wir werden um einen strategischen Investor nicht herum kommen, jedenfalls nicht wenn wir wieder Erfolg haben wollen. Ich will niemanden, der die Mehrheit übernimmt. Ich
      bin aber f ü r einen strategischen Investor/Investoren. Einen Investor/Investoren, der im Rahmen eines langfristigen Engagements eben nicht daran interessiert, Scherben aufzukehren - sondern eben für den mittel- und auch den
      langfristigen Erfolg zu investieren.

      Also nichts a la Kühne, sondern etwas wie beispielsweise die Allianz in München.
    • Ok verstehe Heimi.

      Also eines ist klar, jeder Weg birgt Chancen und Risiken, das ist unbestritten und wenn man starke aber unfähige Investoren im Boot hat, dann kann das auch nach hinten losgehen, keine Frage.

      Unabhängig davon, was ich hier über den FC schreibe (der Weg nach oben ist verbaut), gilt im übrigen auch für die anderen Mannschaften (Frankfurt, Bremen und und und)...

      Wie gesagt, vor zehn bis fünfzehn Jahren war es noch möglich aus eigener Kraft nach oben zu kommen (nachhaltig nach oben zu kommen), aber heute bedarf es eben über zig Jahre fast fehlerfreier Arbeit und wie wahrscheinlich ist dies im schnelllebigen modernen Fußball (sei ehrlich)...die Wahrscheinlichkeit ist verschwindend gering, da die guten Leute (auch neben dem Platz) direkt wieder „weggekauft“ werden.
      Und wenn man eben die vergangenen 25 - 30 FC Jahre Revue passieren lässt, dann ist die Hoffnung eben nicht sonderlich hoch, dass man hier mal über 7, 8 oder zehn Jahre gute Arbeit leistet.

      Und was jetzt das Thema HSV oder Stuttgart oder Hannover angeht, so sind das für mich eben keine Referenzen, denn mit Investoren/strategischen Partnern (die mir für den FC vorschweben) meine ich Partner, die hier 200,300 + X Mio hereinpumpen und nicht 40, 50 oder 60 mio Euro. Und diese Vereine steigen dann eben nicht ab, weil das dann in der Regel seriöse Partner sind, die seriöse Strukturen im Verein fordern.

      Ob das möglich ist, weiß ich natürlich nicht, ob (wie FC Gott oben richtigerweise anmerkt) man diese Partner für den FC begeistern kann...keine Ahnung, ob man das Umfeld dafür gewinnen kann...keine Ahnung (eure Meinung ist klar, andere mögen es anders sehen)...

      Nochmal eines...denn das ist für mich der absolute Kern:

      Ja, es gibt Risiken mit einem Investor (nichts ist umsonst), die gibt es ohne Investor aber auch.

      Aber die Chance nach oben zu kommen (CL) und zwar ohne Partner tendiert gegen Null, während diese mit einem Partner ungleich höher ist (immer vorausgesetzt die Strukturen im Verein stimmen und mit dem Geld wird gut und seriös umgegangen).

      Gladbach ist der einzige Verein in Deutschland, der es geschafft hat, ABER in einer Zeit, wo dies noch leichter möglich war.

      Dieser letzte Teil ist der Kern und den kann man eigentlich nicht widerlegen.


      Ja...daneben ist dann die emotionale Ebene und ich kann die Leute verstehen die sagen „ich möchte das nicht, weil...“, mir ging es auch lange so, aber ich für meinen Teil erkenne den heutigen „Fußball“ sowieso kaum noch wieder und daher wäre es mir dann auch egal, wenn man diese letzte Barriere auch noch nimmt, wenn dadurch dann der Erfolg (wenn man einem wirklich guten Partner und zudem Kompetenz im Verein hat) wahrscheinlich kommt (die Wahrscheinlichkeit ist jedenfalls höher als ohne Gelder).

      Ich verstehe wie gesagt jeden der das anders sieht, aber rational sollte man dann einfach auch sagen/zugeben, dass die erfolgswahrscheinlichkeit in besagen Fall (bei allem Risiken, die jede Konstellation nach sich zieht) höher ist.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von MainBock ()

    • MainBock schrieb:

      Der Fußball hat sich total verändert. Es geht heute nicht mehr um Sport, sondern um Business.

      Wer das meiste Geld hat, spielt in aller Regel erfolgreicher und sichert sich damit die Plätze, die wiederum das meiste Geld einbringen und wachsen hiermit weiter. Die anderen Vereine hingegen bleiben dabei nicht nur auf der Strecke, sondern fallen finanziell noch weiter zurück.

      Wir haben in Liga 1 nun immer mehr Clubs, die aufgrund der Historie und/oder aufgrund Investoren entweder nachhaltig vorne sind oder sich auf den Weg dorthin befinden.

      Bayern
      Leipzig (Red Bull)
      Dortmund
      Leverkusen (Bayer)
      Wolfsburg (VW)
      Hoffenheim (SAP)
      Schalke (Gazprom)

      Als nächstes kommt Hertha BSC dazu!
      Vom Effzeh kam mal die Aussage, dass man die Nummer 1 unter den Nicht-Investoren-Vereinen sein möchte.

      Da bleiben in Liga 1 nur nicht mehr viele:

      Wir
      Gladbach
      Freiburg
      Mainz
      Bremen

      Das war es dann schon.

      Traurige, düstere Aussichten!
      Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom
    • FC_Gott schrieb:

      Ach ja für einen Investor, der wirklich etwas bringt, ist der FC gar nicht interessant genug.
      Würde ich nicht so negativ sehen. Wir sind halt die ehemalige Schönheitskönigin, die etwas ins Alter gekommen ist und bei der nun die großen Modellverträge ausbleiben - aber für die Pornobranche reichts noch. :green: :jawohlja:

      Nein, ernsthaft. Ich hab gestern bezüglich Leverkusen schon gesagt, dass wir was haben, was andere Klubs gerne hätten: Tradition, Image, Namen. Und wir haben ein Maß an Emotionen, das auch nicht überall üblich ist. Wäre ich Investor, wäre Köln - und das sage ich ohne Fanbrille - eines der wenigen "Projekte", die ich spannend fände.

      Du musst hier natürlich Zeit und Arbeit reinstecken. Gerade hinsichtlich des neuen Trainingsgeländes. Aber wenn ich als Investor bereit bin, statt namhafter Transfers erstmal diesen Schritt zu gehen und das Potenzial des Klubs wachzurütteln, dann sehe ich das als durchaus attraktiv und lukrativ an.
      :hennes: Die Herausforderung "Bundesliga mit Köln" ist für einen Spieler etwas vom Größten. Köln ist ein Mythos. :FC:
    • MainBock schrieb:

      @Vorwärts_Fc

      „Der FC ist ohne ausgekommen“?

      Sehr erfolgreich kann man nur sagen! In den letzten 25 - 30 Jahren einmal Europacup?!
      Ansonsten oftmals in Liga 2 und wenn in Liga 1 meistens mit Blick nach hinten.

      Das ist die bittere Realität.

      Wenn man damit zufrieden ist (Hauptsache keinen Investor)..ja, dann kann man sagen, dass „der FC auch ohne ausgekommen ist“...

      Hat man jedoch Ambitionen, dann ist das viel zu wenig.

      Ich soll zur Viktoria gehen? Ehrlich? Nur weil ich mit den überwiegenden Leistungen der letzten 25 Jahre nicht zufrieden bin und einen alternativen Weg anspreche, der aus einigen kleinen Vereinen erfolgreiche gemacht hat...Junge, Junge...

      Es wäre doch schön, wenn das keine Eintagsfliege bliebe (oder alle 25 Jahre mal), sondern in größerer Häufigkeit vorkäme.
      Ich bin auch nicht zufrieden mit den letzten Jahren. Nur komme ich nicht auf die Schwachsinnsidee mir einen Investor ins Boot zu holen.
      Und ganz ehrlich, ich scheiß auf jede Eurorunde wenn sie mit einem Investor gekauft ist. Dann kämpfen wir halt nur um den Klassenerhalt. Hauptsache wir verkaufen nicht unsere Seele. Das du sowas einen Verein und seinen Fans antun möchtest, zeigt mir wie wenig man unseren Verein liebt. Hauptsache die Dollarzeichen in den Augen.
      Wir sind die Fans - Wir sind der Verein!

      Mission Klassenerhalt 19/20 let's go :effzeh:

      Müngersdorfer Stadion op Ewig

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Vorwärts_Fc ()

    • Naja, es geht immer noch um Sport und der hat das Ziel gewinnen zu wollen.

      Man kann wohl keinem Fan vorwerfen Erfolg haben zu wollen.

      Mir geht es genauso, ich will sportlichen Erfolg und das ist für mich mehr als dieser Scheiss Fahrstuhl.

      Ich möchte keinen Investor! Aber die Schere geht immer weiter auseinander.

      Den Ansatz von @Listlos mit den strategischen Partnern finde ich ganz dufte.
      Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom
    • Hier sind in der Grundannahme schon einige Fehler, die es mit zu betrachten gilt:
      - Der FC Augsburg hat Investoren an Bord: de.wikipedia.org/wiki/FC_Augsb…burg_1907_GmbH_&_Co._KGaA
      Die Kommanditisten sitzen auch mit im Aufsichtsrat, nehmen also darüber Einfluss aufs Geschehen.

      - Eintracht Frankfurt hat Investoren an Bord: eintracht.de/news/artikel/eint…aerkt-eigenkapital-64939/

      Ohne diese wären auch schon längst die Lichter in Frankfurt ausgegangen.


      - Schalke hat keine Investoren mit an Bord, weil sie weiterhin mit einem e.V. am Spielbetrieb teilnehmen. Gazprom ist entgegen anderslautender Meinungen kein Investor, sondern ein Sponsor: schalke04.de/content/uploads/2…nzwischenbericht_2019.pdf
      Was Schalke allerdings hat ist ein Mäzen mit einem Tönnies, der das ein oder andere Loch in der Vergangenheit mal gestopft hat. Darüber hinaus noch mindestens einen stillen Gesellschafter, der allerdings nur mit 10 Millionen Euro lt. Konzernbericht beteiligt ist. Könnte man also locker auslösen, denke es ist ein Tönnies selbst der dahinter steckt: Nur so kann man das steuerlich verträglich gestalten, ohne das zu viel Geld abfließt.

      Ob man das große Geld mit Investoren verdienen kann, sei mal dahin gestellt. Mittlerweile sind die wichtigsten Einnahmequellen Fernsehgelder und bei einigen Mannschaften Transfererlöse. Beides kann man auch sehr gut ohne Investoren erlösen. Wofür man Investoren gebrauchen könnte ist für Infrastruktur-Projekte, also NLZ und Stadion. Fürs NLZ müsste man zuerst einmal eine Baugenehmigung haben und sollte auch ohne Investor zu stemmen sein. Und ein Stadion...ohne die Diskussion nun hier eröffnen zu wollen: dazu müsste auch erst einmal der Finanzbedarf entstehen, damit man hier handeln sollte/kann/will. ;)
    • MainBock schrieb:

      Geater, man kann es nennen wie man es möchte, am Ende haben sowohl in Deutschland als auch international die Mannschaften die Nase vorne, die über unterschiedliche Wege von extern Geld bekommen. Das wird in Spieler investiert (und in Beton).
      Du siehst allein die Erfolgsfälle, die negativen geraten bei dir unter den Tisch. In dem Punkt habe ich ein Problem mit der Denke "Viel hilft viel". Denn nein, das tut es nicht automatisch, wie zahllose Beispiele nicht nur aus Deutschland zeigen. Jedenfalls wäre es irrwitzig, den FC in einer derartigen Notlage zu sehen, dass man den Mitgliedern als Eigentümern des Vereins massiv Anteile entreißen sollte, um sie einem womöglich launenhaftem Investor zu überreichen, der nach einer hübschen Renditephase die Kuh dem Schlachter überreicht. Oder der vielleicht sogar Vernünftiges daraus macht und eine Mutation des FC in die CL führt.

      Was nämlich gerne vergessen wird: Auch gemeinsames Leid schweißt zusammen!
    • Ich könnte durchaus mit einem Investor leben. Dieser müsste aber die Kategorie Hopp oder RB sein. Und ich meine nicht, dass wir der 1. CC Köln werden, gesponsort von Coca Cola, sondern, dass man

      a) einen absoluten Experten -Marke Rangnick- ran lässt, der ein Konzept hat.
      b) man sich sehr breitbandig aufstellt: mit u.a. top top NLZ.
      c) man auf das obere Regal der jungen Talente setzt und attraktiv für diese Spieler ist. Ich will dann keine Altstars und nur fertige Spieler haben.

      :tu:
      effzeh 2019/2020