Euer Umgang mit FC-Niederlagen/-Siegen

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    • Mein Umgang ist folgender:
      Bei Siegen gucke ich mir jede Zusammenfassung an (Sportschau, Sky etc.). Dadurch schreibe ich weniger/kaum im Forum.
      Bei Niederlagen gucke ich mir gar nichts mehr an. Und entsteht die Niederlage wie gestern daraus, dass man durch taktische Ausrichtung die Chance auf Absetzen vom Tabellenkeller komplett ablehnt,dann kann ich das auch erstmal nicht gut sein lassen. Merkt man ja, denke ich. Ist aber nun so, habe auch heute noch Puls.
    • im prinzip reicht mir die erste viertel stunde des spiels um zu erkennen wo die reise hingeht.habe mir mittlerweile abgwöhnt laut zu schreien,zieht nur die familie runter und vermiest einen den tag.aber wie im leben-die hoffnung stirbt zuletzt.ich mache es wie herr gisdol schön ruhig bleiben und nix tun.
      Wir schmeißen Stein auf Stein auf die Elf vom Niederrhein. :tu: :tu:
      Veh geht ein Poldi kommt.
    • Vorwärts_Fc schrieb:

      Himmelhorstpfleger schrieb:

      @Vorwärts_Fc das wir um den Abstieg spielen war klar. Das wie gegen einen Gegner wie den VFB ist für mich mittlerweile fraglich. Zumal wir es einfach zu selten schaffen zu Null zu spielen.
      Die erste Halbzeit hätte man mit mehr Leidenschaft spielen können. Die 2. Halbzeit war schon in Ordnung. Man wollte den Ausgleich erzielen. Das mit den Gegentoren lässt sich im Abstiegskampf nicht vermeiden. Ausserdem haben wir die wenigsten Gegentore von allen die hinter uns stehen. Man muss jetzt schauen das man sich das nicht gegen Bayern komplett versaut.
      wieso spielt man nicht einfach beide Halbzeiten mit mehr Mut? Vielleicht kann man dann auch Gegentore vermeiden , weil man selber den Gegner mehr in seiner Hälfte bindet grübel wir laufen wie so oft einem Rückstand hinterher und Spieledrehen ist eher nicht so unser Ding. Sorry für mich redest du das Spiel schön
      Hauptsache die Haare liegen gut! Mach et Armin :love:
    • Himmelhorstpfleger schrieb:

      Vorwärts_Fc schrieb:

      Himmelhorstpfleger schrieb:

      @Vorwärts_Fc das wir um den Abstieg spielen war klar. Das wie gegen einen Gegner wie den VFB ist für mich mittlerweile fraglich. Zumal wir es einfach zu selten schaffen zu Null zu spielen.
      Die erste Halbzeit hätte man mit mehr Leidenschaft spielen können. Die 2. Halbzeit war schon in Ordnung. Man wollte den Ausgleich erzielen. Das mit den Gegentoren lässt sich im Abstiegskampf nicht vermeiden. Ausserdem haben wir die wenigsten Gegentore von allen die hinter uns stehen. Man muss jetzt schauen das man sich das nicht gegen Bayern komplett versaut.
      wieso spielt man nicht einfach beide Halbzeiten mit mehr Mut? Vielleicht kann man dann auch Gegentore vermeiden , weil man selber den Gegner mehr in seiner Hälfte bindet grübel wir laufen wie so oft einem Rückstand hinterher und Spieledrehen ist eher nicht so unser Ding. Sorry für mich redest du das Spiel schön
      Es ist so das wir um Spiele gewinnen zu können mindestens 100 % geben müssen. Tut es 1,2 oder 3 Spieler das eben nicht kommt eine Halbzeit raus wie gegen Stuttgart in Hälfte 1. Schön reden tue ich nichts aber ich sehe auch nicht alles schwarz und rede den Untergang herbei. Machen Özcan oder Dennis ihre Torchance rein kippt das Spiel in unsere Richtung. Nur ist es das altbekannte Problem seit dem ersten Spieltag das wir unseren Chancen nicht bzw kaum nutzen. Man muss sich jeden Punkt hart erarbeiten.
      Wir sind die Fans - Wir sind der Verein!

      Mission Klassenerhalt 20/21 let's go :effzeh:

      Müngersdorfer Stadion op Ewig
    • Ich kann schlecht verlieren. Es schlägt mir einfach auf die Laune und deswegen habe ich mir das auch nie gross angewöhnt.

      Wenn du aber nicht selbst spielst - ob Fussball, Tennis oder Mensch - Ärgere - Dich - Nicht, dann bist du halt auf die anderen angewiesen. Und wenn du dir eine Fussballmannschaft ausgesucht hast, die öfter verliert als gewinnst - dann ist das mal richtig schlecht. Nur - als ich mit Fussball sozialisiert wurde, da war der 1.FC Köln eine grosse Nummer in Fussballdeutschland. Mit einer beständigen Penetranz spielte man unter den ersten 5 der Tabelle, war also folglich Dauergast auf Europas Plätzen, erreichte - beispielsweise - zwischen 68 und 83 - bei jedem zweiten Versuch ein Pokalfinale. Hatte Topspieler wie Overath, Weber, Löhr, Flohe, Müller, Schuster, Cullmann, Zimmermann, Littbarski, Hässler, Schumacher, Ilgner, Olsen und so weiter und so fort en gros. Das ging so bis 1990, sogar 92 wurden wir nochmal Vierter. Wenn das so ist, dann denkt man als Fan: Du hast einen Rechtsanspruch darauf, daß es so bleibt. Weit gefehlt, du hast ihn nicht. Wie sich während der folgenden Jahrzehnte erweisen sollte.

      Nun, obwohl ich lieber gewinne als verliere, ist dann aus mir kein Gram geplagter Melancholiker geworden. Irgendwie ging es ja weiter und in der Saison 16/17 erreichten wir Europa. Das Leben schien uns so langsam wieder den Platz zuzuweisen, der uns gebührte.

      Was danach passierte, das wissen wir alle. Und wahrscheinlich können wir es noch immer nicht begreifen. Die Kaskade der Eitelkeiten, der Dummheit, der Faulheit und der Unfähigkeit hat einen respektive mehre Namen und sie lauten: Spinner, Schumacher, Schmadtke, Stöger(für mich seit dieser Zeit "The 4 notorious S"), Anfang, Veh. Auf Vollständigkeit lege ich hier keinen Wert, wenn ich irgendeine unfähige Schranze vergessen haben sollte, entschuldige ich mich nicht. Herausheben möchte ich zwei Dinge: "The 4 notorious S" haben es vorher Jahrelang sehr gut gemacht. Wirklich. Dann ereignete sich das, was sich eben gerne ereignet(wenn man damit nicht umgehen kann): Im Erfolg macht man die grössten Fehler.

      Die zweite Sache, die ich hervorheben möchte: Es hat in der Geschichte des 1.FC Köln so manchen Geldverbrenner gegeben. Ich erinnere an Präsidium Overath, ich erinnere an Christoph Daum, ich erinnere an Präsidium Artzinger - Bolten(Wo sind die Hässler Millionen?!). Armin Veh reiht sich da sehr würdig ein. Was der Kerl "verbrochen" hat, wird uns noch Jahre beschäftigen.

      So, jetzt stehen wir also wo wir stehen. Und Niederlagen gehören zum Programm. Ich - siehe oben - kann mich nicht daran gewöhnen. Es macht mir körperlich Schmerzen, so bin ich nun einmal. Niederlagen sind also schlimm, aber es ist noch etwas dazu gekommen: die Art, wie wir Fussball spielen. Nein, das Wort spielen darf man nicht in diesem Zusammenhang erwähnen. Wir vergewaltigen den Fussball. Es ist schlecht und unansehnlich, manche Aktion ihrer ganzen Unfertigkeit manchmal gar lächerlich. Die taktische Grundordnung ist: Spiel verhindern.

      Ich bin eine sehr lange Zeit mit Vater und Onkel zusammen zum Fussball gegangen. Sie sind verstorben und dann fing ich an mit meinen Kindern zu gehen. Der 1.FC Köln ist eine samstägliche Familientradition, auch wenn sie eben nicht nur Samstags ist. Corona hat die Stadionbesuche beendet, das ist mehr als bedauerlich. Auf der anderen Seite fast gut, weil man sonst ja live erleben müsste, was Herr Gisdol für einen Fussball verordnet und man live erleben müsste, welche Stümper dieser grosse Klub zu Lizenzkickern ernannt hat. Ich merke, daß ich immer Emotionsloser werde und - viel schlimmer - meine Kinder auch. Die haben keinen Bock mehr, weil der FC so einen grauenhaften Scheiss Fussball spielt. Gisdol versteht es nicht und seine Mannschaft auch nicht: das es Situationen gibt, in denen es so darauf ankommt, zu gewinnen, daß du das Gefühl körperlich verinnerlicht haben musst: gegen Augsburg, gegen Reutlingen, gegen Stuttgart. Da musst du alles, alles, alles für tun und dieser Trainer und diese Mannschaft machen alles, alles, alles: FALSCH.

      Und als wenn das alles noch nicht genug wäre: unser Präsidium und unsere Geschäftsführung sorgen dann für einen Fall Esser und machen sich komplett lächerlich. Und der FC lässt sich von der Stadt Köln wie der bekannte Bär mit dem Ring durch die Nase durch die Manege ziehen.

      All diese Auftritte des FC (und jeder Wichtigtuer hat im nächsten superwichtigen Gremium dieses ach so Basisdemokratischen Vereines - Hipp Hipp Hurra - was dazu zu erzählen) versauen mir das Erlebnis FC. Ich bin lebenslanges Mitglied, was machen die mit meinem Verein?!
      Lettore silenzioso

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Listlos ()

    • Listlos schrieb:

      und jeder Schwachkopf hat im nächsten superwichtigen Gremium dieses ach so Basisdemokratischen Vereines - Hipp Hipp Hurra - was dazu zu erzählen
      Ich kann deinem Beitrag viel abgewinnen, nicht aber diesem Beisatz. Einer der benannten Schwachköpfe ist hier regelmäßig unterwegs und steuert interessante Einblicke bei, reagiert im Rahmen seiner Möglichkeiten auf Fan-Fragen und bringt offensichtlich an einigen Stellen seine Kompetenzen durchaus gewinnbringend im Club ein. Andere tun es ihm gleich. Das sind Fans und Mitglieder, die sich im Verein engagieren, dort Herzblut reinstecken und denen ihr Club offensichtlich nicht egal ist. So jemanden einfach generalabrechnend mit Schwachkopf zu betiteln, finde ich ehrlich gesagt nicht in Ordnung und steht dir auch nicht gut zu Gesicht. Sei gegen bestimmte Gremien, finde ich vollkommen okay. Aber verunglimpfe deren Mitglieder nicht dergestalt, nur weil du mit dem Gremium an sich nicht einverstanden bist.

      Das folgende bezieht sich jetzt nicht auf dich, aber mit welcher Selbstverständlichkeit hier einige sich immer wieder in der Position wähnen, Vereinsvertreter*innen zu beleidigen oder komplett herablassend über deren Tätigkeit zu urteilen, finde ich traurig. Von der heimischen Couch aus fallen solche Dinge bekanntlich besonders leicht.
      silent withreader.
    • Den einen Vereinsvertreter, den du meinst, den meine ich eben nicht. Insofern ist er auch keiner der "Schwachköpfe". Überhaupt ist die Bezeichnung Schwachkopf an der Stelle nicht richtig. Ich habe ihn in meinem Beitrag ersetzt durch Wichtigtuer. Geater 125 - denn um den handelt es sich ja - ist weder das eine noch das andere.

      Wenn dieser Beisatz so interpretiert wird, daß ich aussagen wollte, es gebe nur Wichtigtuer in den Gremien, ist das nicht richtig interpretiert(oder ich habe mich nicht verständlich ausgedrückt). Aber Wichtigtuer haben wir genug und dabei muss ich leider auch bleiben. Und weil die Wichtigtuer und die Mittelmässigen unseren Klub regieren und besseres behindern und verhindern, deswegen stehen wir da wo wir stehen.

      Meine Altvorderen und ich haben für diesen Klub mehr getan als jene Art von Vereinsvertretern, die ich bei meiner Kritik meine. Und wir haben es nicht von der Couch getan. Und weil ich mich noch daran erinnere, was wir getan haben und wie wir es getan haben, kommt mir einfach die kalte Kotze hoch, wenn ich mir das Heute an sehe. Deswegen frage ich auch:" Was machen die mit meinem Verein?!". Wohl wissend, daß das nicht m e i n Verein ist, aber mein Herzblut, meine Leidenschaft, mein Engagement, meine Liebe.

      Fernab unserer unzureichenden Bemühungen auf dem grünen Rasen, macht mich beispielsweise unser "Handeln" bezüglich der Weiterungen GBH so unfassbar wütend - ich kann das kaum in Worte fassen. Hat man beim 1.FC Köln wirklich jemals geglaubt, daß die Vertreter der Stadt Köln mit dem Klub ehrlich umgehen?! Wie kann man eine derartige schlechte Lageeinschätzung vornehmen? Wie kann man sich in seinen Gegenüber derartig irren?! Früher nannte man so etwas Fingerspitzengefühl...oder Menschenkenntnis. Das zeigt exemplarisch, wo wir hingekommen sind. Wir lassen uns mit dem Ring durch die Nase durch die Manege ziehen, zur Belustigung der Opponenten. Die Verantwortlichen des FC sollten sich schämen, sich derartig verar....zu lassen. Und sorry Klebe, kann ja sein, daß ich mich da im Ton vergriffen habe. Aber du sagst es selber : in e i n e m Beisatz. Und wenn ich es getan habe, das sagt nichts über die Richtigkeit der 97 % da vor aus. Insofern solltest du dich vielleicht mal über die 97 % auslassen(nicht nur in einem Beisatz) und nicht über den Rest.

      Habe dicke über 50 Jahre FC hinter mir und kenne die Strukturen in Köln. Die Schwächen und die Stärken kann ich beurteilen. Und ich sage: wir sind auf dem besten Weg zum Absaufen, wenn sich hier nichts Grundsätzliches tut. Und das fängt oben an in der Vereinsspitze. Das geht in gewissen Gremien bei gewissen Vertretern weiter. Das erstreckt sich über die GF, die sich dringend überdenken muss. Das geht weiter zum Trainer, der oft genug keinen Fussball spielen lässt. Und das endet bei einer Mannschaft, deren Mitglieder doch jeden Morgen einmal ehrlich in den Spiegel schauen sollen und sich dabei fragen sollen: "Ich bekomme x 100.000 EURO im Jahr(oder mehr). Das ist ein Bombengehalt. Gebe ich wirklich alles dafür?!"

      Ich war einmal stolz auf diesen Verein. Auch jenseits des Erfolges auf dem grünen Rasen. Für diesen Verein hätte ich mir die Rübe abhauen lassen. Und jetzt?! Ich bin nicht mehr stolz auf diesen Verein. Ja, das hat auch mit unserem Auftreten auf dem grünen Rasen zu tun. Aber eben nur auch. Die wirklich schlimmen Dinge, die passieren woanders. Und unser Präsidium, unsere Gremien, unser Geschäftsführung tun einfach zu wenig dagegen.
      Lettore silenzioso
    • Listlos schrieb:

      Aber Wichtigtuer haben wir genug und dabei muss ich leider auch bleiben.
      Da bin ich voll deiner Meinung, auch wenn sich die Namen vermutlich größtenteils unterscheiden werden, die uns beim Thema Wichtigtuer rund um den FC so einfielen ;)

      Listlos schrieb:

      Meine Altvorderen und ich haben für diesen Klub mehr getan als jene Art von Vereinsvertretern, die ich bei meiner Kritik meine. Und wir haben es nicht von der Couch getan. Und weil ich mich noch daran erinnere, was wir getan haben und wie wir es getan haben, kommt mir einfach die kalte Kotze hoch, wenn ich mir das Heute an sehe.
      Das glaube ich dir, in groben Zügen weiß ich auch wovon du sprichst, dennoch sollte mit "heute" meiner Meinung nach nicht 2021 sondern die letzten knapp 30 Jahre gemeint sein. Wir stehen heute sportlich nicht gut da, richtig. Der Verein ist aber (lassen wir Corona einmal kurz beiseite) insgesamt besser aufgestellt als in vielen Jahren zuvor. Hier wurde also auch viel richtig gemacht, primär natürlich in der Glanzzeit von den "4 notorious S", die in der Folge das meiste leider mit dem eigenen Arsch wieder einrissen. Wir wurden in etwa dorthin zurückgeworfen, wo besagte Herren damals übernahmen, vielleicht mit einem etwas besseren finanziellen Background. Dennoch sollte man den neuen Verantwortlichen auch eine faire Chance geben, wieder etwas aufzubauen. Dass das nicht von heute auf morgen geht, sollte denke ich allen klar sein.

      Ich möchte aber die Wolf-Diskussion jetzt nicht neu mit dir führen, da sie nicht wirklich zu etwas führt. Wir kennen unsere gegenseitigen Meinungen da schon zu Genüge und neue Erkenntnisse gibt es bisher nicht.
      silent withreader.
    • Nein, eine Wolf Diskussion brauche ich auch nicht mehr, jedenfalls zum gegebenen Zeitpunkt. Ich lasse zunächst seine Amtszeit von September 19 - Februar 21 wirken, das reicht erst mal. Ab jetzt kann das Präsidium dann ja mal richtig hinlangen und für Verbesserungen sorgen. Insofern: bitte, die faire Chance haben sie. Soll aber keiner so tun, als wenn sie keine faire Chance von September 19 bis Februar 21 hatten.

      Im übrigen mache in mit dir eine Wette, daß wir bei den "Wichtigtuern" eine Schnittmenge von 80 % hätten

      Und - last but not least - natürlich gilt "Heute" nicht nur für heute. Ich habe das oft genug geschrieben, was die Präsidien Artzinger - Bolten(ganz schlimm), Hartmann(weniger schlimm), Overath(ohne Worte) abgezogen haben. Ausnehmen möchte ich Herrn Caspers, ein honoriger Mann, der wahrlich sein allerbestes gegeben hat. Ausnehmen möchte ich auch die "4 Notorious S" in den ersten Jahren ihrer Amtszeit. Da haben sie alles richtig gemacht, was sie dann sozusagen binnen Jahresfrist vernichteten. Man muss die Entwicklung unseres Klubs im Kontinuum begreifen - ein stetiger Abwärtstrend unterbrochen von einer schönen, kurzen Zwischenzeit. Vor der Nemesis kam die Hybris.

      Ich habe mittlerweilen so die Schnauze voll, daß ich mir in vielen Dingen mal eine Auszeit verordne. Ist besser für den Blutdruck.
      Lettore silenzioso
    • Listlos schrieb:

      Ich kann schlecht verlieren. Es schlägt mir einfach auf die Laune und deswegen habe ich mir das auch nie gross angewöhnt.

      Wenn du aber nicht selbst spielst - ob Fussball, Tennis oder Mensch - Ärgere - Dich - Nicht, dann bist du halt auf die anderen angewiesen. Und wenn du dir eine Fussballmannschaft ausgesucht hast, die öfter verliert als gewinnst - dann ist das mal richtig schlecht. Nur - als ich mit Fussball sozialisiert wurde, da war der 1.FC Köln eine grosse Nummer in Fussballdeutschland. Mit einer beständigen Penetranz spielte man unter den ersten 5 der Tabelle, war also folglich Dauergast auf Europas Plätzen, erreichte - beispielsweise - zwischen 68 und 83 - bei jedem zweiten Versuch ein Pokalfinale. Hatte Topspieler wie Overath, Weber, Löhr, Flohe, Müller, Schuster, Cullmann, Zimmermann, Littbarski, Hässler, Schumacher, Ilgner, Olsen und so weiter und so fort en gros. Das ging so bis 1990, sogar 92 wurden wir nochmal Vierter. Wenn das so ist, dann denkt man als Fan: Du hast einen Rechtsanspruch darauf, daß es so bleibt. Weit gefehlt, du hast ihn nicht. Wie sich während der folgenden Jahrzehnte erweisen sollte.

      Nun, obwohl ich lieber gewinne als verliere, ist dann aus mir kein Gram geplagter Melancholiker geworden. Irgendwie ging es ja weiter und in der Saison 16/17 erreichten wir Europa. Das Leben schien uns so langsam wieder den Platz zuzuweisen, der uns gebührte.

      Was danach passierte, das wissen wir alle. Und wahrscheinlich können wir es noch immer nicht begreifen. Die Kaskade der Eitelkeiten, der Dummheit, der Faulheit und der Unfähigkeit hat einen respektive mehre Namen und sie lauten: Spinner, Schumacher, Schmadtke, Stöger(für mich seit dieser Zeit "The 4 notorious S"), Anfang, Veh. Auf Vollständigkeit lege ich hier keinen Wert, wenn ich irgendeine unfähige Schranze vergessen haben sollte, entschuldige ich mich nicht. Herausheben möchte ich zwei Dinge: "The 4 notorious S" haben es vorher Jahrelang sehr gut gemacht. Wirklich. Dann ereignete sich das, was sich eben gerne ereignet(wenn man damit nicht umgehen kann): Im Erfolg macht man die grössten Fehler.

      Die zweite Sache, die ich hervorheben möchte: Es hat in der Geschichte des 1.FC Köln so manchen Geldverbrenner gegeben. Ich erinnere an Präsidium Overath, ich erinnere an Christoph Daum, ich erinnere an Präsidium Artzinger - Bolten(Wo sind die Hässler Millionen?!). Armin Veh reiht sich da sehr würdig ein. Was der Kerl "verbrochen" hat, wird uns noch Jahre beschäftigen.

      So, jetzt stehen wir also wo wir stehen. Und Niederlagen gehören zum Programm. Ich - siehe oben - kann mich nicht daran gewöhnen. Es macht mir körperlich Schmerzen, so bin ich nun einmal. Niederlagen sind also schlimm, aber es ist noch etwas dazu gekommen: die Art, wie wir Fussball spielen. Nein, das Wort spielen darf man nicht in diesem Zusammenhang erwähnen. Wir vergewaltigen den Fussball. Es ist schlecht und unansehnlich, manche Aktion ihrer ganzen Unfertigkeit manchmal gar lächerlich. Die taktische Grundordnung ist: Spiel verhindern.

      Ich bin eine sehr lange Zeit mit Vater und Onkel zusammen zum Fussball gegangen. Sie sind verstorben und dann fing ich an mit meinen Kindern zu gehen. Der 1.FC Köln ist eine samstägliche Familientradition, auch wenn sie eben nicht nur Samstags ist. Corona hat die Stadionbesuche beendet, das ist mehr als bedauerlich. Auf der anderen Seite fast gut, weil man sonst ja live erleben müsste, was Herr Gisdol für einen Fussball verordnet und man live erleben müsste, welche Stümper dieser grosse Klub zu Lizenzkickern ernannt hat. Ich merke, daß ich immer Emotionsloser werde und - viel schlimmer - meine Kinder auch. Die haben keinen Bock mehr, weil der FC so einen grauenhaften Scheiss Fussball spielt. Gisdol versteht es nicht und seine Mannschaft auch nicht: das es Situationen gibt, in denen es so darauf ankommt, zu gewinnen, daß du das Gefühl körperlich verinnerlicht haben musst: gegen Augsburg, gegen Reutlingen, gegen Stuttgart. Da musst du alles, alles, alles für tun und dieser Trainer und diese Mannschaft machen alles, alles, alles: FALSCH.

      Und als wenn das alles noch nicht genug wäre: unser Präsidium und unsere Geschäftsführung sorgen dann für einen Fall Esser und machen sich komplett lächerlich. Und der FC lässt sich von der Stadt Köln wie der bekannte Bär mit dem Ring durch die Nase durch die Manege ziehen.

      All diese Auftritte des FC (und jeder Wichtigtuer hat im nächsten superwichtigen Gremium dieses ach so Basisdemokratischen Vereines - Hipp Hipp Hurra - was dazu zu erzählen) versauen mir das Erlebnis FC. Ich bin lebenslanges Mitglied, was machen die mit meinem Verein?!
      Danke für Deine Worte. Du sprichst mir aus dem Herzen!
      Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom
    • Also ich hasse es ja grundsätzlich zu verlieren. Besonders, wenn man nicht alles gibt, was möglich ist.

      Mit dem Alter wird man milder und ruhiger, deshalb ist es dann nicht mehr so schlimm.

      Der Umgang mit FC-Niederlagen ist im Moment etwas leichter, da ich fast nichts mehr davon anschaue. Durch Corona hat sich das alles entfremdet. Wahrscheinlich kommt das wieder, wenns wieder ins Stadion geht.

      Ich bin meist offline während des Spiels und schaue mir das Ergebnis und die Ergüsse hier im Spieltags-Thread dann hinterher an. Ggf bekomme ich die letzten Minuten im Live-Ticker mit.
      So auch gegen Gladbach und Dortmund.

      Wenn ich vorher schon nichts erwarte, dann ists entspannter.
      So wird es dann auch am Samstag sein.

      Ich bin sicher, dass wir wieder mit ner 10er-Abwehrkette spielen und hoffen, so lange wie möglich die 0 zu halten.
      Entweder werden die Bayern die ersten 15 Min Gas geben und das 3:0 verwalten oder sie werden erstmal länger warten und dann kurz vor oder nach der Pause zuschlagen.

      Bei solchen Spielen erwarte ich schon die Niederlage und hoffe auf Siege gegen Bremen und Union.
      No one is born hating another person because of the colour of his skin, or his background, or his religion. People must learn to hate, and if they can learn to hate, they can be taught to love, for love comes more naturally to the human heart than its opposite.